Aufgabenstellung 3
Die Lehren aus der Chipkrise 2020/21 – Stärkt das EU-Chipgesetz Deutschlands Versorgung mit Mikrochips langfristig?
Beantworte die Themenfrage, indem du,
die taiwanesische Firma TSMC und die Grundzüge der globalen Mikrochip-Produktion beschreibst,
die Ursachen und Folgen der Mikrochip-Krise 2020/21 für die Automobilwirtschaft erläuterst,
die eingeleiteten europäischen Maßnahmen hinsichtlich ihrer Bedeutung für Deutschland beurteilst.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 Das Unternehmen TSMC
M 1a Unternehmensgeschichte und Standorte
https://www.it-times.de/news/tsmc-der-weltweit-groesste-chip-auftragsproduzent-138498/; https://de.wikipedia.org/wiki/Foundry (Zugriff 11.06.2026).
M 1b Wirtschaftliche Kennzahlen TSMC (2024)
|
Umsatz |
90,1 Mrd. US- |
Geografische Umsatzverteilung (in Prozent) |
|
|
Nettogewinn |
36,5 Mrd. US- |
USA |
68,8 |
|
Forschungsausgaben |
6,4 Mrd. US- |
China |
11,5 |
|
Mitarbeiter weltweit |
76.000 |
Taiwan |
9,3 |
|
Anzahl der Produkte |
12.000 |
Japan |
5,0 |
|
Anzahl der Kunden weltweit |
528 |
Europa, Naher Osten, Afrika |
3,6 |
|
wichtigste Kunden |
Apple, NVIDIA |
Sonstige |
1,8 |
|
Umsatzstärkste Geschäftssegmente |
Smartphones und High Performance Computing (HPC)* |
||
*Unter HPC fasst TSMC alle Prozessoren, Grafikchips und Beschleuniger vom Notebook bis zum Server zusammen. Forschungslabore und Unternehmen verlassen sich heute auf HPC für die Simulation und Modellierung verschiedener Anwendungen, darunter autonomes Fahren, Produktdesign und Fertigung, Wettervorhersage, seismische Datenanalyse und Energieerzeugung.
https://www.elektronikpraxis.de/der-halbleitermarkt-in-zahlen-ungebremstes-wachstum-in-einem-milliardenmarkt-a3c3abc68e7540a1c222b95ffa9ba04cc/; https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/TAIWAN-SEMICONDUCTOR-MFG--4001111/unternehmen/ https://de.statista.com/themen/9475/tsmc/; https://www.heise.de/news/Teure-Wafer-bescheren-TSMC-ein-Rekordjahr-10245870.html; https://www.intel.de/content/www/de/de/high-performance-computing/what-is-hpc.html (Zugriff 11.6.2026)
M 2 Wertschöpfungskette der Mikroelektronik

Definition Chips und Halbleiter: Ein Halbleiter ist ein Material, das nur wenig Strom leitet. Kombiniert man verschiedene Halbleiterschichten, entstehen Bauteile, deren Leitfähigkeit man ansteuern kann: sie lassen Strom durch oder nicht. Es entsteht ein binäres System, wie bei einem Computer. Diese Bauteile lassen sich zu Schaltkreisen zusammenschalten, die Befehle verarbeiten oder Daten speichern können. Diese bezeichnet man als Chips. Meist werden sie aus Silizium hergestellt.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/10/05-halbleiterindustrie.html (Zugriff 11.06.2026); Sarah Franz, Chipkrise 2021/22 Gestörte Lieferketten und Strategien für die Zukunft, PRAXIS GEOGRAPHIE 10-2023, S.30-34
M 3 Globale Halbleiterproduktion
M 3a Definition Fabless-Chiphersteller und Halbleiter-Foundry
https://www.investopedia.com/ask/answers/050615/what-are-fabless-chip-makers-and-why-are-they-important-semiconductor-market.asp (Zugriff 11.06.2026)
M 3b Marktanteile Chip-Auftragsfertigung (2022)5
|
Hauptsitz |
Marktanteil |
|
|
TSMC |
Taiwan |
56,1 % |
|
Samsung |
Süd-Korea |
15,5 % |
|
UMC |
Taiwan |
6,9 % |
|
GlobalFoundries |
USA |
5,8 % |
|
SMIC |
China |
5,3 % |
|
Andere |
10,4 % |
M 3c Europäische Länder mit dem höchsten Exporthandelswert für integrierte Schaltkreise 2022 (in Mrd. US-
)6
|
Deutschland |
19,8 |
|
Irland |
11,9 |
|
Frankreich |
9,8 |
|
Niederlande |
5,2 |
Deutscher Marktführer in diesem Segment ist Infineon mit acht deutschen Standorten, unter anderem im sogenannten „Silicon Saxony“ in der Region Dresden.
Der globale Exporthandelswert für integrierte Schaltkreise wie Halbleiter betrug über eine Billion US-. Allein China, Taiwan und Hongkong waren im entsprechenden Jahr für etwa 522 Milliarden US-
Exporthandelswert verantwortlich.
5 https://www.heise.de/news/Chip-Auftragsfertiger-TSMC-baut-riesigen-Vorsprung-weiter-aus-7373114.html (Zugriff 11.06.2026)
6 https://de.statista.com/infografik/26805/europaeische-laender-mit-dem-hoechsten-exporthandelswert-fuer-integrierte-schaltkreise/ (Zugriff 11.06.2026)
M 4 Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation nach Mikrochips 2018-2022

Hinweis zum Index: Angebot 2. Quartal 2018 entspricht 100
https://cdn.prod.www.manager-magazin.de/images/483d7923-0571-4e69-abd4- f38f71e6d02b_w640_r1.5187713310580204_fpx69.11_fpy44.97.png (Zugriff 11.06.2026; Layout angepasst)
M 5 Weltweite Halbleiternachfrage nach Endmärkten (Auswahl) (Mrd. US-
)

https://www.semiconductors.org/chip-sales-rise-in-2022-especially-to-auto-industrial-consumer-markets/ (Zugriff 11.06.2026)
M 6 Gründe für Lieferengpässe 2020-2021
(Wirtschaftsdienst, Zeitung für Wirtschaftspolitik, Juli 2021, von Nils Jannsen, Joscha Beckmann)
https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2021/heft/7/beitrag/lieferengpaesse-behindern-produktion.html; https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2021/heft/7/beitrag/lieferengpaesse-behindern-produktion.html (Zugriff 11.06.2026)
M 7 Einfluss der Coronapandemie auf die Autoindustrie
M 7a Corona, Chipkrise und gestörte Lieferketten10
(Klaus Ulrich, 20.12.2021, DW.de)
M 7b Umsatz mit Halbleiterprodukten für den Automobilbereich weltweit (Mrd. US-
)11

10 https://www.dw.com/de/corona-chipkrise-und-gest%C3%B6rte-lieferketten/a-60144726
11 https://de.statista.com/infografik/13268/umsaetze-mit-halbleiterprodukten-fuer-den-automobilbereich/ (Zugriff 11.06.2026)
M 7c Auswirkung Chip-Mangel auf Automobilindustrie
|
Datum |
Durchschnittliche Lieferzeit Autos (in Tagen) |
|---|---|
|
Jan. 2020 |
90 |
|
Juni 2020 |
100 |
|
Jan. 2021 |
110 |
|
Juni 2021 |
150 |
|
Jan. 2022 |
200 |
|
April 2022 |
210 |
|
Jan. 2023 |
100 |
„In der Produktion fallen [2021] aufgrund des
Teilemangels Schichten aus, teils über ganze
Wochen. Gleichzeitig steigen die Autopreise, denn
zusätzlich zur allgemeinen Verknappung des
Angebots werden Rabatte gekürzt. Und die
Hersteller reservieren diejenigen Chip-Chargen,
die sie bekommen können, zunächst oft für
höherpreisige Modelle."
https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/diese-wartezeiten-gelten-aktuell-fuer-neuwagen-207929/4; https://www.meinauto.de/lp/presse/pressemitteilungen/2023-06-12 (Zugriff 11.06.2026)
M 7d Quantifizierung des BIP-Schadens durch die Chip-Knappheit (in Mrd. Euro)13

Erklärung zu 1,4,6:
1 Upstream-Lieferkette
beschreibt alle
vorgelagerten
Beschaffungs- und
Zulieferprozesse eines
Unternehmens.
4 Kosten für
Entwicklungsarbeiten,
die nötig werden, um
andere (alternative)
Chips in Steuergeräten
(ECUs) einsetzen zu
können.
6 Broker sind
Zwischenhändler, die
z.T. höhere Preise
verlangen.
https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-studie-von-chips-zu-chancen (Zugriff 11.06.2026)
M 8 Europäisches Chip-Gesetz und Ziele

https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/europe-fit-digital-age/european-chips-act_de (Zugriff 11.06.2026)
M 9 Übersicht Mikroelektronik-Förderprogramme der führenden Halbleiterregionen

Stand 3. Quartal 2024
1) Quantifizierung nationaler, re-
gionaler und Distrikt-Ebene mit
Kollaboration privater Investments;
2) Zahl inkludiert öffentliche Direkt-
investments und einen kleinen An-
teil gemeinsamer Investments
mit dem privaten Sektor;
3) enthält Förderung von
Halbleiter- und KI-Industrie
https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-studie-von-chips-zu-chancen (Zugriff 11.06.2026)
M 10 Stimmen zur aktuellen Fördersituation in Deutschland und der EU
https://www.welt.de/wirtschaft/article253095714/TSMC-Chipfabrik-in-Dresden-EU-genehmigt-milliardenschwere-Foerderung.htm; https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-wirtschaft/halbleiter-produktion-soll-angekurbelt-werden-berliner-chip-forschung-erhalt-150-millioneneuro-vom-bund-und-der-eu-12885568.html; https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-studie-von-chips-zu-chancen; https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2024/IW-Kurzbericht_2024-Chip-Wettrennen-EU.pdf (Zugriff 11.06.2026)
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Beschreibung der taiwanesischen Firma TSCM und der Grundzüge der globalen Mikrochip-Produktion.
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geografisch, z. B.:
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Inselstaat in Südostasien
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Hauptstadt: Taipeh
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geografische Lage: 25°-23° N und 120°-125° O
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angrenzende Meere: Ostchinesisches Meer (N), Pazifik (O), Luzonstraße (S), Taiwanstraße (W)
-
weitere dazugehörige Inselgruppe: Dongsha-Inseln (S)
-
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taiwanesische Firma TSMC als Global Player, z. B.:
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Abkürzung: Taiwan Semiconductor Manufacturing Company
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Hauptsitz: Hsinchu im Nordwesten Taiwans, Fertigungsstätten in weiteren taiwanesischen Städten und in China (M1a)
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Gründung 1987 mit Unterstützung der Regierung Taiwans
-
1994 Börsengang des Unternehmens in Taiwan
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1997 Firma als erstes taiwanesisches Unternehmen an der New Yorker Börse
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umsatzstarkes Unternehmen mit 90 Mrd. US-
im Jahr 2024 und mehr als ein Drittel davon Nettogewinn
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hohe Mitarbeiterzahl weltweit (M1b), hohe Forschungsausgaben (M1b) sowie eine breite Produktpalette (M1b) → steht für große Bedeutsamkeit des Unternehmens in der Branche → Einstufung des Unternehmens als Global Player
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globale Produktion zeigt sich an der Umsatzverteilung, wobei der größte Umsatz in den USA erzeugt wird
-
globale Produktionsstandorte (M1a) → weiterer Indikator als Global Player
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zukunftsorientierte IT- und Hightech-Branche: Produktion wichtiger Bauteile im Software-Bereich vor allem für Smartphones und Laptops (M1b)
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Produktion für Marktführer wie Apple und NVIDIA
-
-
globale Mikrochip-Produktion, z. B.:
-
Chips bestehen aus Wafern, die häufig in einer „Foundry“ hergestellt werden
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TSMC ist die größte Halbleiter-Foundry der Welt (M3b)
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fabless-Chiphersteller (wie z. B. Apple oder NVIDIA) entwickeln und vermarkten Chips, die Firmen produzieren keine eigenen Chips
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im Zuge der Digitalisierung im 21. Jh. werden Halbleiter in der Produktion elektronischer Geräte immer bedeutsamer
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in Deutschland werden vergleichsweise wenig Chips produziert
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Zwischenfazit (Variante)
Das taiwanesische Unternehmen TSMC agiert als ein dominanter Global Player mit einem überragenden Marktanteil im Bereich der Halbleiterfertigung. Dabei zeigt sich eine ausgeprägte globale Arbeitsteilung, da die physische Chipherstellung vor allem in Taiwan konzentriert ist, während die technologische Entwicklung und das Design maßgeblich in den USA angesiedelt sind. Durch diese absolute Schlüsselposition innerhalb der globalen Wertschöpfungskette besitzt das Unternehmen einen direkten und weitreichenden Einfluss auf die weltweite Produktion moderner technischer Erzeugnisse.
Erläuterung der Ursachen und Folgen der Mikrochip-Krise 2020/21 für die Automobilwirtschaft.
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Mikrochip-Krise 2020/21, z. B.:
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bis zur Corona-Pandemie folgte die Chip-Produktion einem normalen Marktzyklus, in welchem sich ein kontinuierlicher Wechsel zwischen Überangebot und erhöhter Nachfrage ereignete (M4)
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seit dem 3. Quartal 2020 vollzog die Nachfrage einen rekordhaften Anstieg (M4), obwohl das Angebot weiterhin kontinuierlich zunahm, konnte der Bedarf nicht deckt werden → Nachfrageschock im Zeitraum der Corona-Pandemie bis Ende 2022 (M4) → Angebotslücke bleibt auch nach der Pandemie existent
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Ursachen der Mikrochip-Krise 2020/21, z. B.:
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Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie führten zu einer reduzierten Produktion von Chips in Herstellerländern wie Taiwan (M6)
-
internationale Logistikprobleme (M6) durch Grenzschließungen behinderten weiterhin den weltweiten Warenfluss
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gestörte internationale Lieferketten führten zu einem Mangel an Rohstoffen und Vorleistungen Lieferengpässe in Bereich der Chips verschärften sich
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Blockade Suez-Kanal
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unerwartete Nachfragesteigerung für technische Konsumgüter (M6) → rasanter Anstieg in der Halbleiternachfrage (M5), vor allem in der Datenverarbeitung/Datenspeicherung (M5), Kommunikationstechnik (M5) und in der Unterhaltungselektronik (M5) → Lücke zwischen Nachfrage und Angebot wächst
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Folgen der Mikrochip-Krise 2020/21 für die Automobilindustrie, z. B.:
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während der COVID-Pandemie sank die Nachfrage nach Halbleiterprodukten für Automobilindustrie auf Grund der fehlenden Nachfrage nach Neuwagen
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2021 steigt die Nachfrage nach Neuwagen wieder sprunghaft an (Aufholeffekte) → Nachfrage der Autoindustrie nach Chips steigt → Chips auf Weltmarkt auf Grund der Lieferengpässe und zunehmender Nachfrage aus Unterhaltungsindustrie nicht verfügbar (M5)
-
Lieferzeiten von Neuwagen steigt bis 2022 beträchtlich an (M7c)
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Chipmangel führt zu Produktionsausfällen → steigende Kosten für Verbraucher
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wirtschaftlicher Schaden im Bereich der Automobilindustrie am höchsten → direkte Effekte (2021-2023) 98,5 Mrd. Euro (M7d)
-
versteckte Kosten durch erhöhten Personalaufwand, teure Beschaffungsmaßnahmen, Re-Designs und Lagerkosten belasten Automobilindustrie → Vulnerabilität in der deutschen Automobilindustrie führt zu wirtschaftlichen Einbußen auf nationaler Ebene
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EU möchte ihre Abhängigkeit von Asien im Bereich der Chipherstellung reduzieren → European Chips Act im Jahr 2023
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Zwischenfazit (Variante)
Die COVID-19-Pandemie kann als der zentrale Auslöser der globalen Chip-Krise angesehen werden. Ein verändertes Konsumverhalten führte in dieser Phase zu einem sprunghaften Bedarfsanstieg bei digitalen Endgeräten, der von den vorhandenen Produktionskapazitäten nicht mehr ausreichend gedeckt werden konnte. Diese Entwicklung verdeutlichte eindringlich, wie vulnerabel internationale Lieferketten auf globale Schocks reagieren und wie schnell logistische Störungen zu gravierenden Wirtschaftshemmnissen führen. Als Folge dieser asymmetrischen Lieferengpässe hatte insbesondere die stark abhängige Automobilwirtschaft massive Produktionseinbußen und spürbare wirtschaftliche Einbrüche zu verzeichnen.
Beurteilung der eingeleiteten europäischen Maßnahmen hinsichtlich ihrer Bedeutung für Deutschland.
-
europäischen Maßnahmen, z. B.: M8
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European Chips Act (2023) ist ein strategisches Gesetzespaket der EU, um die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit im Bereich der Halbleitertechnologien und -anwendungen zu stärken
-
Europa möchte mit diesem Gesetz im Bereich Chip-Forschung und Herstellung die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen
-
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Bedeutung der europäischen Maßnahmen für Deutschland positiv, z. B.:
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Steigerung der europäischen Produktionskapazitäten und Unabhängigkeit gegenüber ausländischen Mikrochip-Herstellern (M10) → Reduzierung der wirtschaftlichen Abhängigkeit und Vulnerabilität der Lieferketten → Förderung deutscher Schlüsselindustrien, z. B. Automobilindustrie (M10)
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Spezialisierung der Mikrochip-Herstellung auf kleinere und schnellere Chips, auch in kleinen Stückzahlen zu wettbewerbsfähigen Kosten (M10) → Spezialisierung kann Konkurrenz minimieren
-
Förderung von Großinvestitionen und Innovationen (M9, M10) → Kooperation mit führenden ausländischen Halbleiter-Hersteller (M10) → Austausch von Fachwissen und Stärkung des deutschen Wirtschaftsstandorts → Bau von Halbleiterwerken stärkt nicht nur direkt die Industrie, sondern auch weitere Sektoren (z. B. Forschung, Logistik und Bildung)
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Stärkung von Forschung und Entwicklung → Sicherung von Forschungsgeldern (M10) → Bedeutungs- und Innovationssteigerung im Bereich Halbleiter-Technologien → Steigerung der zukünftigen deutschen Wettbewerbsfähigkeit
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Prognostizierung von langfristigen positiven Wirtschaftseffekten für Deutschland (M10) → Hebelwirkung für weitere Investitionen aus der Privatwirtschaft (M10)
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Steigerung der deutschen Standortattraktivität auf globaler Ebene
-
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Bedeutung der europäischen Maßnahmen für Deutschland negativ, z. B.:
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hohe Investitionskosten für die EU und Deutschland (M10) → Risiko der finanziellen Überforderung (M10)
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Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen bleibt weiterhin bestehen (M10) → wirtschaftliches Risiko, falls sich ausländische Unternehmen von gemeinsamen Projekten zurückziehen, z. B. Intel Magdeburg (M10) bzw. viele Schlüsseltechnologien stammen weiterhin von ausländischen Unternehmen, z. B. TSMC, Intel
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Umsetzung des European Chips Acts beansprucht längere Zeit → kurzfristige Engpässe der Technologien bleiben bestehen
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in Deutschland besteht schon heute ein Fachkräftemangel (vor allem in MINT-Fachbereichen), Nachfrage nach qualifiziertem Personal steigt
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hoher, steuerfinanzierter Aufwand, um eine europäische/deutsche konkurrenzfähige Produktion aufzubauen
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China, Japan und die USA investieren deutlich größere Summen → positive Effekte könnten durch Subventionen ausländischer Staaten sehr gering ausfallen
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Zwischenfazit (Variante)
Die auf den Weg gebrachten Maßnahmen besitzen für Deutschland als eine der führenden Industrienationen Europas eine immense Bedeutung. Das entsprechende Gesetz soll durch seine strategischen Ziele und gezielten Projekte die internationale Konkurrenzfähigkeit des europäischen und deutschen Wirtschaftsstandortes langfristig festigen. Dennoch bleibt die tatsächliche Wirksamkeit dieser gesetzlichen Initiative im weltweiten Vergleich – insbesondere mit Blick auf die massiven ausländischen Forschungsausgaben und die rasanten globalen Innovationsdynamiken – durchaus fragwürdig.
Beantwortung der Themenfrage (Variante)
Der European Chips Act ist ein wichtiger Schritt zur langfristigen Stabilisierung der Lieferketten in Deutschland, da es den Aufbau eigener Halbleiterkapazitäten und Investitionen fördert. Es soll langfristig die Resilienz der Industrie stärken, kann aber kurzfristig Engpässe nicht beseitigen, da Forschung, Fabrikbau und Fachpersonalaufbau Jahre dauern. Zudem dominiert die ausländische Konkurrenz diesen Wirtschaftszweig seit Jahrzehnten und Deutschland bleibt trotz allem weiter auf globale Lieferketten und Drittstaaten-Investitionen angewiesen. Anstatt ausschließlich auf Mikrochips bzw. Halbleitertechnologien zu setzen, sollte der Fokus ggf. stärker auf zukunftsweisende Technologien wie KI oder innovative Start-Ups gelegt werden. Hier bestehen bessere Chancen auf einen Innovationsvorsprung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.