Aufgabe I – Cholesterin – Fettstoffwechsel – Lebensmittelintoleranzen – Auswahl von Lebensmitteln – Getreide
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal 300 mg Cholesterin pro Tag aufzunehmen. Man unterscheidet 2 Arten von Cholesterin.
Beschreibe die beiden Arten und formuliere 5 Regeln, die bei einem erhöhten Cholesterinspiegel zu berücksichtigen sind.
Cholesterin ist ein Begleitstoff von Fett. Damit Fett im menschlichen Organismus verwertet werden kann, muss es im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses abgebaut werden.
Erkläre die Verdauung, die Resorption sowie den Zell- und Energiestoffwechsel von Fett.
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt es sich um eine Reaktion auf Lebensmittel. Der Verzehr von bestimmten Lebensmitteln löst Beschwerden aus.
Stelle verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Beispielen und Symptomen vor.
Erstelle eine Liste mit Empfehlungen bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Getreide und Getreideprodukte sind für eine vollwertige Ernährung sehr wichtig.
Bewerte diese im Hinblick auf die ernährungsphysiologische Bedeutung und unterscheide dabei zwischen Vollkornmehl und Auszugsmehl (Weißmehl).
Die Auswahlkriterien für Lebensmittel sind sehr unterschiedlich. Sie werden eingeteilt in den Ökologiewert, Ökonomiewert, Genusswert und Gesundheitswert.
Beschreibe jeweils 2 Beispiele zu diesen Kriterien.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Cholesterin-Arten und 5 Regeln, die bei einem erhöhten Cholesterinspiegel zu berücksichtigen sind:
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Cholesterin ist ein Fettbegleitstoff, der in jeder menschlichen Zelle vorhanden ist.
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Im Blut ist Cholesterin in bestimmter Konzentration enthalten.
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Es ist für den Körper essenziell und wird durch die Nahrung aufgenommen, aber auch in der Leber vom Körper selbst hergestellt.
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Cholesterin dient zum Aufbau von Zellmembranen, Nervengewebe, Hormonen und Gallensäure.
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Bei der Produktion von Vitamin D im Körper ist Cholesterin ebenfalls beteiligt.
Cholesterin-Arten:
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HDL-Cholesterin = High-Density-Lipoprotein = „gutes Cholesterin“ |
LDL-Cholesterin = Low-Density-Lipoprotein = „schlechtes Cholesterin“ |
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Entscheidend für die Einschätzung des tatsächlichen Risikos ist nicht das Gesamtcholesterin, sondern das Verhältnis von LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin.
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Ständig erhöhte LDL-Werte im Blut zeigen eine Störung des Fettstoffwechsels an.
Regeln, die bei einem erhöhten Cholesterinspiegel zu berücksichtigen sind:
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Reduzierung cholesterinhaltiger Lebensmittel, z. B. fettreiche Wurst- und Fleischwaren, Innereien, Eigelb, Schalentiere.
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Verzicht auf fettreiche Lebensmittel und Speisen mit versteckten Fetten, z. B. Wurst, Fertiggerichte, Fast Food.
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Verwendung fettarmer Produkte, z. B. fettarmes Fleisch, fettarmer Fisch, fettarme Milch und Milchprodukte.
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Fettarme Garmachungsarten bevorzugen, z. B. Dämpfen, Dünsten, Grillen, Garen in der Mikrowelle, Verwendung beschichteter Pfannen.
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Pflanzliche Fette, aber auch Fisch mit einem hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren bevorzugen.
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Tierische und gehärtete pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren vermeiden → beugt Arteriosklerose vor.
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Pflanzliche, ballaststoffreiche Lebensmittel verzehren, z. B. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte. Ballaststoffe binden Nahrungscholesterin.
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Den Zucker- und Alkoholkonsum verringern.
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Auf das Rauchen verzichten.
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Bestehendes Übergewicht langsam abbauen und Normalgewicht anstreben.
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Mehr sportliche Betätigung, aber auch Bewegung in den Alltag einbauen.
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Vermeidung von Stress, Beachtung der Work-Life-Balance.
Verdauung, Resorption sowie den Zell- und Energiestoffwechsel von Fett:
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Stufen/ Schritte |
Stoffwechselvorgänge beim Abbau von Fett |
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1. Verdauung |
Mund (Mundspeichel)
Magen (Magensaft)
Zwölffingerdarm (Gallensaft, Bauchspeichel)
Dünndarm (Dünndarmsaft)
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2. Resorption |
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3. Zell- und Energiestoffwechsel |
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Beispielen und Symptomen:
Nahrungsmittelunverträglichkeit
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Nahrungsmittelintoleranz |
Nahrungsmittelallergie |
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Beispiele Glutenintoleranz → Getreideprotein Fruktoseintoleranz → Fruchtzucker Laktoseintoleranz → Milchzucker Histaminintoleranz → biogenes Protein, das in bestimmten Lebensmitteln (Rotwein, Parmesan) vorkommt sowie vom Körper selbst produziert wird |
Beispiele Milchprotein Hühnerprotein Weizen Nüsse Soja Meeresfrüchte Hülsenfrüchte Kernobst Steinobst |
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Symptome Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen, Verdauungsprobleme, Magen-Darm-Beschwerden Auswirkungen treten meist erst einige Zeit nach dem Verzehr auf. |
Symptome Hautrötungen im Gesichts- und Halsbereich, Zungenbrennen, Schluckstörungen, Schwellungen im Mund- und Rachenraum, Asthma, Herzrasen, Kreislaufversagen Auswirkungen oft unmittelbar nach dem Essen oder Kontakt → können tödlich sein (anaphylaktischer Schock). |
Empfehlungen bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten:
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Allergien bzw. Nahrungsmittelintoleranzen vom Arzt testen lassen.
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Glutenintoleranz nicht mit Zöliakie verwechseln → vom Arzt abklären lassen.
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Lebensmittel vermeiden, die nicht vertragen werden.
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Zutatenlisten genau lesen.
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Bei Laktoseintoleranz ist Art und Menge der Milchprodukte entscheidend → geringe Mengen werden manchmal vertragen.
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Medikamente können helfen Symptome zu lindern.
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Keine übertriebene Hygiene → Berührung mit Schmutz und Fremdstoffen trainiert das Immunsystem.
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Nach Möglichkeit Säuglinge stillen → Muttermilch stärkt das Immunsystem.
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Auf Rauchen verzichten → Kinder in Raucherhaushalten haben häufiger Allergien.
Bewertung von Getreide im Hinblick auf die ernährungsphysiologische Bedeutung:
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Vollkornmehl |
Inhaltsstoffe |
Auszugsmehl (Weißmehl) |
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Kohlenhydrate |
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Ballaststoffe |
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Fette |
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Proteine |
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Mineralstoffe |
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Vitamine |
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Wasser |
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Energiegehalt/ Sättigungswert/ Verdaulichkeit |
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Beispiele zu diesen Kriterien:
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Ökologiewert
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Lebensmittel aus der Region bevorzugen → kurze Transportwege.
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Saisonale Lebensmittel verwenden → geringer Energieverbrauch.
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Möglichst unverpackte oder gering verpackte Lebensmittel bevorzugen → Müllvermeidung.
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Tierische Lebensmittel sollten aus artgerechter Tierhaltung kommen → Tierwohl.
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Biologisch erzeugte Lebensmittel bevorzugen → keine Pestizide.
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Ökonomiewert
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Zeitaufwand für die Zubereitung berücksichtigen → Zubereitungs- und Aufräumzeiten.
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Haltbarkeit beachten → Lebensmittelverschwendung vorbeugen.
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Ergiebigkeit beachten → darauf achten, wie viele Personen von diesen Lebensmitteln satt werden, damit die Ausgaben möglichst gering bleiben.
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Preise vergleichen → Eigenmarke/Markenprodukte, Angebote.
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Vorräte anlegen und pflegen → spart Zeit und Geld.
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Genusswert
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Für den Genuss ist für viele entscheidend, ob das Lebensmittel gut schmeckt und riecht.
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Die Farbe und das Aussehen sind bei der Auswahl von z. B. Obst sehr wichtig (Erdbeeren müssen rot sein).
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Bei einigen Produkten ist die richtige Beschaffenheit hervorzuheben (Knäckebrot muss knusprig sein, Eis muss cremig sein).
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Präsentation der Lebensmittel im Supermarkt beeinflusst das Kaufverhalten (Beleuchtung bei Obst- und/oder Wursttheke).
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Gesundheitswert
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Die Produkte sollten viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.
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Gerichte mit wenig Zucker oder Fett bevorzugen, da sie weniger Energie liefern.
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Auf geringe Verarbeitung der Produkte achten, damit möglichst wenig Zusatzstoffe enthalten sind.
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Die Lebensmittel sollten den Körper lange satt halten, aber auch leicht verdaulich sein.
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Eine abwechslungsreiche Zusammenstellung der Mahlzeiten ist wichtig, damit sie vollwertig sind und alle notwendigen Inhaltsstoffe liefern.
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Darauf achten, dass die Produkte einen möglichst geringen Schadstoffgehalt aufweisen, z. B. Bio-Lebensmittel.
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