Vorschlag B
Materialgestütztes Verfassen argumentierender Texte
Thema
Literatur um 1800
Aufgabenstellung
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Eine Bildungsoffensive empfiehlt, im Deutschunterricht mehr „klassische“ Literatur zu lesen, um dem Bildungsauftrag gerecht zu werden. Eine Wochenzeitung plant daraufhin eine Artikelserie zu diesem Thema.
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Verfasse einen argumentierenden Beitrag zu der Frage, ob bzw. inwiefern man die Ideen der Weimarer Klassik nur vermitteln kann, indem man die Originaltexte aus dem 18. Jahrhundert liest.
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Nutze dazu die folgenden Materialien (M1–M6) und beziehe eigene Erfahrungen und im Unterricht erworbenes Wissen ein.
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Wähle eine geeignete Überschrift.
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Zitate aus den Materialien werden ohne Zeilenangabe nur unter Nennung von Autorin/Autor und ggf. Titel angeführt.
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Dein argumentierender Beitrag sollte etwa 800 Wörter umfassen.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1: Literatur in der Schule (2005)
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Literatur in der Schule. Literarisches Symposium im Deutschen Literaturarchiv Marbach 2005, S. 5 ff.
Material 2: Iphigenie auf Tauris (1787)
Johann Wolfgang von Goethe
In dem Drama „Iphigenie auf Tauris“ wird vorgeführt, wie ein friedliches Miteinander der
Menschen verwirklicht werden kann. Obwohl sie Griechin ist, wird Iphigenie als Priesterin auf
Tauris geschätzt. König Thoas begehrt sie sogar zur Frau, aber Iphigenie will selbstbestimmt
leben, was ihr als Ehefrau unmöglich scheint. Als ihr Bruder Orest auf Tauris strandet, schöpft
sie Hoffnung, in die Heimat zurückkehren zu können, doch der König nötigt sie, einen alten
Rachekult wieder aufzunehmen und den Bruder zu opfern. Das Drama findet jedoch vor allem
dank Iphigenies edler Gesinnung einen glücklichen Ausgang und verhilft Wahrheit und
Freundschaft zum Sieg.
Goethe, Johann Wolfgang von: Iphigenie auf Tauris. Stuttgart 1992, S. 60.
Material 3: Sommers Weltliteratur to go – Iphigenie auf Tauris to go & #Mein Senf (2024)
Michael Sommer

Michael Sommer (geb. 1976) ist Autor, Regisseur, Dramaturg und Literaturwissenschaftler. Größere Bekanntheit
erlangte er durch seine Webvideoserie Sommers Weltliteratur to go, welche seit 2015 vom Reclam Verlag
präsentiert wird und 2018 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde.
Bereits im ersten Jahr veröffentlichte er als Episode 17 das 9,5 Minuten lange Video Iphigenie auf Tauris. 2024
kam es zu der Neuauflage mit seinem Kommentar Mein Senf.
Sommer, Michael: Sommers Weltliteratur to go – Iphigenie auf Tauris (2024) (Zugriff: 14.11.2024)
Material 4: Einfach klassisch (2024)
Cornelsen Verlag
„O schwöre nicht beim Mond, dem wandelbaren,
der immerfort in seiner Scheibe wechselt,
damit nicht wandelbar dein Lieben sei!“ (Shakespeare, Romeo und Julia, 2.2)
Sie möchten Ihre Klasse an Shakespeare, Goethe oder Schiller heranführen, doch die
Originaltexte sorgen bei einigen Ihrer Lernenden für Verständnisschwierigkeiten und
Frustration?
Mit behutsamen Kürzungen und sprachlichen Vereinfachungen erleichtert die Reihe Einfach
klassisch weniger geübten Leserinnen und Lesern ab Klasse 8 den Zugang zu bekannten
Klassikern der Literatur – und steigert nachhaltig ihre Lesemotivation.

Anmerkung: Werbetext für die Buchreihe Einfach klassisch des Cornelsen Verlags. Eine Ausgabe von Iphigenie
auf Tauris liegt in der Reihe nicht vor.
Cornelsen Verlag: Einfach klassisch (2024) (Zugriff: 14.11.2024)
Material 5: Sind Klassiker noch aktuell? (o. J.)
Moritz Rauch
Moritz Rauch (geb. 2000) ist Schauspieler und arbeitet in Theater, Film und Fernsehen sowie als Sprecher und Model.
Rauch, Moritz: Sind Klassiker noch aktuell? (o. J.) (Zugriff: 14.11.2024)
Material 6: Schillers Sprache, Schillers Welt? (2005)
Wilhelm Hindemith
1 Racine: Jean Baptiste Racine, französischer Schriftsteller (1639–1699).
2 Sigmund Freud: österreichischer Arzt, Neurophysiologe, Tiefenpsychologe (1856–1939).
3 Egon Friedell: österreichischer Schriftsteller (1878–1938).
Wilhelm Hindemith ist das Pseudonym des Hörspielautors, Literaturwissenschaftlers und Journalisten Wilhelm
Heiligensetzer (1948–2018).
Hindemith, Wilhelm: Schillers Sprache, Schillers Welt? (2005) (Zugriff: 13.09.2025)
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Originaltexte der Weimarer Klassik – unverzichtbar oder überholt?
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Die Frage, ob Originaltexte aus der Weimarer Klassik im Deutschunterricht weiterhin gelesen werden sollten, ist mehr als eine reine Geschmacksfrage. Sie berührt den Bildungsauftrag der Schule, den Umgang mit dem kulturellen Gedächtnis, die Vermittlung klassischer Menschenbilder und zugleich die Frage, wie zugänglich solche Texte für heutige Schülerinnen und Schüler überhaupt noch sind. Deshalb muss abgewogen werden, ob die Ideen der Weimarer Klassik nur durch die Originaltexte angemessen tradiert werden können oder ob modernisierte, gekürzte und vereinfachte Fassungen ebenfalls geeignet sind, diese Inhalte zu vermitteln.
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Für die Lektüre von Originaltexten aus der Weimarer Klassik spricht zunächst, dass der Bildungsauftrag der Schule unter anderem darin besteht, das kulturelle Gedächtnis zu bewahren. Dazu gehört die Weitergabe der deutschsprachigen Kultur sowie ihrer Werke einschließlich der dazugehörigen Autorinnen und Autoren (M1). Die Originaltexte der Weimarer Klassik sind daher nicht nur literarische Gegenstände, sondern Teil einer kulturellen Tradition, die im Unterricht weitergegeben werden soll.
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Außerdem ist die Weiterentwicklung gesellschaftlicher Zustände nur auf der Basis bereits vorhandener Wissens- und Wertbestände möglich. Die herausragenden Werke der Weimarer Klassik ermöglichen eine Auseinandersetzung mit bedeutenden philosophisch-religiösen Ansichten, menschlichen Grunderfahrungen und den Konsequenzen menschlichen Handelns. Dazu zählen beispielsweise Verrat, Toleranz, Ehrlichkeit und allgemein Humanität, die auch in heutiger Zeit äußerst relevant sind (M1, M3).
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Ein weiteres Argument für die Originallektüre liegt in der Zeitlosigkeit der Texte. Diese ergibt sich aus ihrer innovativen Kraft sowie aus ihrer tiefgründigen und gedanklich gehaltvollen Sprache, gegebenenfalls auch im Vergleich zur gegenwärtigen Sprache (M1, M2, M6). Gerade weil diese Texte sprachlich und gedanklich anspruchsvoll sind, besitzen sie einen besonderen Bildungswert.
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Hinzu kommt die Authentizität der Ideenvermittlung. Die Menschenbilder der Weimarer Klassik können nicht ohne Weiteres ohne Verwendung des Originaltextes vermittelt werden, weil in der Poetik der Epoche eine Korrelation von inhaltlicher und sprachlicher Gestaltung festgelegt ist. Inhalt und Sprache gehören also eng zusammen. Wird die Sprache verändert, verändert sich auch die Art, wie die Idee vermittelt wird.
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Auch die durchkonstruierte, klare, ästhetisch anspruchsvolle und idealisierte Sprache erfüllt eine pädagogische Funktion. Sie dient unter anderem der Förderung von Sittlichkeit sowie Humanität der Rezipientinnen und Rezipienten (M2, M3, M6). Die Sprache ist somit nicht nur ein Mittel zur Informationsvermittlung, sondern selbst Teil des Bildungsprozesses.
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Gerade an Iphigenie auf Tauris lässt sich zeigen, dass vereinfachte Fassungen problematisch sein können. Durch das alltags- beziehungsweise umgangssprachliche Register in der Iphigenie-auf-Tauris-to-go-Version wird zum Beispiel Iphigenies charakterliche Größe nur defizitär dargestellt (M2, M3). Eventuell ist auch deshalb keine vereinfachte Variante für Iphigenie im Cornelsen Verlag veröffentlicht worden (M4).
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Gegen starke Kürzungen und Modernisierungen spricht außerdem, dass sie zu einer Verunstaltung, Simplifizierung und Entwertung der Originaltexte und damit auch ihrer Inhalte führen können (M2, M3, M5, M6). Wenn Texte vereinfacht werden, gehen sprachliche, gedankliche und ästhetische Besonderheiten verloren. Dadurch entsteht ein entstellter Zugang zu diesen kulturell bedeutsamen Texten, da Umformulierungen oder Kürzungen selbst schon Textdeutungen voraussetzen (M3, M4, M6).
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Der Bildungswert der Originaltexte liegt zudem allein schon in der sprachlichen Qualität und Ästhetik der Texte der Weimarer Klassik (M1, M2, M5). Wer diese Texte im Original liest, begegnet einer besonderen sprachlichen Gestaltung, die nicht einfach durch eine moderne Fassung ersetzt werden kann. Damit verbunden ist auch die Verwendung von Originaltexten zur Förderung des Wissens um den Sprachwandel (Q1). Daraus resultieren ein stärkeres Sprachbewusstsein sowie eigenes Sprachwissen und dessen bewusste Verwendung (M5, M6).
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Darüber hinaus ist die Auseinandersetzung mit der Sprache und den Inhalten der Weimarer Klassik für eine deutschsprachige Gemeinschaft, die sich als Gemeinschaft der „Dichter und Denker“ versteht, zur Erhaltung eines kollektiven Bewusstseins und einer nationalen Identität notwendig (M1, M5, M6). Auch die Wertschätzung großer Autoren ist in anderen Ländern wie Frankreich oder England durchaus üblich, weil in ihren Texten eine ideale Sprache dargestellt wird (M6).
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Gegen die Lektüre von Originaltexten aus der Weimarer Klassik spricht jedoch, dass dabei auch unbrauchbares Wissen ohne Bezug zur Lebenswirklichkeit vermittelt werden kann (M5). Wenn Schülerinnen und Schüler die Texte als lebensfern empfinden, besteht die Gefahr, dass sie deren Inhalte nicht als relevant für sich wahrnehmen.
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Ein weiteres Gegenargument ist die eingeschränkte Verständlichkeit und Zugänglichkeit der zu vermittelnden Ideen. Diese ergibt sich aus dem heute ungebräuchlichen Vokabular, der Metaphorik sowie dem komplexen oder durch Inversionen beziehungsweise Ellipsen ungewohnten Satzbau (M2, M4, M5, M6). Die sprachliche Form kann dadurch so stark zur Hürde werden, dass der Zugang zu den eigentlichen Ideen erschwert wird.
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Außerdem wird die Vermittlung von Originaltexten durch zunehmend geringer ausgeprägte Kompetenzen in Bezug auf das Fach- und Sprachwissen sowie die Lesefertigkeiten erschwert. Bearbeitete und vereinfachte Textvarianten können hier deutliche Zugangserleichterungen schaffen (M1, M3, M4). Gerade für Lerngruppen mit unterschiedlichen Voraussetzungen kann dies ein wichtiges Argument sein.
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Ein problematischer Zugang zu Texten der Weimarer Klassik ergibt sich auch aufgrund der deutschen Geschichte und der stattgefundenen Ideologisierung der Klassiker (M6). Die Klassiker sind also nicht nur literarische Vorbilder, sondern auch Teil einer Rezeptionsgeschichte, die kritisch betrachtet werden muss.
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Zudem kann die Lektüre von als veraltet empfundenen Texten zu einer Verringerung der Lesemotivation und zum Risiko der Ablehnung bei Schülerinnen und Schülern führen. Vereinfachte Textvarianten oder moderne, zeitgenössische Literatur können demgegenüber motivierender wirken (M2, M5, M6). Wenn die Originallektüre vor allem Frustration erzeugt, kann sie die Vermittlung klassischer Ideen sogar behindern.
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Für vereinfachte Zugänge sprechen außerdem moderne Vermittlungsformen und Adaptionen, zum Beispiel die Videos von Sommer, die gekürzten sowie vereinfachten Texte des Cornelsen Verlags und moderne Theaterinszenierungen. Sie können statt der Originaltexte im Unterricht zur Vermittlung der Inhalte der Weimarer Klassik beitragen und Frustration vermeiden (M3, M4, M6).
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Auch eine effektive inhaltliche Vermittlung ist ohne Originaltexte möglich. Zentrale Ideen von Toleranz und Humanismus können auch in veränderter beziehungsweise vereinfachter Sprache und durch zusätzliche Hilfestellungen wie beispielsweise Bilder, Videos oder Songs erfahrbar werden (M3, M4, M6). Damit wird deutlich, dass die Ideen der Klassik nicht zwingend nur über den Originaltext zugänglich sein müssen.
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Gekürzte oder vereinfachte Texte können außerdem als Hilfestellung für die Heranführung heterogener Gruppen mit leistungsschwächeren, wenig erfahrenen Leserinnen und Lesern an die Literatur der Weimarer Klassik und deren Inhalte dienen (M4, M5). Besonders im Grundkurs kann dies sinnvoll sein, damit der Zugang zur Klassik nicht ausschließlich leistungsstarken Leserinnen und Lesern vorbehalten bleibt.
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Ein weiteres Gegenargument besteht darin, dass das Verstehen der Texte Schillers aufgrund ihrer Komplexität und ihres Anspruchs für durchschnittlich gebildete Menschen unmöglich sein kann (M6). Wenn bereits durchschnittlich gebildete Leserinnen und Leser Schwierigkeiten haben, solche Texte zu verstehen, stellt sich umso mehr die Frage, wie realistisch eine erfolgreiche Originallektüre für Schülerinnen und Schüler ist.
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Für eine begründete Argumentation ist domänenspezifisches Wissen notwendig. Dazu gehören literaturhistorische Kenntnisse zum epochenspezifischen Kontext der Klassik sowie zu ihren Menschenbildern. Ebenso wichtig sind biografische Kenntnisse zu Autoren der Weimarer Klassik, etwa Goethe, Schiller und anderen. Hinzu kommen Werkkenntnisse über die literarischen und literaturtheoretischen Werke aus der Epoche der Weimarer Klassik. Auch der Verweis auf moderne Adaptionen klassischer Werke in den Bereichen Musik, Film, Literatur und Kunst kann die Argumentation stützen. Schließlich ist Wissen zur Sprachentwicklung oder zu Funktionen der Sprache bedeutsam.
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Insgesamt lässt sich eine abwägende Position formulieren. Einerseits ist die Auseinandersetzung mit Originaltexten notwendig, weil zwischen Inhalt sowie Sprache beziehungsweise Form der klassischen Literatur ein unauflösbarer Zusammenhang besteht. Andererseits kann die Heranziehung gekürzter beziehungsweise modernisierter Fassungen nötig sein, weil die Vermittlung sonst aufgrund der sprachlichen Hürden zwischen Text und Leserschaft zum Scheitern verurteilt sein kann. Entscheidend ist daher, die Fähigkeiten der Leserinnen und Leser bei der Wahl des Textes zu berücksichtigen.
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Ausweitend lässt sich festhalten, dass eine intensivere Auseinandersetzung mit vielen Werken der Weimarer Klassik notwendig ist, um die komplexen Ideen in Bezug auf das Menschenbild darzustellen und einer unzulässigen Vereinfachung zu entgehen. Originaltexte bleiben deshalb wichtig, sollten aber nicht isoliert stehen, sondern durch geeignete Hilfen, gekürzte Fassungen, modernisierte Zugänge und Adaptionen ergänzt werden, damit die Ideen der Weimarer Klassik tatsächlich verstanden und reflektiert werden können.