Vorschlag B
Wirtschaftspolitik
Fasse den Text zusammen. (Material 1)
Erläutere unter Bezugnahme auf die keynesianische Konzeption, inwiefern positive Zukunftsaussichten der privaten Haushalte für Wirtschaftswachstum sorgen können. (Material 1)
Analysiere unter Berücksichtigung von Material 2 und 3 die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich.
Diskutiere, ob eine Mehrwertsteuersenkung von 19% auf 9% als zeitlich begrenzte Maßnahme im Rahmen eines Konjunkturprogramms sinnvoll ist.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1
Axel Schrinner: Verbraucher haben Lust auf Aufschwung (2025)
Axel Schrinner: Verbraucher haben Lust auf Aufschwung, 02.06.2025, URL: https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/hde-konsumbarometer-inflationsangst-nimmt-ab-verbraucher-haben-lust-auf-aufschwung/100131202.html (abgerufen am 21.06.2025), Zwischenüberschriften getilgt.
Material 2


International Institute for Management Development (IMD): Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im Abwärtstrend, 2024, URL: https://de.statista.com/infografik/30229/abschneiden-von-deutschland-im-world-competitiveness-ranking/ (abgerufen am 25.06.2025).
Material 3


Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK): Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit, 2024, URL: https://www.boeckler.de/de/grafik-detail.htm?pageName=boeckler-impuls-deutschland-bleibt-wettbewerbsfahig-62077.htm&pageId=62077&image=1 (abgerufen am 25.06.2025).
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Axel Schrinner beschäftigt sich in seinem am 02.06.2025 in der Onlineausgabe des Handelsblatts erschienenen Artikel „Verbraucher haben Lust auf Aufschwung“ mit der wirtschaftlichen Lage Deutschlands sowie mit unterschiedlichen Einschätzungen zur Konjunkturentwicklung.
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Der Autor macht deutlich, dass die wirtschaftliche Situation Deutschlands derzeit nur schwer eindeutig bewertet werden kann. Zwar gebe es Anzeichen für eine Verbesserung der Lage, jedoch seien viele strukturelle Probleme weiterhin ungelöst. Außerdem bestehe die Gefahr, dass einzelne Wirtschaftsdaten zu optimistisch interpretiert würden.
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Als Hinweis auf eine positivere Stimmung nennt Schrinner das gestiegene HDE-Konsumbarometer. Aufgrund der gesunkenen Inflation und erwarteter Einkommenssteigerungen blickten viele Verbraucherinnen und Verbraucher optimistischer in die Zukunft.
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Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex zeige eine leichte Verbesserung der Stimmung in der Wirtschaft. Diese Entwicklung bewege sich allerdings weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Besonders im Einzelhandel werde die Lage je nach Branche unterschiedlich bewertet. Insgesamt entstehe jedoch der Eindruck, dass mit der neuen Bundesregierung der wirtschaftliche Stillstand nach dem Ende der Ampel-Koalition überwunden werden könne.
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Der Autor verweist zudem auf unterschiedliche Einschätzungen verschiedener Institutionen. Während das Statistische Bundesamt und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung positive Entwicklungen in der Wirtschaft erkennen würden, zeige der „wöchentliche Aktivitätsindex“ der Bundesbank einen Rückgang der Wirtschaftsleistung an.
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Als zentrales Problem beschreibt Schrinner die steigende Arbeitslosigkeit. Diese sei eine Folge der wirtschaftlichen Stagnation sowie der Umstrukturierungen innerhalb der Industrie.
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Die zunehmende Angst vor Arbeitslosigkeit wirke sich negativ auf das Konsumverhalten der privaten Haushalte aus. Viele Menschen gäben weniger Geld aus und sparten stattdessen mehr. Hinzu komme, dass die Reallohnverluste infolge der Inflation bisher noch nicht vollständig ausgeglichen seien, weshalb viele Beschäftigte weiterhin keine echten Wohlstandsgewinne spürten.
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Nach der keynesianischen Konzeption hängt die wirtschaftliche Entwicklung stark von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage ab. In Krisenzeiten verschlechtern sich häufig die Zukunftsaussichten der Menschen, wodurch Unternehmen und private Haushalte vorsichtiger werden. Die Folge ist ein Rückgang des Konsums und der Investitionen, was die wirtschaftliche Krise zusätzlich verstärkt.
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Die keynesianische Theorie sieht deshalb die sinkende Nachfrage als zentrale Ursache wirtschaftlicher Krisen. Um einen weiteren wirtschaftlichen Abschwung zu verhindern, soll der Staat aktiv eingreifen und die Nachfrage stabilisieren.
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In wirtschaftlichen Krisenzeiten betreibt der Staat nach Keynes eine antizyklische Fiskalpolitik. Dabei ersetzt er die fehlende Nachfrage der privaten Haushalte und Unternehmen durch schuldenfinanzierte Investitionen („deficit spending“). Beispielsweise kann der Staat in Infrastrukturprojekte, den Wohnungsbau oder die Energiewende investieren. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze und zusätzliche Einkommen.
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Diese staatlichen Investitionen lösen einen Multiplikatoreffekt aus. Menschen, die Einkommen erhalten, konsumieren wiederum mehr, wodurch Unternehmen höhere Umsätze erzielen und ebenfalls investieren können. Auf diese Weise kann neues Wirtschaftswachstum entstehen.
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Entscheidend für den Erfolg keynesianischer Wirtschaftspolitik ist die dauerhafte Stabilisierung der Gesamtnachfrage. Dabei spielen die privaten Haushalte eine besonders wichtige Rolle, da ihr Konsum einen großen Teil der Wirtschaft ausmacht.
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Wenn private Haushalte positive Zukunftsaussichten haben, sinkt ihre Sparneigung. Die Menschen geben wieder mehr Geld aus und tätigen Anschaffungen, die sie in Krisenzeiten aufgeschoben haben. Dazu gehören beispielsweise der Kauf eines Autos, neuer Möbel oder Urlaubsreisen.
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Ein passendes Beispiel ist das Ende der Corona-Pandemie. Während der Pandemie hielten sich viele Menschen aufgrund von Unsicherheit mit größeren Ausgaben zurück. Mit den Lockerungen und besseren Zukunftsaussichten stieg der Konsum jedoch wieder deutlich an, insbesondere im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Tourismussektor.
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Die positiven Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher wirken sich auch auf Unternehmen aus. Unternehmen beobachten das Konsumverhalten genau und passen ihre Produktion an die Nachfrage an. Wenn die Nachfrage steigt, erhöhen sie ihre Produktion und investieren verstärkt in neue Maschinen, Standorte oder Arbeitskräfte.
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Dadurch steigt wiederum die Investitionsneigung der Unternehmen, was die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zusätzlich erhöht und das Wirtschaftswachstum stärkt.
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Auch die Energiekrise zu Beginn des Krieges in der Ukraine zeigt diesen Zusammenhang. Die Angst vor hohen Energiekosten und wirtschaftlicher Unsicherheit führte zunächst zu Konsumzurückhaltung und einer höheren Sparneigung. Als sich die Energieversorgung stabilisierte und staatliche Entlastungsmaßnahmen eingeführt wurden, verbesserten sich die Zukunftsaussichten vieler Haushalte wieder, wodurch Konsum und wirtschaftliche Aktivität zunahmen.
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Material 2 zeigt die Entwicklung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zwischen 2006 und 2024. Deutlich wird, dass Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit zunächst stark verbessern konnte. Zwischen 2006 und 2014 stieg Deutschland im internationalen Vergleich von Rang 25 auf Rang 6. Seit 2014 ist jedoch eine negative Entwicklung erkennbar, sodass Deutschland seit 2024 wieder auf Rang 24 liegt.
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Material 3 stellt die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde innerhalb der Europäischen Union dar. Deutschland liegt dabei gemeinsam mit den Niederlanden auf Rang fünf. Höhere Arbeitskosten weisen nur Luxemburg, Dänemark, Belgien und Frankreich auf.
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Auf den ersten Blick erscheinen die Arbeitskosten in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen EU-Staaten sehr hoch. Allerdings zeigt der Vergleich mit wirtschaftlich ähnlich starken Ländern wie Frankreich, dass sich die Unterschiede in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Die Arbeitskosten allein erklären daher nicht vollständig die sinkende Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
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Ein wichtiger Standortfaktor sind die hohen Energiekosten in Deutschland. Besonders energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie, der Maschinenbau oder die Automobilindustrie leiden unter den im internationalen Vergleich hohen Strom- und Gaspreisen. Dadurch entstehen Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen in Ländern mit niedrigeren Energiekosten.
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Auch die Bürokratie stellt einen Nachteil für den Standort Deutschland dar. Langwierige Genehmigungsverfahren und umfangreiche Vorschriften führen häufig zu Zeitverlusten und zusätzlichen Kosten für Unternehmen. Dadurch werden Investitionen erschwert und wirtschaftliche Prozesse verlangsamt.
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Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist die Infrastruktur. Deutschland verfügt grundsätzlich über ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz. Allerdings befinden sich viele Brücken, Straßen und Bahnstrecken inzwischen in einem schlechten Zustand. Baustellen, Sperrungen und Verspätungen verursachen höhere Transportkosten und beeinträchtigen die Effizienz der Unternehmen.
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Gleichzeitig besitzt Deutschland weiterhin wichtige Standortvorteile. Dazu gehört insbesondere die hohe Zahl gut ausgebildeter Fachkräfte. Für viele Unternehmen bleibt Deutschland deshalb ein attraktiver Produktions- und Investitionsstandort. Allerdings zeigt sich in einigen Branchen zunehmend ein Fachkräftemangel, wodurch offene Stellen nicht mehr ausreichend besetzt werden können.
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Zudem verfügt Deutschland als bevölkerungsreiches und wirtschaftlich starkes Land über eine hohe Kaufkraft und eine starke Binnennachfrage. Für Unternehmen kann es daher attraktiv sein, Teile ihrer Produktion nach Deutschland zu verlagern, um näher am Absatzmarkt zu sein und Marketingvorteile zu nutzen.
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Insgesamt wird deutlich, dass sich die Schwächen des Standorts Deutschland in den vergangenen Jahren verstärkt haben. Besonders hohe Energiepreise, zunehmende Bürokratieprobleme und Mängel in der Infrastruktur belasten die Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch verfügt Deutschland weiterhin über bedeutende Stärken wie qualifizierte Fachkräfte, eine starke Binnennachfrage und eine leistungsfähige Wirtschaft, sodass die positiven Standortfaktoren nicht vollständig von den bestehenden Problemen überlagert werden.
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Für eine Senkung der Mehrwertsteuer spricht zunächst, dass dadurch die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt werden kann. Sinkende Preise für Konsumgüter führen dazu, dass Haushalte mehr Geld zur Verfügung haben. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Konsum zunimmt und die Wirtschaft belebt wird.
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Besonders einkommensschwache Haushalte könnten von einer Mehrwertsteuersenkung profitieren. Da diese Haushalte meist nur geringe Sparmöglichkeiten haben und einen großen Teil ihres Einkommens direkt für Konsum ausgeben, würde eine höhere Kaufkraft wahrscheinlich unmittelbar zu zusätzlichen Ausgaben führen.
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In wirtschaftlichen Krisenzeiten kann eine Senkung der Mehrwertsteuer kurzfristig positive Auswirkungen auf die Konjunktur haben. Verbraucherinnen und Verbraucher könnten größere Anschaffungen wie Autos, Möbel oder Elektrogeräte tätigen, die sie zuvor aus Unsicherheit aufgeschoben haben. Dadurch steigt die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen.
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Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine Mehrwertsteuersenkung relativ schnell beschlossen und umgesetzt werden kann. Der Staat kann somit kurzfristig auf wirtschaftliche Krisen reagieren und versuchen, die Konjunktur zu stabilisieren.
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Außerdem kann die Maßnahme das Vertrauen der Bevölkerung stärken. Wenn Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass der Staat aktiv gegen wirtschaftliche Probleme vorgeht, kann dies die Konsumneigung und auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen positiv beeinflussen.
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Gegen eine Mehrwertsteuersenkung spricht jedoch, dass Unternehmen nicht verpflichtet sind, die Steuerersparnis vollständig an die Verbraucher weiterzugeben. Ein Teil der Entlastung könnte stattdessen zur Erhöhung der Unternehmensgewinne genutzt werden. In diesem Fall würde der gewünschte Effekt auf den Konsum geringer ausfallen.
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Zudem belastet eine Mehrwertsteuersenkung den Staatshaushalt, da die Steuereinnahmen sinken. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten können diese Einnahmeverluste häufig nur durch zusätzliche Schulden ausgeglichen werden.
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Kritisch gesehen wird außerdem das sogenannte Gießkannenprinzip. Von einer Mehrwertsteuersenkung profitieren alle Verbraucherinnen und Verbraucher gleichermaßen, auch Haushalte mit hohen Einkommen oder Unternehmen, die wirtschaftlich nicht auf Unterstützung angewiesen sind. Zielgerichtete Hilfen für einkommensschwache Haushalte könnten daher effizienter sein.
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Für Unternehmen entstehen zusätzlich organisatorische Kosten, da Kassensysteme, Buchhaltungen und Rechnungen angepasst werden müssen. Diese Kosten können dazu führen, dass die Preise weniger stark sinken als ursprünglich erwartet.
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Außerdem wirkt eine Mehrwertsteuersenkung meist nur kurzfristig. Viele Konsumentscheidungen werden lediglich vorgezogen, sodass nach dem Ende der Maßnahme die Nachfrage wieder zurückgeht und die Preise erneut steigen. Langfristige Wachstumsimpulse entstehen dadurch häufig nicht.
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Insgesamt kann eine Mehrwertsteuersenkung kurzfristig dazu beitragen, den Konsum anzukurbeln und die Konjunktur zu stabilisieren. Besonders in Krisenzeiten kann sie positive psychologische und wirtschaftliche Effekte auslösen. Allerdings bestehen auch erhebliche Nachteile, vor allem die hohe Belastung des Staatshaushalts und die oft nur kurzfristige Wirkung. Daher erscheint eine gezielte Unterstützung einkommensschwacher Haushalte langfristig häufig sinnvoller und effizienter als eine allgemeine Senkung der Mehrwertsteuer.