Aufgabe 1
Thema
Smartphones und ihr Einfluss auf die Jugend
Aufgabenstellung
Entnimm dem Material (M 1) zehn Informationen zum ersten Telefonat und zum ersten Mobiltelefon. Stelle diese geordnet in Stichpunktform dar.
Erörtere die Frage „Ist ein Leben ohne Smartphone für Jugendliche heutzutage möglich?“ Nutze die Materialien (M 2 – M 4) und beziehe auch eigene Erfahrungen mit ein.
Mit SchulLV Plus weiterlernen
Schalte alle Prüfungsaufgaben, Lösungen und Lerninhalte frei – alles an einem Ort.
Monatlich kündbar
Material 1: Erstes Telefonat mit einem Handy in der Öffentlichkeit
Katharina Hübel
Quelle: Katharina Hübel: Erstes Telefonat mit einem Handy in der Öffentlichkeit, 03. 04. 2023, https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/handy-erstes-telefonat-oeffentlichkeit-100.html
Material 2: Anteil der Jugendlichen in Deutschland, die ein Handy / Smartphone besitzen, nach Altersgruppen im Jahr 2022

Quelle: mpfs. (25. November, 2022). Anteil der Jugendlichen in Deutschland, die ein Handy / Smartphone besitzen, nach Altersgruppe im Jahr 2022 [Graph]. In Statista. Zugriff am 07. Juni 2024, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/589577/umfrage/smartphone-besitz-von-jugendlichen-in-deutschlandnach-altersgruppe
Material 3: Selbstversuch – Eine Woche ohne Handy (Auszüge aus den Notizen einer jugendlichen Person)
Quelle: https://www.muek.info (11. 09. 2023)
Material 4: Das Smartphone als Schaltzentrale des digitalen Alltags

Quelle: Telefónica Deutschland, Hinweis: aktuellere Zahlen verfügbar
Mit SchulLV Plus weiterlernen
Schalte alle Prüfungsaufgaben, Lösungen und Lerninhalte frei – alles an einem Ort.
Monatlich kündbar
Teilaufgabe 1
Erstes öffentliche Telefonat
-
Datum: 3. April 1973
-
Ort: 6th Avenue in Manhattan, New York
-
Anrufer: Martin Cooper, ein US-amerikanischer Elektroingenieur der Firma Motorola.
-
Angerufene Person: Joel Engel von den Bell Laboratories (Rivale/Konkurrent Coopers)
-
Erste gesprochene Worte: „Hey Joel, rate mal, wo ich bin?“
-
Zweck und Kontext: Gezielte PR-Aktion auf offener Straße, um den Beweis anzutreten, dass der Prototyp funktioniert und Motorola das Entwicklungsrennen gewonnen hat
Erstes Mobiltelefon
-
Entwickler und Hersteller: Martin Cooper für das Unternehmen Motorola
-
Entwicklungskosten des Prototyps: Rund 760.000 Euro
-
Gewicht des Ur-Handys: 1,2 Kilogramm (entspricht dem Gewicht von etwa fünf Äpfeln)
-
Äußeres Erscheinungsbild: Ein längliches, klobiges Gerät aus einer Plastikbox („Optik von kantigen Knochen“)
-
Marktreife und Verkaufsstart: Es dauerte über zehn Jahre (bis Anfang der 1980er-Jahre), bis das erste Mobiltelefon in den Handel kam
-
Technische Leistungsdaten und Preise der ersten Verkaufsgeräte: Gewicht von rund 800 Gramm, maximale Gesprächszeit von einer halben Stunde, Minutenpreis von 50 Cent sowie Anschaffungskosten von knapp unter 4.000 Dollar (heute etwa 6.000 Euro)
Teilaufgabe 2
Einleitung
-
Am 3. April 1973 rief der Elektroingenieur Martin Cooper auf der 6th Avenue in Manhattan mit einem 1,2 Kilogramm schweren Kasten seinen Rivalen an; Passanten hielten ihn für einen Spinner oder ein Alien mit Zukunftstechnologie (vgl. M 1).
-
Heute ist aus dieser einstigen Science-Fiction der selbstverständlichste Gegenstand des Alltags geworden: Ein Großteil der Jugendlichen besitzen schon ab 12-13 Jahren ein Smartphone (vgl. M 2).
-
Angesichts dieser nahezu lückenlosen Verbreitung stellt sich die fundamentale Frage: Ist ein Leben ohne Smartphone für Jugendliche heutzutage überhaupt noch möglich?
Hauptteil
Gegenposition: Ein Leben ohne Smartphone ist für Jugendliche machbar und gewinnbringend
-
Das Smartphone erzeugt einen permanenten Reaktionszwang; 50 Prozent der Nutzer antworten binnen fünf Minuten auf Nachrichten (vgl. M 4). Der Verzicht nimmt diesen Kontrollzwang: Fällt das Gerät weg, sinkt der Drang, ständig das Display zu prüfen (vgl. M 3), was zu innerer Ruhe und besserem Schlaf führt.
-
Der ständige Griff zum Display dient oft nur als Reflex gegen Langeweile. Wie der Selbstversuch einer Jugendlichen belegt, lassen sich busfreie Zeiten mit Büchern füllen oder zwei Stunden draußen mit einem Hund verbringen, ohne dass digitale Medien vermisst werden (vgl. M 3). Analoge Freizeitaktivitäten stärken Ausdauer, Wahrnehmung und Konzentrationsfähigkeit.
-
Alltägliche Aufgaben lassen sich problemlos ohne Apps bewältigen: Ein analoger Wecker sorgt fürs Aufstehen (vgl. M 3), Notizhefte strukturieren Gedanken und feste Verabredungen schulen Pünktlichkeit, da kurzfristiges Absagen per Chat entfällt.
Eigene Position: Ein Verzicht ist in der modernen Lebensrealität kaum noch praktikabel
-
Immer mehr Einrichtungen setzen ein Smartphone zwingend voraus: Digitale Stunden- und Vertretungspläne, Online-Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs oder QR-Codes in Restaurants. Wer kein Gerät besitzt, steht vor organisatorischen Hürden, verliert wertvolle Zeit mit analogen Umwegen oder wird an Bahnhöfen bei kurzfristigen Gleiswechseln nicht rechtzeitig informiert.
-
Das Smartphone fungiert als Schaltzentrale für persönliches Entertainment (vgl. M 4). Über drei Viertel der jungen Menschen überbrücken Wartezeiten mit Musik, Podcasts oder Videos (vgl. M 4). Zudem nutzen Jugendliche Erklärvideos und digitale Lernplattformen gezielt zur Prüfungsvorbereitung; ein Totalverzicht schränkt Bildungs- und Kulturzugänge spürbar ein.
-
86 Prozent der Smartphone-Nutzer teilen Fotos, Videos und Eindrücke unmittelbar von unterwegs (vgl. M 4). Klassen- und Freundeschats sind der zentrale Ort für Hausaufgabenabsprachen, Projektarbeiten und spontane Freizeitverabredungen. Wer offline bleibt, erfährt von Treffen oft erst im Nachhinein und gerät unweigerlich in eine isolierte Außenseiterrolle (FOMO).
Schluss
-
Zusammenfassend zeigt sich, dass ein Leben ohne Smartphone rein biologisch und theoretisch zwar möglich ist, praktisch jedoch mit erheblichen sozialen und organisatorischen Benachteiligungen einhergeht.
-
Das Smartphone hat sich als unverzichtbare Schaltzentrale des jugendlichen Alltags etabliert.
-
Ziel darf daher nicht ein radikaler Verzicht sein, sondern das Erlernen einer bewussten Medienkompetenz: Das Gerät dort gezielt nutzen, wo es das Leben vereinfacht, es aber bei persönlichen Begegnungen und zur eigenen Erholung konsequent beiseitezulegen.
Mit SchulLV Plus weiterlernen
Schalte alle Prüfungsaufgaben, Lösungen und Lerninhalte frei – alles an einem Ort.
Monatlich kündbar