Aufgabenstellung 1
Stadtwasserhitzeplan für Göttingen – gelingt der klimagerechte Umbau der Stadt?
Beantworte die Themenfrage, indem du
die historisch-genetische Stadtentwicklung und Bevölkerungsentwicklung Göttingens beschreibst,
die Entstehung des Stadtklimas Göttingens und daraus entstehende Probleme erläuterst,
die geplanten städtebaulichen Maßnahmen hinsichtlich einer klimagerechten Stadtplanung beurteilst.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 Stadtgeschichte Göttingen
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953 |
"Gutingi" erstmals erwähnt in Urkunde Ottos I. Mit der Beurkundung schenkte der spätere Kaiser dem Kloster St. Moritz in Magdeburg Besitz im damaligen Gutingi und trieb so die Missionierung voran. |
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um 1230 |
Erlangung der Stadtrechte |
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1475 |
Göttinger Tuchwirtschaft wirbt ausländische Fachkräfte an. |
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1542 |
Gründung des Pädagogiums, Vorläufer der Universität |
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17. Jh. |
Ausbau Göttingens zur Festung, dennoch mehrfache Belagerung und Plünderung der Stadt im Zuge des 30jährigen Kriegs, allerdings ohne größere Zerstörung |
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Ende 17. Jh. |
Aufbau der Textilindustrie mit Blüte im 18. Jh. |
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1737 |
Eröffnung der Georg-August-Universität → diente den Zielen der Aufklärung; wurde durch die Stadt stark gefördert; z. T. weltberühmte Gelehrte unterrichten hier |
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1763 |
Abtragung der Stadtmauer und Errichtung einer Promenade |
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1800 |
Göttingen galt als berühmteste Universitätsstadt Deutschlands |
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1854 |
Anschluss an das Eisenbahnnetz |
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1866 |
Göttingen wird preußisch |
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8. April 1945 |
kampflose Besetzung von amerikanischen Truppen |
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Wintersemester 1945/46 |
Universität konnte den Lehrbetrieb wieder aufnehmen, wurde zum Sammelbecken für Menschen aus akademischen und künstlerischen Berufen; wirtschaftlich blieb die Stadt auf Grund der Grenznähe eingeschränkt. |
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ab 1963-1973 |
Eingliederung verschiedener Umlandgemeinden |
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1972 |
Abriss der Wörth-Kaserne, Aufbau Altenzentrum Saathoffplatz an dieser Stelle |
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1989 |
Grenzöffnung, Göttingen liegt wieder in der Mitte Deutschlands |
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2000 |
Die Universität, eine der renommiertesten in Deutschland, ist auch weiterhin eine tragende Säule der Stadt. |
Faltblatt „Daten, Fakten, Zahlen“ der Stadt Göttingen. abzurufen unter: https://www.goettingen.de/portal/seiten/stadtportraet-900000016-25480.html, https://stadtarchiv.goettingen.de/recherche/stadtgeschichte/stationen-der-stadtgeschichte/; https://idw-online.de/de/news33445 (Zugriff 27.05.2025)
M 2 Stadtpläne von Göttingen
M 2a Göttingen im späten Mittelalter

https://www.3p-event.de/?p=240; https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v4499554&selectId=12751411 (Zugriff 11.06.2026)
M 2b Stadtplan Göttingen 2024

https://www.geobasis.niedersachsen.de/# (Zugriff 11.06.2026)
M 3 Bevölkerungsentwicklung Göttingens (1393-2024)
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Jahr |
Bevölkerung |
Jahr |
Bevölkerung |
Jahr |
Bevölkerung |
Jahr |
Bevölkerung |
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1393 |
6.000 |
1800 |
10.000 |
1946 |
68.577 |
1990 |
121.831 |
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1503 |
5.000 |
1900 |
30.234 |
1950 |
78.680 |
2000 |
124.132 |
|
1600 |
4.000 |
1925 |
41.514 |
1963 |
82.641 |
2010 |
116.735 |
|
1700 |
3.100 |
1939 |
49.668 |
1973 |
119.914 |
2024 |
122.705 |
https://www.goettingen.de/portal/seiten/stadtportraet-900000016-25480.html (Zugriff 11.06.2026)
M 4 Ausgewählte Angaben zum Göttinger Stadtgebiet
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Relief der Stadt |
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Das Stadtgebiet wird vom 6 bis 8 km breiten und 200 m tief eingesunkenen Leinegraben mit anschließenden Hochflächen geprägt. |
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mittlere Höhe |
149 m NN (Marktplatz) |
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niedrigster Punkt |
138 m NN (nördliche Leineaue) |
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höchster Punkt |
426 m NN (Mackenröder Spitze, östlich Innenstadt) |
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Luftschadstoffe (2024) |
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Feinstaub (Partikel/PM₁₀)* Tage mit > 0,050 mg/m³* |
2 |
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Ozon, Tage mit > 0,120 mg/m³ |
9 |
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Entwicklung Bebauung |
1975 |
1990 |
2010 |
2024 |
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Gebäudeflächen und versiegelte Freiflächen (in ha) |
1.658 |
2.080 |
2.195 |
2.235 |
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Verkehrsfläche (in ha) |
935 |
1.009 |
1.094 |
1.148 |
* Die Grenzwerte für Feinstaub PM10 in der EU sind 0,040 mg/m³ als Jahresmittelwert und 0,050 mg/m³ als Tagesmittelwert, wobei der Tagesgrenzwert maximal 35-mal pro Jahr überschritten werden darf. Der Tageswert für Ozon (0,120 mg/m³) soll nicht mehr als 25-mal pro Jahr überschritten werden.
https://duva-stg-extern.kdgoe.de/Informationsportal/Dokumente/Faltblatt2025.pdf; Stadtgebiet nach Nutzungsart - historische Zeitreihe entnommen aus: https://duva-stg-extern.kdgoe.de/Informationsportal/Informationsportal.html (Zugriff 11.06.2026)
M 5 Klimafunktionskarte Göttingen

Das Bioklima beschreibt die Gesamtheit aller atmosphärischen Einflussgrößen auf den menschlichen Organismus. Entsprechend ihrer Ausprägung und Wirkung werden sie als belastend, schonend oder als Reiz empfunden. Zu den bioklimatischen Belastungsfaktoren zählen insbesondere Wärmebelastung, Strahlungsarmut und schadstoffhaltige Luft.
https://www.goettingen.de/medien/dokumente/klimaplanstadtentwicklung_mit_anhang_mai2015.pdf (Zugriff 11.06.2026; Layout angepasst)
M 6 Entwicklung des Stadtklimas Göttingens
M 6a Räumliche Darstellung der Anzahl heißer Tage in verschiedenen Perioden

Räumliche Darstellung der Anzahl heißer Tage (Tmax ≥ 30 °C) in verschiedenen Perioden in Göttingen.
Stadt Wasser Hitze Plan. Konzept für eine hitze- und wassersensible Stadtentwicklung (2024) (S.21) Nachzulesen unter: https://nachhaltigkeit.goettingen.de/portal/seiten/stadtwasserhitzeplan-goettingen-900001325-25480.html (Zugriff 11.06.2026)
M 6b Zukünftige Entwicklung und Folgen für die Bevölkerung
*Tropennächte = Nächte, an denen die Temperaturen nicht unter 20°C fallen
Stadt Wasser Hitze Plan. Konzept für eine hitze- und wassersensible Stadtentwicklung (2024) (S.23)
M 6c Prognostizierte Auswirkung des Klimawandels auf die Nachttemperaturen

https://www.goettingen.de/medien/dokumente/anhang_methodik_analysen_hitze.pdf (Zugriff 11.06.2026)
M 6d Hochwassergefahrengebiete und -risikogebiete Göttingens

Stadt Wasser Hitze Plan. Konzept für eine hitze- und wassersensible Stadtentwicklung (2024) (S.38)
M 7 Pressespiegel zu städtebaulichen Maßnahmen in Göttingen

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Klimawandel-Goettingen-reagiert-mit-Stadtwasserhitzeplan,aktuellbraunschweig14852.html; https://www.stadtradio-goettingen.de/redaktion/nachrichtenarchiv/2024/dezember_2024/gewerbegebiet_am_dragoneranger_koennte_2027_wirklichkeit_werden/; https://www.hna.de/lokales/goettingen/goettingen-ort28741/der-norden-der-goettinger-fussgaengerzone-soll-der-hitze-trotzen-93596131.html (Zugriff 11.06.2026); Stadt Wasser Hitze Plan. Konzept für eine hitze- und wassersensible Stadtentwicklung (2024) (S.123)
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Beschreibung der historisch-genetischen Stadtentwicklung und Bevölkerungsentwicklung Göttingens.
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Geographische Einordnung
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Norddeutschland, im Bundesland Niedersachsen; 51,3° N, 9,8° O
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an Fluss Leine gelegen, zwischen Harzvorland (O), Eichsfeld (S) und Weserbergland (W)
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Kassel im Südwesten, Hildesheim im Norden
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historisch-genetische Stadtentwicklung und Bevölkerungsentwicklung Göttingens, z. B.:
Mittelalter:
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Dorf Gutingi existierte; erste urkundliche Erwähnung 935; Schenkung durch Otto I und anschließende Missionierung durch Kloster; Stadtrecht 1230 → Bezug Carter möglich
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innere und äußere Stadtmauer (Stadterweiterung), 4 Tore (M3),
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relativ ungeordnetes Straßennetz, Hauptstraßen laufen auf Großen Markt/Rathaus zu, unterschiedliche Märkte innerhalb der Stadt, viele Kirchen
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Durchmischung von Arbeit und Wohnen, Zunftviertel (z. B. Wollweber, Schuhmacher); Tuchwirtschaft bedeutsam
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Grünanlagen innerhalb der Stadtmauern und außerhalb (Wall)
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Bevölkerungszahl zwischen 6000 und 5000
Renaissance:
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Gründung des Pädagogiums; sonst keine städtebaulichen Veränderungen
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Auswirkungen 30jähriger Krieg → Bevölkerungsrückgang
Frühe Neuzeit und Industrialisierung:
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Eröffnung Georg-August-Universität
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Aufbau der Textilindustrie bereits Ende 17. Jh. mit Blüte im 18. Jh.;
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1854 Anschluss an Eisenbahnnetz (M1) → Bahnhof außerhalb der ursprünglichen Stadtmauer
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Schleifung Stadtmauer → Errichtung Promenade
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sprunghafter Bevölkerungsanstieg (M3)
Gegenwart:
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nach WK II Wiederaufnahme des Universitätsbetriebs → Vielzahl an öffentlichen Gebäuden betont Bedeutung der Universität
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Stadterweiterung durch Gemeindeeingliederung 1963 (M1, M3) → Bevölkerungsanstieg
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starke Ausdehnung der Stadt, insbesondere Wohnbebauung (M2b)
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mittelalterlicher Stadtkern heute Innenstadt, umgeben von Ringstraße
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entlang Eisenbahnlinie Industrie- und Gewerbegebiete
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entlang der Leine Grün- und Erholungsflächen
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Bevölkerungszahl bis 2000 stetig gewachsen und seitdem recht konstant (M3)
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Zwischenfazit (Variante)
Zusammenfassend lässt sich ableiten, dass die Stadtentwicklung Göttingens ein klassisches Beispiel für eine mittelalterliche Gründungsstadt darstellt. Während der Phase der Industrialisierung trugen insbesondere das Aufblühen der Textilindustrie sowie die Etablierung der Universität maßgeblich zum strukturellen Wandel der Stadt bei. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Dynamik der Einwohnerzahlen wider, da Göttingens Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2020 ein stetiges Wachstum verzeichnete.
Erläuterung der Entstehung des Stadtklimas und daraus entstehende Probleme.
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bioklimatische Situation, z. B.:
(M2, M5, M6)
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Innenstadt besonders ungünstig → hohe Nachttemperaturen im Sommer → Tropennächte möglich
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Gebiete entlang der Eisenbahn und südlich der Innenstadt weniger günstig → Abkühlung in Sommernacht auf unter 20°C
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Außenbezirk günstige bis sehr günstige Situation
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bioklimatische Situation durch die Bebauung der Stadt, z. B.:
(M2, M5, M6)
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Innenstadt sehr dicht bebaut → starke Erwärmung der Gebäude → Abgabe der Wärmeenergie in Nacht → geringe Abkühlung in Sommernächten
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dichte Bebauung in Innenstadt verringert Luftströmung/Wind
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in Gewerbegebieten dominieren große Gebäude, vermutlich Hallen → große Dachflächen heizen sich schnell auf
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in Wohnsiedlung lockere Bebauung, häufig Einfamilienhäuser → weniger Erwärmung am Tag
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hoher Versieglungsgrad in Gewerbegebieten und Innenstadt → Oberflächenwasser fließt in Kanalisation ab → geringe Luftfeuchtigkeit → fehlende Verdunstungskälte; außerdem niedriger Albedo
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Situation durch den Einfluss von Ausgleichsräumen, z. B.:
(M2, M5, M6)
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Wasserfläche der Leine und z. B. See südlich der Südstadt → kühlender Effekt durch Verdunstung
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Wald und Grünflächen → hohe Evaporation; außerdem Verschattung am Tag
-
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Topografie, z. B.:
(M2, M4, M5)
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Göttingen befindet sich in einer Tallage (M5) → Kaltluft aus Umland strömt über Kaltluftbahnen in die Stadt, z. B. entlang der Leine und des Gleisbettes
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insbesondere Stadtrandgebiete erhalten Kaltluftzufuhr → verbessert bioklimatische Situation
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gleichbleibende Luftzufuhr senkt Schadstoffbelastung in der Stadt → niedriger Ozon- und Feinstaubwert (M4)
-
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abgeleitete Probleme, z. B.:
(M4, M6)
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Erwärmung der Innenstadt, insbesondere nachts → für vulnerable Gruppen belastend → Beeinträchtigung der psychischen und körperlichen Gesundheit
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Zunahme der heißen Tage durch zunehmende Bebauung (M4, M6a) schon heute messbar
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Verstärkung der Effekte durch Klimawandel absehbar
→ Zunahme Tropennächte (M6b)
→ Steigerung der Nachttemperaturen auch in den Wohngebieten (M6c)
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entlang der Gewässer kann es auf Grund Verrohrung der Bäche und starker Versieglung zu Hochwasser kommen → Verstärkung durch Klimawandel möglich
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aber: insgesamt beschränken sich die stadtklimatischen Probleme auf einzelne Tage in den Sommermonaten, sowie Starkregenereignisse über das gesamte Jahr
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Zwischenfazit (Variante)
Göttingens Innenstadt und die Gewerbegebiete erwärmen sich infolge der dichten Bebauung in den Sommermonaten besonders stark. Im Gegensatz dazu erweisen sich die Stadtrandlagen durch den kontinuierlichen Kaltlufteinstrom und die vorhandene Vegetation als bioklimatisch begünstigt. Diese klimatischen Disparitäten führen letztlich dazu, dass die urbane Bevölkerung durch die intensive Erwärmung der innerstädtischen Räume negativ beeinflusst wird.
Beurteilung der geplanten städtebaulichen Maßnahmen hinsichtlich einer klimagerechten Stadtplanung.
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Ziele der Stadt, z. B.:
(M5, M7)
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Stadtwasserhitzeplan erfasst Risiken durch Hitze und Starkregen und soll Grundlage für stadtplanerische Entscheidungen sein
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damit will man Klimafolgeanpassung forcieren
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Projekt Weender Straße bezüglich klimagerechter Stadtplanung positiv, z. B.:
(M5, M7)
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Projekt betrifft die Fußgängerzone, in der besonders durch die Temperaturerhöhung betroffene Göttinger Innenstadt
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Schaffung von Grünflächen und Schattenplätzen: Temperaturregulierend, Schattenflächen, Verbesserung Luftqualität
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Wasserspiel/Zerstäuber: Abkühlung der Luft durch Wasser (Verdunstungskühlung) → Verbesserung Aufenthaltsqualität
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helle Bodenbeläge: Reflexion der Sonnenstrahlung und geringere Erhitzung
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Versickerung Regenwasser: Speicherung des Wassers für Trockenperiode, Verringerung der Hochwassergefahr
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Trinkwasserbrunnen: Verringerung von gesundheitlichen Einschränkungen der Bevölkerung und Verringerung Müllaufkommen
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Verbesserung der Aufenthaltsqualität → Stärkung des Einzelhandels und Gastronomie
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Projekt Weender Straße bezüglich der Wirksamkeit negativ, z. B.:
(M2, M5, M7)
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Beseitigung alter Baumbestand: momentane Schattenspender stehen nicht mehr zur Verfügung, Wirkung der (kleineren) Neupflanzungen geringer
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Verzögerung und Kosten des Projekts: aktueller Sparzwang der Stadt sorgt für Verzögerung; Gefahr, dass Projekt in geringerem Umfang/nicht realisiert werden könnte
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dichte Bebauung bleibt erhalten
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alternative Ideen wie z. B. Dachbegrünung oder Fassadenbegrünung die besonders abkühlend wirken, fehlen
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wirkt nur sehr kleinräumig
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Projekt Dragoneranger bezüglich der klimagerechten Stadtplanung positiv und negativ, z. B.:
(M2, M5, M7)
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das Gewerbegebiet entsteht im Norden der Stadt und soll für zusätzliche Gewerbeeinnahmen sorgen
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Gebiet liegt in der Kaltluftbahn der Stadt → zukünftig kann sich dieses Gebiet erhitzen und somit den Zustrom kühlerer Luft verhindern → Pläne entgegen dem Stadtwasserhitzeplan
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sollten zusätzlich hohe Gebäude entstehen, können sie den Frisch- und Kaltluftzustrom zusätzlich verringern
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Zwischenfazit (Variante)
Das Projekt Weender Straße enthält viele konstruktive Ansätze für die Gestaltung einer klimaresilienten Fußgängerzone. Auch wenn sich die Einflüsse des Klimawandels im urbanen Raum durch derartige Maßnahmen derzeit nur kleinräumig abschwächen lassen, tragen sie dennoch maßgeblich zu einer gesteigerten Aufenthaltsqualität bei. Gleichzeitig verdeutlichen jedoch die Pläne für ein neues Gewerbegebiet am Dragoneranger das fundamentale Spannungsfeld zwischen ökonomischen Entwicklungszielen und ökologischen Notwendigkeiten innerhalb der aktuellen Stadtentwicklung.
Beantwortung der Themenfrage (Variante)
Der Stadtwasserhitzeplan bildet die Grundlage, um Risiken von Hitze und Starkregen in Göttingen in die Stadtplanung einzubeziehen. Das Projekt Weender Straße zeigt, dass stadtklimatische Maßnahmen die Aufenthaltsqualität verbessern können, ihre Wirkung aber kleinräumig bleibt und durch Baumfällungen sowie finanzielle Engpässe begrenzt ist. Mit dem geplanten Gewerbegebiet Dragoneranger wird zudem deutlich, dass wirtschaftliche Interessen ökologische Ziele gefährden können.