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Aufgabe 2 — Füllstandsmessung

Zur Messung der Füllhöhe von Tanks und Behältern können unterschiedliche Messprinzipien zum Einsatz kommen. In einem Modellversuch wird die kapazitative Füllstandsmessung untersucht.

a)

Die Abbildung 1 in Material 1 zeigt einen quaderförmigen Behälter zur Lagerung von Petroleum. Der Füllstand des Petroleums wird durch kapazitive Messung erfasst.

1)

Zunächst wird die Kapazität des leeren Kondensators betrachtet.

Weise nach, dass die Kapazität des Plattenkondensators ohne eingefülltes Petroleum Formula: C = 7,97 \;\text{pF}Formula: C = 7,97 \;\text{pF} beträgt.

3 BE

2)

Wenn der Behälter vollständig mit Petroleum gefüllt ist, ist die Kapazität des Kondensators dadurch gestiegen.

Erläutere ausführlich, dass weitere Ladungen auf die Kondensatorplatten geflossen sind, wenn der Behälter mit Petroleum gefüllt ist und der Kondensator während des Befüllens mit der Spannungsquelle verbunden bleibt.

Veranschauliche mithilfe einer Skizze die Polarisation im Dielektrikum.

9 BE

b)

Für einen teilweise befüllten Behälter kann die Kapazität des betrachteten Kondensators in Abhängigkeit von der Füllhöhe des Petroleums durch die Gleichung im Material 1 beschrieben werden.

1)

Leite den in der Gleichung (Material 1) dargestellten Zusammenhang zwischen der Gesamtkapazität Formula: C_\text{ges}Formula: C_\text{ges} und der Füllhöhe Formula: hFormula: h des Petroleums im Behälter unter Verwendung von Material 2 her.

6 BE

2)

Berechne die Füllhöhe des Petroleums im Behälter, für die sich eine Gesamtkapazität von Formula: 10,75 \;\text{pF}Formula: 10,75 \;\text{pF} ergibt.

3 BE

c)

Für die kapazitative Messung der Füllhöhe im Behälter wird das Entladeverhalten des Kondensators untersucht. Bei unbekannter Füllhöhe des Petroleums wird der stets mit der gleichen Spannung aufgeladene Kondensator über einen stets gleichen Ohm’schen Widerstand entladen. Material 3 zeigt den durch Messung bestimmten zeitlichen Verlauf der Stromstärke während des Entladevorgangs.

1)

Ermittle unter Verwendung von Material 3 die Kapazität des betrachteten Kondensators.

5 BE

2)

Stelle in Material 3 qualitativ den zeitlichen Verlauf der Entladestromstärke dar, der sich für eine geringere Füllhöhe des Behälters ergibt.

Erkläre den Unterschied der beiden Verläufe.

5 BE

3)

Aus den Messwerten des Entladeverhaltens (Material 3) wurde als Kapazität des Kondensators Formula: C = 11,8 \;\text{pF}Formula: C = 11,8 \;\text{pF} ermittelt.

Zum Zeitpunkt Formula: t = 0 \;\text{s}Formula: t = 0 \;\text{s} beträgt die Stromstärke Formula: 15,0 \;\text{µA;}Formula: 15,0 \;\text{µA;} für Formula: t > 0 \;\text{s}Formula: t > 0 \;\text{s} kann die Stromstärke auf Formula: \pm 0,1\; \mu\mathrm{A}Formula: \pm 0,1\; \mu\mathrm{A} genau bestimmt werden.

Beurteile unter quantitativer Berücksichtigung dieser Messunsicherheit, ob gefolgert werden kann, dass der Behälter aus Material 1 weniger als zur Hälfte mit Petroleum befüllt ist.

5 BE

d)

In einem Betrieb werden unterschiedliche Flüssigkeiten und Feststoffe gelagert. Der Füllstand wird bei einigen dieser Materialien bereits mithilfe eines funktionierenden kapazitativem Messverfahrens (vergleiche Material 1) erfasst. Es soll nun geprüft werden, ob der Füllstand auch für andere Materialien kapazitativ bestimmt werden kann. Die Alternative dazu ist ein massenbezogenes Messverfahren, dessen Installation und Unterhalt aber mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden ist (Material 4).

Gib anhand der Materialien 1 und 4 eine begründete Empfehlung, unter welchen Voraussetzungen das massenbezogene Verfahren eingesetzt werden sollte.

4 BE

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