Vorschlag B – Sportartspezifische Anforderungsprofile, Ausdauertraining, Doping
Stelle die wesentlichen koordinativen Anforderungen für eine erfolgreiche Bewältigung der beiden Übungen des „Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung“ dar. (Material 1–2)
Erläutere die Bedeutung der Analysatoren für die erfolgreiche Ausführung der Übung „Zielwurf“ (Material 1) für nicht behinderte Sportlerinnen und Sportler und untersuche, welche Besonderheiten sich in der Bedeutung der Analysatoren für Sportlerinnen und Sportler der in Material 3 dargestellten Behinderungsklasse ergeben.
Beschreibe das Phänomen der Ultraläufe im Wandel der Zeit und ordne den Ultraläufen ein sportliches Anforderungsprofil zu. (Material 4)
Setze sich vor dem Hintergrund Ihres sportfachlichen Wissens mit dem Nutzen und den Gefahren von Ultraläufen auseinander. (Material 4)
Nenne mögliche interne und externe Beweggründe für die Verwendung von Dopingsubstanzen im Sport.
Diskutiere das geplante Format der Enhanced Games vor dem Hintergrund der möglichen Motivationen und Risiken für Sportlerinnen und Sportler, Veranstalter, Medien sowie Gesellschaft. (Material 5)
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1
Deutscher Behindertensportverband e. V.: Zielwurf (2025)

Deutscher Behindertensportverband e. V. (Hg.): DBS-Handbuch für Menschen mit Behinderung, 01.01.2025, S. 22, URL: https://www.dbs-npc.de/files/dateien/Sportentwicklung/Breitensport/Deutsches%20Sportabzeichen%20%282025%29/DSA_Handbuch_MmB_2025%20__quer.pdf (abgerufen am 18.08.2025).
Hinweise
Ob mit Keule, Schlagball, Speer oder dem Sandsäckchen geworfen wird, hängt davon ab, welche Materialien zur Verfügung stehen. Es wird aber durchgängig mit einer Art geworfen.
Die Rechtschreibung entspricht der Textvorlage.
Material 2
Deutscher Behindertensportverband e. V.: Geschicklichkeitsgehen (2025)

Deutscher Behindertensportverband e. V. (Hg.): DBS-Handbuch für Menschen mit Behinderung, 01.01.2025, S. 20, URL: https://www.dbs-npc.de/files/dateien/Sportentwicklung/Breitensport/Deutsches%20Sportabzeichen%20%282025%29/DSA_Handbuch_MmB_2025%20__quer.pdf (abgerufen am 18.08.2025).
Hinweise
Es gibt keine Zeitvorgabe.
Die Rechtschreibung entspricht der Textvorlage.
Material 3
Deutscher Behindertensportverband e. V.: Behinderungsklasse F = Behinderung durch Einschränkung oder Ausfall von Sinnesorganen (2025)
[…]
Untergruppe F II
Blindheit: Keine Lichtempfindung auf beiden Augen bis zur Lichtempfindung, ohne Erkennen von Gegenständen oder Umrissen jeder Richtung und jeder Entfernung. Kein Fingerzählen möglich.
[…]
Deutscher Behindertensportverband e. V. (Hg.): DBS-Handbuch für Menschen mit Behinderung, 01.01.2025, S. 10, URL: https://www.dbs-npc.de/files/dateien/Sportentwicklung/Breitensport/Deutsches%20Sportabzeichen%20%282025%29/DSA_Handbuch_MmB_2025%20__quer.pdf (abgerufen am 18.08.2025).
Material 4
Jan Göbel: Der Hype der Ultraläufe und was dahintersteckt (2024)
Jan Göbel: Der Hype der Ultraläufe und was dahintersteckt, in: Spiegel Online, 13.04.2024, URL: https://www.spiegel.de/fitness/ueber-den-hype-um-ultralaeufe-den-es-schon-immer-gab-newsletter-spiegel-laeuft-a-3f76e1dc-9c2a-408e-b8e5-57ec71938fb3 (abgerufen am 20.04.2024).
Material 5
Christof Krapf: An den Enhanced Games ist Doping erlaubt – die Investoren dahinter träumen vom ewigen Leben (2024)
Christof Krapf: An den Enhanced Games ist Doping erlaubt – die Investoren dahinter träumen vom ewigen Leben, in: Neue Zürcher Zeitung, 11.04.2024, URL: https://www.nzz.ch/sport/weitere-sportarten/an-den-enhanced-games-geht-es-um-mehr-als-sport-die-investoren-dahinter-traeumen-von-der-ueberwindung-menschlicher-grenzen-und-ewigem-leben-ld.1825695 (abgerufen am 21.04.2024).
Hinweis: Die Rechtschreibung entspricht der Textvorlage.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Darstellung wesentlicher koordinativer Fähigkeiten für eine erfolgreiche Bewältigung der Übung „Zielwurf“:
-
kinästhetische Differenzierungsfähigkeit: Bei der kinästhetischen Differenzierungsfähigkeit geht es um die Feinabstimmung und Genauigkeit einer durchgeführten Bewegung. Dies ist beim Zielwerfen von großer Bedeutung, da ein dosierter Krafteinsatz notwendig ist und der Abwurf des Wurfgerätes zum richtigen Zeitpunkt erfolgen muss, um das Wurfgerät möglichst mittig auf der Zielscheibe zu platzieren.
-
Orientierungsfähigkeit: Bei der Orientierungsfähigkeit geht es u. a. um das Vermögen, die Lage des eigenen Körpers im Raum auch in Bezug zu Mitspielenden oder Objekten zu erkennen. Dies ist beim Zielwerfen von Bedeutung, um die eigene Position sowie Lage und Abstand zur Zielscheibe zu erfassen.
-
Gleichgewichts-, Rhythmisierungs-, Reaktions-, Kopplungs- und Umstellungsfähigkeit spielen keine vordergründige Rolle.
Darstellung wesentlicher koordinativer Fähigkeiten für eine erfolgreiche Bewältigung der Übung „Geschicklichkeitsgehen“:
-
Gleichgewichtsfähigkeit: Bei der Gleichgewichtsfähigkeit geht es um das Vermögen, den Körper in einem stabilen Gleichgewichtszustand zu halten. Dies ist beispielsweise beim Laufen über die Matten (labiler Untergrund) erforderlich. Außerdem muss nach der Überquerung der Hindernisse (bspw. des Kastens) der Körper in einen stabilen Gleichgewichtszustand gebracht werden.
-
Orientierungsfähigkeit: Bei der Orientierungsfähigkeit geht es u. a. um das Vermögen, die Lage des eigenen Körpers im Raum auch in Bezug zu Mitspielenden oder Objekten zu erkennen. Dies ist bei der Bewältigung des Parcours erforderlich; der eigene Körper muss in Bezug zum Hindernis beim Überqueren bzw. Unterkriechen wahrgenommen und die Entfernung jeweils richtig eingeschätzt werden.
-
Darüber hinaus könnte die Umstellungsfähigkeit mit entsprechender Begründung dargestellt werden: Bei der Umstellungsfähigkeit geht es um das Vermögen, während der Bewegungsausführung aufgrund wahrgenommener oder vorausgenommener Situationsveränderungen das Handlungsprogramm den neuen Gegebenheiten anzupassen. Dies ist beim Geschicklichkeitsgehen aufgrund der wechselnden Untergründe erforderlich.
-
Rhythmisierungs-, Reaktions-, Kopplungs- und die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit spielen keine vordergründige Rolle.
Erläuterung der Bedeutung der Analysatoren für die erfolgreiche Ausführung der Übung „Zielwurf“:
-
optischer Analysator:Die Sicherung des Bewegungsvollzugs wird weitgehend über den optischen Analysator gewährleistet, indem die Rezeptoren Auskunft über die Position der Zielscheibe, die eigene Position und die Eigenbewegung geben. Die Wahrnehmung der Flugkurve und des Treffpunkts des Wurfgerätes während der einzelnen Versuche sind für den fortschreitenden Erfolg der Übung von großer Bedeutung.
-
kinästhetischer Analysator: Das Bewegungsempfinden über die Rezeptoren in den Muskelspinden, Sehnen und Gelenken ist für die Kontrolle bei allen Bewegungen unverzichtbar. Die Feinabstimmung der Wurfbewegung, der richtige Krafteinsatz und Abwurfwinkel und somit die Verarbeitung der vorausgegangenen Würfe ist primär über den kinästhetischen Analysator möglich.
-
vestibulärer Analysator: Er gibt Informationen über die Raumlage des Körpers. Für das dargestellte Zielwerfen ist die Rolle dieses Analysators nicht leistungsbestimmend.
-
akustischer Analysator:Akustische Signale wie das Aufkommen des Wurfgerätes werden über den akustischen Analysator aufgenommen und verarbeitet. Für das dargestellte Zielwerfen ist die Rolle dieses Analysators in der Regel nicht leistungsbestimmend.
-
taktiler Analysator: Er erhält Informationen über die Rezeptoren der Haut. Für das dargestellte Zielwerfen spielt der Analysator nur eine untergeordnete Rolle, indem er Informationen über die Oberfläche und Struktur des Wurfgerätes liefert.
Besonderheiten für den Sportler mit Sehbehinderung:
-
Der Sportler kann auf den optischen Analysator nicht zurückgreifen. Da diese Informationen maßgeblich für die erfolgreiche Bewältigung der Aufgabe sind, benötigt der Sportler anderweitige Unterstützung. Beispielweise könnten akustische Informationen bzgl. Lage der Zielscheibe über ein Klatschen gegeben werden. Außerdem benötigt der Sportler eine Rückmeldung über den Erfolg seines Versuches (z. B. das Wurfgerät ist etwas zu kurz und zu weit links auf die Zielscheibe geworfen worden). Nur so kann es dem sehbehinderten Sportler gelingen, die Kontrolle der Bewegung mit dem richtigen Krafteinsatz und Wurfwinkel zu steuern und somit die Übung erfolgreich zu absolvieren.
Beschreibung des Phänomens der Ultraläufe:
-
Ultraläufe sind Läufe, die in ihrer Länge weit über das normale Maß einer Laufveranstaltung hinausgehen. Oft ist auch die Streckenauswahl eine besondere, wie die Durchquerung ganzer Kontinente. Ultraläufe können ein- oder mehrtägige Veranstaltungen sein, können sich aber auch über einen deutlich längeren Zeitraum, beispielsweise ein ganzes Jahr, erstrecken. Die Geschichte der Ultraläufe wird im Text als mindestens schon einhundert Jahre alt beschrieben. Immer wieder haben sich Menschen der Herausforderung großer Strecken gestellt und das Absolvieren der Strecken publik gemacht. Neu ist im Vergleich heutiger Ultraläufe zu vergangenen, dass die Läufe heute viel stärker in den sozialen Medien bekannt gemacht werden.
Zuordnung des sportlichen Anforderungsprofils:
-
extrem hohe Anforderungen im Bereich der Ausdauer (Langzeitausdauer 4) an die aerobe Ausdauer (Läufe über eine Dauer von oft deutlich mehr als sechs Stunden, oft täglich wiederholt)
-
sehr hohe Anforderungen an den Gelenk- und Stützapparat sowie die Muskulatur (der extrem hohe Umfang an körperlicher Belastung stellt eine enorme Beanspruchung für die Gelenke, den Band- und Sehnenapparat sowie die Muskulatur dar)
-
sehr hohe Anforderungen an die volitiv-kognitiven Fähigkeiten, insbesondere an Durchhaltevermögen, Fähigkeit zur Motivation, Stress- und Schmerzresilienz (Das Absolvieren solcher Laufveranstaltungen mit diesen Dimensionen ist ein ständiger neuer Kampf gegen sich selbst und den eigenen Körper; es bedarf einer enormen Willenskraft, um solche Beanspruchungen bewältigen zu können.)
-
Anforderungen im Bereich der Kraftausdauer (ständige ausdauernde Kraftleistung der am Laufen beteiligten Muskulatur)
-
Anforderungen an die koordinativen Fähigkeiten, insbesondere an die Gleichgewichtsfähigkeit (Halten des Gleichgewichts im unebenen Gelände), Umstellungsfähigkeit (Reaktion auf unterschiedliche Untergründe und sich ändernde Laufbedingungen), Reaktionsfähigkeit (schnelles Anpassen auf schwierige Passagen, z. B. auf rutschigen Untergrund), Orientierungsfähigkeit (Orientieren unter Belastung und möglicherweise bei eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeiten) und Rhythmisierungsfähigkeit (aufrechterhalten eines ökonomischen und effizienten Laufrhythmus über lange Zeit)
Die Auseinandersetzung kann bezüglich folgender individueller Aspekte erfolgen:
möglicher Nutzen
-
bezüglich der Motive sportlichen Handelns (hier nach Gabler)
-
Der Nutzen eines Ultralaufs kann es zum Beispiel sein, eine Erfahrung der Selbstüberwindung und der Leistungs- und Abenteuererfahrung zu machen, auf die man ein Leben lang stolz sein kann und die man nie vergessen wird.
-
Es bestehen zahlreiche Motive, die durch die beschriebenen Ultraläufe befriedigt werden können, z. B. Körpererfahrung, Selbsterfahrung, körperliche Herausforderung, Abenteuer, Risiko, Leistung (als Selbstbestätigung oder als Präsentation etc.) sowie das Naturerlebnis, welches in hohem Maße angesprochen werden kann.
-
-
bezüglich körperlicher Anpassungsprozesse
-
Vielzahl positiver Adaptationserscheinungen, vor allem im Ausdauerbereich
-
Vergrößerung der Herzmuskulatur und damit Zunahme des Schlagvolumens (Sportlerherz)
-
Verbesserung der Stoffwechselprozesse im Bereich der Gefäße und Muskeln
-
Verbesserung der Lungenfunktion
-
Ökonomisierung des gesamten Herz-Kreislauf-Systems
-
Anpassungserscheinungen der Muskulatur
-
-
bezüglich des Aspektes Gesundheitssport
-
in Ausnahmefällen und nur unter der Voraussetzung, wenn die Belastung individuell nicht überfordernd ist
-
physische Gesundheitsressourcen und psycho-soziale Ressourcen stärken
-
zum subjektiven Wohlbefinden beitragen
-
Risikofaktoren vermindern
-
zur Herausbildung eines gesunden Lebensstils beitragen (wer an Ultraläufen teilnimmt, hat Sport als elementaren Bestandteil seines täglichen Lebens verankert)
-
mögliche Gefahren
-
bezüglich der Motive sportlichen Handelns (hier nach Gabler)
-
Wer sich auf ein solches Unterfangen einlässt, benötigt ein gewisses Maß an Fanatismus, wodurch einzelne Motive zu stark und in ungesunder Weise befriedigt werden könnten.
-
Der Drang zur Leistungssteigerung kann dazu führen, dass Warnsignale des Körpers ignoriert werden.
-
Die Suche nach Grenzerfahrungen kann in eine gefährliche Selbstüberschätzung münden.
-
Der Wunsch nach Anerkennung kann zu riskantem Verhalten führen.
-
Die Beschäftigung mit der Vorbereitung und Teilnahme an Ultraläufen und den damit in Zusammenhang stehenden Motiven kann so umfangreich, zeit- und ressourcenfordernd sein, dass das „normale“ Leben dadurch in den Hintergrund rückt.
-
-
bezüglich körperlicher Anpassungsprozesse
-
Die körperliche Herausforderung ist so hoch, dass es auch zu negativen Anpassungsprozessen kommen kann, etwa der dauerhaften Schädigung von Gelenken, Band- oder Knochenapparat und des Stoffwechsels.
-
-
bezüglich des Aspektes Gesundheitssport
-
Für die meisten Sportlerinnen und Sportler sind Ultraläufe gesundheitsgefährdend, da die Anforderungen eine Überforderung darstellen, die man möglicherweise zwar aushalten und bewältigen kann, aber die keinen Gesundheitssport darstellen.
-
Folgende Informationen zu internen und externen Beweggründen für die Verwendung von Dopingsubstanzen im Sport können genannt werden:
Interne, also vom Sportler selbst ausgehende Beweggründe
-
Möglichkeit zur Kompensation von Nachteilen (z. B. durch Verletzung oder Älterwerden)
-
fehlende Bereitschaft, über eigene Anstrengungen Erfolge und/oder körperliche Veränderungen zu erzielen
-
Leistungswille nach Rekordwerten, die mit erlaubten Mitteln kaum/nicht erreichbar sind.
-
Stressabbau
-
Ausgleich von Minderwertigkeitskomplexen und depressiven Tendenzen, die über Erfolge im Sport neutralisiert werden können
-
soziale Anerkennung
Externe, also von der Außenwelt ausgehende Beweggründe
-
Selektionsdruck (Zahl der Plätze an der Leistungsspitze ist sehr begrenzt)
-
Erwartungsdruck (z. B. durch Verein/Verband, Teammitglieder, Eltern, Fans)
-
physischer und psychischer Druck durch sehr hohe Trainingsumfänge und -intensitäten sowie durch zu große Wettkampfhäufigkeit (oft auch im Freizeit- und Breitensport möglich, da diese Sportler neben dem Sport noch einem Beruf nachgehen)
-
Gewöhnung/Verharmlosung (die Einnahme weit verbreiteter Substanzen zur Leistungssteigerung wird gar nicht als Doping wahrgenommen)
-
Doping ohne Wissen der Sportler (z. B. durch Verabreichung durch die Trainer oder betreuenden Ärzte)
-
Normalität, weil „alle“ es in der Mannschaft/Team/Fitness-Studio machen
-
Vermeidung von Ausgrenzung in Mannschaft/Team/Fitness-Studio
Folgende Aspekte können beispielhaft Eingang in die Diskussion finden:
Motivationen für die Sportlerinnen und Sportler
-
finanzielle Interessen
-
Erfolgschancen, Aufmerksamkeit, Ruhm
-
Freiheit, über den eigenen Körper entscheiden zu können
-
hohes Leistungsniveau auch im fortgeschrittenen Alter
Risiken für die Sportlerinnen und Sportler
-
hohe gesundheitliche Gefahr durch irreparable Schäden
-
strenge Sanktionen durch die Sportverbände; strafrechtliche Konsequenzen
-
Ächtung/Anfeindung durch die Öffentlichkeit
Motivationen für die Veranstalter
-
finanzielle Interessen (hohe Gewinnmöglichkeiten durch die Einzigartigkeit des Veranstaltungsformats und möglicherweise mit der Grenzüberschreitung, der Sensationsgier und der Darstellung des „Verbotenen“ verbundenes großes öffentliches und mediales Interesse)
-
ideologische Interessen (Verbreitung des transhumanistischen Menschenbildes und des Glaubens an das ewige Leben)
-
mögliche medizinische (Forschungs-)Erkenntnisse zur Optimierung der Funktionen des menschlichen Körpers
-
Anerkennung als Initiatoren einer möglichen neuen Sportwelt
Risiken für die Veranstalter
-
Desinteresse seitens der Öffentlichkeit und der Medien auch aus ethischen Gründen
-
Schwierigkeiten Teilnehmer zu finden, da Teilnahme durch die Sportlerinnen und Sportler oft abgelehnt wird.
-
mögliches Scheitern des Projekts durch auf das Doping zurückzuführende gesundheitliche Schädigungen oder gar Todesfälle
Motivationen für die Medien
-
finanzielle Interessen durch die Übertragung eines möglicherweise sich als sehr erfolgreich erweisenden Formats
-
hohe Werbeeinnahmen durch den Fokus auf die Rekordjagd der Sportlerinnen und Sportler oder den Vergleich mit aktuellen „sauberen“ Leistungen
Risiken für die Medien
-
mögliches Desinteresse seitens der Öffentlichkeit
-
Ausfall der finanziellen Vorteile trotz eingegangener körperlicher Gefahren des Dopings
Motivation für die Gesellschaft
-
das Format entspricht dem zeitgeistlichen Interesse an ständig Neuem, Provokativem und Grenzüberschreitendem
Risiken für die Gesellschaft
-
Stärkung der voyeuristischen Tendenz, Menschen in Extremsituationen und dem Experimentieren mit sich selbst zuzusehen
-
Verschiebung der Wahrnehmung des Sports in eine ungesunde Richtung (das Ergebnis und die Sensation sind wichtiger als die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler)
Die Diskussion soll zu einer begründeten Bewertung führen.