Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Block 2 – Materialgestütztes Schreiben

Thema

Klimawandel

Aufgabenstellung

  • Dein Deutsch-Kurs beschäftigt sich im Rahmen einer Schreibwerkstatt mit Möglichkeiten literarischen Engagements für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Die Ergebnisse sollen in einem Themenheft für interessierte Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern zusammengestellt werden.

  • Verfasse als Vorwort für dieses Themenheft einen informierenden Beitrag, in dem die Möglichkeiten und Probleme, das Phänomen des Klimawandels literarisch abzubilden, dargestellt werden. Berücksichtige dabei besonders die Kategorie „Climate Fiction“.

  • Nutze für den Beitrag die Materialien 1 bis 4 und beziehe unterrichtliches Wissen und ggf. eigene Lektüreerfahrungen ein.

  • Formuliere eine geeignete Überschrift.

  • Verweise auf die Materialien erfolgen unter Angabe des Namens des Autors bzw. der Autorin und ggf. des Titels.

  • Der Beitrag sollte etwa 1200 Wörter umfassen.

Material

1: Climate Fiction Festival – Programmheft (2020)

Literaturhaus Berlin

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Wenn der Dampfer Richtung Eisberg rast, nützt es nicht viel, auf Deck in die andere Richtung
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zu rennen, um der Katastrophe zu entkommen. Dieses Bild stammt von einem Klimaforscher,
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der seit Jahrzehnten vor der Erderwärmung warnt. Und wenn unser CO2-System, das an ihr
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schuld ist, die Erde wirklich in eine Klimakatastrophe steuert, dann trifft das Bild vom Dampfer
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auch die Lage der Literatur sehr genau: Wenn Literatur weiterhin so tut, als ginge sie die
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planetarische Gesamtrichtung nichts an, wird sie selbst verschwinden.
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Und deshalb werden immer mehr Autoren und Autorinnen auf der ganzen Welt wach und
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fragen − dystopisch: Ist es vorbei mit der Menschheit? Kann uns nur noch eine Ökodiktatur
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retten? Oder – realistisch: Führt die Klimakrise zum Faschismus? Wie können wir handeln?
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Welche Mittel müssen wir in die Hand nehmen? Oder – utopisch: Wie ist eine nachhaltige
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globale Wirtschaft möglich, wenn der Kapitalismus verschwindet? Und kämpferisch: Wenn die
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Welt gefährlich ist, dann darf die Literatur nicht harmlos sein!
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Fragen zwischen Dystopie und Utopie, zwischen Imagination und Wirklichkeit, zwischen
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Spekulation und Sachbericht – damit beschäftigt sich Climate Fiction oder auch cli fi.
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Am genauesten verstanden wird cli fi bisher in der Kulturwissenschaft. Besonders im
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interdisziplinären Feld des Ecocriticism, wo die Beziehungen zwischen Umwelt/Ökologie und
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Natur/Mensch erforscht werden, wie sie sich in älteren literarischen Traditionen wie Ökopoesie
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oder Nature Writing zeigen. Aber wo Ökopoesie subjektive Beziehungen zur Tradition pflegt
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und das Nature Writing die Natur im Blick des Einzelnen thematisiert, da geht es bei Climate
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Fiction um Zukunft und das Überleben der Kollektive. Climate Fiction sucht Antworten auf die
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Krise, ein theoretischer Kontext ist politische Ökologie und die soziologische Dimension steht
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im Vordergrund der literarischen Gestaltung.
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Cli fi wird nicht als Epochenstil, Gattung oder Genre verstanden, es ist auch keine esoterische
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Öko-Schule irgendwo am Rand der literarischen Welt. Climate Fiction ist erzählende Literatur
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verschiedener Genres und Gattungen, vom Vers- oder Prosagedicht bis zum mehrbändigen
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Weltraumepos. Auch kulturelle Ausdrucksformen wie Film, Drama, Graphic Novel oder
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Computerspiel werden als cli fi betrachtet, wenn sie sich der gleichen Themen und
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Erzählhaltungen zwischen Utopie und Dystopie annehmen.
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[…] Adeline Johns-Putra und Adam Trexler publizierten 2011 den ersten längeren
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Forschungsartikel zu Klimawandel in Literatur und Literaturkritik […]. Aus dem Abstract: „Wir
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untersuchen, wie die Komplexität von Klimawandel als zugleich wissenschaftliches und
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kulturelles Phänomen von der Literatur einen ähnlichen Grad an Komplexität einfordert.“
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Daraus folgt, dass eine neue Literatur im Entstehen begriffen sei und dass die Wissenschaft
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mit neuen Begriffen darauf zu reagieren habe. Dieser programmatische Aufsatz skizzierte
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2011 das neue Forschungsfeld.
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2015 legte Adam Trexler dann die erste analytische Monografie vor mit dem Titel
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„Anthropocene Fictions. The Novel in a Time of Climate Change“, für die er über 150 Titel mit
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Bezug zum Klimawandel untersucht hat. Nur zu einem kleinen Teil sind sie Science-Fiction,
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Fantasy oder Speculative Fiction. Trexler konkludiert: „Der Klimawandel ist nicht einfach ein
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‚Thema‘ in der fiktionalen Literatur. Er verändert elementare erzählerische Vorgänge. Er
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unterläuft die Passivität des Ortes, erhebt ihn zu einem Akteur, der selbst von Weltsystemen
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geschaffen ist. Er verändert die Beziehungen zwischen Charakteren und führt ganz und gar
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neue Dinge in die Literatur ein.“
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Im Sammelbegriff Climate Fiction ist also auch die klassische Unterscheidung zwischen E-
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Literatur (ernsthaft) und U-Literatur (unterhaltend, […]) aufgehoben. Heute gibt es zahlreiche
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Fachaufsätze, Essaybände, Anthologien für Seminare und Monographien über Climate
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Fiction, der Begriff setzt sich durch.

Das Literaturhaus in Berlin ist eine öffentliche Institution der Kulturförderung des Landes Berlin, die dem Publikum Informations- und Austauschmöglichkeiten durch Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen, Aufführungen usw. bietet. Im Jahr 2020 fand dort ein Literaturfestival zu „Climate Fiction“ statt.

Quelle: Literaturhaus Berlin (2020): Climate Fiction Festival – Programmheft 2020. <https://www.climate-fiction-festival.de/clifi.html>. 15.01.2022

2: Auf der Sturmhöhe der Zeit: Wie Climate Fiction vom aufgeheizten Planeten erzählt (2022)

Thekla Dannenberg

1
Climate Fiction, abgeleitet von Science-Fiction und kurz Cli-Fi, stellt seit einiger Zeit diese
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globalen Fragen an seine Leserinnen und Leser. Nicht als apokalyptisches Schocker-Genre,
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nicht als Ode an den Untergang, sondern als Literatur, die spekulativ, ökotopisch oder
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aktivistisch neue Welten auf einem fremd werdenden Planeten erkundet. Unterscheidet sich
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das vom viel beschriebenen Nature Writing und muss es das überhaupt? […]
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Der indische Schriftsteller Amitav Ghosh warf 2016 in seinem Buch Die große Verblendung
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die Frage auf, warum der Klimawandel die Politik mehr beschäftige als die Literatur. Gerade
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die Literatur sollte uns doch dabei helfen, den Blick auf die Welt zu schärfen, die Gegenwart
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zu verstehen und unser eigenes Handeln zu hinterfragen. Ghosh konstatierte einen
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grundsätzlichen Widerstand gegen das Thema, den er sich nicht allein mit der Abneigung
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gegenüber dem Didaktischen oder dem Thematischen erklären wollte. Er stellte die These in
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den Raum, dass der Roman als bürgerliche Gattung einfach ungeeignet sei, um den
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Klimawandel in seiner Heftigkeit und globalen Dimension zu erfassen. […]
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Ghosh zufolge fällt es dem Roman schwer, Ereignisse zu erzählen, die sich über Jahrzehnte
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hinweg und den gesamten Planeten erstrecken. Der Roman ist nicht nur dem Ort und dem
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Alltäglichen verbunden, er hat auch das Unwahrscheinliche ebenso gebannt wie die
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Naturgewalt. Da kann er nicht auf einmal wieder von Wirbelstürmen in New York oder
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untergehenden Städten erzählen.
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Hinderlich für das Erzählen vom Klimawandel ist Ghosh zufolge auch, dass der Roman den
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Fokus auf das Individuum legt. Als müsste der Roman seit Don Quijote immer wieder das
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Abenteuer des einzelnen Menschen erzählen, der sich gegen die Gesellschaft stellt. Die
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Klimakrise betreffe nicht den einzelnen Menschen, sondern die Menschheit. Um ihn zu
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bekämpfen, brauche es nicht imposante Individuen, sondern funktionierende Kollektive. Der
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Klimawandel ist auch ein Phänomen der großen Zahl. [...]
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Für die Fragen nach der Zukunft ist die Science-Fiction zuständig, und tatsächlich zeigt sich
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hier ein Schreiben, das deutlich konsequenter und leidenschaftlicher den Klimawandel
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behandelt [...].
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[…] Die Science-Fiction steht bei der Literaturkritik nicht sonderlich hoch im Kurs, als Genre
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fristet sie ein Nischendasein. Hier wird permanent die Zukunft entworfen und das Überleben
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der Zivilisation gesichert. Aber in den wirklich visionären Science-Fiction Romanen werden
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nicht die Technologien von morgen diskutiert, sondern Menschen neu in Beziehung
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zueinander gesetzt.
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[…] schließlich kann Ursula Le Guin [...] den Weg weisen. Denn sie glaubte sowohl an die
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Poesie wie auch an die Naturwissenschaft: Sie bemerkt: „Die Naturwissenschaften
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beschreiben akkurat von außen, die Poesie beschreibt akkurat von innen.“ Bei Le Guin sind
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es gerade die Naturwissenschaften, die unbegründete Meinungen, Ideologien und Vorurteile
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widerlegen und unsere moralischen Empfindungen steigern. Die Poesie schaffe auf der
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anderen Seite Verbundenheit durch Schönheit. [...] Wir brauchen die naturwissenschaftliche
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ebenso wie die poetische Sprache, um nicht bloß endlos Informationen anzuhäufen, die ganz
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und gar nicht dazu beitragen, unserer Ignoranz und Verantwortungslosigkeit
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entgegenzuwirken.“

Thekla Dannenberg (*1970) ist Journalistin und Literaturkritikerin.

Quelle: Dannenberg, Thekla (13.03.2022): Auf der Sturmhöhe der Zeit: Wie Climate Fiction vom aufgeheizten Planeten erzählt. <https://www.deutschlandfunk.de/auf-der-sturmhoehe-der-zeit-wie-climate-fiction-vom-aufgeheizten-planeten-erzaehlt-100.html>. 01.11.2022

3: Natur ausbeuten, mal anders (2018)

Anne Haeming

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Es braucht nicht mehr als einen See. Um mittendrin zu schwimmen, die Augen auf Höhe der
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Wasseroberfläche. Um dann den Blick schweifen zu lassen: zum Mischbaum-Ufer, zum Reiher
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auf der tiefhängenden Weide, zum Fisch, der im Schnabel des Haubentauchers zappelt. Und
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auf die Spiegelung von Himmel und Bäumen, die sich bei jedem Armzug in die nächste schiebt.
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Eine 360-Grad-Perspektive auf die Welt, die nur genau dort möglich ist: in der Natur,
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wortwörtlich.
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Als Metapher reicht der See für ein ganzes Genre: Sich in die Natur begeben, sie reflektieren
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und darüber, was diese Erfahrung mit einem macht. Um dann darüber zu schreiben. „Nature
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Writing“ kommt als Name eines Genres harmlos pastoral daher, aber es hätte das Zeug als
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Ausdrucksform der Stunde: Es ist hochpolitisches Schreiben. [...]
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Es sind Bücher wie die von Helen Macdonald, die sich in ihrem internationalen Bestseller „H
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wie Habicht“ von 2014 im Wesen dieses Greifvogels spiegelt und dabei über ihre Trauer
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sinniert. Die einen wandern, um heimische Landschaften wie sich selbst neu zu vermessen,
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andere schwimmen ganzjährig in wilden Wassern, streifen durch Moore und spüren
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Wachtelkönigen hinterher, um eine Sucht zu überwinden.
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Anders als im Fixstern des Genres, Henry David Thoreaus „Walden“ von 1854, ist Natur-
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Widmung heute weniger ästhetisch-dokumentarisch. Sondern vor allem geprägt vom Ich, das
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sich in der vertrauten, nicht der exotischen Landschaft, ihren kulturhistorischen Schichten und
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biologischen Aspekten spiegelt, findet, wandelt. Natur ist hier „Nicht-Ich-Welt, begriffen als
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Vorlage und Interpretationsraum“, wie Schriftstellerin Ulrike Draesner es in ihren Frankfurter
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Poetikvorlesungen formulierte.

Anne Haeming (*1978) ist Journalistin und Kulturwissenschaftlerin.

Quelle: Anne Haeming (26.11.2018): Natur ausbeuten, mal anders. <https://www.spiegel.de/kultur/literatur/nature-writing-natur-ausbeuten-mal-anders-a-1239470.html>. 01.11.2022

4: Der Klimawandel als Randthema in der deutschen Literatur (Transkript einer Radiosendung, 2019)

Andrea Gerk

1
Andrea Gerk: Auch wenn es einflussreiche Politiker gibt, die das Gegenteil behaupten, ist der
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Klimawandel doch inzwischen allgegenwärtig. Heftige Stürme, das Insektensterben oder
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drohende Wassernot sind auch bereits Themen in Romanen, wie zum Beispiel den Bestsellern
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der norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde. Aber wie sieht es hier bei uns aus? […]
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Sieglinde Geisel: Ich würde sagen, den Roman zum Klimawandel gibt es noch nicht. Es ist
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vor allem die Science-Fiction-Literatur natürlich, die sich damit auseinandersetzt. Wenn ich
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jetzt einen Roman schreibe, der in der Zukunft spielt, dann komme ich da ja kaum drum herum.
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[Sie werden] mir quasi gratis geliefert: die ganzen Katastrophen.
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In der Literatur, mit der sich dann doch das Feuilleton auseinandersetzt, ist es
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wirklich noch sehr wenig. Ich beobachte mehr, dass die Klimakrise als eine Art Ausstattungsmerkmal
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dazukommt, in den Romanen von Sibylle Berg, „GRM“, oder Karen Duve, „Macht“, da kommt
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es schon auch vor. Aber es ist nicht der Fokus, es ist mehr ein Requisit. […]
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Ein Debüt, auf das ich sehr gespannt war, was auch sehr gelobt wurde – von Helene Bukowski,
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„Milchzähne“ – spielt in einer Landschaft, wo alles heiß ist und die Tiere sterben, es fallen
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Möwen vom Himmel, der Himmel ist immer blau, es ist so vertrocknet, aber das ist nur die
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Kulisse. Was dann eigentlich da abgeht, ist auch sehr interessant, aber das ist ein
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Beziehungsgeflecht zwischen Mutter und Tochter und fremd und nicht fremd. Da geht es
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letzten Endes nicht um die Frage, wie leben wir mit dem Klima.
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Man kann natürlich überlegen, ob das „Nature Writing“ auch schon in „Climate Fiction“
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reingehört. In gewisser Weise ist das schon so, weil wir immer das schätzen lernen, was wir
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verlieren. Die Aufmerksamkeit auf die Natur: Weil wir merken, dass sie uns abhandenkommt;
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wir feiern etwas, was noch da ist. [...]
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Gerk: Womit könnte das zusammenhängen, dass sich unsere Autoren ein bisschen vor dem
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Thema drücken? Macht man hier nicht so gerne Aufklärungsliteratur?
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Geisel: Das hat sicher was damit zu tun, dass Autoren sich natürlich nicht in Dienst nehmen
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wollen lassen, auch nicht von einer guten Absicht. Das ist ja in der Kunst immer ein bisschen
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ein Problem. Gute Absicht kann leider zu sehr schlechter Literatur führen.
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[…] mich hat der Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber sehr beeindruckt, der
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wahrscheinlich wichtigste Klimaforscher überhaupt, der ja auch lange Jahre engster Berater
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von Angela Merkel war. Der hat gesagt, ihr lasst uns im Stich, wo bleiben die Romane, wo
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bleibt die Matthäus-Passion, also alle Künste, wir haben die Kunst noch nie so dringend
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gebraucht wie heute, was ist los mit euch?
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Gerk: Weil er sich davon was verspricht?
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Geisel: Dass die Leute endlich aufgerüttelt werden, dass endlich etwas passiert. Was ich sehr
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interessant finde, einer der Autoren, die sich ja wirklich als Zeitgenossen verstehen und sich
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einmischen wollen, ist Ilja Trojanow, und der hat 2011 einen Roman geschrieben, „EisTau“.
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Das ist auch wieder der Trick, man nimmt die Hauptfigur, einen Glaziologen, und hat damit
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quasi das Thema schon da, und er hat jetzt […] erklärt, warum es so schwierig ist, einen
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Klimawandelroman zu schreiben.
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Er schreibt da zum Beispiel: „Ein Grad oder zwei Grad, sechzig Zentimeter oder achtzig
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Zentimeter, 450 oder 500 parts per million“, diese ganzen Werte implizierten zwar bedrohliche
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Folgen, und jetzt kommt es: „Aber sie waren für mich nicht spürbar und nicht sichtbar. Meine
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Phantasie entzündete sich nicht. Als Bürger war ich ratlos, als Schriftsteller war ich
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angewiesen auf fremde Visionen.“
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Das finde ich eine ganz wichtige Sache. Das geht uns ja allen so. Erst seit wir es körperlich
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spüren, wachen wir endlich auf. Ich habe das in der Schule schon gelernt, dass die Erde sich
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erwärmen wird. Das war in den 80er-Jahren. Ich finde, das ist ein ganz großes Bedürfnis, dass
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da jetzt endlich was passiert. Schellnhuber sagt quasi, ja, Schriftsteller, wo lebt ihr denn, in
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welcher Welt, also spürt ihr es denn nicht, das muss euch doch jetzt beflügeln. Er sagte dann
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auch, dass aus dieser Kraft der Krise nicht ein kreativer Ausbruch entsteht, das ist für ihn nicht
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zu fassen.
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[...] Das ist wirklich eine ganz schwierige Sache. Das Problem ist ja, dass man diese Literatur
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nicht bestellen kann. Also die entsteht oder entsteht nicht. Ich glaube, bevor die entstehen
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kann, muss unter den Autoren erst eine Art Bewusstseinswandel geschehen. [...]

Andrea Gerk (*1967) ist Autorin und Moderatorin und arbeitet u. a. für das Radioprogramm „Deutschlandfunk Kultur“; Sieglinde Geisel (*1965) ist Journalistin und Literaturkritikerin.

Sprachliche Fehler in den Textvorlagen wurden entsprechend der geltenden Norm korrigiert.

Quelle: Andrea Gerk (09.09.2019): Der Klimawandel als Randthema in der deutschen Literatur. <https://www.deutschlandfunkkultur.de/climate-fiction-co-der-klimawandel-als-randthema-in-der-100.html>. 01.11.2022

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