Stochastik
Eine Supermarktkette bietet für Personen, die bei ihr einkaufen, ein Treuepunktesystem an. Diese Personen werden im Folgenden als Kundenkreis bezeichnet. Beim Bezahlen an der Kasse erhält man auf Wunsch pro Warenwert einen Treuepunkt zum Aufkleben: Unter
gibt es keinen Treuepunkt, von
bis
gibt es einen Treuepunkt, von
bis
gibt es zwei Treuepunkte, usw.
der Personen aus dem Kundenkreis der Supermarktkette sammeln Treuepunkte.
Aus dem Kundenkreis werden Personen zufällig ausgewählt. Die Zufallsgröße
beschreibt die Anzahl der ausgewählten Personen, die Treuepunkte sammeln. Es soll davon ausgegangen werden, dass
binomialverteilt ist.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass weniger als der ausgewählten Personen Treuepunkte sammeln.
Abbildung 1 zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer binomialverteilten Zufallsgröße mit den Parametern
und
Erläutere, wie man mithilfe von Abbildung 1 die Wahrscheinlichkeit dafür ermitteln kann, dass genau der
ausgewählten Personen Treuepunkte sammeln.

Abbildung 1
Von den Personen aus dem Kundenkreis, die Treuepunkte sammeln, sind weiblich. Der Anteil der weiblichen Personen unter den Personen aus dem Kundenkreis, die keine Treuepunkte sammeln, wird mit
bezeichnet. Das abgebildete Baumdiagramm stellt den Sachverhalt dar.

Abbildung 2
Angenommen, der Kundenkreis besteht aus Personen.
Entscheide unter dieser Annahme, ob die Anzahl der Personen, die weiblich sind und Treuepunkte sammeln, kleiner als ist, und begründe die Entscheidung.
Der Anteil der nicht weiblichen Personen aus dem Kundenkreis beträgt
Berechne den Anteil
Ein Jahr später stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar:
-
Weiterhin sammeln
der Personen aus dem Kundenkreis Treuepunkte.
-
Weiterhin sind von den Personen aus dem Kundenkreis, die Treuepunkte sammeln,
weiblich.
-
Der Wert von
ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Beurteile folgende Aussage:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine aus dem Kundenkreis zufällig ausgewählte nicht weibliche Person Treuepunkte sammelt, ist größer als vor einem Jahr.
Eine normalverteilte Zufallsgröße hat den Erwartungswert
und die Standardabweichung
Für eine weitere Zufallsgröße
die natürliche Zahlen als Werte annimmt, gilt
-
sowie
-
für
und
Berechne
Betrachtet wird ein Einkauf mit einem Warenwert von bis
Bei diesem Einkauf wird davon ausgegangen, dass die an der Kasse auf Wunsch ausgegebenen Treuepunkte – abweichend von der dem Warenwert entsprechenden Anzahl an Punkten – in zufälliger Anzahl von einer Rolle abgerissen werden. Die Anzahl der so ausgegebenen Treuepunkte wird mit der Zufallsgröße
modelliert.
Jede Rolle enthält jeweils Treuepunkte. Es kann daher nicht vorkommen, dass
Treuepunkte von einer Rolle abgerissen werden.
Gemäß dem Modell ist aber die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei dem betrachteten Einkauf Treuepunkte ausgegeben werden, größer als
Begründe, dass diese Tatsache kein Argument gegen die Verwendung des beschriebenen Modells ist.
Untersuche, ob bei dem betrachteten Einkauf die Anzahl der Treuepunkte, die sich bei der Modellierung mit der Zufallsgröße ergibt, mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens
um höchstens zwei von der Anzahl der Treuepunkte abweicht, die dem Warenwert entspricht.
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Aufgrund der Parameter der Zufallsgrößen und
gilt
Somit gibt der Balken für
aus der Abbildung 1 die gesuchte Wahrscheinlichkeit an.
Es gilt Die Anzahl der Personen, die weiblich sind und Treuepunkte sammeln, ist somit kleiner als
Für die gesuchte Wahrscheinlichkeit gilt:
Da für steigende Werte von der Wert des Nenners kleiner wird und somit die Wahrscheinlichkeit größer, stimmt die Aussage aus der Aufgabenstellung.
Aufgrund dessen, wie die Wahrscheinlichkeit von mit der Zufallsgröße
verbunden ist, welche den Erwartungswert
und die Standardabweichung
besitzt, ist die Wahrscheinlichkeit für diesen unrealistischen Fall dem Modell nach verschwindend gering. Somit ist die Tatsache aus der Aufgabenstellung kein Argument gegen die Verwendung des Modells.
Es gilt Somit ist die entsprechende Anzahl der Treuepunkte
Damit folgt für die gesuchte Wahrscheinlichkeit:
Die Anzahl der ausgegebenen Treuepunkte weicht somit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens um höchstens zwei von der dem Warenwert entsprechenden Anzahl ab.