Text 1
Wovon du träumst (Kira Gembri)
Aufgabenstellung
Nenne die Erzählperspektive und beschreibe die Wirkung, die dadurch
bei den Lesenden erzielt wird.
Zeige anhand von jeweils zwei Aspekten auf, worin sich Emilias
Klavierunterricht bei ihrer Großmutter früher und bei Adrian heute unterscheidet.
Der Text hat ein überraschendes Ende. Erst zu diesem Zeitpunkt gesteht Emilia
dem Klavierlehrer Adrian, dass sie schwerhörig ist.
Zitiere zwei Textstellen, die schon vorher auf Emilias Einschränkung
hinweisen.
Im Laufe des Textauszugs durchlebt Emilia unterschiedliche Stimmungen.
Ergänze im Schaubild nach jeder angegebenen Textstelle ihren
Gemütszustand sowie die jeweilige Situation, in der sich Emilia befindet.


„Auf einmal sind es [...] lauter kleine Schlüssel zur Vergangenheit.“ (Z. 40ff.)
Bestimme das hier verwendete Stilmittel und erkläre, was damit zum
Ausdruck gebracht wird.
Benenne zwei weitere verwendete Stilmittel und belege diese jeweils
mit einem passenden Beispiel aus dem Text.
„Tut mir leid [...], aber Telefonieren geht für mich nicht. Ich bin so gut wie taub.“
(Z. 76f.)
Gedanklich hängt Emilia diesem Geständnis noch länger nach.
Stelle vier ihrer Gedanken aussagekräftig als inneren Monolog dar. Beziehe
dich hierbei inhaltlich auf das oben genannte Zitat.
Fasse den Text in Form einer knappen Inhaltsangabe zusammen.
Betrachte die Abbildung M1.
Erkläre M1 in eigenen Worten.
Stelle einen inhaltlichen Bezug zwischen M1 und dem Text her.
An Schulen werden häufig Lerngruppen gebildet, damit sich Schülerinnen und
Schüler gegenseitig beim Lernen und Üben unterstützen können.
Erörtere kritisch, welche Vor- und Nachteile sich ergeben, wenn Jugendliche
gemeinsam lernen und üben. Du kannst hierzu Informationen aus den Materialien
M2, M3 und M4 entnehmen.
Erstelle vorab einen strukturierten Schreibplan zum Thema.
Achte auf einen grammatikalisch und rechtschriftlich korrekten Text.
(Umfang ca. 550 Wörter / ca. 3 Seiten bei mittlerer Schriftgröße)
Verfasse als Mitglied der SMV für eine Schulversammlung eine Rede zum
Thema „Der erste Eindruck kann täuschen“. Stelle dabei anhand von zwei
Aspekten dar, dass sich ein zweiter Blick auf Ihre Mitmenschen lohnt.
Setze dabei sprachliche und stilistische Mittel des appellativen Schreibens ein.
Achte auf einen grammatikalisch und rechtschriftlich korrekten Text.
(Umfang ca. 180 Wörter / ca. 1 Seite bei mittlerer Schriftgröße)
Weiter lernen mit SchulLV Plus!
monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Wovon du träumst (Kira Gembri)
Emilias Klavierstunde
Quelle: Gembri, Kira: Wovon du träumst. 1. Auflage 2017, Würzburg, Arena Verlag, S. 5ff. Zu Prüfungszwecken bearbeitet.
1 Nana: andere Bezeichnung für Großmutter
2 Triole: musikalischer Fachbegriff: Gruppe aus drei Noten
M 1


Quelle: https://senatomasde.wordpress.com/tag/ziel-erreichen/ [07.11.2024]. Zu Prüfungszwecken bearbeitet.
M 1


Quelle: https://senatomasde.wordpress.com/tag/ziel-erreichen/ [07.11.2024]. Zu Prüfungszwecken bearbeitet.
M 2

Quelle: https://karrierebibel.de/lerntypen/ [07.11.2024]. Zu Prüfungswecken bearbeitet.
M 2

Quelle: https://karrierebibel.de/lerntypen/ [07.11.2024]. Zu Prüfungswecken bearbeitet.
M 3

Quelle Bild: https://pixabay.com/de/photos/laptop-frau-bildung-lernen-jung-3087585/ [07.11.2024]
M 3

Quelle Bild: https://pixabay.com/de/photos/laptop-frau-bildung-lernen-jung-3087585/ [07.11.2024]
M 4

Quelle Bild: https://openclipart.org/detail/292545/diverse-high-school-council [07.11.2024]
M 4

Quelle Bild: https://openclipart.org/detail/292545/diverse-high-school-council [07.11.2024]
Weiter lernen mit SchulLV Plus!
monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Wovon du träumst (Kira Gembri)
Erzählperspektive und Wirkung
-
Ich-Perspektive
-
Dadurch können sich die Lesenden besonders gut in Emilias Gedanken und Gefühlslage hineinversetzen.
Unterschiede zwischen dem Klavierunterricht
Bei der Großmutter früher:
-
Der Unterricht findet bei der Großmutter zu Hause statt.
-
Emilia fühlt sich dort wohl und nicht eingeschüchtert.
-
Sie spielt auf einem Klavier.
Bei Adrian heute:
-
Der Unterricht findet an der Musikuniversität statt.
-
Emilia fühlt sich gestresst, ängstlich und unwohl.
-
Sie spielt auf einem Konzertflügel.
Zwei Textstellen zitieren
Mögliche Lösungen:
- „Trotzdem erinnere ich mich [...] an die warme Vibration von Nanas Stimme [...].“
(Z. 8ff.)
- „[...] und hoffe, dass meine Stimme nicht zu piepsig klingt.“ (Z. 19f.)
- „Seine Lippen bewegen sich ganz leicht, wahrscheinlich zählt er einen Takt vor.
(Z. 36f.)
- „Ich muss mich sehr konzentrieren, um die Zahlen richtig auszusprechen.“ (Z. 60f.)
- „,Aber das geht nicht! ́, platzte es aus mir hervor. Zu laut, das erkenne ich an seinem
Gesichtsausdruck.“ (Z. 65f.)
- „Nein – ich meine, dass ich nicht mit dir telefonieren kann.“ (Z. 71)
- „[...] kommandiert ein Paar Hände in meinem Kopf.“ (Z. 75)
Mögliche Lösung:


-
Metapher: „Auf einmal sind es [...] lauter kleine Schlüssel zur Vergangenheit.“ (Z. 40 ff.)
-
Damit wird ausgedrückt, dass das Klavierspielen bei Emilia Erinnerungen an ihre Großmutter weckt und ihr einen Zugang zur Vergangenheit ermöglicht.
Zwei weitere Stilmittel:
-
Personifikation: „Mit gebleckten Zähnen sieht es mir [...] entgegen.“ (Z. 1 f.)
→ Das Klavier wird wie ein lebendiges Wesen dargestellt. -
Alliteration: „tiefen Töne“ (Z. 42)
→ Die Wiederholung des Anfangslauts hebt die Formulierung sprachlich hervor.
Innerer Monolog
Oh nein, jetzt habe ich es wirklich gesagt. Ich hatte so sehr gehofft, meine Schwerhörigkeit vor Adrian verbergen zu können, damit er mich einfach wie jede andere Schülerin behandelt.
Was denkt Adrian jetzt wohl über mich? Vielleicht glaubt er, dass Klavierunterricht für mich gar keinen Sinn ergibt, wenn ich fast nichts hören kann.
Will er mir überhaupt noch Unterricht geben? Ich habe Angst, dass er jetzt einen Rückzieher macht und mein Plan, die Mondscheinsonate wieder spielen zu lernen, plötzlich vorbei ist.
Vielleicht hätte ich von Anfang an ehrlich sein sollen. Dann hätte ich mir die ganze Aufregung erspart und müsste jetzt nicht befürchten, dass Adrian sich getäuscht oder sogar hintergangen fühlt.
Inhaltsangabe
Der Romanauszug Wovon du träumst von Kira Gembri aus dem Jahr 2017, erschienen im Arena Verlag, handelt davon, wie Emilia trotz ihrer Schwerhörigkeit versucht, sich ihren Wunsch vom Klavierspielen zu erfüllen.
Emilia erinnert sich positiv an den früheren Klavierunterricht bei ihrer Großmutter und möchte das Klavierspielen nun bei dem Musikstudenten Adrian wieder aufnehmen. Während der ersten Stunde ist sie angespannt und versucht, ihre Schwerhörigkeit vor ihm zu verbergen. Beim Vorspielen merkt sie, dass ihr noch einiges vom früheren Klavierspielen vertraut ist, doch Adrian bricht ihr Spiel nach kurzer Zeit ab. Anschließend möchten beide weitere Unterrichtstermine vereinbaren. Als Adrian vorschlägt, sie telefonisch zu kontaktieren, sieht Emilia schließlich keine andere Möglichkeit mehr und gesteht ihm, dass sie fast taub ist.
Erklärung der Abbildung
-
Die Abbildung ist zweigeteilt.
-
Oben wird der Traum dargestellt:
-
geradliniger Weg
-
keine Hindernisse
-
das Ziel scheint leicht erreichbar
-
-
Unten wird die Wirklichkeit dargestellt:
-
Weg mit Höhen und Tiefen
-
mehrere Hindernisse
-
das Ziel kann nur erreicht werden, wenn Schwierigkeiten überwunden werden
-
Bezug zum Text
-
Der Titel Wovon du träumst passt zur Darstellung in M1.
-
Emilia hat den Traum, wieder Klavier zu spielen.
-
Sie möchte die Mondscheinsonate lernen.
-
Auf dem Weg zu ihrem Ziel gibt es mehrere Hindernisse.
-
Besonders ihre Schwerhörigkeit erschwert ihr den Weg.
-
Außerdem muss sie ihre Angst überwinden, Adrian von ihrer Einschränkung zu erzählen.
-
Wie in M1 ist der Weg zum Ziel also nicht einfach und geradlinig.
Gemeinsam lernen und üben – Vor- und Nachteile
Einleitung
-
Lerngruppen sind an vielen Schulen üblich, weil Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig beim Lernen, Wiederholen und Üben unterstützen können.
-
Besonders vor Klassenarbeiten und Prüfungen kann gemeinsames Lernen hilfreich sein, gleichzeitig entstehen aber auch Nachteile.
-
Deshalb stellt sich die Frage, ob gemeinsames Lernen für Jugendliche eher hilfreich oder problematisch ist.
Nachteile
Ablenkung
-
In Lerngruppen besteht die Gefahr, dass man sich gegenseitig ablenkt, weil Gespräche schnell vom eigentlichen Lernthema abschweifen können.
-
Besonders wenn befreundete Schülerinnen und Schüler zusammen lernen, wird manchmal mehr geredet als tatsächlich gearbeitet.
-
Manche Jugendliche können sich deshalb alleine besser konzentrieren und lernen dann effektiver.
Unterschiedliche Leistungsstände
-
In einer Lerngruppe haben nicht immer alle Schülerinnen und Schüler den gleichen Wissensstand und das gleiche Lerntempo.
-
Manche verstehen ein Thema schnell, während andere noch viele Fragen haben und mehr Zeit benötigen.
-
Dadurch kann es passieren, dass stärkere Schülerinnen und Schüler viel erklären müssen und selbst weniger zum eigenen Lernen kommen.
-
Bezug zu M4: Dort wird deutlich, dass jemand bei einem Thema selbst überfragt sein kann.
Falsche Erklärungen
-
Mitschülerinnen und Mitschüler wissen nicht immer sicher, ob ihre Erklärungen wirklich richtig sind.
-
Werden Inhalte falsch erklärt, können sich Fehler festsetzen und später schwer korrigiert werden.
-
Bezug zu M3: Professionelle Nachhilfe hat den Vorteil, dass dort ausgebildetes Fachpersonal fachlich korrekt helfen kann.
Organisation
-
Eine Lerngruppe muss gut organisiert sein, damit sinnvoll gearbeitet werden kann.
-
Alle Beteiligten müssen einen gemeinsamen Termin finden und sich auf die Themen einigen.
-
Unterschiedliches Lerntempo oder mangelnde Vorbereitung können die Gruppe weniger effektiv machen.
Vorteile
Gegenseitige Hilfe
-
Ein großer Vorteil von Lerngruppen ist, dass Schülerinnen und Schüler sich schwierige Aufgaben und Themen gegenseitig erklären können.
-
Oft verstehen Jugendliche eine Erklärung von Mitschülerinnen und Mitschülern besser, weil diese ähnliche Schwierigkeiten kennen und einfache Worte verwenden.
-
Bezug zu M4: Eine Person bedankt sich dort dafür, dass die Erklärung eine große Hilfe gewesen sei.
Lernen durch Erklären
-
Nicht nur die Person, die Hilfe bekommt, profitiert vom gemeinsamen Lernen, sondern auch die Person, die etwas erklärt.
-
Wer Lernstoff mit eigenen Worten wiedergibt, muss sein Wissen ordnen und merkt schnell, ob er das Thema wirklich verstanden hat.
-
Bezug zu M4: Eine Person stellt fest, dass sie den Stoff durch das Erklären selbst noch besser verstanden habe.
Verschiedene Lerntypen
-
Menschen lernen auf unterschiedliche Weise, weshalb nicht für alle dieselbe Lernmethode geeignet ist.
-
Bezug zu M2: Besonders der kommunikative Lerntyp lernt gut durch Gespräche, Erklären und den Austausch mit anderen.
-
Für solche Schülerinnen und Schüler kann eine Lerngruppe besonders hilfreich sein.
Motivation
-
Gemeinsames Lernen kann dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler motivierter sind und länger konzentriert arbeiten.
-
Die Gruppenmitglieder können sich gegenseitig ermutigen, an Aufgaben dranzubleiben und gemeinsame Lernziele einzuhalten.
-
Schwierige Aufgaben wirken oft weniger belastend, wenn man sie nicht alleine lösen muss.
Günstige Unterstützung
-
Lerngruppen sind in der Regel kostenlos und deshalb eine gute Möglichkeit, zusätzliche Unterstützung zu erhalten.
-
Bezug zu M3: Professionelle Nachhilfe kostet dort 35 € pro Stunde, während sich Jugendliche in einer Lerngruppe kostenlos helfen können.
-
Dadurch können auch Schülerinnen und Schüler Unterstützung erhalten, deren Familien keine regelmäßige Nachhilfe bezahlen können.
Schluss
-
Insgesamt haben Lerngruppen sowohl Vorteile als auch Nachteile, wobei die Vorteile überwiegen können, wenn die Gruppe gut organisiert ist.
-
Wichtig sind klare Regeln, gemeinsame Lernziele und die Bereitschaft aller Beteiligten, konzentriert mitzuarbeiten.
-
Am sinnvollsten ist eine Mischung aus gemeinsamem Lernen und selbstständigen Lernphasen, damit jeder die passende Lernform nutzen kann.
Rede zum Thema „Der erste Eindruck kann täuschen“
Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,
kennt ihr das auch? Ihr begegnet einem Menschen zum ersten Mal und habt sofort eine bestimmte Meinung über ihn. Vielleicht wirkt jemand unsympathisch, arrogant oder seltsam. Doch der erste Eindruck kann täuschen.
Oft beurteilen wir Menschen zunächst nach ihrem Aussehen. Kleidung, Frisur oder Auftreten sagen jedoch nur wenig darüber aus, wie eine Person wirklich ist. Jemand, der auf den ersten Blick ungepflegt oder ungewöhnlich wirkt, kann trotzdem freundlich, hilfsbereit und zuverlässig sein. Deshalb sollten wir uns fragen: Wollen wir selbst nur nach unserem Äußeren beurteilt werden?
Auch das Verhalten bei einer ersten Begegnung kann täuschen. Eine Person wirkt vielleicht still oder abweisend, obwohl sie eigentlich nur schüchtern oder nervös ist. Vielleicht hat sie auch gerade einen schlechten Tag. Erst wenn wir miteinander sprechen und uns besser kennenlernen, können wir erkennen, wie ein Mensch wirklich ist.
Gebt euren Mitmenschen deshalb eine zweite Chance. Hört zu, fragt nach und urteilt nicht vorschnell. Denn hinter jedem ersten Eindruck steckt ein Mensch mit einer eigenen Geschichte.
Schaut also zweimal hin, bevor ihr euch ein Urteil bildet!