Block ll – Demokratie in Ostdeutschland
Gesellschaft zwischen Beständigkeit und Wandel
Beschreibe anhand geeigneter Artikel den im Grundgesetz festgelegten Rahmen unseres Gesellschaftssystems.
Arbeite aus M 1 Potenziale und Gefahren heraus, die von Klimaschutzbewegungen ausgehen können.
Einstellungen und Haltungen wie jene der Protagonisten der Klimaschutzbewegungen entstehen durch Sozialisationsprozesse.
(kommissionsinterne Erstellung für Prüfungszwecke)
Erläutere die Verhaltensmuster der in M 1 dargestellten Akteure als Ergebnis von Sozialisationsprozessen.
Bewerte die Rolle der Sozialisationsinstanz Schule bei der Bewältigung der in M 1 thematisierten Gefahren.
Diskutiere, inwieweit deine Generation ihrer Verantwortung für die Zukunft gerecht wird. Beziehe dabei die Karikatur M 2 mit ein.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 Alexander Strassner: Wie sich Klimaextremisten radikalisieren
Alexander Strassner lehrt Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Extremismusforschung an der Universität Regensburg.
1 RAF = „Rote Armee Fraktion“: 1968 gegründete terroristische, linksextremistische Vereinigung in Deutschland, die, mit dem Ziel, die kapitalistische Gesellschaftsordnung zu zerstören, zahlreiche Attentate bis in die 1990er Jahre verübte, bei denen 35 Menschen ermordet, viele weitere verletzt und Einrichtungen der in Deutschland stationierten US-Truppen beschädigt wurden.
Quelle: <https://www.welt.de/politik/deutschland/article241175719/Alexander-Strassner-Klimaschuetzer-erinnern-Politologen-frappierend-an-die-ersten-RAF-Mitglieder.html>, Zugriff am 20.01.2023
M 2

Karikaturist: Schwarwel, erschienen: 2015
Quelle: <https://www.schwarwel.de/wp-content/uploads/2015/08/150831coffetogo-orang1000.jpg> Zugriff am 14.04.2023
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Das Gesellschaftssystem der BRD ist als demokratische und freiheitliche Ordnung konzipiert. Der Staat ist für die innere, rechtliche, soziale und äußere Sicherheit zuständig. Innerhalb der Gesellschaft haben die freien Bürger*innen unterschiedliche Handlungsoptionen im privaten, ökonomischen und sozialen Bereich.
Die jeweiligen Aspekte sind zu beschreiben und mit geeigneten Artikeln des GG zu belegen, u. a.:
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politisches System (parlamentarische Demokratie, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Menschenrechte, Föderalismus, u. a. Art. 1-19, 20/1, 20/2, 79/3)
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Sozialstaat (Art. 20 GG)
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Rechtsstaat (Art. 20/3 GG; 28/1, 19/4, 93/4a, 104, 101, 103)
Folgende Potentiale werden aufgezeigt:
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Erfolge bezüglich einer gesellschaftlichen Sensibilisierung für den Klimawandel
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Teil der demokratischen Strukturen (Suche nach Kompromissen, Mehrheiten)
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breite politische Akzeptanz des Anliegens
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Krieg in der Ukraine als Zeichen fragwürdiger westlicher Werte („fossiler Krieg“)
Folgende Gefahren werden aufgezeigt:
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Gefahr einer Radikalisierung an den extremen Rändern der Bewegung und damit Missbrauch des legitimen Anliegens
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schwieriger Umgang mit dem Erreichten
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Diskriminierung/Ausgrenzung Andersdenkender
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Neigung zur Hybris (Überzeugung, eine historische Mission zu erfüllen)
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Abgrenzung von Vorgängergeneration und deren Versagen bei der Bewältigung der Klimakrise
Zunächst wird der Konflikt zwischen der Eltern-/Großelterngeneration und der heutigen jungen Generation hervorgehoben. Die Kritik gegenüber den Älteren bezieht sich auf deren Lebensweise (Wohlstandsmehrung durch Ressourcenverbrauch zulasten der Natur) und die damit verbundene Werte (z. B. sozialer Aufstieg, Statussymbol Auto, Haus, Handy).
Ignoriert werden dabei die Anstrengungen der Kritisierten, Umweltschäden in den letzten Jahrzehnten zu reduzieren (z. B. Verbot von FCKW, Reduktion von Treibhausgasen, Abfallwirtschaft, Reduktion von Emissionen in Luft und Boden).
Die Konfrontation Ihr-Wir verhindert einerseits die Suche nach Kompromissen und andererseits den kritischen Blick auf die eigene Klimabilanz.
Im Zusammenhang mit Phasen der Sozialisation bzw. der zugrundeliegenden Prozesse sollten oben angesprochene Verhaltensmuster erklärt werden.
Schule ist ein bedeutender Teil des Bildungssystems. Ausgangspunkt können die Funktionen der Sozialisationsinstanz Schule (nach Fend) sein: Enkulturation, Qualifikation, Allokation und Integration.
Innerhalb der Schule werden Fertigkeiten und Wissen weitergegeben, um den Entwicklungsstand der Gesellschaft nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern entwicklungsfähig zu machen. Dazu ist die Verknüpfung von Bildung und Politik notwendig, um einen Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme zu leisten.
Hier können drei Potenzialansätze beachtet werden:
-
die Rahmenpläne besonderer Unterrichtsfächer, die sich mit politisch-gesellschaftlichen und klimarelevanten Aspekten beschäftigen (u. a. Sozialkunde, Geografie, Biologie)
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die Rolle von Lehrkräften bezüglich der Integration und Förderung von Lernenden (Vorbildfunktion, Interessenausgleich, Akzeptanz diverser Lebensentwürfe)
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der Blick auf die Schüler*innen und den Beitrag, den Schule zur Formung des Individuums leistet
Zusätzlich muss auch die Interaktion zwischen der Erziehung durch Schule und Elternhaus beachtet werden (entweder verstärkend oder im Kontrast).
Abschließend muss der notwendige Beitrag, den Schule für die Weiterentwicklung der Gesellschaft leisten muss, explizit herausgearbeitet und in Beziehung zur Bedeutung für die Bewältigung der Gefahren gesetzt werden.
Mögliche Ansatzpunkte können z. B. sein:
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Jugend keine homogene Gruppe, sondern äußerst differenziert (z. B. politisch desinteressiert bis Letzte Generation)
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Lebensstil häufig nicht durch bewusste Reduktion von Bedürfnissen geprägt, sondern eher hedonistisch (hier M 2 berücksichtigen)
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Übernahme politischer Verantwortung
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Entwicklung technisch-technologischer Lösungen (eigene Berufsvorstellungen) fraglich, da naturwissenschaftliche Ausbildungen unterrepräsentiert
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Klimaschutz als globales Problem begreifen: Sicherung der Grundbedürfnisse von 8,5 Mrd. Menschen
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Deutschlands Rolle in der Welt in Bezug auf den hohen Ausstoß von CO2
Abschließend wird ein persönliches Statement erwartet.