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Aufgabe I — Verschiedene Geschwindigkeiten

Im Mittelpunkt der ersten Aufgabe steht die Bestimmung der Schallgeschwindigkeit. In der zweiten Aufgabe werden Quantenobjekte mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten betrachtet und die dritte Aufgabe thematisiert beschleunigte Elektronen in elektrischen Feldern.

1

In dieser Aufgabe wird die Ausbreitung von harmonischen Wellen und deren kennzeichnenden Größen thematisiert. Eine Betrachtung von Phasenbeziehungen ermöglicht die Messung der Schallgeschwindigkeit.

1.1

Beschreibe den Unterschied zwischen longitudinalen und transversalen Wellen und gib jeweils ein Beispiel dafür an.

3 BE

1.2

Die Ausbreitung einer harmonischen Welle ist in Material 1a schematisch dargestellt.

Ermittle aus der Abbildung die Frequenz und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle sowie die Differenz der Phasen zwischen den Oszillatoren an den Stellen Formula: 2\;\mathrm{cm}Formula: 2\;\mathrm{cm} und Formula: 4\;\mathrm{cm}.Formula: 4\;\mathrm{cm}.

Zeichne ein Zeit-Auslenkungs-Diagramm, das die Schwingung des 1. Oszillators bei Formula: x = 0\;\mathrm{cm}Formula: x = 0\;\mathrm{cm} in Abhängigkeit von der Zeit für die ersten Formula: 4Formula: 4 Sekunden darstellt.

7 BE

1.3

In einem Experiment wird das Signal eines Ultraschallsenders von zwei Empfängern registriert, welche an einem Oszilloskop angeschlossen sind. Der Aufbau ist in Material 1b dargestellt. Material 1c zeigt das Oszilloskopbild für zwei feste Positionen der Empfänger.

Ermittle alle möglichen Phasen, um die das Signal am Empfänger Formula: E1Formula: E1 dem Signal am Empfänger Formula: E2Formula: E2 in Material 1c vorauseilt, wobei du zunächst die Phasen der beiden Signale anhand der Hilfslinien bestimmst.

Zeichne in Material 1d das Oszilloskopbild für den Fall ein, dass durch Verschieben des Empfängers Formula: E2Formula: E2 die Differenz der Phasen zwischen den Empfängern Formula: 180^{\circ}Formula: 180^{\circ} beträgt.

5 BE

1.4

Um die Schallgeschwindigkeit zu ermitteln, wird der Empfänger Formula: E2Formula: E2 von Empfänger Formula: E1Formula: E1 so weit weggezogen, bis sich der untere Graph im Oszilloskopbild (Material 1c) zum zehnten Mal wiederholt hat. Die Strecke, um die Formula: E2Formula: E2 dabei verschoben wurde, beträgt Formula: \Delta x = 87\;\mathrm{mm}.Formula: \Delta x = 87\;\mathrm{mm}.

Ermittle mit diesen Angaben und mit Material 1b die Schallgeschwindigkeit.

In Material 1e ist die Abhängigkeit der Schallgeschwindigkeit von der Temperatur dargestellt.

Bestätige folgende Aussage: „Wenn die Temperatur im Experimentierraum von Formula: 24\;^{\circ}\mathrm{C}Formula: 24\;^{\circ}\mathrm{C} auf Formula: 34\;^{\circ}\mathrm{C}Formula: 34\;^{\circ}\mathrm{C} zunimmt, dann vergrößert sich die oben beschriebene Verschiebestrecke Formula: \Delta xFormula: \Delta x um etwa Formula: 1,5\;\mathrm{mm}.Formula: 1,5\;\mathrm{mm}.

Hinweis: Die Frequenz des Ultraschalls (hier Formula: f = 40,0\;\mathrm{kHz}Formula: f = 40,0\;\mathrm{kHz}) ist bei Temperaturänderung konstant.

5 BE

2

Jönsson gelang es 1961, Quanteneigenschaften von Elektronen mit einem Doppelspaltexperiment zu zeigen. Mit ähnlichen Aufbauten konnte dieser Nachweis auch für Objekte mit größerer Masse, z. B. für Neutronen und für Moleküle, gezeigt werden. Die Beobachtungen und die Ergebnisse sind mit denen von Elektronen vergleichbar.

2.1

In Material 2a ist der Aufbau und in Material 2b und Material 2c sind die Ergebnisse eines Doppelspaltexperiments mit Elektronen dargestellt.

Beschreibe das Schirmbild in Material 2b.

Deute die Schirmbilder in Material 2c stochastisch.

5 BE

2.2

Das in Material 2a dargestellte Experiment wurde analog mit Farbstoffmolekülen und einem geeigneten Gitter durchgeführt. Ein Ausschnitt des Schirmbildes ist in Material 2d abgebildet.

Für die Lage der Maxima bei Interferenz am Gitter gilt die Bedingung:

Formula: n \cdot \lambda = g \cdot \sin\left(\arctan\left(\dfrac{a_n}{e}\right)\right)Formula: n \cdot \lambda = g \cdot \sin\left(\arctan\left(\dfrac{a_n}{e}\right)\right)

Formula: n\text{:}Formula: n\text{:} Ordnung des Maximums; Formula: \lambda\text{:}Formula: \lambda\text{:} Wellenlänge; Formula: g\text{:}Formula: g\text{:} Gitterkonstante; Formula: a_n\text{:}Formula: a_n\text{:} Abstand zwischen dem Maximum 0. Ordnung und dem Maximum Formula: nFormula: n-ter Ordnung; Formula: e\text{:}Formula: e\text{:} Abstand zwischen Gitter und Schirm

Bestätige unter Verwendung dieser Gleichung und Material 2d, dass die Farbstoffmoleküle bei einer Geschwindigkeit von Formula: v = 250\;\mathrm{\tfrac{m}{s}}Formula: v = 250\;\mathrm{\tfrac{m}{s}} eine Wellenlänge von Formula: \lambda \approx 3,0\;\mathrm{pm}Formula: \lambda \approx 3,0\;\mathrm{pm} besitzen.

In Material 2e sind weitere Werte für die Wellenlänge Formula: \lambdaFormula: \lambda in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit Formula: vFormula: v angegeben.

Bestätige den funktionalen Zusammenhang Formula: \lambda = k \cdot \tfrac{1}{v}Formula: \lambda = k \cdot \tfrac{1}{v} unter Angabe eines Wertes für die Konstante Formula: kFormula: k und dokumentiere dein Vorgehen in der vereinbarten Form.

Die De-Broglie-Gleichung lautet:

Formula: \lambda = \dfrac{h}{m \cdot v}Formula: \lambda = \dfrac{h}{m \cdot v}

Formula: h\text{:}Formula: h\text{:} Planck-Konstante; Formula: m\text{:}Formula: m\text{:} Masse; Formula: v\text{:}Formula: v\text{:} Geschwindigkeit

Ermittle auf Grundlage aller Messwerte einen Wert für die Planck-Konstante Formula: h.Formula: h.

12 BE

2.3

Die Farbstoffmoleküle aus dem in 2.2 beschriebenen Experiment verlassen die Quelle mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Berücksichtigt ist das in einer erweiterten Darstellung des Aufbaus in Material 2f und dem vollständigen Schirmbild in Material 2g.

Auf dem Schirmbild in Material 2g nimmt der Abstand der hellen Streifen von oben nach unten zu.

Erläutere diese Zunahme.

3 BE

3

Zur Erzeugung eines Elektronenstrahls wird ein Aufbau wie in Material 3a verwendet. Solche Röhren werden auch Elektronenstrahlröhren genannt. In dieser Röhre wurde ein Vakuum erzeugt.

3.1

Beschreibe die Funktionsweise einer Elektronenstrahlröhre (Material 3a).

Für die Geschwindigkeit Formula: v_0Formula: v_0 von Elektronen an der Anode gilt die Gleichung:

Formula: v_0 = \sqrt{\dfrac{2 \cdot U_{\mathrm{B}} \cdot e}{m_{\mathrm{e}}}}Formula: v_0 = \sqrt{\dfrac{2 \cdot U_{\mathrm{B}} \cdot e}{m_{\mathrm{e}}}}

Formula: U_{\mathrm{B}}\text{:}Formula: U_{\mathrm{B}}\text{:} Beschleunigungsspannung; Formula: e\text{:}Formula: e\text{:} Elementarladung; Formula: m_{\mathrm{e}}\text{:}Formula: m_{\mathrm{e}}\text{:} Masse des Elektrons

Berechne für eine Beschleunigungsspannung von Formula: U_{\mathrm{B}} = 500\;\mathrm{V}Formula: U_{\mathrm{B}} = 500\;\mathrm{V} die Geschwindigkeit der beschleunigten Elektronen.

Leite die obige Gleichung begründet her.

8 BE

3.2

Zur Untersuchung des glühelektrischen Effekts wird in einem Versuch die Stromstärke Formula: I_{\mathrm{A}}Formula: I_{\mathrm{A}} an der Anode in Abhängigkeit der Heizspannung Formula: U_{\mathrm{H}},Formula: U_{\mathrm{H}}, die an der Kathode anliegt, gemessen. Die Beschleunigungsspannung Formula: U_{\mathrm{B}}Formula: U_{\mathrm{B}} wird konstant bei Formula: 500\;\mathrm{V}Formula: 500\;\mathrm{V} gehalten. Die Messwerte sind in Material 3b angegeben.

Zeichne das Formula: U_{\mathrm{H}}\text{-}I_{\mathrm{A}}Formula: U_{\mathrm{H}}\text{-}I_{\mathrm{A}}-Diagramm.

Deute die Zunahme der Anodenstromstärke bei zunehmender Heizspannung ab Formula: U_{\mathrm{H}} = 4,5\;\mathrm{V}.Formula: U_{\mathrm{H}} = 4,5\;\mathrm{V}.

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3.3

In einem veränderten Versuchsaufbau befindet sich nun zwischen der Kathode und der Anode ein Gitter. Zwischen dem Gitter und der Anode wird eine Gitterspannung Formula: U_{\mathrm{G}}Formula: U_{\mathrm{G}} angelegt und wie in 3.2 die Stromstärke Formula: I_{\mathrm{A}}Formula: I_{\mathrm{A}} an der Anode gemessen (Material 3c).

Erläutere den Einfluss der Gitterspannung Formula: U_{\mathrm{G}}Formula: U_{\mathrm{G}} auf die Geschwindigkeit der Elektronen in Material 3c.

Die Beschleunigungsspannung sei Formula: U_{\mathrm{B}} = 30\;\mathrm{V}.Formula: U_{\mathrm{B}} = 30\;\mathrm{V}. Wird zwischen Gitter und Anode zunächst eine Gitterspannung Formula: U_{\mathrm{G}} = 0\;\mathrm{V}Formula: U_{\mathrm{G}} = 0\;\mathrm{V} angelegt, so ist eine maximale Geschwindigkeit Formula: v_{\mathrm{max}}Formula: v_{\mathrm{max}} der Elektronen an der Anode der Röhre möglich.

Die Elektronen sollen nun mit der Hälfte der maximalen Geschwindigkeit Formula: \tfrac{v_{\mathrm{max}}}{2}Formula: \tfrac{v_{\mathrm{max}}}{2} an der Anode ankommen. Hierzu wird die Gitterspannung Formula: U_{\mathrm{G}} = 22,5\;\mathrm{V}Formula: U_{\mathrm{G}} = 22,5\;\mathrm{V} zwischen Gitter und Anode eingestellt.

Bestätige den Wert von Formula: U_{\mathrm{G}}Formula: U_{\mathrm{G}} für die Elektronen mit Formula: \tfrac{v_{\mathrm{max}}}{2}.Formula: \tfrac{v_{\mathrm{max}}}{2}.

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