Text 2
Aufgabenstellung
Fasse den Text in einer Inhaltsangabe zusammen.
Im Text kommen folgende Begriffe als Fremdwörter vor.
Suche diese heraus und ordne sie entsprechend zu.
aufbegehrend, widersetzend
erledigen, ableisten, bewältigen
gewohnheitsmäßige Ausführung
Grundsatz, Grundregel
In Zeile 14 wird die Formulierung „seinen Willen brechen“ verwendet.
Erkläre dieses sprachliche Bild im Textzusammenhang.
Zitiere zwei weitere sprachliche Bilder aus dem Text.
Der Triathlet Jan Frodeno sagt über sich selbst: „Heute bin ich ein Meister des inne-
ren Monologs.“ (Zeile 21 f.).
Erkläre, was Jan Frodeno mit dieser Aussage meint.
Formuliere vier verschiedene Gedanken oder Appelle, wie sich ein Sportler
während eines Wettkampfes selbst motivieren kann.
Psychologen unterscheiden zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation.
(Zeile 36ff.)
Verdeutliche die beiden Arten der Motivation an je einem Beispiel aus Ihrem
Lebensbereich.
Beschreibe die vorliegende Karikatur M 2 und stelle einen inhaltlichen
Bezug zum Text her.
„Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen.“
(Dirk Nowitzki, ehemaliger Basketballspieler)
Erörtere diese Behauptung anhand konkreter, selbstgewählter Beispiele aus
unterschiedlichen Lebensbereichen und nehme Stellung.
Erstelle eine strukturierte Gliederung zum Thema.
Was lässt mich aufgeben? (Und was weitermachen?)
Quelle: Hannes Wellmann: Was lässt mich aufgeben? (Und was weitermachen?), in: Welt der Wunder KOMPAKT 2/2020, S. 19 ff.,
zu Prüfungszwecken bearbeitet.
1 vs./versus: gegen
2 Protagonist: zentrale Gestalt, Hauptfigur, Vorkämpfer

Quelle: © Hannes Mercker

Quelle: © Hannes Mercker
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M 2 |
Aufgabenstellung
Inhaltsangabe
In dem Artikel Was lässt mich aufgeben? (Und was weitermachen?) von Hannes Wellmann, veröffentlicht in Welt der Wunder KOMPAKT, wird erklärt, wodurch Menschen motiviert werden und warum sie manchmal aufgeben.
Zu Beginn wird der Triathlet Jan Frodeno beschrieben, der bei extremen Wettkämpfen trotz Schmerzen und Erschöpfung versucht, weiterzumachen. Er hat gelernt, seine Gedanken bewusst zu steuern und sich durch mentale Strategien selbst anzutreiben. Anschließend geht der Text darauf ein, dass Motivation und Demotivation auch im normalen Alltag eine große Rolle spielen. Dabei wird zwischen äußerer Motivation durch Belohnungen und innerer Motivation aus eigenem Antrieb unterschieden. Untersuchungen zeigen, dass äußere Belohnungen die Selbstmotivation sogar schwächen können. Besonders groß ist der eigene Antrieb, wenn eine Tätigkeit Freude bereitet, sinnvoll erscheint und man sich dabei kompetent fühlt.
aufbegehrend, widersetzend (Z. 16) → rebellierend
erledigen, ableisten, bewältigen (Z. 18) → absolvieren
gewohnheitsmäßige Ausführung (Z. 28) → Routine
Grundsatz, Grundregel (Z. 34) → Prinzip
„seinen Willen brechen“
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Die Formulierung ist bildlich gemeint und beschreibt, dass Frodeno körperlich und mental an seine Grenzen kommt.
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Schmerzen und Erschöpfung führen dazu, dass sein Körper ihm signalisiert, den Wettkampf zu beenden.
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Gleichzeitig versucht sein eigener Wille dagegen anzukämpfen und ihn zum Weitermachen zu bewegen.
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„Seinen Willen brechen“ bedeutet hier also, ihn so stark zu entmutigen, dass er schließlich aufgibt.
Mögliche Textstellen:
• „[...] wie sein Körper nach Erlösung schreit.“ (Z. 2)
• „[...] wenn sein Körper streikt und sein Gehirn sich weigert weiterzumachen.“ (Z. 6)
• „[...] hat der Mann mit dem Hammer noch nie zugeschlagen.“ (Z 10)
• „[...] gewinnt den Kampf gegen sein rebellierendes Gehirn ...“ (Z. 16)
• „[...] die dunklen Kräfte der Motivation [...]“ (Z. 13)
• „[...] der innere Schweinehund ein täglicher Begleiter.“ (Z. 18)
• „[...] vom dunklen Zwilling der Motivation: der Demotivation“ (Z. 29)
„Heute bin ich ein Meister des inneren Monologs.“ (Zeile 21 f.)
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Ein innerer Monolog ist ein Gespräch, das eine Person in Gedanken mit sich selbst führt.
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Jan Frodeno nutzt solche Selbstgespräche, um sich in besonders anstrengenden Momenten nicht von seinen negativen Gedanken beherrschen zu lassen.
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Er versucht sich selbst zu beruhigen, Mut zu machen und sich auf sein Ziel zu konzentrieren.
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Dadurch kann er trotz körperlicher Erschöpfung neue Kraft finden und weiterkämpfen.
Mögliche Lösungen:
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Ich schaffe das, ich darf jetzt nicht aufgeben!
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Komm schon, ich habe so lange trainiert – jetzt ziehe ich das bis zum Ende durch!
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Den größten Teil der Strecke habe ich schon geschafft, die letzten Kilometer schaffe ich auch noch!
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Immer weiter, Schritt für Schritt – Hauptsache, ich erreiche das Ziel!
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Jetzt aufhören? Auf keinen Fall, dafür habe ich viel zu hart trainiert!
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Ich konzentriere mich nur auf den nächsten Abschnitt und spare meine Kräfte!
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Bald ist das Ziel erreicht – ich halte noch ein bisschen durch!
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Zähne zusammenbeißen, die Anstrengung wird sich am Ende lohnen!
Extrinsische Motivation
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Extrinsische Motivation entsteht durch einen Anreiz von außen, zum Beispiel durch Geld, Lob oder eine Belohnung.
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Beispiel: Ich lerne besonders viel für eine Klassenarbeit, weil meine Eltern mir bei einer guten Note einen Kinobesuch bezahlen.
Intrinsische Motivation
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Intrinsische Motivation entsteht aus eigenem Interesse oder eigener Freude an einer Tätigkeit.
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Beispiel: Ich übe regelmäßig Gitarre, weil mir Musik Spaß macht und ich ein bestimmtes Lied spielen können möchte.
Karikatur M 2
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Auf der Karikatur steht ein Mann mit einer Chipstüte am Fenster und beobachtet einen anderen Mann, der draußen Sport treibt.
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Der Mann im Haus zieht den Vorhang zu, vermutlich weil ihn der Anblick des sportlichen Mannes an sein eigenes Verhalten erinnert und er dadurch ein schlechtes Gewissen bekommt.
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Während der Sportler draußen aktiv ist, bleibt der Mann mit den Chips bequem im Haus und schafft es offenbar nicht, seinen „inneren Schweinehund“ zu überwinden.
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Dadurch wird deutlich, dass ihm vor allem die intrinsische Motivation, also der eigene innere Antrieb zum Sporttreiben, fehlt.
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Der Bezug zum Text besteht darin, dass auch dort erklärt wird, dass Menschen sich selbst zum Handeln und Durchhalten motivieren müssen.
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Besonders die intrinsische Motivation ist dabei wichtig, weil sie aus dem eigenen Interesse, der Freude oder dem persönlichen Wunsch entsteht und langfristig stärker wirken kann als äußere Belohnungen.
„Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen.“
Einleitung
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Im Leben gibt es viele Situationen, in denen Menschen viel Zeit und Kraft investieren, ohne sicher zu wissen, ob sie ihr Ziel tatsächlich erreichen.
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Die Aussage von Dirk Nowitzki „Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen“ legt nahe, dass vor allem der persönliche Einsatz entscheidend ist.
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Themafrage: Kann man sich wirklich nichts vorwerfen, wenn man alles gegeben hat, oder reicht Anstrengung allein nicht immer aus?
Hauptteil
Gegen die Aussage
Anstrengung allein führt nicht automatisch zum Erfolg
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Auch wer sich sehr bemüht, kann ein Ziel verfehlen, wenn die Vorbereitung nicht sinnvoll oder die gewählte Methode ungeeignet ist.
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Ein Schüler kann beispielsweise sehr lange lernen, aber trotzdem schlecht abschneiden, wenn er nur auswendig lernt und die Aufgaben nicht wirklich versteht.
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Deshalb sollte man nicht nur darauf achten, wie viel man tut, sondern auch darauf, wie sinnvoll und zielgerichtet man vorgeht.
Eigene Fehler müssen trotzdem kritisch betrachtet werden
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Nach einem Misserfolg sollte man nicht einfach sagen, man habe alles gegeben, sondern auch überlegen, was man hätte besser machen können.
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Wer bei einem Sportwettkampf zu schnell startet und deshalb am Ende keine Kraft mehr hat, sollte aus diesem Fehler lernen.
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Selbst großer Einsatz befreit einen also nicht davon, das eigene Verhalten ehrlich zu hinterfragen.
Manchmal muss man ein Ziel rechtzeitig verändern
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Ständiges Durchhalten ist nicht in jeder Situation sinnvoll, besonders wenn die eigene Gesundheit oder andere wichtige Bereiche darunter leiden.
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Wer beispielsweise trotz einer Verletzung weitertrainiert, nur um ein sportliches Ziel zu erreichen, kann seinen Körper zusätzlich schädigen.
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In solchen Fällen kann es vernünftiger sein, eine Pause zu machen oder ein Ziel anzupassen, statt um jeden Preis „alles zu geben“.
Für die Aussage
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Trotzdem spricht vieles für Nowitzkis Aussage, denn ohne Einsatz und Durchhaltevermögen lassen sich viele Ziele überhaupt nicht erreichen.
Großer Einsatz erhöht die Erfolgschancen
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Wer sich gründlich vorbereitet und Schwierigkeiten nicht sofort aus dem Weg geht, hat meist bessere Chancen, sein Ziel zu erreichen.
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Bei einer Prüfung kann regelmäßiges Lernen dazu führen, dass man sicherer wird und auch schwierige Aufgaben besser bewältigt.
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Ohne eigenes Bemühen bleiben viele Möglichkeiten dagegen ungenutzt.
Misserfolge lassen sich leichter akzeptieren
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Wenn man weiß, dass man sich ernsthaft angestrengt hat, kann man mit einer Niederlage oft besser umgehen.
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Ein Läufer, der für einen Wettkampf konsequent trainiert und im Rennen sein Bestes gibt, kann auch dann stolz auf sich sein, wenn er seine Wunschzeit nicht erreicht.
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Er muss sich zumindest nicht vorwerfen, aus Bequemlichkeit zu wenig getan zu haben.
Durchhalten stärkt die Persönlichkeit
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Wer trotz Rückschlägen weiterarbeitet, entwickelt häufig mehr Selbstvertrauen, Disziplin und Ausdauer.
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Das zeigt sich nicht nur im Sport, sondern auch in der Schule, im Beruf oder bei persönlichen Zielen.
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Selbst wenn ein bestimmtes Ziel nicht erreicht wird, können die Erfahrungen und Fähigkeiten später trotzdem hilfreich sein.
Schluss
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Beide Seiten zeigen, dass großer Einsatz wichtig ist, aber nicht automatisch jedes Ergebnis rechtfertigt.
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Man sollte sich anstrengen, gleichzeitig aber auch die eigene Vorgehensweise überprüfen und erkennen, wann ein Ziel unrealistisch oder sogar schädlich wird.
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Stellungnahme: Ich stimme Dirk Nowitzkis Aussage grundsätzlich zu. Wenn man sich sinnvoll vorbereitet, aus Fehlern lernt und wirklich sein Bestes gibt, muss man sich bei einem Misserfolg keine großen Vorwürfe machen. Allerdings bedeutet „alles geben“ nicht, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit oder Vernunft weiterzumachen.