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Aufgabe II — Abklingprozesse und Massenbestimmung

In Aufgabe 1 wird das Absorptionsvermögen von Graufiltern untersucht. Dazu wird Licht einer weiß leuchtenden Leuchtdiode verwendet. Aufgabe 2 thematisiert die Altersbestimmung mit der Radiocarbon-Methode (Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Verfahren). Aufgabe 3 behandelt den Wien-Filter und eine vereinfachte Versuchsanordnung zur Massenbestimmung geladener Teilchen.

Aufgabenstellung ohne Experimentieren

1

In dieser Aufgabe wird das Licht einer weiß leuchtenden Leuchtdiode (LED-weiß) untersucht. Weiterhin wird die Intensität dieses Lichts beim Durchgang durch Graufilter betrachtet.

1.1

Material 1a zeigt das Wellenlänge-Intensität-Spektrum einer LED-weiß. Ermittle mit Material 1a die Frequenz des Lichts der LED-weiß, bei der Strahlung der höchsten Intensität emittiert wird.

Erläutere die Funktion des Leuchtstoffs in der LED-weiß.

Hinweis: Gehe nicht auf die Prozesse in der Atomhülle ein.

Die Spannung an der LED-weiß wird von Formula: 5,0\;\mathrm{V}Formula: 5,0\;\mathrm{V} auf Formula: 2,5\;\mathrm{V}Formula: 2,5\;\mathrm{V} halbiert.

Begründe, dass jetzt das Spektrum der LED-weiß im Vergleich zu Material 1a einen Wellenlängenbereich nicht mehr beinhalten kann.

8 BE

1.2

Die Intensität des Lichts der LED-weiß wird mit einem Lichtsensor gemessen. Zwischen LED und Lichtsensor werden Graufilter in den Strahlengang gebracht (Material 1b). Die Messwerte sind in Material 1c dargestellt.

Stelle die am Lichtsensor gemessene Spannung Formula: UFormula: U in Abhängigkeit von der Anzahl Formula: nFormula: n der Graufilter grafisch dar.

Ermittle einen funktionalen Zusammenhang Formula: U = f(n),Formula: U = f(n), wobei du dein Vorgehen in der im Unterricht vereinbarten Form dokumentierst.

Laut Angabe des Herstellers der Graufilter halbiert sich die Intensität des Lichts beim Durchgang durch je einen Graufilter. Nimm anhand der Messwerte in Material 1c begründet Stellung zur Angabe des Herstellers.

Berechne die Anzahl der Graufilter, die in dem Experiment verwendet werden müssen, sodass die gemessene Spannung höchstens Formula: 0,1\,\%Formula: 0,1\,\% der Anfangsspannung beträgt.

13 BE

1.3

Das Experiment aus Aufgabe 1.2 kann auch mit einer infrarot strahlenden LED (Formula: \lambda_{\mathrm{IR}} \ge 750\;\mathrm{nm}Formula: \lambda_{\mathrm{IR}} \ge 750\;\mathrm{nm}) durchgeführt werden. Das Transmissionsspektrum eines Graufilters ist in Material 1d abgebildet.

Analysiere mit Material 1d, wie sich die Messwerte der Spannung im Vergleich zu den in Material 1c angegebenen Werten qualitativ verändern.

Hinweis: Gehe davon aus, dass die Anfangsspannung in beiden Experimenten identisch ist.

3 BE

2

In dieser Aufgabe wird die Radiocarbon-Methode (Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Verfahren) zur Altersbestimmung von organischen Körpern thematisiert.

2.1

Erläutere anhand einer zu erstellenden Skizze das grundlegende Funktionsprinzip des Geiger-Müller-Zählrohrs als Messgerät für Zählraten.

Hinweis: Beschränke dich bei der Erläuterung auf die Vorgänge im Zählrohr.

6 BE

2.2

Atome des radioaktiven Kohlenstoffisotops Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14 entstehen ständig in der Atmosphäre. Dabei trifft jeweils ein Neutron auf einen Stickstoff-Atomkern (Formula: \text{N-}14Formula: \text{N-}14). Der entsprechende Ausschnitt aus der Nuklidkarte ist in Material 2a abgebildet.

Beschreibe den Prozess zur Bildung des Kohlenstoff-Isotops Formula: \text{C-}14.Formula: \text{C-}14.

Das Isotop Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14 ist radioaktiv. Stelle den Zerfall des Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Isotops dar.

Hinweis: Gehe dabei auch auf die Vorgänge im Atomkern ein.

6 BE

2.3

Das Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Verfahren ist geeignet zur Bestimmung der Zeit, die seit dem Tod eines Organismus verstrichen ist.

Erläutere das Prinzip des Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Verfahrens.

Material 2b zeigt Informationen zur Minoischen Eruption des Vulkans Santorin in Griechenland.

Ermittle mit den Angaben aus Material 2b den Zeitpunkt der Minoischen Eruption.

9 BE

2.4

Das Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Verfahren ist nur für die Datierung von Zeiträumen zwischen Formula: 300Formula: 300 und Formula: 60 .000Formula: 60 .000 Jahren sinnvoll einsetzbar.

Stelle eine begründete Hypothese auf, weshalb das Formula: \text{C-}14Formula: \text{C-}14-Verfahren bei Altersbestimmungen von mehr als Formula: 60. 000Formula: 60. 000 Jahren ungenaue Werte liefert.

3 BE

3

In dieser Aufgabe werden der Wien-Filter und ein Massenspektrometer betrachtet. Grundprinzip der Massenspektrometrie ist es, aus chemischen Stoffen Ionen zu erzeugen, diese nach Masse und Ladung zu trennen und sie qualitativ und quantitativ zu erfassen.

3.1

Alpha-Teilchen werden jeweils rechtwinklig zu den Feldlinien in ein elektrisches Feld bzw. in ein magnetisches Feld geschossen (schematische Skizzen in Material 3a).

Erläutere den prinzipiellen Verlauf der beiden Bahnkurven und skizziere diese in Material 3a.

5 BE

3.2

Das Material 3b zeigt einen Wien-Filter (Geschwindigkeitsfilter). Geladene Teilchen einer bestimmten Geschwindigkeit durchlaufen diesen Filter geradlinig und passieren die Blende 2.

Erläutere, dass nur Alpha-Teilchen einer bestimmten Geschwindigkeit den Wien-Filter geradlinig durchlaufen können.

Für die Geschwindigkeit Formula: vFormula: v dieser Teilchen gilt die Gleichung:

Formula: v = \dfrac{E}{B}Formula: v = \dfrac{E}{B}

(Formula: E\text{:}Formula: E\text{:} elektrische Feldstärke; Formula: B\text{:}Formula: B\text{:} magnetische Flussdichte)

Bestätige, dass Alpha-Teilchen mit der Geschwindigkeit Formula: v = 480\;\tfrac{\mathrm{km}}{\mathrm{s}}Formula: v = 480\;\tfrac{\mathrm{km}}{\mathrm{s}} den Wien-Filter in Material 3b geradlinig durchlaufen.

Begründe, dass Alpha-Teilchen mit einer größeren Geschwindigkeit im Wien-Filter (Material 3b) nach oben abgelenkt werden.

9 BE

3.3

Ein Massenspektrometer dient dazu, die Massen von geladenen Teilchen zu bestimmen. Einen schematischen Aufbau findest du in Material 3c. Diesem Aufbau ist ein Wien-Filter vorgeschaltet. Die Alpha-Teilchen mit Formula: v = 480\;\tfrac{\mathrm{km}}{\mathrm{s}}Formula: v = 480\;\tfrac{\mathrm{km}}{\mathrm{s}} aus Aufgabe 3.2 treten durch die Lochblende in das Magnetfeld.

Leite die Gleichung

Formula: r = \dfrac{m \cdot v}{q \cdot B}Formula: r = \dfrac{m \cdot v}{q \cdot B}

für den Radius Formula: rFormula: r der Kreisbahn hinter Blende 2 begründet her (Formula: m\text{:}Formula: m\text{:} Masse des Teilchens; Formula: q\text{:}Formula: q\text{:} Ladung des Teilchens).

Berechne den Abstand vom Loch der Blende 2 zum Auftreffpunkt der Alpha-Teilchen auf dem Detektor.

6 BE

3.4

Statt der Alpha-Teilchen werden jetzt unbekannte, positiv geladene Teilchen gleicher Geschwindigkeit in das Massenspektrometer eingebracht. Diese Teilchen werden näherungsweise in halbem Abstand zwischen Loch der Blende 2 und Auftreffpunkt der Alpha-Teilchen detektiert.

Stelle eine begründete Hypothese auf, um welche Teilchen es sich dabei handelt.

4 BE

Anhang

Es wurde ein alternativer Aufgabenvorschlag mit Experimentieren angeboten. In diesem Anhang findest du diejenigen Teilaufgaben aus diesem Vorschlag, die vom Aufgabenvorschlag ohne Experimentieren abweichen. Die Teilaufgaben 2 und 3 stimmen überein, außerdem entspricht Teilaufgabe 1.4 mit Experimentieren Teilaufgabe 1.3 ohne Experimentieren.


Aufgabenstellung mit Experimentieren - Optik

1

In dieser Aufgabe wird das Licht einer weiß leuchtenden Leuchtdiode (LED-weiß) untersucht. Weiterhin wird die Intensität dieses Lichts beim Durchgang durch Graufilter experimentell betrachtet.

1.1

Material 1a zeigt das Wellenlänge-Intensität-Spektrum einer LED-weiß. Ermittle mit Material 1a die Frequenz des Lichts der LED-weiß, bei der Strahlung der höchsten Intensität emittiert wird.

2 BE

1.2

Ziel des durchzuführenden Experiments ist es, einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Graufilter und der Intensität des durchgehenden Lichts zu ermitteln. Führe unter Dokumentation der Messergebnisse das in Material 1b beschriebene Experiment durch.

Stelle die am Lichtsensor gemessene Spannung Formula: U_{\mathrm{L}}Formula: U_{\mathrm{L}} in Abhängigkeit von der Anzahl Formula: nFormula: n der Graufilter grafisch dar.

Ermittle einen funktionalen Zusammenhang Formula: U_{\mathrm{L}} = f(n)Formula: U_{\mathrm{L}} = f(n), wobei du dein Vorgehen in der im Unterricht vereinbarten Form dokumentierst.

Laut Angabe des Herstellers der Graufilter halbiert sich die Intensität des Lichts beim Durchgang durch je einen Graufilter. Nimm anhand deiner Messwerte begründet Stellung zur Angabe des Herstellers.

16 BE

1.3

Die Spannung an der LED-weiß aus dem Experiment in Material 1b wird auf Formula: 2,5\;\mathrm{V}Formula: 2,5\;\mathrm{V} halbiert.

Begründe, dass jetzt das Spektrum der LED-weiß im Vergleich zu Material 1a einen Wellenlängenbereich nicht mehr beinhalten kann.

3 BE

1.4

Das Experiment aus Aufgabe 1.2 kann auch mit einer infrarot strahlenden LED (Formula: \lambda_{\mathrm{IR}} \ge 750\;\mathrm{nm}Formula: \lambda_{\mathrm{IR}} \ge 750\;\mathrm{nm}) durchgeführt werden. Das Transmissionsspektrum eines Graufilters ist in Material 1d abgebildet.

Analysiere mit Material 1d, wie sich die Messwerte der Spannung im Vergleich zu den in Material 1c angegebenen Werten qualitativ verändern.

Hinweis: Gehe davon aus, dass die Anfangsspannung in beiden Experimenten identisch ist.

3 BE

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