Aufgabe A1
Hinweis: Wähle aus den Aufgaben A1 und A2 eine Aufgabe, aus den Aufgaben B1 und B2 eine Aufgabe und aus den Experimenten E1 und E2 ein Experiment aus.
Ein Körper an einer Feder kann eine mechanische Schwingung ausführen. Dabei lassen sich Zusammenhänge zwischen verschiedenen physikalischen Größen untersuchen.
Zunächst wird an eine Feder mit unbekannter Federkonstante (Abbildung A) ein Körper mit der Masse
angehängt. Die Masse der Feder ist vernachlässigbar. Das Federpendel befindet sich nun in der Ruhelage (Abbildung B). Der Körper wird nach unten ausgelenkt (Abbildung C) und zum Zeitpunkt
losgelassen. Es setzt eine harmonische Schwingung ein.

Ermittle die Federkonstante der Feder und die Periodendauer
der harmonischen Schwingung.
(Kontrollergebnis: )
Gib eine Gleichung für die momentane Auslenkung des Körpers an und skizziere das zugehörige
Diagramm für die erste Schwingungsperiode.
Berechne die maximale kinetische Energie des Körpers und skizziere das
Diagramm für das gleiche Zeitintervall wie in Aufgabe 1.1.2.
Vergleiche eine ungedämpfte mit einer gedämpften Schwingung hinsichtlich auftretender Energieformen.
Die Feder in der Anordnung wird nun durch eine zweite Feder mit der unbekannten Federkonstante ausgetauscht. Als Pendelkörper wird ein Massestück
verwendet.
Das Federpendel wird in Schwingung versetzt.
Über einen Zeitraum von werden in regelmäßigen Zeitabständen insgesamt
Wertepaare für die Elongation
und die rücktreibende Kraft
gemessen. Diese werden im folgenden
Diagramm inklusive Ausgleichsgerade dargestellt.

Begründe, mithilfe des abgebildeten Diagramms, dass die Schwingung näherungsweise harmonisch verläuft.
Ermittle mithilfe des abgebildeten Diagramms die Anzahl
der pro Schwingungsperiode aufgezeichneten Wertepaare.
R. STIRLING entwickelte im Jahr 1816 eine besondere Wärmekraftmaschine.
Ein STIRLINGmotor enthält eine abgeschlossene Gasmenge, die zwei isotherme und zwei isochore Zustandsänderungen durchläuft.
Beim STIRLINGmotor findet keine Verbrennung statt, sondern es werden lediglich zwei Wärmereservoire mit unterschiedlicher Temperatur benötigt.
Ein STIRLINGmotor eignet sich somit auch für Anwendungen, bei denen kein Sauerstoff zur Verfügung steht. In einem STIRLINGmotor für eine zukünftige Mondstation wird die Abwärme eines kleinen Kernreaktors genutzt, um mechanische Arbeit zu verrichten.
Der Kernreaktor führt dem Arbeitsgas Helium bei der Temperatur die Wärme
isotherm zu. Bei einer Temperatur von
wird die Wärme
isotherm an die Umgebung abgegeben. Der maximale Druck während des Kreisprozesses ist beim Zustand A erreicht und beträgt
Im Zustand A hat das Arbeitsgas zudem das minimale Volumen. Dieses beträgt
Bei der isothermen Expansion
nimmt das Volumen um
zu. Bei allen Zustandsänderungen wird Helium als ideales Gas mit der spezifischen Gaskonstante
betrachtet.
Nenne zwei Eigenschaften eines idealen Gases.
Ermittle für die Zustände A bis D jeweils die Größen Druck Volumen
und Temperatur
Fasse deine Ergebnisse in einer Tabelle zusammen.
Berechne die Anzahl der Heliumatome und deren Gesamtmasse
im STIRLINGmotor .
Berechne den Betrag der bei einem Umlauf verrichteten mechanischen Arbeit dieses STIRLINGmotors.
(Kontrollergebnis: )
Mit einem an den STIRLINGmotor angeschlossenen Generator gelingt die Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie mit einem Wirkungsgrad von
Berechne die elektrische Leistung des Systems in
wenn der STIRLINGmotor eine Drehzahl von
hat.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Ermitteln der Federkonstante:
Ermitteln der Periodendauer:
Damit kann nun die Periodendauer bestimmt werden:
Die Gleichung für die momentane Auslenkung lautet:
Damit kann nun das zugehörige Diagramm für die erste Schwingungsperiode gezeichnet werden:

Berechnen der maximalen kinetischen Energie
Es gilt daraus folgt:
Skizzieren des Diagramms für die erste Schwingungsperiode:

|
Schwingungstyp |
Energie-Austausch |
Energie-Abfluss |
Gesamtenergie |
|
Ungedämpft |
Pendelt verlustfrei zwischen |
Keiner. |
Konstant. |
|
Gedämpft |
Pendelt zwischen |
Ja, als thermische Energie (Wärme) an die Umgebung durch Reibungsarbeit. |
Nimmt exponentiell ab. |
Es liegt eine harmonische Schwingung vor, da die rücktreibende Kraft proportional zur Auslenkung
ist (
) und in Richtung des Gleichgewichtszustands wirkt.
Damit ist das lineare Kraftgesetz erfüllt.
Im gegebenen Diagramm kann folgendes Wertepaar abgelesen werden:
und
Es werden somit etwa Wertepaare pro Schwingungsperiode gemessen.
-
Teilchen bewegen sich frei
-
Teilchen stoßen vollkommen elastisch zusammen
-
Teilchen üben keine Anziehungskräfte (Intermolekularkräfte) aufeinander aus
|
Zustand |
|
|
|
|
A |
|
|
|
|
B |
|
|
|
|
C |
|
|
|
|
D |
|
|
|
Berechnen der Anzahl der Heliumatome:
Es gilt:
Mit der Boltzmann Konstante folgt:
Berechnen der Gesamtmasse
Berechnen des Betrages der bei einem Umlauf verrichteten Arbeit :
Hinweis: Auch das Ergebnis wird als korrekt bewertet.
Die elektrische Leistung bei der gegebenen Drehzahl beträgt somit circa