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Aufgabe I — Elektronenstrahlablenkröhre, Induktion, Zerfallsgesetz

In Aufgabe 1 geht es um die Kraft auf Elektronen in einem elektrischen Feld eines Plattenkondensators und um die Bahnkurve in einer Elektronenstrahlablenkröhre. Gegenstand der Aufgabe 2 ist die Induktion. Die Aufgabe 3 beschäftigt sich mit dem radioaktiven Zerfall.

1

Zunächst wird ein Elektron im elektrischen Feld eines Plattenkondensators betrachtet, siehe Material 1a.

1.1

Beschreibe ein prinzipielles Verfahren zur Bestimmung der Feldstärke eines homogenen elektrischen Feldes auf Grundlage einer Kraftmessung.

Berechne die Kraft, die auf ein Elektron im Punkt Formula: PFormula: P wirkt (Material 1a).

7 BE

Es werden nun Elektronen in einer Elektronenstrahlablenkröhre betrachtet. Material 1b zeigt den Aufbau.

1.2

Erkläre, dass sich die Elektronen auf einer Parabelbahn bewegen.

Formula: s_{{x}}Formula: s_{{x}} ist die Formula: xFormula: x-Koordinate des Punktes, in dem die Elektronen auf die Kondensatorplatte treffen. In einem Experiment wird Formula: s_{{x}}Formula: s_{{x}} in Abhängigkeit von der Kondensatorspannung Formula: U_{{C}}Formula: U_{{C}} untersucht. Es ergeben sich die Messwerte nach Material 1c.

Bestätige auf Grundlage aller Daten in Material 1c den funktionalen Zusammenhang

Formula: s_{{x}} = k \cdot \dfrac{1}{\sqrt{U_{{C}}}}Formula: s_{{x}} = k \cdot \dfrac{1}{\sqrt{U_{{C}}}}

und den Wert der Konstanten Formula: k \approx 4,52\;\mathrm{m} \cdot \sqrt{\mathrm{V}},Formula: k \approx 4,52\;\mathrm{m} \cdot \sqrt{\mathrm{V}}, z. B. durch Untersuchung auf Produktgleichheit.

Berechne die Kondensatorspannung Formula: U_{{C}},Formula: U_{{C}}, bei der die Elektronen genau die rechte Kante der Kondensatorplatte treffen.

9 BE

1.3

Das elektrische Kondensatorfeld wird durch zwei hintereinander platzierte magnetische Felder ersetzt (siehe Material 1d). Ein Elektron durchläuft die beiden Felder.

Skizziere mit Begründung in Material 1d eine mögliche Bahnkurve ein.

4 BE

2

In dieser Aufgabe geht es um die Erzeugung eines magnetischen Feldes in einer Spule sowie um die Untersuchung von Induktionsspannungen.

2.1

Die Abbildung in Material 2a zeigt den Querschnitt durch einen stromdurchflossenen geraden Leiter (Leiterquerschnitt) und zwei Kompassnadeln.

Skizziere in Material 2a das zugehörige Magnetfeldlinienbild sowie die jeweilige Lage von Nord- und Südpol der beiden Kompassnadeln.

Zeichne in Material 2a in das gestrichelt gezeichnete Kästchen einen weiteren Leiterquerschnitt einschließlich der Stromrichtung so ein, dass sich das Magnetfeld bei der oberen Kompassnadel verstärkt.

4 BE

2.2

Eine Spule (Spule 1) wird an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen. Neben der Spule wird mit einem Hallsensor an der in Material 2b eingezeichneten Position die magnetische Flussdichte Formula: BFormula: B in Abhängigkeit von der Stromstärke Formula: IFormula: I in der Spule gemessen.

Hinweis: Die magnetische Flussdichte wird auch als magnetische Feldstärke bezeichnet.

Bestätige anhand von Material 2c, dass Formula: IFormula: I und Formula: BFormula: B zueinander proportional sind.

3 BE

2.3

Der Versuchsaufbau aus 2.2 wird modifiziert. Der Hallsensor wird entfernt. Stattdessen wird rechts neben die Spule 1 eine identische Spule 2 gestellt (Material 2d). Nun wird an die Spule 1 ein Frequenzgenerator angeschlossen, sodass in dieser ein dreieckförmiger Stromstärkeverlauf (Dreieckstrom) erzeugt wird. An die Spule 2 wird ein Spannungsmessgerät angeschlossen. Material 2e zeigt die zeitlichen Verläufe der magnetischen Flussdichte Formula: BFormula: B und der vom Spannungsmessgerät angezeigten Spannung Formula: U_{\mathrm{ind}}.Formula: U_{\mathrm{ind}}.

Ermittle aus Material 2e die Frequenz des Dreieckstroms.

Erkläre mithilfe des Induktionsgesetzes qualitativ den Zusammenhang der beiden Graphen.

Erläutere die Auswirkungen auf den an der Spule 2 zu messenden Verlauf der Induktionsspannung Formula: U_{\mathrm{ind}},Formula: U_{\mathrm{ind}}, wenn die Frequenz des Dreieckstroms bei gleichbleibender Amplitude verdoppelt wird.

9 BE

2.4

Material 2f zeigt drei Formula: t\text{-}BFormula: t\text{-}B-Diagramme und zwei Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}-Diagramme.

Nenne für die beiden Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}-Diagramme das jeweils zugehörige Formula: t\text{-}BFormula: t\text{-}B-Diagramm.

Skizziere im Diagramm ③ den zugehörigen Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}-Verlauf des noch nicht zugeordneten Formula: t\text{-}BFormula: t\text{-}B-Diagramms.

4 BE

3

Der radioaktive Zerfall von Atomkernen und das Zerfallsgesetz stehen im Mittelpunkt dieser Aufgabe. Die Abbildung in Material 3a zeigt einen Ausschnitt aus der Nuklidkarte.

3.1

Erläutere den Alpha- und Betazerfall am Beispiel der Isotope Americium-243 (Formula: \text{Am-}243Formula: \text{Am-}243) und Formula: \text{Am-}244Formula: \text{Am-}244 anhand der Nuklidkarte (Material 3a), wobei du jeweils auch auf Kernladungs- und Massenzahlen eingehst.

Stelle die ersten fünf Schritte der Zerfallsreihe von Formula: \text{Am-}243Formula: \text{Am-}243 mithilfe der Nuklidkarte (Material 3a) dar.

Erkläre, aus welchen Nukliden Formula: \text{Am-}243Formula: \text{Am-}243 mit nur einer Kernumwandlung hervorgegangen sein kann.

8 BE

3.2

In einem Experiment wird die Zählrate Formula: RFormula: R einer unbekannten Probe in Abhängigkeit von der Zeit Formula: tFormula: t gemessen. Die Messdaten sind in Material 3b dargestellt.

Zeichne das zugehörige Formula: t\text{-}RFormula: t\text{-}R-Diagramm.

Ermittle unter Verwendung von Material 3c, um welches Nuklid es sich handeln kann.

Erläutere, dass der zeitliche Verlauf des radioaktiven Zerfalls in diesem Diagramm durch eine exponentielle Abnahme beschrieben werden kann.

9 BE

3.3

Bei einer radioaktiven Probe 1, welche ausschließlich das Nuklid A enthält, wird der in Material 3d dargestellte Formula: t\text{-}RFormula: t\text{-}R-Graph 1 ermittelt. Bei einer Probe 2, die zusätzlich zum Nuklid A auch das Nuklid B enthält, wird der Graph 2 ermittelt.

Stelle eine begründete Hypothese zu der Halbwertszeit des zusätzlichen Nuklides auf.

3 BE

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