Vorshlag A – Sportspezifische Anforderungsprofile & Struktur sportlicher Bewegungen, Bewegungsmerkmale & Methoden motorischen Lernens, Zuwendungsmotive & Gesundheitskonzepte
Stelle ausgehend von Material 1–3 das konditionelle und koordinative Anforderungsprofil eines Badmintonspielers im Einzel dar und ordne der Bewegung in Material 3 eine Phasenstruktur zu.
Entwickle ausgehend von deinen Ausführungen zu 1.1 sportartspezifische Übungsformen für einen Badmintonspieler, welche die konditionelle Spielleistung verbessern könnten.
Beschreibe die erste Phase des motorischen Lernprozesses eines Badmintonspielers anhand der qualitativen Bewegungsmerkmale.
Entwickle ausgehend von deinen Kenntnissen zum Lernen sportlicher Bewegungen methodische Maßnahmen, die geeignet sind, einem Anfänger im Badmintonspiel den Übergang in die zweite Lernphase zu ermöglichen.
Ordne ausgehend von Material 1, 2 und 4 der Sportart Badminton individuelle Zuwendungsmotive zu.
Skizziere das Salutogenese-Modell und beurteile, welche Bedeutung das Ausüben der Sportart Badminton im Salutogenese-Modell haben kann.
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Badminton
Badminton ist ein sogenanntes Rückschlagspiel und kann mit zwei oder vier Personen gespielt werden. Ziel ist es, den Federball über ein Netz zu spielen und im gegnerischen Feld so zu platzieren, dass der Gegner ihn nicht zurückspielen kann.
Das temporeiche Spiel ist auf Grund der einfachen Regeln schnell erlernbar und für alle Altersgruppen geeignet.
Vor- und Nachteile
Spaßfaktor:Schnelles Laufspiel mit spannenden Ballwechseln, hoher Wettkampfcharakter möglich.
Fettabbau:Keine aerobe Dauerbelastung, viele Pausen, Belastungsphasen zum Teil aber hochintensiv.
Herz-Kreislauf-System:Geringe Anpassung, je nach Spielintensität aber starke Beanspruchung.
Die Techniker: Badminton, URL: https://www.tk.de/techniker/magazin/sport/basics/badminton-2007090?tkcm=ab (abgerufen am 01.05.2025).
Material 2
Interview mit einem Profibadmintonspieler nach einem Bundesligaspieltag (Mannschaftskampf1)
Reporter: Was war das für ein spannender Kampf in deinem Herreneinzel! Und das in dem entscheidenden Spiel, um den Gesamtsieg für dein Team zu sichern.
Spieler: Oh ja, das kann man so sagen! War das eine enge Kiste und anstrengend! Ich bin fertig mit den Nerven und jetzt noch außer Puste! Einen Matchball im letzten Satz wehrt man nicht alle Tage ab. Jetzt bin ich sehr glücklich über meine Leistung! Und das, nachdem mein Partner und ich heute das Auftaktdoppel so gnadenlos verloren haben.
Reporter: Gegen die zwei kleineren, wieselflinken und sehr beweglichen Gegenspieler habt ihr euch wirklich schwergetan.
Spieler: Genau, wir konnten spielen, was wir wollten. Auf alle Schläge hatten sie eine Antwort. Selbst mit Clear-Schlägen2 haben wir sie nicht bezwingen können. Hinzu kam, dass meinem Mitspieler und mir die Abstimmung heute einfach nicht gelingen wollte. Ständig kamen wir uns auf dem Feld in die Quere. Da ist es auch keine Entschuldigung, dass wir noch nicht oft zusammengespielt haben.
Reporter: Zurück zu deinem Einzel: Da waren einige spektakuläre Ballwechsel dabei, die das Publikum gepackt haben.
Spieler: Es freut uns, dass wir unsere Sportart haben so gut präsentieren können. Das hatte heute mehrere Gründe. So kennen mein Gegenspieler und ich uns aus vielen Partien schon lange. Dann gibt es neue Technologien, wie die Nanotechnologie. Durch sie sind leichtere und stabilere Schlägerrahmen möglich, was ein besseres Schlägerhandling, schnellere Schlaggeschwindigkeiten und eine höhere Präzision zur Folge hat. Schlussendlich werden die Bälle mit höherem Tempo gespielt.
Reporter:Es werden Ballgeschwindigkeiten bis 290 km/h gemessen! Das ist beeindruckend!
Spieler: Auch für uns Spieler selbst. Wir können im Spielaufbau somit weniger Risiken eingehen und spielen vermehrt mit Finten. Das hat man heute sehr gut beobachten können, dass ein ständiger Wechsel von kraftvollen und wohl dosierten Bewegungen notwendig ist, um selber in eine gute Angriffsposition zu gelangen und den Punkt zu machen.
Reporter: Das kann manchmal auch dauern. Die Spieldauer von knapp einer Stunde in deinem heutigen Einzel war außergewöhnlich lange. Unser Statistiker hat eine Nettospielzeit von fast 30 Minuten gemessen, in denen du rund 2.000 Schläge absolvierst. Welch beeindruckende Werte! Wie schafft man das?
Spieler: Mein Gegenspieler hat mir durch sein variables und punktgenaues Spiel alles abverlangt. Die Intensität mit den ständigen Sprints und Sprüngen war sehr anstrengend. Da habe ich von meiner guten Grundlage aus der Vorbereitung profitiert. Denn das Training war in den letzten Wochen wegen meiner Achillessehnenreizung nur eingeschränkt möglich.
Reporter: Bei deiner Gesamtlaufleistung von sechs Kilometern hat man davon wenig gemerkt.
Spieler: Ja, die Sehne hat sich immer wieder gemeldet – durch die zahlreichen Stop-and-Go-Bewegungen. Die vielen Richtungsänderungen waren natürlich Gift. Das hat mich schon aus der Konzentration herausgebracht und es war nicht immer einfach, den Fokus zurück aufs Spiel zu richten. Die Zuschauer haben mich da gepusht, durchzuhalten.
Reporter: Vielen Dank für das Interview.
1 Mannschaftskampf – Als Mannschaftskampf wird ein Spiel zweier Mannschaften an einem Spieltag bezeichnet; es wird mit folgenden Partien in folgender Reihenfolge durchgeführt: erstes Herrendoppel, zweites Herrendoppel, Damendoppel, erstes Herreneinzel, zweites Herreneinzel, drittes Herreneinzel, Dameneinzel, gemischtes Doppel.
2 Clear-Schlag – Ein Clear ist ein Schlag mit hoher und weiter Flugkurve, bei dem der Ball möglichst kurz vor der hinteren Auslinie landet.
Material 3
Badminton – Überkopf-Smash (mit Umspringen)

URL: http://www.sportunterricht.de/badminton/ueberkopfsmashumsprung001.html (abgerufen am 28.11.2023).
Material 4
URL: https://www.babolat.com/de/news-articles-blog-badminton-motivation/badminton-motivation.html (abgerufen am 01.05.2025).
Hinweis: Die Genderschreibweise und Rechtschreibung entsprechen dem Original.
1 Peter Zauner – erfolgreicher Badminton-Trainer und Ex-Profi (Nr. 22 der Weltrangliste im Doppel)
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Darstellung des konditionellen Anforderungsprofils eines Badmintonspielers im Einzel:
Kraft
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Maximalkraft als Basis der Kraftfähigkeiten
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Schnellkraft für explosive Schläge, Sprünge und schnelle Positionsveränderungen im Spiel
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Kraftausdauer (vor allem in Armen und Beinen) für zahlreiche Sprints, Sprünge und sportartspezifische Schlagbewegungen
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Explosivkraft (für schnelle Antritte, Richtungsänderungen, Sprünge etc.)
Ausdauer
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aerobe Ausdauer (Grundlagenausdauer), um bei einer Spieldauer von bis zu einer Stunde und einer Nettospielzeit von bis zu einer halben Stunde die Belastung aufrechterhalten und um die rund 2.000 Schläge absolvieren zu können
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gleichfalls die anaerobe Ausdauer, um die vielen Sprints absolvieren zu können
Schnelligkeit
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zahlreiche kurze Sprints und Sprünge auf dem Spielfeld
Beweglichkeit
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badmintonspezifische Schlagtechniken, die eine hohe Beweglichkeit insbesondere des Schultergürtels sowie von Rücken und Beinen erfordern
Darstellung des koordinativen Anforderungsprofils eines Badmintonspielers im Einzel:
Differenzierungsfähigkeit – sehr ausgeprägt
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ständiger Wechsel von kraftvollen Aktionen und feinmotorischen Bewegungen
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Schlagkraft zum Ausführen der richtigen Technik
Reaktionsfähigkeit – sehr ausgeprägt
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ständige Reaktion auf die Schläge und Aktionen des Gegners erforderlich
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zahlreiche Stop-and-go-Bewegungen, z. B. durch Finten
Kopplungsfähigkeit – sehr ausgeprägt
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Abstimmung von Sprints, Sprüngen und Schlagbewegungen nacheinander und/oder überlagernd
Orientierungsfähigkeit – sehr ausgeprägt
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bei permanenten Richtungsänderungen eigene Position auf dem Spielfeld (zu den Außenlinien und zum Netz) sowie die des Gegners bestimmen
Gleichgewichtsfähigkeit – ausgeprägt
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besonders bei Ausfallschritten und Überkopfschlägen
Umstellungsfähigkeit – gering ausgeprägt
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z. B. bei Netzbällen
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Umstellung auf neue Gegner und deren Spielweise
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Umstellung von Angriff auf Abwehr und umgekehr
Zuordnung einer Phasenstruktur:
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Phasenanalytisch ist der Überkopf-Smash (mit Umspringen) eine azyklische Bewegung mit Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase (Dreigliederung bei einem einmaligen Bewegungsvollzug nach Meinel/Schnabel).
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Die Vorbereitungsphase wird in den Bildern 1 bis 5/6 dargestellt. Sie dient der Schaffung optimaler Voraussetzungen für die Realisierung der Bewegungsaufgabe. Sie beinhaltet die Verlagerung des Körpergewichts auf den rechten Fuß (bei Rechtshändern wie in Material 3), die Ausholbewegung des Schlagarmes mit Schwungschleife zur Optimierung des Beschleunigungsweges und den Absprung für das Erreichen eines idealen Treffpunktes. Die Vorbereitungsphase endet, wenn der Schlägerkopf den untersten Punkt der „Schleifenbewegung“ erreicht hat.
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Die Hauptphase wird in den Bildern 6 und 7 dargestellt. Sie umfasst die eigentliche Realisierung der Bewegungsaufgabe (Überkopfschlag im Sprung). Die Hauptphase beginnt mit der Beschleunigung des Schlägerkopfes in Richtung Ball und endet, wenn der Ball den Schläger verlässt.
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Die Endphase wird im Bild 8 dargestellt. Sie dient der Verletzungsprophylaxe und dem Ausklingen der Bewegung mit kontrollierter einbeiniger Landung auf dem linken Fuß (bei Rechtshändern wie in Material 3), dem Ausschwingen des Schlägers sowie der Herstellung des Gleichgewichtszustandes mit anschließender der Vorbereitung auf den nächsten Schlag.
Ausgehend von den Ausführungen zu 1.1 sind folgende Übungsformen möglich:
Krafttraining • Sprungkrafttraining (plyometrisches Training) zur Verbesserung der Explosivkraft (auch Reaktivkraft möglich) für Sprints und Sprünge durch Nieder-hoch-Sprünge von einem (kleinen) Kasten auf einen (kleinen) Kasten • „Medizinball-Schläge“ zur Steigerung der Rumpfkraft und Schlagkraft durch Medizinballwürfe gegen eine Wand oder zu einem Partner zur Simulation von Badmintonschlägen
Ausdauertraining
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Dauerläufe mit geringer oder wechselnder Intensität zur Verbesserung der Grundlagenausdauer und zur Verbesserung der Regeneration zwischen den Ballwechseln und in den kurzen Pausen
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kurze hochintensive Intervallläufe mit einer Dauer von 10 bis 20 Sekunden (orientiert an der Dauer von Ballwechseln) zur Verbesserung der anaeroben Ausdauer
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Liniensprints auf dem Badmintonfeld zur Verbesserung der Schnelligkeitsausdauer
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Zirkeltraining zur Verbesserung der aeroben (und anaeroben) Ausdauer mit verschiedenen Übungen (z. B. Liegestütze, Kniebeugen, Hockstrecksprünge)
Darüber hinaus sind auch weitere Übungsformen möglich, z. B.:
Schnelligkeitstraining
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Koordinationsleiter zur Verbesserung der Reaktions- und Antrittsschnelligkeit durch verschiedene Übungen (z. B. zwei Kontakte in jedes Kästchen, Sidesteps)
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„Schatten-Badminton“ zur Verbesserung der Reaktions- und Antrittsschnelligkeit durch Anzeigen von Punkten auf dem Spielfeld durch eine andere Person, zu denen der Spieler dann sprintet und ggf. einen Schlag simuliert
Beweglichkeitstraining
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dynamisches Dehnen zur Verbesserung der Beweglichkeit bei gleichzeitiger Aktivierung der Muskulatur (z. B. Ausfallschritte, Beinpendeln, Rumpfdrehungen, Schulter- und Armbewegungen)
Beschreibung der ersten Phase des motorischen Lernprozesses eines Badmintonspielers anhand der qualitativen Bewegungsmerkmale:
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Bewegungsumfang
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Der Bewegungsumfang enthält oft noch unzweckmäßige Bewegungen (zu weite oder zu geringe Ausholbewegungen, unnötige Bewegungen) oder notwendige Bewegungen werden nicht ausgeführt.
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Bewegungskopplung
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Teilbewegungen der einzelnen Schläge werden nicht oder zeitlich falsch aufeinander abgestimmt, weshalb durch die fehlende Bewegungskopplung selten effiziente Schläge gelingen.
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Bewegungsstärke
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Die Bewegungsstärke ist oft fehlerhaft, weil versucht wird, die fehlende Bewegungskopplung durch übermäßigen Krafteinsatz zu kompensieren, um schnelle oder weite Schläge bewerkstelligen zu können.
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Kurze, eigentlich gefühlvolle Schläge werden mit zu viel Kraft ausgeführt.
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Oft werden zur Kompensation auch Muskeln eingesetzt, die für mit geeigneter Technik ausgeführte Schläge nicht oder nur sehr gering benötigt werden.
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Bewegungsrhythmus
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Der Bewegungsablauf der Schläge ist oft verkrampft.
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Ein Bewegungsrhythmus mit geeigneter Anspannung und Entspannung der Muskulatur ist nur sehr selten zu erkennen, auch, weil versucht wird, die noch unzureichende Technik mit Muskelkraft zu kompensieren und die Entspannung der Muskulatur (somit) selten erreicht wird.
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Bewegungsfluss
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Der Bewegungsfluss ist in der ersten Lernphase selten vorhanden, da die einzelnen Bewegungsphasen (z. B. Vorbereitung auf den Schlag, Schlagphase und Endphase) noch nicht sinnvoll miteinander verbunden sind und die Bewegungen noch stocken.
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Bewegungstempo
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Das Bewegungstempo ist in dieser Phase meist nicht gut ausgeprägt.
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In der Grobkoordination gelingt es oft nicht, Spielsituationen zu erkennen und entsprechend schnell zu handeln, weshalb man oft vorschnell reagiert.
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Aber es kann auch passieren, dass man (z. B. abhängig vom Gegenspieler) Bewegungen zu langsam ausführt und so beispielsweise den Ball zu spät trifft.
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Bewegungspräzision
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In der ersten Lernphase ist die Bewegungspräzision sehr gering.
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Häufig kommt es zu Schlägen, bei denen der Ball nicht optimal (z. B. mit dem Rahmen), zum falschen Zeitpunkt (zu früh oder zu spät) oder gar nicht getroffenen wird.
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Darüber hinaus kommt es selten vor, dass der Ball in gewünschter Flugkurve zum gewünschten Ziel geschlagen wird.
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Bewegungskonstanz
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Einzelne gelungene Schläge wechseln sich mit einer hohen Zahl an missglückten Schlägen ab, weshalb auch die Bewegungskonstanz in dieser Phase sehr gering ist.
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Voraussetzung für die zweite Phase ist, dass eine differenzierte Bewegungsvorstellung entsteht und efferente Signale verfeinert ausgesendet werden können. Das eigene Bewegungsempfinden wird verbessert und der kinästhetische Analysator gewinnt deutlich an Bedeutung. Die Informationsverarbeitung wird effizienter und die Bewegungen werden mit erhöhter Konstanz ausgeführt.
Beispielhaft könnten folgende methodischen Maßnahmen ausgewählt und entwickelt werden:
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spielgemäßer Ansatz, bei Bedarf durch Übungs-/Spielreihen ergänzt, um die Motivation zu steigern bzw. zu erhalten und um viel Spielzeit zu gewähren
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wechselnde Spiel- und Übungspartner, um möglichst vielseitige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen
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Lernen im ausgeruhten Zustand, um eine Überforderung zu verhindern
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frühes Ermöglichen gelungener Versuche, um die Motivation zu erhalten und den kinästhetischen Analysator auszubilden (Gefühl für richtige Bewegung entwickeln)
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Durchführung von entweder deduktivem (nur kurze Zeit zur Verfügung) oder induktivem Lernen von Schlägen in Abhängigkeit von der zur Verfügung stehenden Zeit
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Demonstration von Schlägen (z. B. Vormachen, Bilder, Video), um über den bei Anfängern dominierenden optischen Analysator möglichst schnell eine möglichst gute Bewegungsvorstellung zu schaffen
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zusätzliches Verbalisieren wesentlicher Aspekte, um die Bewegungsvorstellung durch Verknüpfung mit Sprache zu verbessern (dabei besteht die Gefahr einer Verwirrung durch zu viele Zusatzinformationen, was zunächst zu vermeiden ist)
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ganzheitlicher Ansatz im Badminton, da die meisten Schläge in Bezug auf Rhythmus und grober Struktur bereits als Anfänger ausgeübt werden können
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Schaffung von Lernerleichterungen (z. B. vom Bekannten zum Unbekannten, vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Zusammengesetzten, vom Langsamen zum Schnellen), um eine Überforderung der Anfänger zu vermeiden (da Badminton eine sehr schnelle Sportart ist, bietet es sich aber an, möglichst schnelle Bewegungen zu bevorzugen, um keine falschen Bewegungsmuster zu schulen)
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Schaffung konstanter Bedingungen, um dem Anfänger zu ermöglichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren (z. B. 20–30 Bälle hintereinander von einem guten Zuspieler zuspielen lassen, um unter möglichst gleichen Bedingungen den Schlag auszuüben)
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Vermeidung monotoner Übungen, Ermöglichung vielseitiger Bewegungserfahrungen, um eine verbesserte Speicherung von Abläufen im motorischen Gedächtnis und somit eine effizientere Impulsgebung und einen verbesserten Soll-Ist-Wert-Vergleich zu erreichen
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Einbau von Kontrastübungen, um das Gefühl für die richtige Bewegung selbst zu spüren (kinästhetischer Analysator)
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Stellung umfangreicher praktischer Aufgabenstellungen, um die Motivation zu erhalten
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Erteilen von kurzen und prägnanten Rückmeldungen, die einen Bezug zum Lernenden haben, um eine verbesserte Bewegungsvorstellung zu ermöglichen
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Ermöglichung von Selbsteinschätzungen und Videobetrachtungen der eigenen Schläge, um einen verbesserten Soll-Ist-Wert-Vergleich und ein verbessertes Gefühl für die richtige Bewegung (kinästhetischer Analysator) zu gewährleisten
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Führen von Bewegungen, um das Gefühl für die richtige Bewegung (kinästhetischer Analysator) zu verbessern
Zuordnung individueller Zuwendungsmotive (hier beispielhaft nach Gabler) zur Sportart Badminton, ausgehend von Material 4:
Zuwendungsmotive, wegen derer sich Menschen dem Badminton widmen, sind vielfältig. Spielende können im Badminton eine Mischung aus sozialer Interaktion, Wettbewerbseifer, physischer Aktivität, psychischen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten finden.
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soziales Motiv
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Das soziale Motiv wird in Material 4 besonders hervorgehoben. Badminton wird häufig in Vereinen oder Freundesgruppen gespielt, was es zu einer sozialen Aktivität macht.
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So spielen viele Menschen Badminton, um Freundschaften zu pflegen, neue Leute kennenzulernen oder Teil einer Gemeinschaft zu sein.
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Gesundheitsmotiv
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Das Gesundheitsmotiv wird (in Material 4) sowohl für die mentale als auch die körperliche Fitness-Verbesserung angeführt.
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So fordert Badminton zum einen Ausdauer, Schnelligkeit (und Koordination), was zu einer Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems, zum Muskelaufbau und zu einer ausgeprägteren Kalorienverbrennung führt.
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Zum anderen kann Badminton dabei helfen, Stress abzubauen und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
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Leistungsmotiv
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Die eigene Leistungsfähigkeit mit der von anderen Spielern in einem Wettbewerb zu messen sowie die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern, ist ein weiteres Motiv im Badminton.
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Hierfür bestehen verschiedene Spiel- und Turnierformen.
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ästhetisches Motiv
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Das Genießen der Ästhetik der Bewegungen und die technische Präzision, die im Badminton gefordert wird, können als weiteres Zuwendungsmotiv gesehen werden.
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So kann das Zusammenspiel von Geschwindigkeit, Technik und Taktik als ästhetisch ansprechendes Erlebnis wahrgenommen werden.
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Skizzieren des Salutogenese-Modells:
Das Salutogenese-Modell, das von Aaron Antonovsky entwickelt worden ist, beschreibt die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. Anstatt sich auf die Vermeidung von Krankheit zu konzentrieren, nimmt dieses Modell in den Blick, wie Menschen – selbst in belastenden Lebenssituationen – gesund bleiben. Im Zentrum des Modells steht das „Kohärenzgefühl“, das die Fähigkeit eines Menschen beschreibt, Stressoren und Herausforderungen zu bewältigen und so zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beizutragen. Das Kohärenzgefühl besteht aus drei Dimensionen: der Verstehbarkeit, der Handhabbarkeit und der Sinnhaftigkeit.
Verstehbarkeit kann als kognitives Verarbeitungsmuster verstanden werden, das die Fähigkeit eines Menschen beinhaltet, das Leben und seine Herausforderungen als geordnet und strukturiert wahrzunehmen. Ein Mensch mit einem hohen Maß an Verstehbarkeit erkennt Muster und Zusammenhänge, die das Leben einschätzbar und in seinem Zusammenhang nachvollziehbarer machen.
Handhabbarkeit beschreibt die grundsätzliche Überzeugung, dass man die notwendigen Ressourcen zur Verfügung hat, um mit den Anforderungen des Lebens umzugehen und somit Schwierigkeiten gelöst werden können. Dies umfasst sowohl interne (körperliche und mentale) als auch externe (soziale Unterstützung, Umwelt) Ressourcen.
Sinnhaftigkeit beschreibt das Gefühl, dass das Leben emotional-sinnvoll ist und dass sich die Anstrengungen, die man unternimmt, lohnen. Dieser Aspekt gilt als der wichtigste Faktor des Kohärenzgefühls, da er die Motivation beeinflusst, Herausforderungen und/oder Schwierigkeiten aktiv zu begegnen.
Beurteilung der Bedeutung des Ausübens der Sportart Badminton im Salutogenese-Modell:
Das Ausüben der Sportart Badminton kann im Rahmen des Salutogenese-Modells eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben, indem es die drei Aspekte des Kohärenzgefühls stärkt und eine gesunde Lebensweise fördert.
Verstehbarkeit:
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Die Sportart Badminton schafft oft körperlich und psychisch herausfordernde Spielsituationen, in denen die Entscheidung über Punktgewinn oder -verlust, Spielgewinn oder Niederlage abhängig ist von Entscheidungen, die in Sekundenbruchteilen getroffen werden müssen, von mentaler Verfassung, Konzentrationsfähigkeit und Stressresilienz.
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Im Spielerischen kann der Umgang mit Erfolg und Niederlage und die Reflektion über deren Entstehungsgründe erfahren werden.
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Die sich im Spiel ergebenden Emotionen zu erfahren und zu verarbeiten, kann über die Spielsportart hinaus zur Entwicklung von Verstehbarkeitsmustern führen, die allgemein im Leben helfen können, insbesondere Niederlagen und Verluste anzunehmen und verstehbar zu machen.
Handhabbarkeit:
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In Bezug auf die Sportart Badminton könnte beurteilt werden, dass das Erlernen und Verbessern von Fähigkeiten (z. B. Technik, Taktik, Kondition) den Spielern ein Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit vermittelt, was zu einem gesteigerten Selbstvertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit führt.
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Darüber hinaus fördert Badminton die physische Leistungsfähigkeit, was den Umgang mit Stress im Alltag erleichtert.
Sinnhaftigkeit:
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Badminton kann als sinnvolle Freizeitbeschäftigung wahrgenommen werden, die nicht nur der Verbesserung der physischen Leistungsfähigkeit dient, sondern auch soziale Kontakte fördert und Erfolgserlebnisse bietet.
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Die Freude am Spiel und der soziale Austausch mit Mitspielern oder Gegnern trägt zur Sinnhaftigkeit bei.
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Insbesondere der soziale Aspekt in Vereinsstrukturen oder in Freundeskreisen gibt dem Sport eine zusätzliche sinnstiftende Komponente, indem er emotionale Bindungen und Zugehörigkeit vermittelt.
Das Ausüben der Sportart Badminton kann im Rahmen des Salutogenese-Modells eine negative Wirkung auf die Gesundheit haben, indem es Aspekte des Kohärenzgefühls schwächt oder Stressoren fördert.
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Durch die mögliche hohe Intensität und die vielen Sprints, Sprünge und abrupten Abstoppbewegungen besteht ein Verletzungsrisiko. Diese körperlichen Belastungen können als negative Stressoren wirken.
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Insbesondere im Leistungssport kann durch Versagensängste, Leistungsdruck und hohe Konkurrenz psychischer Stress entstehen.
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Im Teamsport kommt es nicht selten zu sozialen Konflikten und zwischenmenschlichen Spannungen, welche als psychosoziale Stressoren negativ wirken können.
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Wenn Badminton im Sinne der Kohärenz nicht als sinnvoll, verstehbar und handhabbar erlebt wird (z. B. durch monotones Training, Zwang zur Teilnahme im Unterricht oder durch fehlende Erfolgserlebnisse), kann der Kohärenzsinn geschwächt werden.