Aufgabe 1.2
Kleine und mittelständische Unternehmen werden durch die zunehmende Bedeutung des Online-Handels vor beträchtliche logistische und technische Herausforderungen gestellt.
Ausgehend von diesen Überlegungen gründeten die beiden jungen Ingenieurinnen Lisa Schmitt und Nora Wehr ein Startup-Unternehmen zur Entwicklung und Produktion von computergesteuerter Lager- und Verpackungstechnik. Da die innovativen Produkte ihrer S&W GmbH hinsichtlich der kundenorientierten Komplettlösung einzigartig sind, konnten sie auf dem Markt ein Alleinstellungsmerkmal erreichen.
Die für 4 Mio. € beschaffte Produktionsstrecke wurde kreditfinanziert und soll über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben werden.
Aus den betrieblichen Unterlagen ist folgendes verdichtetes Zahlenmaterial zu entnehmen:
Umsatzerlöse 6,15 Mio. €, Löhne und Gehälter 2,2 Mio. €, Materialkosten 1,8 Mio. €, Abschreibungen 0,8 Mio. €, Zinsaufwendungen 0,1 Mio. €, betriebliche Gemeinkosten 0,3 Mio. €, sonstige Erträge 50.000 €.
Beschreibe je zwei Vorteile und Risiken des Online-Handels aus Sicht von Unternehmen und nenne zwei Pflichten, die dem Unternehmer hierbei durch den deutschen Gesetzgeber auferlegt werden.
Charakterisiere die im Text erkennbare Marktform anhand von zwei Merkmalen und nenne zwei Nachteile, die sich für die Nachfrager ergeben können.
Beschreibe unter Einbeziehung einer graphischen Darstellung, wie die S&W GmbH die gewinnmaximale Preis-Mengen-Kombination für ihr Produkt modellhaft bestimmen kann.
Erstelle die Erfolgsrechnung des Unternehmens und den Abschreibungsplan für die neue Fertigungsstrecke.
Erläutere drei Maßnahmen der Absatzpolitik, um das Produkt der GmbH effizient am Markt zu etablieren.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Vorteile und Risiken des Onlinehandels aus Unternehmersicht:
Vorteile:
-
hohe Preistransparenz
-
Anytime-Angebot – höhere Absatzchancen
-
globale Präsenz des Unternehmens
Risiken:
-
hohe Preistransparenz
-
Widerrufsrecht und andere Verbraucherschutzregelungen
-
Forderungsausfallrisiko für den Händler
Pflichten, die dem Unternehmer hierbei durch den deutschen Gesetzgeber auferlegt werden:
-
Informationspflichten
-
Widerrufsrecht
Marktform:
-
Ein Anbieter hat einen Marktanteil von 100 %
-
Monopolist bietet ein einziges homogenes Gut an
Nachteile, die sich für die Nachfrager ergeben können:
-
Qualitätsmängel, da kein Konkurrenzdruck besteht
-
geringerer Zwang zur Verbesserung der Produkte
-
überhöhte Preise
Gewinnmaximale Preis-Mengen-Kombination:
-
Preis-Absatz-Funktion aufstellen:
-
Erlösfunktion berechnen:
-
Grenzerlös
bilden:
-
Grenzkosten
bilden:
(aus Kostenfunktion
)
-
Gewinnmaximale Menge
berechnen:
setzen und nach
auflösen
-
Cournot-Preis
berechnen:
in
einsetzen:
-
Cournotscher Punkt:

Hinweis zur Abbildung:
Die in dieser Aufgabe verwendete Abbildung dient der Veranschaulichung des zugrunde liegenden Sachverhalts. Es ist zu beachten, dass die Darstellung in einzelnen Aspekten (z. B. Achsenbeschriftung, Detailgrad oder Position einzelner Elemente) vereinfacht bzw. nicht vollständig didaktisch ausgearbeitet ist. Für die Bearbeitung der Aufgabe ist daher eine eigenständige, fachlich fundierte Interpretation der dargestellten Inhalte erforderlich.
Erfolgsrechnung des Unternehmens und den Abschreibungsplan für die neue Fertigungsstrecke:
GuV
|
Aufwand |
Ertrag |
|---|---|
|
Löhne und Gehälter 2,20 Mio. € |
Umsatzerlöse 6,15 Mio. € |
|
Materialkosten 1,80 Mio. € |
sonstige Erträge 0,05 Mio. € |
|
Abschreibungen 0,80 Mio. € |
|
|
betr. Gemeinkosten 0,30 Mio. € |
|
|
Zinsen 0,10 Mio. € |
|
|
Gewinn 1,00 Mio. € |
|
|
6,20 Mio. € |
6,20 Mio. € |
Abschreibungsplan
|
Jahr |
Abschreibungsbetrag in Euro |
Restbuchwert in Euro |
|
0 |
0 |
4.000.000 |
|
1 |
800.000 |
3.200.000 |
|
2 |
800.000 |
2.400.000 |
|
3 |
800.000 |
1.600.000 |
|
4 |
800.000 |
800.000 |
|
5 |
800.000 |
0 |
Maßnahmen der Absatzpolitik:
-
Produktpolitik
-
umfangreicher Kundendienst
-
-
Distributionspolitik
-
Aufbau eines Teams von Außendienstmitarbeitern
-
Absatzwege (direkt oder indirekt)
-
-
Kommunikationspolitik
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Produktwerbung in Fachzeitschriften
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Direktmarketing auf Fachmessen
-
-
Preispolitik
-
Hochpreispolitik, zumindest in der Einführungsphase
-