Aufgabe II – Wohnen ist ein Grundbedürfnis

Eine Wohnungssuche gestaltet sich nicht immer einfach.
Entnimm der Grafik wesentliche Aussagen.
Wenn Schule und Ausbildung beendet sind, zieht es viele junge Menschen weg vom Elternhaus. Die Suche nach der ersten eigenen Wohnung beginnt.
Beschreibe 10 wesentliche Aspekte, die bei der Wohnungssuche relevant sind.
Die Nebenkosten für eine Wohnung können das Budget stark belasten. Um den Geldbeutel und auch die Umwelt zu schonen, muss man Energie sparen.
Erstelle eine Liste mit 10 Maßnahmen zum Energiesparen im Haushalt.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Wesentliche Aussagen der Grafik:
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Die Grafik zeigt die Einschätzung der Befragten zur aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt in Prozent.
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Für 43 % der Befragten stellt die Suche nach bezahlbarem Wohnraum ein mehr oder weniger großes Problem dar. Lediglich 27 % der Befragten schätzen die Wohnungssuche als unproblematisch ein.
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Die Grafik zeigt auch, dass Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche in Abhängigkeit vom Haushaltsnettoeinkommen sowie von der Ortsgröße im zu suchenden Bereich stehen.
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Besonders schwierig ist es für Haushalte mit geringem Einkommen und für Suchende in Großstädten.
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Beträgt das Nettoeinkommen weniger als 1.500 Euro pro Monat, stuft weit über ein Drittel der Befragten die Wohnungssuche als sehr problematisch ein.
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Bei einer Ortsgröße von mehr als 100.000 Einwohnern gibt mit 48 % fast jeder Zweite an, Probleme bei der Wohnungssuche zu haben.
Aspekte, die bei der Wohnungssuche relevant sind, z. B.:
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Ausstattung
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Mietobjekt: z. B. Haus oder Wohnung, Lage der Wohnung innerhalb des Hauses, Barrierefreiheit, Raumanordnung (Lage der einzelnen Räume), Parkmöglichkeiten (Anwohnerparkplätze, eigener Stellplatz, Tiefgarage, Garage)
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Baulicher Zustand: z. B. Energieausweis, Isolierung (Fenster, Dach, Wand), Heizungsart, Alter des Objekts, Modernisierungsgrad, Art der Bodenbeläge
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Größe und Ausstattung der Wohnung: z. B. Anzahl und Größe der Zimmer; Anzahl, Größe und Ausstattung der sanitären Einrichtungen, Größe und Ausstattung der Küche; zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten (Balkon, Terrasse, Gartenanteil, Speicher- und Kellerabteil, Gemeinschaftsräume)
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Lage, Infrastruktur
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Standort: z. B. Stadt, Land, Stadtrand
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Verkehrsanbindung: z. B. Entfernung zu Bus, Bahn, Autobahn
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Arbeit/Uni/Schule: z. B. fußläufig zum Kindergarten und zur Grundschule, weiterführende Schulen am Ort, Uni in der Nähe, Arbeitsstelle gut erreichbar
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Medizinische Versorgungsmöglichkeiten: z. B. Ärzte, Krankenhaus, Apotheke
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Einkaufsmöglichkeiten: z. B. Supermarkt, Discounter, Bäcker, Metzger, Bauernmarkt, Läden für Bekleidung und zur Deckung des täglichen Bedarfs
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Kulturelle Einrichtungen: z. B. Kino, Theater, Konzerthalle, Bibliothek, Museen
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Freizeit: z. B. Sportmöglichkeiten, Vereine, Parkanlagen, Seen/Hallenbad, Restaurants, Clubs
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Finanzierung
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Die Warmmiete sollte maximal 30 % des Nettoeinkommens betragen.
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Miete(auch Bruttomiete oder Bruttowarmmiete) umfasst Kaltmiete und Nebenkosten.Kaltmiete(auch Nettomiete, Nettokaltmiete oder Grundmiete) bezieht sich auf den Teil der Miete, der allein den Wohnraum abdeckt.Nebenkostensind: Grundsteuer, Wasser, Heizung, verschiedene Betriebskosten wie z. B. Gebäudereinigung, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Hausmeisterdienst, Gartenpflege, Gemeinschaftsstrom, Versicherungen, Kabelanschluss usw. Kosten für Strom, Telefon, Internet usw. muss der Mieter zusätzlich gesondert begleichen.
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Mietspiegel:Übersicht über die ortsübliche Kaltmiete pro m² im frei finanzierten Wohnungsbau (Es gibt keine rechtliche Verpflichtung einen Mietspiegel aufzustellen oder zu aktualisieren.).
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Mietkaution:Wird zu Beginn des Mietverhältnisses vom Mieter beim Vermieter hinterlegt. Sie beträgt meist 2-3 Kaltmieten.
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Maßnahmen zum Energiesparen im Haushalt, z. B.:
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Raumtemperatur um 1 °C absenken → spart bis zu 6 % Energie.
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Heizkörper freiräumen, damit die erwärmte Luft optimal zirkulieren kann → spart bis zu 12 % Energie.
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Fenster und Türen abdichten.
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Richtig lüften → Fenster für kurze Zeit vollständig öffnen und dabei Heizung ausschalten.
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Töpfe immer entsprechend zur Größe der Herdplatte auswählen → ist die Herdplatte nur einen Zentimeter größer als der Topf, werden bis zu 20 % Energie verschwendet.
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Töpfe und Pfannen möglichst mit Deckel verwenden → Hitze kann nicht so schnell entweichen.
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Bei entsprechenden Gerichten den Dampfdrucktopf einsetzen → die Garzeit wird bis zu 50 % verkürzt und der Energieverbrauch damit wesentlich gesenkt.
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Restwärme nutzen.
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Beim Backofen Umluftfunktion wählen → Vorheizen entfällt, Temperatur kann um ca. 20 °C gesenkt werden und mehrere Bleche können gleichzeitig eingesetzt werden.
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Wasch- und Spülmaschine immer voll beladen.
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Bei Spül- und Waschmaschinen nach Möglichkeit das Sparprogramm wählen.
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Statt Wäschetrockner zu nutzen, nach Möglichkeit, Wäsche an der frischen Luft trocknen.
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Geräte nach dem Betrieb gleich ausschalten und nicht im Stand-by-Modus lassen → hier wird unnötig Strom verbraucht. Schaltbare Steckdosenleisten für Geräte wie Fernseher, Computer, Drucker usw. verwenden.
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Akkus vermeiden → Akkugeräte verbrauchen mehr Strom als Geräte im Netzbetrieb. Lassen sich Geräte mit Akkus nicht vermeiden → nach dem Laden ausstecken.
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Beleuchtung auf LEDs umstellen → diese sind langlebig und stromsparend.
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Licht nicht unnötig brennen lassen.
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Kühlschränke mit Gefrierfach und Tiefkühlgeräte regelmäßig abtauen → Eisschicht erhöht den Energieverbrauch.
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Bei Anschaffung von Neugeräten auf das EU-Energielabel achten.
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Kurz duschen statt baden.
Hinweis: Es genügen 10 Maßnahmen, um die volle Punktzahl zu erhalten.