Vorschlag C
Thema
Dreifaltigkeit als Beziehungsgemeinschaft
Aufgaben
Fasse den Text Gott ist die Gemeinschaft der Drei von Leonardo Boff zusammen. (Material)
„Der trinitarische Gott ist die Beziehungsmatrix, die allen Beziehungen zugrunde liegt
und sie aufrechterhält, einschließlich unserer in Form von Sympathie, Freundschaft und
Liebe.“ (Material)
Erläutere, inwiefern sich in Jesu Reden und Handeln zeigt, dass er ein Vorbild für Beziehungen in „Form von Sympathie, Freundschaft und Liebe“ (Material) ist.
Stelle die Religionskritik Feuerbachs dar.
„Die Dreifaltigkeit stellt uns in den Mittelpunkt einer Vision von Beziehungen, Gegenseitigkeiten und Gemeinschaften [...].“ (Material)
Überprüfe, ob die im Zitat erkennbare Interpretation Boffs der Dreifaltigkeit als „Vision von Beziehungen“ möglicherweise eine menschliche Projektion im Sinne
Feuerbachs darstellen könnte.
„Die Reflexion ist so komplex geworden, dass Christen die Heilige Dreifaltigkeit praktisch nicht mehr anbeten, weil sie sie nicht verstehen. Unser Denken und Beten ist
monotheistisch enggeführt. Aber wir verlieren dadurch die Originalität des christlichen Denkens und Redens über Gott.“ (Material)
Entwickle ausgehend vom Zitat eigene Gedanken, welche Relevanz der Trinitätsglaube für Christinnen und Christen heute haben kann und welche Impulse von
diesem Glauben ausgehen können.
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Leonardo Boff: Gott ist die Gemeinschaft der Drei, in: Publik Forum 07.07.2023, (abgerufen am 04.09.2023).
Hinweis
Leonardo Boff (*1938): brasilianischer katholischer Theologe
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In dem Artikel Gott ist die Gemeinschaft der Drei, erschienen am 07.07.2023 in der Zeitschrift „Publik Forum“, betont Leonardo Boff, dass die Dreifaltigkeit Gottes nicht nur eine abstrakte theologische Lehre ist, sondern eine tiefgreifende Aussage über die Natur Gottes als Gemeinschaft dreier einzigartiger Personen.
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Der Autor berichtet von einem Gespräch mit einem Studenten, der ihn nach seiner Vorstellung von Dreifaltigkeit fragt. Der Student beschreibt Gott als Vater über uns, als Quelle des Lebens, Gott als Sohn neben uns, als Begleiter, und Gott als Heiliger Geist in uns. Boff stimmt dieser Vorstellung zu. Während traditionelle Theologien oft abstrakte Begriffe verwenden, bestehe das ahnende Erfassen hinter der Dreifaltigkeit darin, zu betonen, dass Gott Liebe, Gemeinschaft und Beziehung sei.
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Die Trinitätslehre habe sich im Laufe der Jahrhunderte sehr vielschichtig entwickelt und sei sehr kompliziert geworden. Viele Christinnen und Christen könnten sie deshalb nicht mehr nachvollziehen und würden Gott in seiner Dreifaltigkeit nicht mehr verehren. Durch diese monotheistische Engführung gehe das Eigentliche des christlichen Gottesverständnisses verloren.
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Die Dreifaltigkeit zielt nach Boff nicht darauf ab, Gott in einer bloßen Zusammenzählung zu vermehren, also nicht nach dem Prinzip 1+1+1=3. Vielmehr rückt sie die drei einzigartigen Personen in eine so tiefe Beziehung, dass sie eins sind: 1+1+1=1.
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Boff vergleicht die Dreifaltigkeit außerdem mit modernen Entwürfen aus der Kosmogenese und Quantenphysik, die die Verbundenheit der gesamten Welt betonen. Die Trinität sei das Vorbild für alle Beziehungen und der Motor für alle Gemeinschaften.
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Abschließend fasst der Autor im Sinne seines Dialogpartners zusammen, dass Gott der Quell des Lebens, also Vater, der Wegbegleiter, also Sohn, und zugleich der Spender von Hoffnung und Begeisterung, also Heiliger Geist, sei.
Aufgabe 2
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Für Jesus war es wesentlich, Beziehungen zu den Menschen aufzubauen. In seinem Reden und Handeln war es zentral, dazu anzuregen, in Beziehungen zu leben und sich in gegenseitiger Liebe zu unterstützen. Darin kann er als Vorbild gelten. Die im Text erwähnte trinitarische Beziehungsmatrix von Sympathie, Freundschaft und Liebe, die allen Beziehungen zugrunde liegt, zeigt sich in vielen Beispielen im Reden und Handeln Jesu.
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Grundlegend ist im Leben Jesu die Freundschaft zu den Jüngerinnen und Jüngern. Diese Beziehungen sind wesentlich für seine Botschaft und sein Wirken. Einige Jüngerinnen begleiten ihn sogar bis zum Tod, etwa die Frauen beim Kreuz in Mt 27,55f.
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Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37) erzählt Jesus von einem Mann, der sich einem Schwerverletzten zuwendet, ihn versorgt und sich anschließend um seine Weiterbehandlung kümmert. Der Samariter kennt das Opfer nicht und hilft ihm unabhängig von Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Nächstenliebe ist das Grundmotiv seiner Tat. Er hilft uneigennützig und erwartet weder Lohn noch Anerkennung. Jesus zeigt mit diesem Gleichnis, welche positiven Folgen es hat, anderen Menschen mit Freundschaft und Liebe zu begegnen. Zugleich appelliert er daran, dem Vorbild des Samariters zu folgen und in Beziehungen Nächstenliebe zu üben. Das Gleichnis steht außerdem im Zusammenhang mit der Frage, wie der Mensch das ewige Leben erlange und somit in eine nie endende Beziehung zu Gott treten könne. Priester und Levit stehen aufgrund ihrer Lieblosigkeit im Gegensatz zur Gottesbeziehung.
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Im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11–32) beschreibt Jesus Gott mit dem Bild eines Vaters, der seinen jüngeren Sohn weiterhin bedingungslos liebt, obwohl dieser die Familie mit seinem Erbteil verlassen und das Vermögen verprasst hat. Als der Sohn reumütig und mittellos zurückkehrt, geht der Vater ihm entgegen, nimmt ihn wieder in die Familiengemeinschaft auf und feiert ein großes Fest. Die gute Beziehung zu seinem Sohn ist dem Vater wichtiger als Strafe oder Wiedergutmachung. So zeigt Jesus, dass Gott alle zur Umkehr bereiten Menschen liebevoll wieder in seine Gemeinschaft aufnehmen will.
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Auch anhand der Wunderheilungen wird diese Beziehungsdimension deutlich, etwa bei der Blindenheilung (Mk 8,22–26) oder der Heilung eines Aussätzigen (Lk 5,12–16). Jesus wendet sich uneigennützig und in Liebe den aus der Gesellschaft Ausgestoßenen zu. Er vertröstet sie nicht und speist sie nicht mit Almosen ab, sondern nimmt jeden Einzelnen ernst, geht auf die individuelle Situation ein und wendet sich ihm persönlich zu. Die Heilungen zielen nicht nur auf die Beseitigung der Krankheit, sondern mit der Vergebung der Sünden auch auf eine Veränderung der Lebensbedingungen und auf die Rückführung des Kranken in die Gemeinschaft.
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Auch Jesu Umgang mit Zöllnern und Prostituierten, seine Mahlgemeinschaft mit sozial Deklassierten, etwa in Mt 9,9–13, und sein Umgang mit der Ehebrecherin (Joh 8,1–11) machen die Botschaft von der unbedingten Liebe Gottes deutlich. Besonders die Ehebrecherin zeigt Jesu bedingungsloses Eintreten für Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen. Die Frau wartet auf die Vollstreckung der Todesstrafe. Jesus kennt sie nicht, und die Gesetzeslage spricht klar gegen sie. Dennoch bewahrt er sie vor der Hinrichtung, weil er tiefes Mitleid mit ihr empfindet. Diese Sympathie und dieses Mitleid sind das Grundmotiv für seine deutlichen Worte gegen die Pharisäer und gegen die Vollstreckung des Urteils.
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Jesus versteht seine Sendung so, dass er auch und gerade zu den verlorenen Schafen gesandt ist (Mt 18,12–14). Dies entspricht der Forderung Gottes, dass niemand zurückgelassen werden soll, weil alle Teil einer Gemeinschaft sind. Jesus selbst sieht sein Leben in der unbedingten Liebe zu allen Menschen. Die Menschwerdung Gottes und der Anfang des Reiches Gottes sind der Beginn der Offenbarung der Liebe Gottes in der Welt.
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Durch Jesus erkennt der Mensch, dass er Teil einer Gemeinschaft mit Gott, aber auch mit allen anderen Christinnen und Christen ist, deren Basis die Liebe ist. Dem Vorbild Jesu folgend ist der Mensch dazu aufgefordert, selbst Beziehungen in Sympathie, Freundschaft und Liebe zu gestalten.
Aufgabe 3.1
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Ludwig Feuerbach argumentiert, dass Religion eine menschliche Schöpfung ist und Gottesvorstellungen letztlich menschliche Eigenschaften widerspiegeln.
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Ein zentraler Aspekt ist der Anthropomorphismus. Feuerbach behauptet, dass Menschen Gott nach ihrem eigenen Bild erschaffen. Die Eigenschaften, die sie Gott zuschreiben, seien positive menschliche Eigenschaften, die projiziert und verabsolutiert würden. Menschen übertragen etwa Liebe, Güte oder Macht auf ein übernatürliches Wesen und erschaffen sich dadurch einen Gott, den sie absolut lieben können.
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Hinzu kommt die Projektion menschlicher Sehnsüchte. Feuerbach argumentiert, dass Menschen ihre Wünsche, Ängste und Hoffnungen auf ein höheres Wesen übertragen. Der Mensch halte es nicht aus, unvollkommen und endlich zu sein. Deshalb erschaffe er die Vorstellung eines übernatürlichen Wesens, das über allem wacht und Trost sowie Sicherheit in unsicheren Zeiten bietet. Durch diese Projektion der Sehnsüchte werde Gott erschaffen. Im Gegensatz zum Menschen erscheine dieser Gott als allmächtig und unsterblich, sei aber nur eine bloße Projektion.
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Feuerbach kritisiert außerdem die Entfremdung von menschlichen Eigenschaften. Religion führe dazu, dass Menschen ihre eigenen Fähigkeiten und positiven Eigenschaften auf eine Gottheit übertragen. Dadurch entfremdeten sie sich von diesen Eigenschaften und betrachteten sich selbst als unwürdig. Der Mensch verliere die Beziehung zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen, entzweie sich und nehme sein Schicksal nicht selbst in die Hand.
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Schließlich richtet sich Feuerbach gegen die traditionelle christliche Theologie, die er als zu abstrakt und spekulativ ansieht. Er fordert eine Rückkehr zur konkreten Erfahrung des Menschen und betont die Bedeutung der konkreten Lebenswirklichkeit. Die Theologie solle zugunsten einer Anthropologie aufgegeben werden. Menschen sollten keinen nichtexistierenden Gott verehren, sondern sich selbst und andere Menschen lieben. Nur dadurch könne der Mensch sich für ein besseres Schicksal engagieren und seine Welt gestalten.
Aufgabe 3.2
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Boffs Idee, dass die Dreifaltigkeit eine Parallele zu modernen Vorstellungen von Beziehungen, Gegenseitigkeiten und Gemeinschaften bildet, kann als zeitgenössische theologische Interpretation verstanden werden. Gleichzeitig könnte man im Sinne Feuerbachs argumentieren, dass diese Idee Elemente einer menschlichen Projektion enthält.
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Wenn die Dreifaltigkeit nach Boff als „Vision“ verstanden wird, besteht aus Feuerbachs Perspektive die Gefahr, dass menschliche Vorstellungen von Beziehungen auf eine übernatürliche Ebene projiziert werden. Feuerbach kritisiert, dass Menschen ihre eigenen Sehnsüchte und Wünsche auf Gott übertragen. Mit Blick auf menschliche Beziehungserfahrungen wie Scheitern, familiäre Konflikte, Trennungen, die Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen oder den Wunsch nach Partnerschaft könnte Boffs Deutung der Dreifaltigkeit so verstanden werden, dass der Mensch als soziales Wesen, das nicht allein existieren kann und sich nach Gemeinschaft und Liebe sehnt, die Dreifaltigkeit als Projektion benutzt. Dadurch würde der Mensch von sich selbst entfremdet. Die Idealisierung und Überhöhung der Beziehung in der Trinität könnten ihn lähmen, eigene Wege in Gemeinschaft zu gehen.
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Der Mensch wäre dann nicht in der Lage, Beziehungen selbstständig zu gestalten und zu leben.
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Andererseits ist der Gebrauch des Wortes „Vision“ in der Theologie nicht zwangsläufig eine Projektion im Sinne Feuerbachs. Das menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft, Liebe und Beziehungen ist kein Beleg dafür, dass es den trinitarischen Gott nicht gibt. Im Gegenteil fordert Boffs Auslegung den Menschen dazu auf, nicht passiv zu bleiben, sondern sich selbst in den Mittelpunkt der Beziehungen zu stellen, zu lieben, zu teilen sowie Hoffnung zu schöpfen und zu spenden. Das widerspricht Feuerbachs Religionskritik.
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Nicht Gott verdrängt den Menschen, sondern der Mensch wird aufgewertet. Gott selbst ist Beziehung, sein Name ist Programm. Er versucht, mit den Menschen in Verbindung zu treten, damit der Mensch aufgewertet wird. Damit bildet der Glaube an den dreifaltigen Gott eher eine Überwindung von Feuerbachs Theorie, nach der der Mensch sich durch den Glauben an Gott von sich selbst entfremdet und handlungsunfähig wird.
Aufgabe 4
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Der Glaube an einen Gott in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist kann dazu beitragen, das Gottesverständnis als dynamische, liebende Beziehung zu vertiefen. Die Idee einer ewigen Gemeinschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist eröffnet eine Perspektive auf Gott als Einheit in Vielfalt und Gemeinschaft. Diese Vorstellung kann Christinnen und Christen dazu ermutigen, die Bedeutung von Beziehung und Gemeinschaft im eigenen Leben zu erkunden und wertzuschätzen.
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Darüber hinaus kann der Trinitätsglaube ein tieferes Verständnis von Identität und Selbstfindung fördern. Wenn Gott selbst als Gemeinschaft von Personen verstanden wird, kann dies Christinnen und Christen dazu ermutigen, sich selbst als Teil einer größeren Gemeinschaft zu sehen. Die eigene Identität wird dann nicht nur individuell, sondern in Beziehung zu anderen verstanden.
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Die Vorstellung, dass Gott in seiner Natur eine Beziehung der Liebe ist, kann Christinnen und Christen verdeutlichen, Liebe und Selbsthingabe als grundlegende Prinzipien ihres Lebens zu betrachten. Sie kann dazu inspirieren, diese Liebe in die Welt zu tragen. Insgesamt kann der Trinitätsglaube heute eine tiefe Quelle der Inspiration sein, weil er dazu ermutigt, Beziehung, Gemeinschaft, Identität, Vielfalt und Liebe im eigenen Leben und Glauben zu erkunden und zu vertiefen.
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Kritisch ist jedoch zu beachten, dass das Zitat eine reale Herausforderung anspricht: Viele moderne Christinnen und Christen haben Schwierigkeiten, die Komplexität der Dreifaltigkeit zu verstehen und sie anzubeten. Die Anbetung eines nicht trinitarisch gedachten monotheistischen Gottes scheint klarer und einfacher zu sein, weil man glaubt, ihn leichter verstehen zu können. Der Trinitätsglaube wirkt für viele abstrakt und schwer verständlich. In einer Zeit, in der einfache und klare Botschaften bevorzugt werden, kann die komplexe Lehre der Trinität verwirrend erscheinen.
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In einer zunehmend säkularen und globalisierten Welt, in der viele junge Menschen von anderen religiösen Traditionen oder von Atheismus beeinflusst sind, kann die Lehre der Trinität zudem als antiquiert und irrelevant erscheinen. Sie kann als Teil einer vergangenen theologischen Debatte wahrgenommen werden, die wenig Relevanz für moderne Fragen und Herausforderungen besitzt. Dadurch wirkt sie für viele nicht alltagstauglich.
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Junge Menschen suchen häufig nach spiritueller Erfahrung und Sinnhaftigkeit. Der Trinitätsglaube bietet für viele von ihnen nicht unbedingt eine Antwort auf ihre dringendsten spirituellen Bedürfnisse. Sie suchen möglicherweise nach praktischeren und persönlicheren Formen des Glaubens.
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Insgesamt wird die Relevanz des Trinitätsglaubens für Christinnen und Christen heute vor allem dann stärker, wenn er zeitgemäß vermittelt wird. Die Herausforderung besteht darin, den Trinitätsglauben verständlich zu erklären und seinen Lebensbezug deutlich zu machen.