Aufgabe I — Verschiedene Geschwindigkeiten
Im Mittelpunkt der ersten Aufgabe steht die Bestimmung der Schallgeschwindigkeit. In der zweiten Aufgabe werden Quantenobjekte mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten betrachtet und die dritte Aufgabe thematisiert Prozesse in der Vakuum-Fotozelle und die Geschwindigkeit von Fotoelektronen.
Aufgabenstellung ohne Experimentieren
In dieser Aufgabe wird die Ausbreitung von harmonischen Wellen und deren kennzeichnenden Größen thematisiert. Eine Betrachtung von Phasenbeziehungen ermöglicht die Messung der Schallgeschwindigkeit.
Beschreibe den Unterschied zwischen longitudinalen und transversalen Wellen.
Begründe den Zusammenhang zwischen der Wellenlänge
und der Frequenz
einer Welle (
Ausbreitungsgeschwindigkeit).
Die Ausbreitung einer harmonischen Welle ist in Material 1a schematisch dargestellt.
Ermittle aus der Abbildung die Frequenz und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle sowie die Differenz der Phasen zwischen den Oszillatoren an den Stellen und
Zeichne ein Diagramm, das die Schwingung des 1. Oszillators bei in Abhängigkeit von der Zeit für die ersten
Sekunden darstellt.
In einem Experiment wird das Signal eines Ultraschallsenders von zwei Empfängern registriert, welche an einem Oszilloskop angeschlossen sind. Der Aufbau ist in Material 1b dargestellt. Material 1c zeigt das Oszilloskopbild für zwei feste Positionen der Empfänger.
Ermittle alle möglichen Phasen, um die das Signal am Empfänger dem Signal am Empfänger
in Material 1c vorauseilt.
Zeichne in Material 1d das Oszilloskopbild für den Fall ein, dass durch Verschieben des Empfängers die Differenz der Phasen zwischen den Empfängern
beträgt.
Um die Schallgeschwindigkeit zu ermitteln, wird der Empfänger von Empfänger
soweit weggezogen, bis sich der untere Graph im Oszilloskopbild (Material 1c) zum zehnten Mal wiederholt hat. Die Strecke, um die
dabei verschoben wurde, beträgt
Ermittle mit diesen Angaben und mit Material 1b die Schallgeschwindigkeit.
In Material 1e ist die Abhängigkeit der Schallgeschwindigkeit von der Temperatur dargestellt.
Beurteile mithilfe einer Betrachtung der Messunsicherheit, ob dieses Experiment eine sinnvolle Aussage über die Temperatur im Experimentierraum zulässt.
Hinweise:
-
Die Frequenz des Ultraschalls (hier
) ist bei Temperaturänderung konstant.
-
Die Unsicherheit der Frequenz ist so klein, dass sie hier vernachlässigt werden kann.
In unterschiedlichen Interferenzversuchen wurden die Quanteneigenschaften von Elektronen, Neutronen und ganzen Molekülen experimentell bestätigt. Der Aufbau für ein solches Experiment mit Molekülen aus 60 Kohlenstoffatomen (-Moleküle) ist in Material 2a abgebildet.
In Material 2b sind die Ergebnisse des Experiments mit -Molekülen dargestellt.
Vergleiche die Messergebnisse ohne und mit Verwendung eines Gitters.
Hinweis: Die unterschiedlichen Messzeiten sollen nicht berücksichtigt werden.
Erläutere, inwiefern die Versuchsergebnisse Quanteneigenschaften von -Molekülen nachweisen.
Für die Lage der Maxima bei Interferenz am Gitter gilt die Bedingung:
Ordnung des Maximums;
Wellenlänge;
Gitterkonstante;
Abstand zwischen dem Maximum 0. Ordnung und dem Maximum
-ter Ordnung;
Abstand zwischen Gitter und Detektorebene
Ermittle unter Verwendung dieser Gleichung sowie Material 2a und Material 2b die Wellenlänge dieser -Moleküle.
In einem vergleichbaren Experiment mit ähnlichen Molekülen wurde der Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit und der Wellenlänge genauer untersucht. Die Messwerte hierzu sind in Material 2c angegeben.
Ermittle den funktionalen Zusammenhang und dokumentiere dein Vorgehen in der vereinbarten Form.
Überprüfe, ob die Messreihe in Material 2c die De-Broglie-Gleichung erfüllt.
Der Aufbau aus Material 2 a wird um einen Geschwindigkeitsfilter ergänzt, der nur -Moleküle einer ausgewählten Geschwindigkeit passieren lässt. Die Auswirkungen des Filters auf die Geschwindigkeitsverteilung der
-Moleküle ist in Material 2d dargestellt. Material 2e zeigt die Messergebnisse des veränderten Experimentes.
Analysiere die Auswirkungen des Geschwindigkeitsfilters auf die Versuchsergebnisse.
Beschreibe anhand eines selbst gewählten Experiments den Begriff „Komplementarität“ in der Quantenphysik.
Mittels einer Vakuum-Fotozelle wird der Prozess der Energieübertragung beim äußeren lichtelektrischen Effekt untersucht. In der experimentellen Umsetzung ist die Messung einer Spannung von zentraler Bedeutung, die hier mit bezeichnet wird.
Mit der Vakuum-Fotozelle wird die maximale kinetische Energie und die maximale Geschwindigkeit der ausgelösten Elektronen bestimmt.
Erläutere ein Verfahren zur Bestimmung der Geschwindigkeit dieser Elektronen anhand einer zu erstellenden Skizze des Aufbaus.
Mit dem in 3.1 beschriebenen Aufbau wird die Spannung bei Beleuchtung der Fotozelle für fünf verschiedene monochromatische Lichtquellen bestimmt, siehe Material 3a.
Berechne die fehlenden Werte in der Tabelle Material 3a ohne Zuhilfenahme des Literaturwertes für die Planck'sche Konstante
Ermittle einen Wert für die Planck'sche Konstante anhand eines zu zeichnenden Diagramms.
Vergleiche deinen ermittelten Wert für die Planck'sche Konstante mit dem Literaturwert.
Deute das Diagramm mit Bezug auf die folgende Gleichung:
( maximale kinetische Energie der ausgelösten Elektronen;
Austrittsenergie).
Beim Versuch in 3.2 wurde eine Vakuum-Fotozelle mit einer Cäsiumkathode verwendet. Anstatt von Cäsium können bei der Herstellung von Fotozellen andere Metalle mit größerer Austrittsenergie als Kathodenmaterial verwendet werden.
Erkläre den Einfluss eines Materials mit größerer Austrittsenergie im Vergleich zum Versuch in 3.2 auf die maximalen Geschwindigkeiten der Fotoelektronen.
UVB-Strahlung kann einen Sonnenbrand verursachen, sichtbares Licht selbst bei höherer Intensität nicht.
Stelle unter Verwendung von Material 3b eine begründete Hypothese zu dem Sachverhalt auf.
Anhang
Es wurde ein alternativer Aufgabenvorschlag mit Experimentieren angeboten. In diesem Anhang findest du diejenigen Teilaufgaben aus diesem Vorschlag, die vom Aufgabenvorschlag ohne Experimentieren abweichen. Die Teilaufgaben 2 und 3 stimmen überein.
Aufgabenstellung mit Experimentieren - Wellen
In dieser Aufgabe wird die Ausbreitung von harmonischen Wellen und deren kennzeichnenden Größen thematisiert. Eine Betrachtung von Phasenbeziehungen ermöglicht die experimentelle Bestimmung der Schallgeschwindigkeit.
Die Ausbreitung einer harmonischen Welle ist in Material 1a schematisch dargestellt.
Ermittle aus der Abbildung die Frequenz und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle sowie die Differenz der Phasen zwischen den Oszillatoren an den Stellen und
Begründe den Zusammenhang zwischen der Wellenlänge
und der Frequenz
einer Welle (
Ausbreitungsgeschwindigkeit).
Ziel des von dir durchzuführenden Experiments mit Ultraschall ist die möglichst genaue Bestimmung der Schallgeschwindigkeit. Dabei soll der US-Pen mit seiner LED als Werkzeug zur Bestimmung einer Phasenbeziehung eingesetzt werden. Beachte die Hinweise hierzu in Material 1b.
Plane ein entsprechendes Experiment und führe es durch.
Hinweis: Dokumentiere alle Arbeitsschritte.
Ermittle aus deinen Messergebnissen die Schallgeschwindigkeit.
In Material 1e ist die Abhängigkeit der Schallgeschwindigkeit von der Temperatur dargestellt.
Beurteile mithilfe einer Betrachtung der Messunsicherheit, ob dieses Experiment eine sinnvolle Aussage über die Temperatur im Experimentierraum zulässt.
Hinweise:
-
Die Frequenz des Ultraschalls (hier
) ist bei Temperaturänderung konstant.
-
Die Unsicherheit der Frequenz ist so klein, dass sie hier vernachlässigt werden kann.
-
Falls du in Aufgabe 1.2 keine Wellenlänge ermitteln konntest, bearbeite diese Aufgabe mit dem fiktiven Wert von
für die Wellenlänge des Ultraschalls.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1a: Schematische Darstellung der Ausbreitung einer harmonischen Welle

Dargestellt ist zu fünf verschiedenen Zeitpunkten die Elongation in Abhängigkeit des Ortes
Material 1b: Aufbau des Experiments mit Ultraschall (US)
Die Frequenz des Ultraschalls (US) beträgt Die Empfänger
und
registrieren den Ultraschall des Senders und sind an einem Oszilloskop angeschlossen (Oszilloskopbild siehe Material 1c). Der Empfänger
ist für alle Experimente in Aufgabe 1 am gleichen Ort. Zur experimentellen Bestimmung der Schallgeschwindigkeit in Aufgabe 1.4 wird der Empfänger
entlang der
-Achse von Empfänger
weggezogen.

Material 1c: Oszilloskopbild - Messung der Signale von Empfänger E1 (Kanal 1) und Empfänger E2 (Kanal 2)
und
befinden sich für dieses Oszillsokopbild jeweils an einem festen Ort
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Das Oszilloskop ist hier so eingestellt, dass Kanal 1 beim Unterschreiten eines bestimmten Wertes mit der Darstellung der Messung beginnt. Die obere Kurve startet somit auf der linken Seite stets wie hier abgebildet. Zu genau dieser Zeit beginnt auch die zeitliche Darstellung der unteren Kurve. Die Abnahme der Amplitude durch zunehmende Entfernung wird hier vernachlässigt. |
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Material 1d: Zu ergänzendes Oszilloskopbild (Aufgabe 1.3)

Material 1e: Schallgeschwindigkeit in Luft in Abhängigkeit von der Temperatur

Material 2a: Skizze des vereinfachten Versuchsaufbaus zum Experiment mit 
-Molekülen
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Gitterkonstante |
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Material 2b: Impulse pro Zeit in Abhängigkeit von der Detektorposition
Die Kreise stellen die Messwerte dar, die durchgezogenen Linie den theoretisch erwarteten Verlauf.
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Signal am Detektor ohne Verwendung eines Gitters |
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Signal am Detektor bei Verwendung eines Gitters |
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Material 2c: Wellenlänge 
bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten 

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Die Messreihe wurde mit Phthalocyanin-Molekülen der Masse aufgenommen.
Material 2d: Geschwindigkeitsverteilung der 
-Moleküle
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Die Kurve a gibt die Geschwindigkeitsverteilung ohne Geschwindigkeitsfilter an und die Kurve b die Verteilung mit Filter. Bei beiden Kurven wurde das Maximum der Ausgleichskurve auf |
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Material 2e: Impulse pro Zeit in Abhängigkeit von der Detektorposition
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Die Punkte stellen die Messwerte dar, die durchgezogene Linie den theoretisch erwarteten Verlauf. |
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Material 3a: Messwerte für Aufgabenteil 3.2
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Angegeben sind die Spannungen bei Beleuchtung der Fotozelle mit Licht verschiedener Wellenlängen
und die daraus berechneten Werte für die Frequenz
des Lichts und die kinetischen Energien der ausgelösten Elektronen
Material 3b: Informationstext zur Entstehung eines Sonnenbrandes
Ein Sonnenbrand entsteht bei der Bestrahlung der Zellen der obersten Hautschicht mit UVB-Strahlung. Die UVB-Strahlung ist der kurzwellige Bereich der UV-Strahlen mit einem Wellenlängenbereich von Diese Strahlung kann schon bei geringer Intensität zu einem Sonnenbrand führen. Durch Bestrahlung der Haut mit sichtbarem Licht (
) besteht selbst bei höherer Intensität keine Sonnenbrandgefahr. Bei einem Sonnenbrand nehmen Elektronen in den Atomen der DNA Energie von der Strahlung auf. Dadurch werden chemische Bindungen in der DNA aufgebrochen und damit die Zellen geschädigt.
Anhang
Es wurde ein alternativer Aufgabenvorschlag mit Experimentieren angeboten. In diesem Anhang findest du die dafür benötigten Materialien.
Material 1a: Schematische Darstellung der Ausbreitung einer harmonischen Welle

Dargestellt ist zu fünf verschiedenen Zeitpunkten die Elongation in Abhängigkeit des Ortes
Material 1b: Hinweise zum Aufbau und zur Versuchsdurchführung
-
Wähle für den Ultraschallsender den Generator
Die Frequenz des Ultraschalls beträgt
-
Verwende zusätzlich den Ultraschall-Pen (US-Pen) und ggf. je nach Planung weitere Bauteile. Mit dem US-Pen ist es möglich, die Phasendifferenz zwischen dem Messpunkt und einem ausgewählten Bezugspunkt zu bestimmen. Die Helligkeit der LED ist minimal, wenn die Phasendifferenz
oder Vielfache von
beträgt.
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Prüfe zunächst, ob du mit dem US-Pen grundsätzlich ein Signal erhältst.
-
Markiere auf dem Millimeter-Papier die Positionen der Bauteile und die relevanten Abstände. Dieses Blatt ist Bestandteil deiner Lösung und ist mit der Klausur abzugeben.
-
Notiere deine Wahl für die Stellungen der drei Schalter des Betriebsgerätes.
Quellenangaben: Material 2 a&b zusammengestellt und verändert aus: Arndt M., Nairz O.: Grenzgänger: Welle-Teilchen Dualismus von C60. Plus Lucis 3/ 99 (1999) S. 5-7. Material 2d und e zusammengestellt und verändert aus: Nairz O., Arndt M., Zeiliger A.: Quantum interference experiments with large molecules. Am. J. Phys. 71 (2003) S. 319-325.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Unterschied zwischen longitudinalen und transversalen Wellen
-
Bei longitudinalen Wellen schwingen die Oszillatoren parallel zur Ausbreitungsrichtung der Welle.
-
Bei transversalen Wellen erfolgt die Schwingung der Oszillatoren senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Welle.
Begründung des Zusammenhangs
Der kleinste räumliche Abstand zwischen zwei benachbarten Oszillatoren im exakt gleichen Schwingungszustand definiert die Wellenlänge Innerhalb einer Periodendauer
legt die Welle mit der Geschwindigkeit
somit die Strecke
zurück. Daraus folgt:
Da die Frequenz als Kehrwert der Periodendauer definiert ist, lässt sich die Gleichung direkt umschreiben zu:
Ermittlung der Kenngrößen
Die Abbildungsreihe in Material 1a verdeutlicht, dass die Welle nach einer Zeitspanne von eine Distanz von
zurückgelegt hat. Das Erregerzentrum bei
hat zu diesem Zeitpunkt exakt eine volle Schwingung abgeschlossen und schwingt somit phasengleich mit dem Oszillator bei
Folglich beträgt die Periodendauer
und die Wellenlänge
Daraus resultiert direkt die Frequenz
Für die Ausbreitungsgeschwindigkeit ergibt sich:
Die Positionen und
liegen
auseinander, was exakt einem Viertel der berechneten Wellenlänge von
entspricht. Der Phasenunterschied
beläuft sich demzufolge ebenfalls auf eine Viertelperiode:
Erstellung des Diagramms
Mit der Periodendauer und der Amplitude von
ergibt sich:

Analyse der Phasenunterschiede
Aus den Versuchshinweisen (Material 1c) geht hervor, dass die Aufzeichnungen der Kanäle 1 und 2 zeitgleich starten. Aus dem Oszilloskopbild ergibt sich:
-
Die Kurvenverläufe zeigen, dass die Maxima von Kanal 2 genau mit den Nulldurchgängen mit negativer Steigung von Kanal 1 zusammenfallen.
-
Jedes Maximum tritt in Kanal 2 um mindestens eine Viertelperiode zeitverzögert auf.
Dies beweist, dass das Signal des ersten Empfängers dem zweiten mindestens um eine Viertelperiode vorangeht. Neben diesem Basiswert von sind aufgrund der periodischen Wiederholung alle Verschiebungen um ein Vielfaches der Vollphase denkbar:
mit
Ergänzung des Oszilloskopbildes
Bei einer Phasendifferenz von sind die Signale um exakt eine halbe Periode gegeneinander verschoben. Daraus folgt:

Berechnung der Schallgeschwindigkeit
Eine zehnmalige Wiederholung des identischen Kurvenbildes im Oszilloskop bedeutet, dass der Empfänger um exakt
komplette Wellenlängen verschoben wurde.
Die gemessene Distanz von entspricht daher
woraus sich
ableiten lässt.
Zusammen mit der Ultraschallfrequenz von lässt sich die Schallgeschwindigkeit wie folgt berechnen:
Temperaturbeurteilung durch Fehleranalyse
Die Messapparatur weist laut Aufgabenstellung eine Unsicherheit von für die ermittelte Verschiebedistanz auf. Daraus resultiert ein relativer Messfehler von:
Da linear von
abhängt, überträgt sich dieser Fehler direkt auf die Geschwindigkeit:
Das tatsächliche Ergebnis liegt demnach im Intervall zwischen und
Ein Abgleich dieser Grenzwerte mit Material 1e zeigt, dass diese Geschwindigkeiten mit einem weiten Temperaturbereich von etwa bis
korrespondieren. Diese enorme Spanne macht eine präzise Aussage über die tatsächliche Raumtemperatur unmöglich.
Vergleich der experimentellen Ergebnisse
Die Analyse der beiden Graphen zeigt klare Gemeinsamkeiten sowie signifikante Unterschiede:
-
Gemeinsamkeit: Beide Verteilungen weisen im Zentrum (bei der Detektorposition
) einen schmalen, sehr intensiven Peak auf.
-
Unterschied: Fehlt das Gitter, so sinkt die registrierte Zählrate zu beiden Seiten des zentralen Peaks sehr schnell und symmetrisch auf Werte nahe null ab.
Befindet sich das Gitter im Strahlengang, entsteht ein charakteristisches Interferenzmuster. Symmetrisch zum Hauptmaximum treten auf beiden Seiten im gleichen Abstand weitere lokale Maxima geringerer Intensität auf, bevor die Kurve zu den Rändern hin abfällt.
Nachweis der Quanteneigenschaften
Das Verhalten von Quantenobjekten wird durch den Welle-Teilchen-Dualismus beschrieben. Die Versuchsergebnisse belegen beide Eigenschaften:
-
Teilchencharakter: Am Detektor werden einzelne, diskrete Impulse registriert, die jeweils einem ankommenden
-Molekül zugeordnet werden können.
-
Wellencharakter: Das Auftreten von Nebenmaxima beim Experiment mit dem Gitter ist eine eindeutige Interferenzerscheinung, die sich nur durch die Überlagerung von Wellen erklären lässt.
Für konstruktive Interferenz an einem Gitter gilt die Bedingung aus der Aufgabenstellung:
Aus dem Diagramm (Material 2b) lässt sich für das Maximum erster Ordnung () der Abstand zum Hauptmaximum ablesen. Der Abstand zwischen dem linken und rechten Nebenmaximum beträgt etwa
was zu
führt.
Mit der Gitterkonstanten dem Abstand
und
ergibt sich die Wellenlänge durch Einsetzen:
Ermittlung des funktionalen Zusammenhangs
Die Messdaten aus Material 2c legen eine antiproportionale Abhängigkeit nahe (je größer die Geschwindigkeit, desto kleiner die Wellenlänge). Zur Verifikation wird das Produkt aus Wellenlänge und Geschwindigkeit () für die Messpunkte gebildet:
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Die Produkte sind im Rahmen der zu erwartenden Messungenauigkeit nahezu konstant. Der Mittelwert beträgt circa:
Daraus resultiert die Funktionsgleichung:
Überprüfung der De-Broglie-Gleichung
Die De-Broglie-Gleichung beschreibt den Zusammenhang Durch Umstellen ergibt sich folgendes:
Mithilfe der gegebenen Masse der Phthalocyanin-Moleküle () lässt sich der theoretische Wert berechnen:
Dieser theoretische Wert liegt extrem nah an dem experimentell ermittelten Faktor von Die Gültigkeit der De-Broglie-Gleichung ist somit für diese Quantenobjekte sehr gut bestätigt.
Ein vorgeschalteter Geschwindigkeitsfilter schränkt die Streuung der Molekülgeschwindigkeiten deutlich ein. Weil die Wellenlänge direkt von der Geschwindigkeit abhängt (), reduziert sich folglich auch die Streuung der Wellenlängen im Strahl. Der Teilchenstrahl wird dadurch nahezu monochromatisch.
Durch die einheitlichere Wellenlänge treten die Interferenzmerkmale wesentlich präziser hervor, was die Sichtbarkeit von Nebenmaxima höherer Ordnung in Material 2e ermöglicht.
Der Filter senkt zusätzlich die mittlere Geschwindigkeit der durchgelassenen Teilchen. Eine geringere Geschwindigkeit führt zu einer größeren Wellenlänge, was wiederum den Abstand zwischen den Interferenzmaxima vergrößert. Dies erleichtert die messtechnische Erfassung des Musters erheblich.
Das physikalische Prinzip der Komplementarität lässt sich hervorragend an einem klassischen Doppelspaltexperiment veranschaulichen. Wird ein Strahl von Quantenobjekten auf einen Doppelspalt gerichtet und ausschließlich der finale Auftreffort auf einem Schirm gemessen, so entsteht durch die Superposition der Wellenfunktionen der Quantenobjekte ein klares Interferenzmuster. Die Quantenobjekte zeigen in diesem Fall reine Welleneigenschaften, da keine Information darüber existiert, welchen Spalt sie passiert haben.
Wird jedoch ein Detektor an einem der Spalte platziert, um durch eine Ortsmessung herauszufinden, welchen Weg ein einzelnes Objekt exakt genommen hat, bricht das Interferenzmuster augenblicklich zusammen. Die Weginformation schließt somit die Fähigkeit zur Interferenz aus.
Komplementarität bedeutet in diesem Kontext, dass sich Teilcheneigenschaften (messbarer Weg/Ort) und Welleneigenschaften (Interferenz) gegenseitig ausschließen und niemals gleichzeitig beobachtet werden können.
Um die maximale Geschwindigkeit der herausgelösten Fotoelektronen experimentell zu ermitteln, eignet sich z.B. die sogenannte Gegenfeldmethode.
Eine monochromatische Lichtquelle beleuchtet die Fotozelle (Kathode). Dadurch lösen sich aus der Kathode rausgelöst, die dann zur Anode wandern, wodurch an der Anode ein Stromfluss gemessen werden kann.
Wird nun eine regelbare Gegenspannung so angelegt, dass die Anode negativ und die Kathode positiv gepolt ist, baut sich ein elektrisches Feld auf, welches die Elektronen abbremst. Diese Spannung wird exakt so weit hochgeregelt, bis das empfindliche Amperemeter einen Fotostrom
von exakt null anzeigt.
An diesem Punkt reicht die maximale kinetische Energie der schnellsten Elektronen gerade nicht mehr aus, um das Gegenfeld zu überwinden. Über die Energieerhaltung (
) lässt sich die Geschwindigkeit durch Gleichsetzen mit der kinetischen Energie ermitteln:

Berechnung der fehlenden Werte
Für die Wellenlänge von (bei einer gemessenen Spannung von
) ergibt sich:
Die zugehörige Frequenz des eingestrahlten Lichts folgt direkt aus der Wellengleichung:
Bestimmung der Planck-Konstante aus dem Diagramm
Die ermittelten Werte werden in ein Koordinatensystem eingetragen und eine Ausgleichsgerade durch die Messpunkte gelegt:

Die Steigung der Ausgleichsgeraden entspricht der Planck-Konstante Über das Steigungsdreieck lässt sich der Wert für diese berechnen:
Vergleich mit dem Literaturwert
Der experimentell ermittelte Wert von stimmt hervorragend mit dem Literaturwert von
überein. Die relative Abweichung liegt lediglich im Bereich von etwa
was für ein Schulexperiment ein extrem präzises Ergebnis darstellt.
Deutung des Diagramms mithilfe der Einstein-Gleichung
Die Einstein-Gleichung lässt sich in die Form einer linearen Funktion
umstellen. Das Diagramm visualisiert diese Energiebilanz:
-
Die Steigung der Geraden ist universell und entspricht der Planck-Konstante
-
Der Hochachsenabschnitt (Schnittpunkt mit der vertikalen Achse im negativen Bereich) stellt die Austrittsenergie
dar, also die Energie, die materialabhängig mindestens aufgebracht werden muss, um ein Elektron aus dem Material zu lösen.
-
Die Nullstelle der Funktion markiert die Grenzfrequenz. Licht unterhalb dieser Frequenz besitzt pro Photon zu wenig Energie, um den Fotoeffekt bei diesem spezifischen Material überhaupt auszulösen.
Wird ein Kathodenmaterial mit einer höheren Austrittsenergie verwendet, muss ein größerer Anteil der ankommenden Photonenenergie aufgewendet werden, um das Elektron überhaupt erst aus dem Kathodenmaterial zu lösen. Gemäß der Energieerhaltung steht dem Elektron nach dem Austritt somit eine deutlich geringere Restenergie als maximale kinetische Energie
zur Verfügung. Aufgrund der geringeren maximalen kinetischen Energie, fallen die maximalen Geschwindigkeiten der Fotoelektronen bei diesem Material entsprechend geringer aus.
Hypothese zur Entstehung eines Sonnenbrands
Sonnenbrand tritt nur auf, wenn die Strahlungsenergie eines einzelnen Photons einen kritischen Mindestwert (Schwellenenergie) überschreitet, um chemische Bindungen in den DNA-Molekülen aufzubrechen. Sichtbares Licht erreicht diese Schwelle nicht.
Physikalische Begründung der Hypothese
Die Begründung stützt sich darauf, dass Licht quantisiert ist. Ein einzelnes Elektron in den Atomen der Haut-DNA absorbiert also stets die Energie genau eines ankommenden Photons.
Da UVB-Strahlung wesentlich kurzwelliger als sichtbares Licht ist, besitzen die UVB-Photonen eine weitaus höhere Photonenenergie. Nur diese energiereichen UVB-Photonen besitzen die notwendige Energie, um die Bindungen in der DNA zu spalten und die Zelle zu schädigen.
Sichtbares Licht besteht aus energieärmeren Photonen. Eine Erhöhung der Intensität bedeutet im Photonenmodell lediglich, dass mehr Photonen auf die Haut treffen. Da sich die Energie des einzelnen Photons dadurch jedoch nicht verändert, bleiben die Photonen des sichtbaren Lichts weiterhin zu energiearm für eine Schädigung der DNA – unabhängig davon, wie intensiv die Strahlung ist.





