Aufgabe B – Kommunikation ist vielfältig
1 Kommunikation und soziale Medien
Definiere den grundlegenden Begriff Idole/Vorbilder.
M1 Karikatur

Beschreibe die Karikatur M1 und erläutere deren Aussage. Beziehe in deine Ausführungen die Begriffe Idole/Vorbilder mit ein.
Definiere den grundlegenden Begriff Manipulation.
M2 Schaubild

Werte das Schaubild M2 aus, indem du zwei grundlegende Aussagen formulierst.
Ermittle aus dem Schaubild M2 zwei negative Auswirkungen von Influencern auf Jugendliche. Begründe jeweils mit einer Kausalkette.
Beschreibe knapp je zwei personale und soziale Schutzfaktoren, die dazu beitragen, dass Jugendliche sich positiv entwickeln und risikoreiche Situationen erfolgreich bewältigen.
2 Kommunikation – ganz einfach?
M3 Dialog in einem Messenger-Dienst

Definiere den grundlegenden Begriff Kommunikation und erläutere auf dieser Grundlage, warum die schriftliche Kommunikation über Messenger-Dienste wie in M3 oft nicht eindeutig ist.
Tim versteht Lunas Äußerung „voll der krass heftige Tag“ (M3) auf der Seite der Selbstkundgabe und schließt daraus, dass sie Ruhe braucht.
Nenne die drei weiteren Seiten des Vier-Ohren-Modells von Schulz von Thun und beschreibe jeweils, wie Tim die Äußerung auch hätte verstehen können.
Definiere den grundlegenden Begriff Führungsstil.
M4 Fallbeispiel
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Seit 14 Jahren kümmert sich Frau Krämer (35) als Hotelfachfrau im Hotel Sonne mit Hingabe um das Wohl der Gäste. Auch bei ihren Kolleginnen und Kollegen ist sie sehr beliebt. Herr Rossi, der Leiter der Verwaltung, überträgt seiner Mitarbeiterin Aufgaben mit viel Verantwortung und bezieht sie in Entscheidungen ein. Probleme kann Frau Krämer in den regelmäßigen Austauschrunden offen ansprechen. Als ihr Vorgesetzter kündigt, um in einem wohnortnäheren Hotel zu arbeiten, ändert sich unter der neuen Managerin Frau Liebherr einiges für die Mitarbeiterschaft. Am Ende ihrer Schicht muss Frau Krämer nun jeden Tag Rechenschaft über die Aufgaben, die sie erledigt hat, ablegen. An den rauen Umgangston und die oft nicht nachvollziehbaren Entscheidungen kann sie sich auch nach einigen Monaten der Zusammenarbeit nicht gewöhnen. Frau Krämer erwägt, den Arbeitsplatz zu wechseln. |
Benenne die Führungsstile von Herrn Rossi und Frau Liebherr (M4) und erschließe jeweils die Auswirkungen auf Kommunikation und Betriebsklima am Arbeitsplatz.
3 Kommunikation zwischen verschiedenen „Welten“
M5 Fallbeispiel
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Paul (14) ist infolge einer beidseitigen Mittelohrentzündung seit der 3. Klasse stark in seinem Hörvermögen beeinträchtigt. Sein Hörgerät und das Lippenlesen sind für ihn bereits eine große Hilfe. Zusätzlich setzt seine Realschule mehrere Maßnahmen um, um die Kommunikation in seinem Schulalltag zu erleichtern. |
Beschreibe knapp vier Möglichkeiten seitens der Schule, hörbeeinträchtigte Schüler wie Paul (M5) zu unterstützen.
M6 Zitat
„Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“
(Wilhelm von Humboldt, 1767–1835, Gelehrter und Schriftsteller)

Erkläre das Zitat M6 in Bezug auf die Gebärdensprache, die Menschen mit vollständigem Hörverlust nutzen.
Auf Basis des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) können Interessenten mit Berufsausbildung sowie berufspraktischem Fachwissen leichter nach Deutschland einwandern.
Erläutere ausführlich drei Maßnahmen einer gelingenden Integration von ausländischen Fachkräften und ihren Familien.
Erkläre zwei Vorteile für den Sozialstaat, die sich aus der Erwerbstätigkeit zugewanderter Fachkräfte ergeben.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Idole: bekannte Personen z. B. aus den Medien, die vor allem Jugendliche kritiklos „vergöttern“ und zum Teil nachahmen;
Vorbilder: Personen aus Gesellschaft oder privatem Umfeld, die die Persönlichkeit positiv oder negativ beeinflussen können.
Beide Begriffe werden oft synonym verwendet.
Mögliche Beschreibung:
Die Tochter steht vor einer Kommode mit verschiedenen Parfümflacons und Kleidungsstücken. Sie trägt viel zu große High Heels, eine Kette, Ohrringe und einen Umhang. In der rechten Hand hält sie ein Smartphone. Als ihre Mutter sie auf das Outfit anspricht („Das ist dir doch viel zu groß!“), erklärt das Mädchen empört, dass sie nicht ihre Influencerin sei.
Mögliche Aussage:
Das Mädchen orientiert sich in seiner Kleiderwahl an einer Influencerin, die eher ein Idol/Vorbild für das Mädchen ist und unkritisch nachgeahmt wird. So trägt das Mädchen für sein Alter zu große und untypische Kleidung. Das Mädchen lehnt die erzieherische Einflussnahme und die Einmischung seiner Mutter ab; diese wird als Idol/Vorbild von der Influencerin abgelöst.
Psychologisches Mittel, um Menschen bewusst zu beeinflussen, ohne dass diese es merken
Mögliche grundlegende Aussagen:
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Von den in der JIM-Studie im Jahr 2023 befragten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren stimmten 25 % zu, dass Influencer Werbung immer kennzeichnen. 39 % stimmten dem weitgehend zu.
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Etwa ein Drittel (35 %) der befragten Jugendlichen bestätigte, von Influencern empfohlene Produkte schon einmal gekauft zu haben.
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Die Hälfte der befragten Jugendlichen gab an, dass „ihre“ Influencer über ernste Themen sprechen.
Mögliche negative Auswirkungen:
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Wenn Influencer Kaufempfehlungen aussprechen, werden bei Jugendlichen Bedürfnisse geweckt und ein gewisser sozialer Druck innerhalb der Peergroup erzeugt. Dann kaufen sie unbedacht und häufig überteuerte Produkte, wodurch sie sich verschulden.
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Wenn Influencer ernsthafte Themen wie zum Beispiel Migration ansprechen, können unter Umständen extreme Ansichten verbreitet werden. Dann übernehmen Jugendliche diese Meinungen unreflektiert und werden unbewusst manipuliert. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Thematik findet so häufig nicht statt.
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Wenn Jugendliche den Kontakt zu Influencern als gute Freundschaft betrachten und Likes und Kommentare als soziale Interaktion verstehen, dann können sie die realen sozialen Kontakte unter Umständen vernachlässigen und sich isolieren. Sie verlernen möglicherweise so die Fähigkeit, mit Gleichaltrigen fernab der digitalen Welt zu kommunizieren.
Mögliche personale Schutzfaktoren:
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Kenntnis eigener Talente
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Fähigkeit zur Problemlösung
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Hohe Sozialkompetenz
Mögliche soziale Schutzfaktoren:
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Stabile Bezugsperson
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Autoritativer Erziehungsstil
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Zusammenhalt in der Familie
Informationen werden mit sprachlichen und nichtsprachlichen (z. B. Mimik; Tonfall) Zeichen ausgetauscht; die entstehende gegenseitige Beeinflussung nennt man Interaktion.
Durch nichtsprachliche Zeichen wie Tonfall, Mimik und Gestik werden verbale Botschaften in der Kommunikation ergänzt und die Intention des Senders wird oft deutlicher.
Da diese nonverbalen Zeichen in der Kommunikation über Messenger-Dienste fehlen, kann der Empfänger der Nachricht diese nicht eindeutig entschlüsseln. Häufig ersetzen Emojis die nichtsprachlichen Zeichen in der Kommunikation über digitale Technologien.
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Beziehungsseite → Tim versteht, dass er eine vertraute Person ist und Luna mit ihm über ihre Gefühle sprechen kann.
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Appellseite → Tim versteht, dass er die gemeinsame Verabredung absagen soll.
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Sachseite → Tim versteht, dass Luna einen „voll krass heftigen Tag“ hatte.
Verhaltensmuster von Vorgesetzten gegenüber ihren Mitarbeitenden; je nach Beteiligung an Entscheidungen und ihrer Kontrolle unterscheidet man den autoritären, demokratischen bzw. kooperativen und den laissez-fairen Stil.
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Herr Rossi pflegt einen demokratischen bzw. kooperativen Führungsstil, der geprägt ist von einer offenen Kommunikation mit Austauschmöglichkeiten, so dass das Betriebsklima als angenehm empfunden wird.
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Frau Liebherr pflegt einen autoritären Führungsstil mit einer Kommunikation, die hierarchisch und von wenig Austausch mit den Mitarbeitenden geprägt ist, so dass das Betriebsklima als belastend empfunden wird.
Möglichkeiten der Unterstützung:
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Sensibilisierung der Schulgemeinschaft (Schülerschaft, Lehrkräfte, Hausmeister) für Menschen mit Beeinträchtigung durch Informationen
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Deutliche Artikulation
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Sitzplatz in der ersten Reihe mit freier Sicht zur Lehrkraft
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Klassenzimmergestaltung mit schalldämpfenden Wänden und Fußböden
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Weitere technische Hilfsmittel wie Kopfhörer, Mikrofon für Lehrkräfte
Die Gebärdensprache ist für Menschen mit vollständigem Hörverlust der Schlüssel, um kommunizieren und am gesellschaftlichen Leben (also der Welt) teilnehmen zu können. Voraussetzung ist, dass das Gegenüber die Gebärdensprache, also den gemeinsamen Code, codieren und decodieren kann.
Maßnahmen einer gelingenden Integration:
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Teilnahme an angebotenen Sprachkursen (Teil des Integrationskurses) → sprachliche Verständigung im Betrieb und im Alltag
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Teilnahme an angebotenen Orientierungskursen (Teil des Integrationskurses) → Kennenlernen der Werte und Normen Deutschlands, Zurechtfinden im (Berufs-)Alltag
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Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen → Erleichterter Zugang zu qualifizierten Berufen auch für die Familienangehörigen
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Vermittlung einer Mitgliedschaft in Vereinen → Knüpfen von sozialen Kontakten im Umfeld
Mögliche Vorteile:
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Steuerzahlungen → Finanzierung von Sozialleistungen wie Bürgergeld/Grundsicherung oder Wohngeld
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Beiträge in Sozialversicherungen → Aufrechterhalten des Generationenvertrags und Sicherung der Leistungen aus den Sozialversicherungen
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Höheres Bruttoeinkommen von Fachkräften → prozentual höherer Anteil an Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer