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Aufgabe A2

1

Bei der technischen Nutzung von Wechselstrom gibt es vielseitige Anwendungsmöglichkeiten für Spulen und Kondensatoren.

Sie werden beispielsweise in technischen Geräten genutzt, um Strom und Spannung zu regulieren. Darüber hinaus werden sie bei der Energieübertragung und -speicherung eingesetzt. Ebenso können mit Spulen und Kondensatoren elektronische Filter gebaut werden, mit denen es möglich ist, Ströme mit bestimmten Frequenzen zu blockieren.

1.1

An einem Bauelement wurde der zeitliche Verlauf der Stromstärke und der Spannung mit Hilfe eines Oszillographen aufgezeichnet (siehe Bilder 1a und 1b). An einem zweiten Bauelement wurde die Stromstärke bei verschiedenen Frequenzen gemessen (siehe Bilder 2a und 2b).

Sinusförmige Kurve (I in mA) über Zeit t in ms auf kariertem Koordinatensystem, positive und negative Amplituden.Sinusförmige Kurve (I in mA) über Zeit t in ms auf kariertem Koordinatensystem, positive und negative Amplituden.

Bild 1a

Graph einer sinusförmigen Spannung (U in V) über Zeit (t in ms) mit Gitter und Achsenbeschriftungen.Graph einer sinusförmigen Spannung (U in V) über Zeit (t in ms) mit Gitter und Achsenbeschriftungen.

Bild 1b

Diagramm mit abfallender Kurve: Ieff (mA) sinkt von ~100 mA bei 0 Hz auf ~20 mA bei 200 Hz; Achsen: Ieff in mA, f in HzDiagramm mit abfallender Kurve: Ieff (mA) sinkt von ~100 mA bei 0 Hz auf ~20 mA bei 200 Hz; Achsen: Ieff in mA, f in Hz

Bild 2a

Schaltbild: Black-Box in Reihe mit Amperemeter, Wechselquelle U0 (10 V), Frequenz f wird verändert.Schaltbild: Black-Box in Reihe mit Amperemeter, Wechselquelle U0 (10 V), Frequenz f wird verändert.

Bild 2b

1.1.1

Begründe, dass die Messergebnisse aus den Bildern 1a und 1b zu einem Kondensator und die Messergebnisse aus den Bildern 2a und 2b zu einer Spule gehören.

2 BE

1.1.2

Ermittle die Kapazität Formula: CFormula: C des Kondensators.

3 BE

1.1.3

Ermittle die Induktivität Formula: LFormula: L der Spule.

4 BE

1.2

Kondensatoren werden als verlustlose Vorwiderstände zum Betreiben elektrischer Geräte genutzt, wenn aus Platzgründen auf den Einsatz von Transformatoren in den Netzteilen elektrischer Geräte (z. B. Ladegeräte für Handys) verzichtet werden muss. Die nachstehenden Bilder 3a und 3b zeigen zwei Möglichkeiten, um eine Glühlampe mit Hilfe eines Vorwiderstandes an eine Spannungsquelle anzuschließen. Deren Spannung Formula: U_{0}Formula: U_{0} ist größer als die für die Lampe vorgesehene Betriebsspannung Formula: U_{\mathrm{L}}.Formula: U_{\mathrm{L}}.

Schematische Darstellung eines Stromkreises mit verstellbarem Widerstand Rv, Lampe (UL) und Wechselspannungsquelle U0.Schematische Darstellung eines Stromkreises mit verstellbarem Widerstand Rv, Lampe (UL) und Wechselspannungsquelle U0.

Bild 3a

Schaltbild: einfacher Wechselstromkreis mit Kondensator, Lampe und WechselspannungsquelleSchaltbild: einfacher Wechselstromkreis mit Kondensator, Lampe und Wechselspannungsquelle

Bild 3b

1.2.1

Beschreibe den Zweck des Transformators in einem Netzteil und gehe in diesem Zusammenhang darauf ein, wie ein Vorwiderstand den Transformator in einem Netzteil ersetzen kann.

Erkläre aus energetischer Sicht, weshalb ein Kondensator als Vorwiderstand besser geeignet ist als ein OHMscher Widerstand.

4 BE

1.2.2

Eine Lampe (Formula: U_{\mathrm{L}} = 3,4\;\mathrm{V};Formula: U_{\mathrm{L}} = 3,4\;\mathrm{V}; Formula: I_{\mathrm{L}} = 0,2\;\mathrm{A}Formula: I_{\mathrm{L}} = 0,2\;\mathrm{A}) soll mit einem Kondensator als Vorwiderstand an eine Spannungsquelle (Formula: U_{0} = 12\;\mathrm{V};Formula: U_{0} = 12\;\mathrm{V}; Formula: f = 50\;\mathrm{Hz}Formula: f = 50\;\mathrm{Hz}) angeschlossen werden. Die Lampe soll dabei mit der Helligkeit leuchten, die sich beim Anlegen der Betriebsspannung Formula: U_{\mathrm{L}}Formula: U_{\mathrm{L}} einstellen würde.

Berechne die Kapazität Formula: CFormula: C des Kondensators.

4 BE

2

Im dänischen Esbjerg wird ein kohlebefeuertes Heizkraftwerk zur Erzeugung von Fernwärme durch eine Meerwasserwärmepumpe ersetzt. Die Anlage in Dänemark saugt Wasser aus der Nordsee an und entzieht dem Meerwasser Wärme. Dabei wird das Nordseewasser im Winter von Formula: 4\;^{\circ}\mathrm{C}Formula: 4\;^{\circ}\mathrm{C} auf Formula: 1{,}3\;^{\circ}\mathrm{C}Formula: 1{,}3\;^{\circ}\mathrm{C} abgekühlt. Die Wärmepumpe saugt pro Sekunde maximal Formula: 4\;\mathrm{m}^{3}Formula: 4\;\mathrm{m}^{3} Meerwasser an und gibt an das Fernwärmenetz Wärme ab.

2.1

Vergleiche die Arbeitsweise einer Wärmepumpe mit einer Wärmekraftmaschine aus energetischer Sicht.

3 BE

2.2

Berechne die Wärme Formula: QFormula: Q in Formula: \mathrm{MWh},Formula: \mathrm{MWh}, die die Wärmepumpe der Nordsee an einem Wintertag entnehmen kann.

Hinweis: Der Einfluss des Salzgehalts kann vernachlässigt werden.

3 BE

2.3

Eine einfache Wärmepumpe für ein Anschauungsmodell der dänischen Anlage lässt sich durch einen umgekehrten STIRLINGprozess realisieren: In der Wärmepumpe durchläuft Helium als ideales Gas insgesamt vier Zustandsänderungen, abwechselnd isotherm und isochor. Im Zustand 1 beträgt die Temperatur Formula: \vartheta_{1} = 4\;^{\circ}\mathrm{C}Formula: \vartheta_{1} = 4\;^{\circ}\mathrm{C} und das Volumen Formula: V_{1} = 2000\;\mathrm{cm}^{3}.Formula: V_{1} = 2000\;\mathrm{cm}^{3}. Das Gas expandiert isotherm, bis es im Zustand 2 einen Druck von Formula: p_{2} = 30\;\mathrm{bar}Formula: p_{2} = 30\;\mathrm{bar} erreicht hat. Die höchste Temperatur beträgt Formula: \vartheta_{3} = 90\;^{\circ}\mathrm{C}.Formula: \vartheta_{3} = 90\;^{\circ}\mathrm{C}. Der Druck im Zustand 4 beträgt Formula: p_{4} = 100\;\mathrm{bar}.Formula: p_{4} = 100\;\mathrm{bar}.

Für Helium gilt:

Formula: R_{{S}} = 2077\;\dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{K}};Formula: R_{{S}} = 2077\;\dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{K}}; Formula: c_{p} = 5240\;\dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{K}};Formula: c_{p} = 5240\;\dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{K}}; Formula: c_{v} = 3220\;\dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{K}}Formula: c_{v} = 3220\;\dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{K}}

2.3.1

Skizziere das Formula: p(V)Formula: p(V)-Diagramm für den Kreisprozess. Kennzeichne die Zustände 1 bis 4 im Diagramm.

2 BE

2.3.2

Ermittle die fehlenden Zustandsgrößen Formula: p,Formula: p, Formula: VFormula: V und Formula: TFormula: T für die Zustände 1 bis 4. Stelle die Ergebnisse in einer Tabelle dar.

4 BE

2.3.3

Gib für alle Zustandsänderungen jeweils an, ob Wärme dem Gas zugeführt oder vom Gas abgegeben wird.

Berechne den Betrag der Wärme Formula: QFormula: Q für eine der Zustandsänderungen.

5 BE

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