Aufgabe II
Arbeitsmarkt in Griechenland: Mit den richtigen Reformen zu mehr Dynamik?
Das einstige Sorgenkind der Eurozone Griechenland verzeichnet in den letzten Jahren eine solide ökonomische Entwicklung. Gleichwohl steht der griechische Arbeitsmarkt vor Herausforderungen, für deren Lösung unterschiedliche Maßnahmen ergriffen worden sind. Besonders umstritten ist die Einführung der Sechs-Tage-Woche. Außerdem wird die über den freien Personenverkehr innerhalb der EU hinausgehende Förderung der Zuwanderung aus Nicht-EU-Ländern diskutiert.
Vergleiche die Arbeitsmärkte Griechenlands und Deutschlands anhand von M 2a und M 2b.
Griechenland hat die Sechs-Tage-Woche als arbeitsmarktpolitische Maßnahme eingeführt.
Bewerte diese Maßnahme ausgehend von M 3.
Erläutere mögliche Folgen des freien Personenverkehrs auf dem EU-Arbeitsmarkt.
In Griechenland wie auch in anderen europäischen Ländern wird gefordert, den Fachkräftemangel durch Zuwanderung aus Nicht-EU-Ländern zu beheben.
Erörtere ausgehend von M 2a, M 2b und M 4 diese Forderung.
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M 2a Arbeitsmarktdaten zu Deutschland und Griechenland

[eigene Darstellung IBBW nach Zahlen von: Eurostat (Hrsg.):
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/
explore/all/general (Arbeitslosenquote erhoben nach ILO-Standard) und Statista (Hrsg.): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/
2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-
im-vergleich-zum-vorjahr/;
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14538/
umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-griechenland/; Zugriff am 15.07.2025]

[eigene Darstellung IBBW nach Zahlen von: Eurostat (Hrsg.): https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/explore/all/general (Arbeitslosenquote erhoben nach ILO-Standard) und Statista (Hrsg.): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14538/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-griechenland/; Zugriff am 15.07.2025]
M 2b Erwerbstätige nach Sektoren in % der Erwerbstätigen (2023)

[eigene Darstellung IBBW nach Zahlen von: destatis,
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/
Konjunkturindikatoren/Lange-Reihen/Arbeitsmarkt/
lrerw13a.html; https://www.destatis.de/DE/Themen/
Laender-Regionen/Internationales/Laenderprofile/
griechenland.pdf?__blob=publicationFile&v=15, Zugriff am 15.07.2025]

[eigene Darstellung IBBW nach Zahlen von: destatis, https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Lange-Reihen/Arbeitsmarkt/lrerw13a.html; https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Laenderprofile/griechenland.pdf?__blob=publicationFile&v=15, Zugriff am 15.07.2025]
M 3 Anabel Schröter: Wie Griechenland mit einer Sechs-Tage-Woche den Fachkräfte mangel bekämpft (25.06.2024)
[Schröter, Anabel: „Wie Griechenland mit einer Sechs-Tage-Woche den Fachkräftemangel bekämpft“; https://www.wiwo.de/politik/ausland/erhoehte-arbeitszeit-wie-griechenland-mit-einer-6-tage-woche-den-fachkraeftemangel-bekaempft-/29780592.html; 25.06.2024; Zugriff am 15.07.2025] (zu Prüfungszwecken bearbeitet)
M 4 Michael Mertens: Wie Arbeitskräfte aus Indien die Wirtschaft ankurbeln sollen (23.03.2024)
[Mertens, Michael: „Wie Arbeitskräfte aus Indien die Wirtschaft ankurbeln sollen“; https://www.faz.net/aktuell/politik/griechenland-mit-fachkraeftemangel-wie-indien-dabei-helfen-koennte-19595657.html; 23.03.2024; Zugriff am 15.07.2025] (zu Prüfungszwecken bearbeitet)
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Deutschland weist mit 83,6 Mio. Einwohnern eine deutlich größere Bevölkerung als Griechenland mit 10,2 Mio. Einwohnern auf. Entsprechend ist auch das nominale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands mit 4.305,3 Mrd. € (2024) deutlich höher als das Griechenlands mit 237,6 Mrd. €. (M2a)
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Das preisbereinigte Wirtschaftswachstum fällt in Griechenland in allen betrachteten Jahren höher aus als in Deutschland. Während Griechenland von 2021 bis 2024 durchgehend positive Wachstumsraten zwischen 2,0 % und 8,4 % erzielt, verzeichnet Deutschland in den Jahren 2023 (-0,3 %) und 2024 (-0,2 %) einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. (M2a)
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Die Arbeitslosenquote liegt in Griechenland trotz eines deutlichen Rückgangs von 14,7 % (2021) auf 10,1 % (2024) weiterhin deutlich über der deutschen Arbeitslosenquote, die sich im gleichen Zeitraum zwischen 3,1 % und 3,6 % bewegt. (M2a)
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Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist in Griechenland mit 22,5 % (2024) erheblich höher als in Deutschland mit 6,5 %, obwohl sie in Griechenland seit 2021 deutlich gesunken ist. (M2a)
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Die Erwerbstätigenquote steigt in beiden Ländern im Betrachtungszeitraum an. Mit 77,5 % erreicht Deutschland im Jahr 2024 jedoch weiterhin einen deutlich höheren Wert als Griechenland mit 63,3 %. (M2a)
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Auch die Erwerbstätigenquote der Frauen nimmt in beiden Ländern zu. Sie liegt in Griechenland 2024 mit 54,6 % jedoch deutlich unter dem deutschen Wert von 74,1 %. (M2a)
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In beiden Ländern arbeitet der größte Teil der Erwerbstätigen im tertiären Sektor. Der Anteil beträgt in Deutschland 75 % und in Griechenland 73 %. (M2b)
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Im sekundären Sektor ist der Anteil der Erwerbstätigen in Deutschland mit 24 % höher als in Griechenland mit 16 %. (M2b)
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Im primären Sektor arbeiten in Griechenland mit 11 % deutlich mehr Erwerbstätige als in Deutschland mit 1 %. (M2b)
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Insgesamt weist Deutschland im Vergleich zu Griechenland einen Arbeitsmarkt mit geringerer Arbeitslosigkeit und höheren Erwerbstätigenquoten auf, während Griechenland im Betrachtungszeitraum ein stärkeres Wirtschaftswachstum verzeichnet. (M2a/M2b)
Argumente, die für die Einführung der Sechs-Tage-Woche sprechen
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Die Sechs-Tage-Woche kann dazu beitragen, den bestehenden Fachkräftemangel kurzfristig abzumildern, da vorhandene Arbeitskräfte mehr Arbeitsstunden leisten können und somit die verfügbare Arbeitsmenge steigt. (M3)
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Beschäftigte, die freiwillig einen sechsten Arbeitstag übernehmen, erhalten Zuschläge von 40 % bzw. 115 % an Sonn- und Feiertagen und können dadurch ihr Einkommen erhöhen. (M3)
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Die höhere Arbeitszeit führt zu höheren Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen des Staates und verbessert dadurch die öffentlichen Einnahmen. (M3)
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Durch die gesetzliche Regelung könnten bislang informelle Beschäftigungsverhältnisse bzw. Schwarzarbeit stärker in den regulären Arbeitsmarkt überführt werden. (M3)
Argumente, die gegen die Einführung der Sechs-Tage-Woche sprechen
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Die Freiwilligkeit der zusätzlichen Arbeitstage erscheint fraglich, da Arbeitgeber nach Einschätzung des Experten die Sechs-Tage-Woche auch gegen den Willen der Beschäftigten verlangen könnten. Dadurch kann die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer geschwächt werden. (M3)
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Längere Arbeitszeiten können die körperliche und psychische Belastung der Beschäftigten erhöhen und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit erschweren.
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Die Maßnahme bekämpft nicht die eigentlichen Ursachen des Fachkräftemangels. Nach Einschätzung des Experten sind insbesondere die Abwanderung junger Fachkräfte sowie Defizite in der Bildungs- und Migrationspolitik ausschlaggebend. (M3)
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Viele Beschäftigte arbeiten bereits aufgrund geringer Löhne und hoher Inflation in mehreren Jobs. Die Sechs-Tage-Woche verbessert daher ihre Lebenssituation nicht grundsätzlich, sondern kann bestehende Belastungen verstärken. (M3)
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Es bestehen Zweifel, ob die Regelung mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie vereinbar ist, nach der eine Wochenarbeitszeit von 48 Stunden grundsätzlich nicht überschritten werden darf. (M3)
Begründetes Werturteil
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Als Bewertungsmaßstäbe werden die Wirksamkeit der Maßnahme zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sowie ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten herangezogen.
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Unter diesen Maßstäben ist die Einführung der Sechs-Tage-Woche nur eingeschränkt sinnvoll. Zwar kann sie kurzfristig das Arbeitskräfteangebot erhöhen und zusätzliche Staatseinnahmen generieren. Da jedoch die Ursachen des Fachkräftemangels, insbesondere der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und deren Abwanderung, nicht beseitigt werden und zugleich die Belastung der Beschäftigten steigt sowie arbeitsrechtliche Unsicherheiten bestehen, überwiegen die Nachteile. Nachhaltiger erscheinen Maßnahmen wie eine stärkere Qualifizierung von Arbeitskräften sowie eine gezielte Zuwanderungs- und Integrationspolitik.
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Der freie Personenverkehr ermöglicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, innerhalb der EU ohne besondere Arbeitserlaubnis eine Beschäftigung aufzunehmen. Dadurch erweitert sich der Arbeitsmarkt für Beschäftigte und Unternehmen.
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Unternehmen können offene Stellen leichter mit Arbeitskräften aus anderen EU-Mitgliedstaaten besetzen. Dadurch kann dem Fachkräftemangel in einzelnen Ländern entgegengewirkt werden.
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Arbeitnehmer erhalten bessere Möglichkeiten, eine ihren Qualifikationen entsprechende Beschäftigung zu finden und ihre Einkommens- sowie Karrierechancen zu verbessern.
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Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit können entlastet werden, wenn Arbeitskräfte in Mitgliedstaaten mit hoher Arbeitskräftenachfrage abwandern.
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Für Unternehmen entsteht ein größerer Bewerberpool, wodurch vakante Stellen häufig schneller besetzt werden können.
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Die Mobilität von Arbeitskräften fördert den Austausch von Wissen, Qualifikationen und Berufserfahrungen zwischen den Mitgliedstaaten und kann die Wettbewerbsfähigkeit der EU stärken.
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In den Herkunftsländern kann die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte („Brain Drain“) zu einem Fachkräftemangel sowie zu Wachstumshemmnissen führen.
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In den Zielländern kann eine stärkere Zuwanderung den Wettbewerb um Arbeitsplätze erhöhen, insbesondere bei gering qualifizierten Tätigkeiten.
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Eine steigende Zuwanderung kann die Nachfrage nach Wohnraum sowie öffentlichen Dienstleistungen wie Bildung oder Gesundheitsversorgung erhöhen und dadurch zusätzliche staatliche Investitionen erforderlich machen.
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Insgesamt trägt der freie Personenverkehr zu einer höheren Flexibilität und besseren Anpassung des EU-Arbeitsmarktes an unterschiedliche Arbeitskräftebedarfe bei, kann jedoch gleichzeitig regionale Ungleichgewichte zwischen Herkunfts- und Zielländern verstärken.
Argumente, die für die Forderung sprechen
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Griechenland weist trotz sinkender Arbeitslosigkeit weiterhin einen erheblichen Fachkräftemangel auf. Insbesondere im Tourismus, im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft und im Baugewerbe können zahlreiche Stellen nicht besetzt werden. Durch die gezielte Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte kann das Arbeitskräfteangebot erhöht werden. (M2a, M4)
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Unternehmen profitieren von einer größeren Zahl verfügbarer Fachkräfte. Dadurch können offene Stellen besetzt, Aufträge angenommen und geplante Investitionen sowie Expansionen umgesetzt werden. (M4)
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Die griechische Wirtschaft wächst seit mehreren Jahren. Zusätzliche Arbeitskräfte können dazu beitragen, dieses Wachstum zu sichern und Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden. (M2a, M4)
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Aufgrund niedriger Geburtenraten und der Abwanderung vieler junger Menschen schrumpft die erwerbsfähige Bevölkerung Griechenlands. Eine gezielte Zuwanderung kann diesen demografischen Entwicklungen entgegenwirken. (M4)
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Durch geregelte Arbeitskräfteabkommen mit Staaten wie Indien kann die Zuwanderung kontrolliert erfolgen und gezielt auf Berufe mit Fachkräftemangel ausgerichtet werden. (M4)
Argumente, die gegen die Forderung sprechen
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Die Integration von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten erfordert Investitionen, beispielsweise in Sprachförderung, Qualifizierungsmaßnahmen sowie Verwaltungs- und Integrationsangebote.
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Zuwanderung allein beseitigt die Ursachen des Fachkräftemangels nicht. Gleichzeitig sind Maßnahmen wie eine bessere Ausbildung, höhere Erwerbsbeteiligung oder attraktivere Arbeitsbedingungen erforderlich.
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Durch zusätzliche Zuwanderung können gesellschaftliche Herausforderungen entstehen, beispielsweise im Bereich der Integration oder der Akzeptanz in der Bevölkerung. Auf diese Herausforderungen weist auch M4 hin. (M4)
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Eine stärkere Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften kann dazu führen, dass notwendige Reformen des heimischen Arbeitsmarktes verzögert werden.
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Für die Herkunftsländer besteht die Gefahr eines „Brain Drain“, wenn gut qualifizierte Arbeitskräfte dauerhaft abwandern und dort selbst Fachkräfte fehlen.
Begründetes Gesamturteil
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Als Bewertungsmaßstäbe werden die Wirksamkeit der Maßnahme zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sowie ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen herangezogen.
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Insgesamt ist die gezielte Zuwanderung aus Nicht-EU-Ländern eine sinnvolle arbeitsmarktpolitische Maßnahme, da sie kurzfristig dazu beitragen kann, offene Stellen zu besetzen und das Wirtschaftswachstum zu sichern. Angesichts der demografischen Entwicklung und des hohen Fachkräftebedarfs erscheint sie insbesondere für Griechenland notwendig. Sie sollte jedoch nicht als alleinige Lösung verstanden werden. Langfristig sind ergänzend Investitionen in Bildung, Qualifizierung, Integration sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung erforderlich, um den Fachkräftemangel nachhaltig zu bekämpfen.