Pflichtteil A: Pflichtaufgabe – Handball

Abbildung 1: Handballspielszene im Sprungwurf
(https://pixabay.com/de/photos/handball-sport-ball-athletin-1080532/; Zugriff am 12.09.2025)
Während eines Handballspiels wird die Leistung der Spielerin / des Spielers durch vielfältige Faktoren beeinflusst. Nenne fünf leistungsbestimmende Faktoren, welche hier Bedeutung haben und beschreibe sie. Führe für jeden Faktor ein Beispiel aus dem Text oder aus deinem Handballwissen an.
Im einleitenden Text werden Beispiele genannt, in welchen verschiedene Kraftanforderungen an die Handballspielerin / den Handballspieler gestellt werden. Nenne drei Kraftarten und ein dazu passendes Beispiel aus dem Text.
Wie im Eingangstext beschrieben, hat die Außenspielerin / der Außenspieler im Handball eine besondere Rolle.
Nenne und beschreibe zwei konditionelle Fähigkeiten, die sie/er braucht, um erfolgreich zu sein.
Es ist beim Handball wichtig, sich vor dem Wettkampf gut aufzuwärmen.
Man unterscheidet dabei zwischen allgemeinem und speziellem Aufwärmen.
Erläutere, was man darunter versteht.
Neben der Schnelligkeit ist auch die Beweglichkeit eine wichtige konditionelle Fähigkeit.
Nenne zwei Gelenke, in welchen eine Handballfeldspielerin / ein Handballfeldspieler
sehr beweglich sein muss und beschreibe zu jedem Gelenk eine Situation, bei welcher diese Beweglichkeit erforderlich ist.
Die häufigsten Verletzungen beim Handball sind Bänderrisse im Fuß oder Knie.
Daher wird in der Verletzungsvorbeugung viel Wert auf diese beiden Körperteile gelegt.
Beschreibe drei Übungen, um Verletzungen in diesem Bereich zu vermeiden.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Leistungsbestimmende Faktoren
-
Physische / Konditionelle Fähigkeiten: Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer oder Beweglichkeit. Beispiel: Die relativ kurze Distanz von Verteidigungsraum zu Angriffsraum maximal schnell überwinden / den Tempogegenstoß laufen.
-
Psychische / Kognitive Fähigkeiten: Antizipation, Konzentration, taktische Intelligenz oder Stressregulation. Beispiel: Situationen blitzschnell erkennen und aufgrund der eigenen Wahrnehmung in einem extrem kurzen Zeitfenster (
Sekunde) die richtige Entscheidung treffen.
-
Technik / Koordinative Fähigkeiten: Saubere und präzise Bewegungsausführung unter Zeit- und Gegnerdruck. Beispiel: Körpertäuschungen auf engem Raum sicher einsetzen, um getroffene Entscheidungen schnellstmöglich umzusetzen.
-
Taktische Fähigkeiten: Verhalten im Raum, Umschaltspiel, Auslösehandlungen oder das Einhalten von Abwehrsystemen. Beispiel: Das koordinierte Umschalten von Abwehr auf Angriff bei Ballgewinn für den Tempogegenstoß.
-
Rahmenbedingungen / Externe Faktoren: Einflüsse von außen wie Fans, Hallenatmosphäre, Schiedsrichterentscheidungen oder Materialgegebenheiten. Beispiel (aus persönlichem Wissen): Das Spielen mit oder ohne Haftmittel (Harz) je nach Hallenordnung oder der Umgang mit dem Druck in einer gegnerischen Halle.
(Es werden fünf sinnvolle Faktor-Beispiel-Kombinationen erwartet; andere Beispiele/Erläuterungen sind zulässig. Je Kombination 2 P)
Kraftarten im Handball
-
Schnellkraft / Reaktivkraft: Beispiel aus dem Text: Von der Außenposition hoch und weit in den Kreis springen oder aus dem Rückraum über die gegnerischen Abwehrspieler hinweg auf das Tor werfen.
-
Maximalkraft: Beispiel aus dem Text: Im direkten Zweikampf (z. B. am Kreis) versuchen, den Gegenspieler mit erlaubten Mitteln festzuhalten und zu fixieren.
-
Kraftausdauer: Beispiel aus dem Text: Zweikämpfe auf engem Raum über die gesamte Spieldauer hinweg wiederholt intensiv führen zu können, ohne dass die Leistungsfähigkeit einbricht.
(Es werden drei korrekte Nennungen inklusive passendem Textbeispiel erwartet. Je Kombination 2 P)
Konditionelle Fähigkeiten der Außenspielerin / des Außenspielers
-
Schnelligkeit (Sprint-/Beschleunigungsschnelligkeit): Wird benötigt, um bei Ballgewinn die Distanz zwischen Verteidigungs- und Angriffsraum in maximalem Tempo zu überwinden und dem Gegner beim Tempogegenstoß zu entwischen.
-
Kraft (Schnellkraft / Sprungkraft): Wird benötigt, um möglichst hoch und weit in den Kreis hineinzuspringen, um den Wurf- und Sichtwinkel auf das Tor entscheidend zu verbessern.
-
(Alternativ) Ausdauer (Intervallausdauer): Wird benötigt, um die wiederholten, hochintensiven Sprints (Tempogegenstöße nach vorne und schnelles Zurücklaufen in die Abwehr) über die vollen 60 Minuten ohne großen Leistungsabfall durchzustehen.
(Zwei Fähigkeiten benannt und passend auf die Außenposition bezogen beschrieben. Je Kombination 2 P)
Allgemeines und spezielles Aufwärmen
-
Allgemeines Aufwärmen: Dient der funktionellen Vorbereitung des gesamten Organismus auf die kommende sportliche Belastung. Ziel ist die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems, die Erhöhung der Körperkerntemperatur sowie die Steigerung der Durchblutung der Muskeln, um die Kontraktionsgeschwindigkeit zu verbessern. Beispiele: Lockeres Einlaufen, Laufkoordination (Side-steps, Hopserlauf) und leichtes, dynamisches Mobilisieren.
-
Spezielles Aufwärmen: Bereitet die Sportlerin / den Sportler gezielt auf sportartspezifische Bewegungsabläufe, Muskelbelastungen und Gelenkbeanspruchungen vor. Beispiele: Passen und Fangen in der Bewegung, das Einwerfen des Torwarts aus verschiedenen Positionen sowie das Durchführen von sportspezifischen Finten (Körpertäuschungen) und leichten Würfen.
(Sinngemäße, vollständige Erläuterung beider Formen. Je Bereich 3 P)
Beweglichkeit in Gelenken beim Feldspieler
-
Schultergelenk:
Situation: Erforderlich für eine maximale Ausholbewegung beim Schlagwurf (um hohe Ballgeschwindigkeiten zu generieren) oder für flexible, überraschende Wurfvarianten (z. B. Unterarmwurf, Dreher) am Kreis.
-
Hüftgelenk:
Situation: Erforderlich für explosive und tiefe Körpertäuschungen auf engem Raum, um am Gegner vorbeizuziehen, sowie für weite Ausfallschritte in einer aktiven Abwehrformation.
-
(Alternativ) Wirbelsäule / Rumpf:
Situation: Erforderlich für extreme Ausweich- und Abknickbewegungen beim Wurf aus dem Rückraum (z. B. Knickwurf), um den Ball am gegnerischen Abwehrblock vorbeizulenken.
(Zwei Gelenke korrekt genannt und eine passende Spielsituation dazu beschrieben. Je Kombination 2 P)
Verletzungsvorbeugung: Bänderrisse Fuß / Knie
-
Propriozeptives Training / Gleichgewichtstraining: Übungen im Einbeinstand auf instabilen Unterlagen (z. B. Schaumstoffkissen/Airex, Balance-Kreisel oder Bosu-Ball) – optional kombiniert mit Ballfangen und -passen. Dies schult die Tiefenwahrnehmung und die reflektorische, blitzschnelle Stabilisierung der Sprung- und Kniegelenke bei unvorhersehbaren Belastungen.
-
Kräftigung der gelenksstabilisierenden Muskulatur: Kontrollierte Kniebeugen (Squats) oder Ausfallschritte (Lunges) zur gezielten Stärkung der Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps und ischiocrurale Muskulatur) sowie der Wadenmuskeln. Eine kräftige Muskulatur fängt Stöße ab und entlastet den passiven Bandapparat von Knie und Fuß.
-
Neuromuskuläres Sprung- und Landetraining (z. B. Drop Jumps): Kontrolliertes Herabspringen von einer kleinen Box mit anschließender stabiler, federnder Landung (beidbeinig oder einbeinig) im sicheren Stand. Hierbei wird die korrekte Beinachse trainiert, um das gefährliche X-Bein-Einknicken (Valgus-Stellung) bei der Landung im Kreis oder nach dem Wurf zu verhindern.
(Drei sinnvolle, verletzungsvorbeugende Übungen praxisnah beschrieben; andere sportwissenschaftlich anerkannte Übungen sind zulässig. Je Übung 2 P)