Aufgabe II – Unfallgefahren – Bedürfnisse – ökologische Prinzipien
Die eigenen vier Wände vermitteln Gemütlichkeit und Sicherheit. Doch die Statistik spricht eine ganz andere Sprache. Etwa 2,8 Millionen Menschen verunfallen jedes Jahr im eigenen Zuhause. Pro Jahr sterben in Deutschland sogar rund 8000 Menschen nach Haushaltsunfällen.
Zeige 3 unterschiedliche Verletzungsarten beim Arbeiten im Haushalt auf und formuliere je 3 geeignete Maßnahmen zur Vermeidung.
Der US-amerikanische Psychologe Abraham Maslow erstellte 1943 eine Bedürfnispyramide. Sie gilt bis heute als ein brauchbares Modell, um die Entstehung von Motivation zu erklären. Demnach handelt ein Mensch erst, wenn ein Bedürfnis unbefriedigt bleibt (Quelle: Planet Wissen).
Erläutere die Stufen dieser Bedürfnispyramide.
Das Handeln nach dem ökonomischen Prinzip ist die Grundvoraussetzung für eine optimale Bedarfsdeckung möglichst vieler Bedürfnisse der Haushaltsmitglieder. Hierbei wird zwischen Minimal-, Maximal- und Optimumprinzip unterschieden.
Definiere diese ökonomischen Prinzipien und gib jeweils ein passendes Beispiel dazu an.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Verletzungsarten beim Arbeiten im Haushalt:
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Verletzungsarten |
Maßnahmen zur Vermeidung |
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Stürze |
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Schnittverletzungen |
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Verbrennungen/ Verbrühungen |
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Vergiftungen/ Verätzungen |
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Verletzungen beim Umgang mit elektrischen Geräten |
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Stufen der Bedürfnispyramide:
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Das Modell geht davon aus, dass die Bedürfnisse eines Menschen zuerst auf einer Stufe weitestgehend befriedigt sein müssen, bevor die der nächsten Stufe für ihn wichtig werden und ihn motivieren.

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Stufe 1: Grundbedürfnis
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Existenzielle Bedürfnisse nach Nahrung, Schlafen, Sexualität, Kleidung und Wohnung.
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Stufe 2: Sicherheitsbedürfnis
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Materielle/berufliche Absicherung sowie die Gewährleistung der Sicherheit für das Leben z. B. mit Kündigungsschutz, Versicherungen oder der Abgrenzung des Eigentums gegenüber anderen.
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Stufe 3: Soziale Bedürfnisse
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Erfüllung von Wünschen wie der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe, Partnerschaft/Liebe, Freundschaft usw. auf der Grundlage von Kommunikation und Interaktion.
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Stufe 4: Wertschätzung/ Soziale Anerkennung
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Das Streben nach Erfüllung der sog. „Ich-Bedürfnisse“ wie Anerkennung, Streben nach Macht/Einfluss usw. Daraus entwickeln sich für den Einzelnen die Selbstachtung und die Selbstwertschätzung, die zur Erfüllung der Stufe 5 führt.
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Stufe 5: Selbstverwirklichung
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Erst wenn die 4 vorangegangenen Stufen weitgehend realisiert sind, wird der Einzelne bereit sein, anderen etwas zu geben. Es kommt zu Selbstlosigkeit, Güte, Gerechtigkeit usw. Erst auf dieser Stufe erkennt der Mensch seine Individualität und verwirklicht sich selbst.
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Definition der ökonomischen Prinzipien:
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Das ökonomische Prinzip bezeichnet man auch als Wirtschaftlichkeitsprinzip oder Rationalprinzip. Es verlangt, dass knappe Ressourcen (z. B. Zeit, Geld, Kraft) effizient eingesetzt werden. Diese sind nicht unendlich verfügbar, während den Bedürfnissen der Menschen keine Grenzen gesetzt sind.
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Das Minimalprinzip (Sparsamkeitsprinzip)
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Ein bestimmtes, festgelegtes Ziel soll durch die Nutzung von möglichst wenigen Mitteln erreicht werden.
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Beispiel: Ziel (festgelegt): Bei der Geburtstagsfeier zum 18. Geburtstag sollen 20 Gäste mit Essen und Getränken versorgt und der Raum dekoriert werden.
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Mittel (variabel): Um die finanzielle Belastung gering zu halten, soll möglichst wenig Geld ausgegeben werden.
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Das Maximalprinzip (Ergiebigkeitsprinzip)
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Das Ziel ist hier, den größtmöglichen Nutzen mit festgelegten Mitteln zu erreichen.
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Beispiel: Mittel (festgelegt): Es stehen 200,00 € für den Getränke- und Lebensmitteleinkauf und die Dekoration für die Geburtstagsfeier zur Verfügung.
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Ziel (variabel): Es soll so viel wie möglich an Essen, Getränken und Dekoration für die Geburtstagsfeier eingekauft werden.
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Das Optimumprinzip (Extremumprinzip)
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Weder ein gewünschter Erfolg noch die eingesetzten Mittel sind vorgegeben, d. h. sowohl Aufwand als auch Ergebnis sind variabel. Ziel ist es, das optimale Verhältnis von Aufwand und Ertrag zu erreichen (Nutzenmaximierung).
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Beispiel: Der Kauf einer Multi-Funktionsküchenmaschine steht an.
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Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen. Es werden dazu die verschiedenen Modelle verglichen (Funktionen, Zubehör, Preis) und dann eine Entscheidung getroffen.
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