Aufgabe 1 – Kohlenstoffdioxid – Ein Klimakiller und Kohlenstoffmonoxid – das Giftgas
Hinweis: In der Prüfung müssen drei der vier Aufgaben bearbeitet werden.
Von Kohlenstoff gibt es zwei verschiedene Oxide: Kohlenstoffdioxid und Kohlenstoffmonooxid. Im Gegensatz zu dem Kohlenstoffdioxid ist Kohlenstoffmonooxid giftig.
Formuliere die Reaktionsgleichung für die vollständige Verbrennung von Methan und berechne die molare Reaktionsenthalpie für diese Reaktion (M 1).
Vergleiche die molaren Verbrennungsenthalpien der angegebenen Stoffe und schlussfolgere bezüglich der Energieeffizienz ihres Einsatzes (M 2).
Ein Auto hat laut Angaben einen durchschnittlichen Benzinverbrauch von pro
Die Dichte des Benzins entspricht der Dichte von Nonan und beträgt
Berechne, bezogen auf Nonan, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in Litern und beurteile das Ergebnis unter ökologischen Gesichtspunkten.
Formuliere die Reaktionsgleichung für das chemische Gleichgewicht CO/CO2.
Nenne drei Merkmale des chemischen Gleichgewichts.
Erläutere den Einfluss der Temperatur und des Drucks auf die Lage dieses chemischen Gleichgewichts (M 1).
Stelle die Versuchsergebnisse grafisch dar und interpretiere diese (M 3).
Diskutiere unter Berücksichtigung von zwei Umweltaspekten die Eignung von Kalkstein (Calciumcarbonat) als CO2-Speicher.
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Die Oxide des Kohlenstoffs können direkt durch die Verbrennung von Kohlenstoff hergestellt werden. Bei Temperaturen unter entsteht Kohlenstoffmonooxid und bei Temperaturen über
fast ausschließlich Kohlenstoffdioxid. Bei etwa
sind bei der Verbrennung eines Stoffes im geschlossenen Raum die Konzentrationen beider Stoffe gleich (Einstellung eines chemischen Gleichgewichts).
Fossile Brennstoffe verbrennen, wie alle organischen Stoffe, vor allem zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid ist farblos, geruchlos und ungiftig. In der Industrie entsteht dieses Gas bei vielen großtechnischen Prozessen, so z. B. beim Verbrennen von Koks oder als Nebenprodukt des Kalkbrennens.
Kohlenstoffdioxid wird in Meeren unter anderem von Molluscen (Schalentieren) zum Aufbau ihrer Kalkschalen benötigt.
M 2: Molare Verbrennungsenthalpien
Tab. 1: molare Verbrennungsenthalpien (bei
[1]
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Stoff |
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Methan |
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Ethan |
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Nonan |
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Dodekan |
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M 3: Experiment
Im Kolben werden Chlorwasserstoffsäure
auf
temperiert und
Calciumcarbonat zugefügt.
Zu Beginn ist die Gasentwicklung stark und schwächt dann ab.
Die Masse des Calciumcarbonats wird in den entsprechenden Zeitabständen bestimmt.
Versuchsergebnisse:
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Zeit |
Masse |
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Quellen (ggf. verändert):
[1] ERBRECHT, R., et al. Das große Tafelwerk: Formelsammlung für die Sekundarstufe I und II. 1st ed. Berlin: Volk und Wissen, 1999. ISBN 3-06-020760-7.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Formulierung der Reaktionsgleichung
Berechnung der molaren Reaktionsenthalpie
Gemeinsamkeit:
Alle Verbrennungsenthalpien sind negativ
Unterschied:
Die Energieeffizienz ist am größten bei Dodekan, bei Heptan ebenfalls sehr hoch im Vergleich zu Methan und Ethan
Schlussfolgerung:
Je länger die Kohlenstoffkette, desto größer ist die Verbrennungsenthalpie
Sachurteil: z. B. Ausstoß sehr hoch, CO2 als „Klimakiller“
Formulieren der Reaktionsgleichung des Gleichgewichts
Nennen dreier Merkmale des chemischen Gleichgewichts
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Dynamisches Gleichgewicht
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-
Erläuterung des Einflusses der Temperatur und des Drucks
Es handelt sich um eine exotherme Reaktion mit Volumenverkleinerung.
-
Temperatur: Temperaturerniedrigung fördert die Hinreaktion und somit die Bildung von Kohlenstoffdioxid
-
Druck: eine Druckerhöhung würde ebenfalls die Hinreaktion begünstigen
Grafische Darstellung der Versuchsergebnisse
![Reaktion Calciumcarbonat Chlorwasserstoffsäure Kurvendiagramm: m [g] gegen t [min], Masse sinkt von ca. 4,5 g bei 0 min auf nahezu 0 g bei 10 min](https://www.schullv.de/resources/images/mathe/desktop/d6e09bd9_MV_CH_Abi_GK_2025_Lsg_A1_1.5.png)
Interpretation
Abhängigkeit der Masse an Calciumcarbonat von der Zeit:
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zu Beginn sehr hohe Reaktionsgeschwindigkeit
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Abnahme im Verlaufe der Reaktion
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Stoffumsatz wird geringer, da Anzahl der Teilchen im Reaktionsraum sinkt
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weniger wirksame Zusammenstöße der Teilchen
Pro:
Treibhausgas CO2 wird gespeichert, was gut für die Umwelt ist, da es aus der Atmosphäre entfernt wird.
Contra:
Da Kalkstein relativ gut mit Säuren reagiert, wird Kohlenstoffdioxid relativ schnell wieder freigesetzt.
Fazit:
Kalkstein ist nur in regenarmen Gebieten als Speicher für Kohlenstoffdioxid geeignet.
Hinweis: Auch andere nachvollziehbare Argumente können hier herangezogen werden.