Wahlaufgabe 2 – Training im Skilanglauf
Wahlaufgabe 2 – Training im Skilanglauf
Im einleitenden Text wurde das 50 Kilometer Männerrennen 2023 in Planica beschrieben. Mehrere Jahre zuvor attackierte ein Norweger nach knappen 10 Kilometern und lief bis kurz vor dem Ziel ein einsames Rennen. Doch auf der letzten Runde wurde er eingeholt und erreichte nur noch einen neunten Platz. Beschreibe, welches Trainingsziel in diesem Fall nicht gut umgesetzt wurde. Erläutere die drei weiteren Trainingsziele und ergänze mit einem konkreten Beispiel.
Beschreibe die vier Belastungsmerkmale und schätze ein, welche Ausprägung sie im 50 Kilometer Skilanglaufrennen haben.
Im Aufbautraining einer Skilangläuferin / eines Skilangläufers ist das Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung von großer Bedeutung. Beurteile anhand von zwei Zeichnungen, wie sich das Ausgangsniveau verändert, bei zeitlich richtig gesetzten Reizen und bei zu kurzen Belastungspausen.
Beschreibe zwei Trainingsmethoden im Ausdauerbereich.
Im Zielsprint kommt es unter anderem auf die Schnelligkeit an. Beschreibe drei Schnelligkeitsfähigkeiten. Schätze ein, welche der Schnelligkeitsfähigkeiten im Zielsprint vom Skilanglauf die entscheidende ist. Nenne ein konkretes Beispiel für das Training dieser Schnelligkeitsfähigkeit.
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Das kognitive Lernziel wurde nicht gut umgesetzt. (7 P)
Der Sportler hat sich taktisch nicht gut verhalten. (1 P)
Motorische Lernziele:
Verbesserung der konditionellen Leistungsfaktoren (z.B. Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Schnelligkeit)
Beispiel: Verbesserung der Ausdauer im Skilanglauf, Beinkraft im Alpin, usw.
Emotionale / affektive Lernziele:
Das Lernen des Umgangs mit Emotionen.
Beispiel: Bei Überholvorgängen willensstark bleiben, sich bei „Neckereien“ der Konkurrenten beherrschen, usw.
Soziale Lernziele:
Soziale Kompetenzen entwickeln.
Beispiel: Gratulation im Ziel, Unterstützung und Motivation der Teammitglieder, positiver Umgang mit den Fehlern anderer (Staffel), usw.
(andere Nennungen möglich, je 2 P)
Belastungsmerkmale
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Intensität des Reizes: Gibt Auskunft darüber, wie hoch die Trainingsbelastung ist, wird meist in Prozent der individuellen maximalen Leistungsfähigkeit angegeben. (Skilanglauf 50 km: gering)
-
Umfang des Reizes: Ist ein rechnerischer Wert (gesamte Streckenlänge, gesamte Zeitdauer). (Skilanglauf 50 km: hoch)
-
Dichte des Reizes: Beschreibt die Pause zwischen den Belastungen, gibt das Verhältnis zwischen der Belastung und Entlastung wieder. (Skilanglauf 50 km: nicht vorhanden bis sehr kurz, Einzelreiz)
-
Dauer eines Reizes: Entspricht der Zeit eines Einzelreizes. (Skilanglauf 50 km: ein sehr langer Reiz)
Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung
Zeitlich richtig gesetzter Reiz

Werden die Reize richtig gesetzt, kommt es zu einer Steigerung des Leistungsniveaus. Der Zeitpunkt der nächsten Belastung sollte am höchsten Punkt der Superkompensation erfolgen.
Zu kurze Belastungspausen

Sind die Pausen zu kurz gesetzt, dann stagniert oder sinkt das Leistungsniveau. Man befindet sich im Übertraining.
[Quelle: https://www.runnersgate.de/marathon/superkompensation, Zugriff am 07.07.2023]
(je 1 P Zeichnungen, je 1 P Beurteilungen)
Trainingsmethoden
-
Extensive Dauermethode: Hierbei muss durchgehend ohne Pause gelaufen werden. Die Trainingswirkung der Dauermethode ist eine Verbesserung des Fettstoffwechsels.
-
Fahrtspiel: Beim Fahrtspiel wird mit dem Tempo und den Teilstrecken gespielt. Es werden verschiedene Ausdauerbereiche angesprochen. (Dauerlauf, Trab, Temposteigerung, Gehpausen, 400 m Intervalle, usw.)
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Extensive Intervallmethode: Wird zur Steigerung der Qualität der Grundlagenausdauer angewandt. Geplanter und kontrollierter Wechsel zwischen Phasen mit geringer bis mittlerer Intensität und lohnenden Pausen.
(je 2 P)
Schnelligkeitsfähigkeiten
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Reaktionsschnelligkeit: Ist die Fähigkeit, auf einen Reiz in kürzester Zeit zu reagieren.
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Bewegungsschnelligkeit (azyklisch): Einmalige Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit ausführen.
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Bewegungsschnelligkeit (zyklisch): Sich wiederholende Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit ausführen.
(je 1 P)
Im Zielsprint beim Skilanglauf ist die zyklische Bewegungsschnelligkeit die entscheidende. (1 P)
Trainingsbeispiele: Läufe mit fliegenden Starts, Bergabläufe, maximale Antritte aus dem Trab, usw.
(andere Nennungen möglich, 1 P)