Vorschlag A – Im Nagelstudio: Praktische Aufgabe mit theoretischem Anteil
Beschreibe das Bild von Jeanne Mammen und seine Wirkung und erläutere den Zusammenhang zwischen bildsprachlichen Mitteln und Wirkung. (Material)
Ordne das Bild kunst- und kulturhistorisch ein. (Material)
Szenario
Ein Nagelstudio will mit Nageldesign zum Thema „Rainbow Nails“ auf sich aufmerksam machen und benötigt hierzu ein Werbeplakat. Neben einer Gestaltung, die Farben und Formen des Regenbogens aufgreift, soll auch der Schriftzug „Rainbow Nails“ auf dem Werbeplakat erscheinen.
Kreiere und skizziere Ideen für ein Werbeplakat.
Setze eine Idee in eine endgültige Fassung eines Werbeplakats um.
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Jeanne Mammen: Sie haben sehr schöne Hände (um 1929)
Aquarell und Bleistift auf Papier, 28,7×26,1cm

Jeanne Mammen: Sie haben sehr schöne Hände, um 1929, in: Thomas Köhler, Annelie Lütgens: Jeanne Mammen.
Die Beobachterin. Retrospektive 1910–1975, München 2017, S. 57.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?In einer Einleitung sollen Künstlerin, Titel, Jahr, Technik, Maße und das Thema genannt werden:
Das Bild „Sie haben sehr schöne Hände“ von Jeanne Mammen, das um das Jahr 1929 entstanden ist und mit Aquarell und Bleistift auf Papier im Format 28,7×26,1cm angefertigt wurde, zeigt zwei Frauen bei einer Behandlung in einem Kosmetiksalon sitzend.
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Hochformat, Innenraumdarstellung
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zwei Frauen als Halbfiguren im Vordergrund, an schräg ausgerichtetem Tisch sitzend
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linke Frau (Kundin), im Profil, vor sich blickend, gerader Oberkörper in seitlicher Ansicht, ab Hüfte leicht nach vorne gebeugt, Rücken und Beine vom Bildrand angeschnitten
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Arme angewinkelt, ihre rechte Hand mit den Fingerspitzen in eine mit Flüssigkeit gefüllte Schale haltend, ihre linke Hand auf Unterlage
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dunkle Haube, lockiger, orangefarbiger Pony, markante Nase, geschminktes Gesicht, langärmlige, graue Bekleidung mit ausladendem, fellartigem, dunklem Kragen
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rechte Frau (Kosmetikerin) im Dreiviertelprofil, mit nach vorne gestrecktem, leicht geneigtem Kopf vor sich blickend, Oberkörper seitlich zum Tisch geneigt, dem Betrachter zugewandt, Ellenbogen und Beine vom Bildrand angeschnitten
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angewinkelte Arme, ihre rechte Hand schräg auf der linken Hand ihres Gegenübers, ihre linke Hand mit gespreizten und gekrümmten Fingern auf der Unterlage
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kurze, leicht wellige, schwarze Haare, große Augen, kleiner Mund, geschminktes Gesicht, hellorangenes Oberteil und weißer Kittel mit Revers
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schmaler, heller Tisch, Utensilien (Fläschchen, Döschen, Feilen) aufgereiht, Schale mit Flüssigkeit
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im Hintergrund links dunkler Garderobenständer mit Kleidung, mittig Wand mit dunklen Hängeleuchten, Ablagebrett mit Gegenständen und Bild, rechts Frau im Profil vom Bildrand angeschnitten, Tuch über dem Arm, orange- und graufarbigen Vorhang öffnend, Blick auf weitere Person freigebend
Wirkung
privat, vertraut, geheimnisvoll, überschaubar, komplex, direkt, lebensnah, einbeziehend, momenthaft, leicht, frei, rein, bewegt, aktiv, konzentriert, elegant, vornehm, dominant, akzentuiert, ruhig, gediegen, spannungsvoll, reduziert vs. übertrieben, geschäftig vs. innehaltend
Zusammenhang zwischen bildsprachlichen Mitteln und Wirkung
Komposition
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Hochformat, angeschnittene, spitze Dreieckskomposition der sich zuneigenden Frauen, Bildschwerpunkt – momenthaft, vertraut, dominant
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viele Schrägen (z. B. Tischkanten, Arme), gebogene Linien (z. B. Hände) – bewegt, momenthaft
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Augen der rechten Frau im Bildmittelpunkt an Waagrechten orientiert – spannungsvoll, innehaltend
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Gruppierung von Inventar und Figuren – komplex
Raum
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Frauen und Tisch im Vordergrund, Räumlichkeit durch Überdeckung, Größen- und Höhenunterschiede – überschaubar, momenthaft
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leicht angedeutete Plastizität durch diffuses Licht – akzentuiert
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leichte Aufsicht auf Behandlungstisch, nahe am Geschehen – direkt, einbeziehend
Farbe
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eher monochrome Farbpalette, getrübte Orange-, Beige- und Brauntöne, Weiß- und Schwarztöne – reduziert, ruhig, gediegen
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helle Farbgebung im rechten unteren Bildbereich – leicht, rein
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Hell-Dunkel-Kontrast, z. B. helle Hautfarbe und dunkle Augen – akzentuiert
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Aquarellfarben lavierend und eher flächig aufgetragen – leicht, frei
Motiv
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Nagelbehandlung im Vordergrund, Kundin und Kosmetikerin einander zugeneigt, neutrale Mimik, vor sich blickend – vertraut, geheimnisvoll, geschäftig
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Kundin mit gehobener Kleidung (Kopfbedeckung, Kragen), aufrechte Pose – elegant, vornehm
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Kosmetikerin in professionellem Outfit, markantes Gesicht, hantierend – aktiv, konzentriert
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mit Überzeichnungen, z. B. spitzzulaufende Kopfform der rechten Frau – akzentuiert, übertrieben
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Kosmetiksalon mit Garderobe, geschmückten Wänden und weiteren Personen – lebensnah, geschäftig
Merkmale der Neuen Sachlichkeit
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Wahl einer Alltagsszene als abbildungswürdiges Thema
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realistische Darstellung selbstbewusster Frauen als Hauptmotiv im Sinne der „Neuen Frau“, z. B. mit modischer Kopfbedeckung, Kurzhaarfrisur, berufstätig
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Szenen des Berliner Lebens, vorzugsweise Darstellungen von Frauen
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Milieustudie, Beziehung zwischen Kundin und Dienstleisterin
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Ausarbeitung charakteristischer, teils überzeichnender Details, z. B. Kragen, Kinn
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Mammen als Beobachterin und Dokumentarin des Alltags im Berlin der Weimarer Republik
Inhaltsbezug
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Qualitätsmerkmale: Originalität, Plausibilität, Anschaulichkeit, Kreativität, z. B. eigenwilliges Durchspielen unterschiedlicher Varianten
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Entwicklung möglicher Bildmotive mit Fingernägeln (z. B. Hand, Finger, Fingerspitzen)
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Darstellung unterschiedlicher Nagelbemalungen mit Regenbogenfarben, z. B. gereihte Nägel in abgestuften Farbtönen in Analogie zu Regenbogen, einzelne Nägel mit Regenbogenbemalungen, horizontal oder vertikale Anordnung, Nägel einer Hand mit übergreifender Regenbogenbemalung
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Schriftzug „Rainbow Nails“ mit zur Komposition passender Typografie, z. B. schlichte schwarze Groteskschrift in Großbuchstaben zu bunter Nagelbemalung
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Hintergrund mit dezenter oder kontrastierender Farbgebung, z. B. Hellblau als Himmelsfarbe, ggf. Erweiterung mit Mustern, Oberflächen oder Motiven, z. B. weiße Wolken
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ggf. Regenbogen auch als Symbol für Diversität
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ggf. auch mit Bildzitaten zum Material
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übersichtliches Layout, kompositorisches Zusammenspiel von Motiv, Schriftzug und Hintergrund
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Eyecatcher im Sinne einer Werbeanzeige, z. B. leuchtende Farbkontraste
Visualisierung
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Skizzen auch im Zusammenhang mit Notizen
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plausible Auswahl und fachgerechte Anwendung eines gestalterischen Verfahrens
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Aussage des Bildmotivs durch bewussten Umgang mit bildnerischen Mitteln unterstützend, z. B. Komposition, Farbigkeit, Licht, Schatten
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nachvollziehbarer Einsatz von Farbe und Kontrast im Sinne plakativer Reduktion
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typografische Mittel, z. B. Platzierung des Schriftzugs, Lesbarkeit, Anordnung der Buchstaben
Inhaltsbezug
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nachvollziehbare Auswahl einer Bildidee mit schlüssigem Bildmotiv und Layout
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Ausdruckskraft bei der Umsetzung eines Werbeplakats
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Zuspitzung der in der Skizze angelegten Bildaussage
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Charakterisierung durch Farbigkeit eines Regenbogens
Visualisierung
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fachgerechter Einsatz von Material, wie Bleistift, Buntstift, Faserstift, ggf. Pinsel
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Wahl von Ausdrucksmitteln, z. B. Wahl der Perspektive, Abstimmung der Größenverhältnisse, Überschneidungen und Flächigkeit
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adäquater Umgang mit gestalterischen Mitteln, z. B. Form (Aussagekraft von Umrissformen), Proportion (Darstellen natürlicher Proportionen oder Bedeutungsproportionen), Komposition (Ausarbeiten skizzierter Komposition)
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Reduktion komplexer Formen
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Akzentuierung mit Farbe, z. B. Kontraste, Verläufe, Abstufungen