Aufgabe II – Lob der Verschwendung
Fasse die Grundgedanken von M 1 in fünf Thesen zusammen!
Untersuche, inwiefern sich Aussagen aus M 1 auf christliche anthropologische Vorstellungen beziehen können!
„Auch im Angesicht der endlichen Ressourcen braucht ein gutes Leben ein Mindestmaß an Verschwendungsmut.“ (M 1, Z. 15 f.)
Erläutere ausgehend vom obigen Zitat und vom reformatorischen Rechtfertigungsglauben christliche Vorstellungen guten Lebens!
Skizziere zwei Grundmodelle ethischen Nachdenkens und prüfe deren Bezüge zu Aussagen in M 1 und 2!
Stelle christliche Hoffnungsvorstellungen dar und entwickle davon ausgehend Perspektiven für den persönlichen Umgang mit einer selbst gewählten ethischen Problemstellung!
Nimm dabei Bezug auf M 1 und 2!
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1: Lob der Verschwendung
Matthias Drobinski ist Journalist und Chefredakteur der christlichen Zeitschrift Publik Forum. In seinem in der Fastenzeit 2024 erschienenen Artikel Lob der Verschwendung kommentiert der Autor gegenwärtiges Nachhaltigkeits- und Effizienzdenken.
Quelle: Drobinski, Matthias: Lob der Verschwendung, Publik Forum (5), 2023, S. 50 f., für Prüfungszwecke bearbeitet
1 Kirchlich-politische Reformbewegung in England seit etwa 1565, die eine Wiederherstellung der Reinheit der biblischen Lehre in der anglikanischen Kirche und ein sittenstrenges, auf Verzicht beruhendes Leben erstrebte.
2 aus dem Refrain des Liedes „Lila Wolken“ der deutschen Rapper Marteria mit Yasha und Miss Platnum, in dem die ersten Sonnenstrahlen eines Sommertages nach einer rauschenden Nacht besungen werden.
Material 2: Kraft der Zuversicht
Fulbert Steffensky (* 1933) studierte Theologie und war in Schule und Seelsorge tätig. Bis zu seinem Ruhestand war er Professor für Religionspädagogik an der Universtät Hamburg.
Quelle: Steffensky, Fulbert: Die Kraft der Zuversicht, Publik Forum (13) 2024, S. 15, für Prüfungszwecke bearbeitet
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Aufgabe 1
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Obwohl Großzügigkeit, Schwelgerei und Überschwang Ausdruck von Liebe sind, scheint es fraglich, ob man angesichts endlicher Rohstoffe und einer unter Druck geratenen wirtschaftlichen Entwicklung die Verschwendung in unserer Wohlstandsgesellschaft befürworten sollte.
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Trotz berechtigter Bedenken hinsichtlich unmäßigen Verhaltens in unserer Zeit, scheint eine ausschließliche Orientierung an Kosten und Nutzenmaximierung lebensfeindlich, da Verschwendung im Sinne von Fülle und Vielfalt das kulturelle und religiöse Miteinander bereichern.
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Biblische Geschichten von und über Jesus erzählen von einem Leben in Fülle zur passenden Zeit, worin sich Paradiesvorstellungen widerspiegeln.
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Auch wenn ein Leben im Überfluss schon immer dazu diente, die eigene Überlegenheit öffentlich zur Schau zu stellen, ist ein Leben im Übermaß für viele heute weniger attraktiv, woraus nicht gefolgert werden sollte, man müsse ein allzu sittenstrenges oder freudenarmes Leben führen.
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Verschwendung kann, ebenso wie Enthaltsamkeit, den Alltag unterbrechen und ungewöhnliche Erfahrungen ermöglichen, denn beide gehören ebenso zusammen wie Osterfeier und Passionszeit.
Aufgabe 2
Schöpfung und Gottebenbildlichkeit (Gen 1,26 f.)
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Nach Gen 1,26 ist der Mensch Geschöpf und zugleich Ebenbild Gottes (Imago Dei).
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In dieser Funktion agiert er als Treuhänder und Stellvertreter Gottes mit dem klaren Auftrag, Verantwortung für die Welt zu übernehmen.
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M 1 reflektiert die menschliche Verantwortung angesichts von Überfluss und Naturzerstörung: Der Mensch darf die Schöpfung nicht in grenzenloser Gier ausbeuten, ist aber zugleich berufen, die Güter der Schöpfung dankbar zu genießen.
Der Schöpfungsauftrag als Weltgestaltung (Gen 1,28; Gen 2,15)
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Der biblische Schöpfungsauftrag („bebauen und bewahren“) drückt Gottes Vertrauen in die schöpferische Gestaltungskraft des Menschen aus.
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Drobinski zeigt, dass das menschliche Wesen darauf angelegt ist, sich hinzugeben: „Verliebte verschwenden sich“ (M 1, Z. 5).
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Durch diese zweckfreie Verausgabung gestaltet der Mensch seine Mitwelt und verhindert, dass das Leben zu einer sinnentleerten, „grauen Zweckgemeinschaft“ (M 1, Z. 5) verkommt.
Fragmentarität, Ambivalenz und Sündhaftigkeit (simul iustus et peccator)
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Die christliche Anthropologie zeichnet ein realistisches Bild: Der Mensch ist unvollkommen, fehleranfällig und in seiner Existenz gebrochen.
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Diese Ambivalenz spiegelt sich in M 1 wieder: Verschwendung stiftet Gemeinschaft und Kultur, hat aber als zerstörerischer Luxus verheerende ökologische und soziale Folgen.
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Der reformatorische Glaube weiß den Menschen von Gott bedingungslos angenommen: Er ist zugleich Sünder und Gerechtfertigter (simul iustus et peccator).
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Dieses Bewusstsein befreit von krampfhafter Selbstgerechtigkeit: Wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15) darf der Mensch trotz Scheitern auf Vergebung vertrauen und das Fest der Versöhnung feiern.
Zeitliche Begrenztheit und eschatologischer Vorbehalt
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Der Mensch ist ein sterbliches, endliches Geschöpf; Perfektion und vollkommene Erlösung kann er aus eigener Kraft auf Erden nicht herstellen.
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Vollendung bleibt eine unverfügbare Gabe Gottes (1. Kor 13).
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Festmahle und biblische Fülle-Erzählungen (z. B. Kana, Joh 2) ermöglichen es dem Menschen, „das Paradies zu ahnen“ (M 1, Z. 30, 57), ohne die irdische Welt mit dem Himmelreich zu verwechseln.
Aufgabe 3
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Drobinski formuliert eine bewusste Provokation: Gerade in Zeiten ökologischer Krisen darf gutes Leben nicht auf rigides Sparen und utilitaristische Kosten-Nutzen-Kalküle reduziert werden.
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Ein gelingendes Leben verlangt ein Minimum an zweckfreier Großzügigkeit („Verschwendungsmut“), um Liebe, Kultur, Glauben und Lebensfreude lebendig zu halten.
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Aus christlicher Perspektive kann die Frage nach dem guten Leben nicht losgelöst von biblischen Erzählungen betrachtet werden, in denen deutlich wird, wie ein gelingendes Leben nach Gottes Willen aussehen kann.
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Ein Leben in Fülle wird als Gottes Geschenk beschrieben, wie dies beispielsweise in der Hochzeit von Kana (Joh 2,1–11), der Salbung von Betanien (Joh 12,1–11) und in der Beispielerzählung vom verlorenen Sohn (Lk 15,11–32) deutlich werden kann (vgl. M 1, Z. 19–30).
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Dieses Geschenk bewahrt menschliche Freiheit und befreit zu verantwortlichem Handeln, was theologisch mit dem Begriffspaar Indikativ und Imperativ zum Ausdruck kommt (vgl. dazu auch Dekalog und Bergpredigt).
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Die in der Sprachfigur von Indikativ und Imperativ zum Ausdruck kommende bedingungslose Zuwendung Gottes allein aus Gnade (sola gratia), die allem menschlichen Handeln vorausgeht, prägt den reformatorischen Blick auf den Menschen, ebenso das Wissen um menschliche Grenzen, das Richtige zu erkennen und zu tun (simul iustus et peccator).
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Weder durch einen „säkularen Puritanismus“ (M 1, Z. 46) noch durch ein „Leben über die Verhältnisse“ (M 1, Z. 41), kann der Mensch vollkommenes Glück erreichen; er ist auf Gottes Gnade angewiesen und unabhängig seiner Taten, allein durch den Glauben an Jesus Christus, gerechtfertigt. Die Gewissheit seiner Erlösung befreit den Menschen zu verantwortlichem Handeln im Sinne des Doppelgebots der Liebe.
Aufgabe 4
Teleologische Ethik / Utilitarismus (Konsequentialismus)
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Begründet u. a. durch Jeremy Bentham und John Stuart Mill.
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Eine Handlung wird ausschließlich nach ihren Folgen (Konsequenzprinzip) beurteilt.
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Moralisch geboten ist jenes Handeln, das das größtmögliche Glück bzw. den maximalen Nutzen für die größte Zahl aller Betroffenen bewirkt (Utilitäts- und Sozialprinzip).
Deontologische Ethik / Pflichtethik (Immanuel Kant)
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Eine Handlung ist nicht aufgrund ihrer Folgen gut, sondern wenn sie aus Pflicht und Achtung vor dem Sittengesetz geschieht.
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Maßstab ist der Kategorische Imperativ: Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde.
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Entscheidend ist die Gesinnung (der „gute Wille“): Der Mensch und Werte wie Gerechtigkeit dürfen niemals bloß als Mittel zum Zweck gebraucht werden (Selbstzweckformel).
Prüfung der Bezüge in den Materialien M 1 und M 2
Material M 1 (Matthias Drobinski)
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Kritik am utilitaristischen Denken: Drobinski erteilt einer reinen „Kosten-Nutzen-Rechnung“ eine Absage, weil sie Kunst, Liebe und Religion erstickt.
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Eigene konsequentialistische Argumentation: Gleichzeitig argumentiert der Autor selbst teleologisch, indem er auf die positiven Folgen von Verschwendung hinweist (sie stiftet Gemeinschaft, Kultur und geteilte Erinnerungen).
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Ambivalenz der Folgen: Er benennt die negativen Konsequenzen des gedankenlosen Konsums für Umwelt und Klima, warnt aber vor den verheerenden psychologischen Folgen eines freudlosen Puritanismus.
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Teleologisch-eudämonistischer Grundzug: Drobinski zielt auf ein gelingendes Leben ab, unterscheidet jedoch klar zwischen profanem Konsumglück und spirituellen Erfüllungserfahrungen (Kairos-Momente des Glaubens).
Material M 2 (Fulbert Steffensky)
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Dezidierte Abgrenzung vom Utilitarismus: Steffensky bricht radikal mit dem konsequentialistischen Erfolgsdenken: „Nicht allein der Erfolg rechtfertigt, was ein Mensch tut“ (Z. 8).
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Deontologische Positionierung: Er formuliert eine dezidiert gesinnungsethische Haltung: „Die Liebe und die Gerechtigkeit heilen und heiligen den Menschen; nicht erst der Erfolg, den die Liebe und Gerechtigkeit vorzuweisen haben“ (Z. 9 f.).
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Bestimmte Handlungen sind in sich selbst gut und notwendig, völlig unabhängig davon, ob sie die Welt retten oder ob das Ökosystem letztlich kollabiert.
Aufgabe 5
Themen aus der Medizin-, Friedens-, Tier-, Wirtschafts-, Umwelt- oder Medienethik können in Frage kommen.
Christliche Hoffnungsvorstellungen
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Hoffnung auf das Reich Gottes (Basileia tou Theou): Christliche Hoffnung gründet im Glauben an Gott, der Schöpfer, Erlöser und Vollender der Welt ist.
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Das „Schon-Jetzt“ und „Noch-Nicht“: Das Reich Gottes hat in Jesu Leben, Sterben und Auferstehen bereits begonnen, steht in seiner Vollendung aber noch aus.
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Christliche Hoffnung unterscheidet sich von weltlichem Optimismus: Sie glaubt nicht an den garantierten irdischen Fortschritt.
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Sie verfällt aber auch nicht in lähmende Resignation: Weil Gott die Welt vollendet, ist menschliches Tun im Hier und Jetzt nicht vergeblich, sondern gewinnt Sinn.
Ethisches Problemfeld: Die globale Klimakrise und generationenübergreifende Umweltethik
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Der fortschreitende Klimawandel und das Überschreiten planetarer Grenzen bedrohen die Lebensgrundlagen künftiger Generationen.
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Viele Menschen schwanken zwischen zynischem Fatalismus („Es bringt ohnehin nichts mehr“) und autoritärem Verzichtsdiktat.
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Steffensky entlastet von der Allmachtsphantasie, den globalen Ausgang der Welt im Alleingang garantieren zu müssen: Hoffnung ist nicht das Wissen um ein Happy End, sondern das Vertrauen, „dass es sinnvoll ist, was wir tun“ (Z. 7).
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Persönliche Konsequenz: Man setzt sich für Klimaschutz und die Schonung von Ressourcen ein, weil dies dem Gebot der Nächstenliebe und Gerechtigkeit entspricht – nicht erst dann, wenn die globale Rettung mathematisch gesichert ist. Man handelt, „als sei Rettung möglich“ (Z. 7).
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Drobinski warnt davor, ökologische Verantwortung in einen freudlosen „säkularen Puritanismus“ abgleiten zu lassen.
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Persönliche Konsequenz: Ein nachhaltiger Lebensstil wird nicht als quälende Strafe praktiziert, sondern als bewusste Lebenskunst: Fasten (Konsumverzicht, Mobilitätswende) und Fest (gemeinsames Feiern, Wertschätzung des Augenblicks) wechseln sich ab. Verschwendung ereignet sich nicht im Kauf von Wegwerfartikeln, sondern im „Sich-Verschwenden“ an Mitmenschen, Kultur und Natur.
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Der christliche Glaube bewahrt vor zwei Extremen: vor der apokalyptischen Lähmung ebenso wie vor der Hybris, die Welt aus eigener Kraft perfektionieren zu können.
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Der Einzelne ist gerufen, im Hier und Jetzt beharrlich Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen – getragen von der Zuversicht, dass Gottes Zusage größer ist als die Begrenztheit unseres irdischen Erfolgs.