Aufgabe B1
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Im Jahre 1999 veröffentlichte eine Gruppe von Physikern um den späteren Nobelpreisträger A. ZEILINGER eine Arbeit, in der sie die Materiewelleneigenschaften von |
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Ein Sponk / CC-BY-SA-3.0 |
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Schematische Darstellung des Versuchsaufbaus |
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Gemessene Intensitätsverteilung |
Nach: Arndt, M., et al.: Wave-particle dualitiy of C60 molecules. In: nature. Heft 401,(1999), S. 680-682.
Begründe, dass die gemessene Intensitätsverteilung die Welleneigenschaften von -Molekülen demonstriert.
Weise anhand einer Rechnung unter Verwendung des dargestellten Diagramms nach, dass die Wellenlänge der -Moleküle
beträgt.
Leite die erforderliche Gleichung anhand einer beschrifteten Skizze her.
Ermittle den mittleren Impuls eines
-Moleküls vor dessen Auftreffen auf das Beugungsgitter.
Beschreibe und erkläre, wie sich der Abstand benachbarter Intensitätsmaxima verändert, wenn die Geschwindigkeit der -Moleküle erhöht wird.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Begründung der Welleneigenschaften
Die gemessene Intensitätsverteilung zeigt eine charakteristische Intensitätsverteilung der -Moleküle mit einem sehr stark ausgeprägten zentralen Maximum sowie deutlich erkennbaren Nebenmaxima auf beiden Seiten. Ein solches Interferenzmuster mit lokalen Maxima und Minima entsteht durch Beugung am Gitter und die anschließende konstruktive sowie destruktive Interferenz. Da Interferenz ausschließlich über Welleneigenschaften erklärt werden kann, belegt diese Intensitätsverteilung eindeutig die Welleneigenschaften von
-Molekülen.
Herleitung der Gleichung

Für das Maximum -ter Ordnung an einem Beugungsgitter gilt gemäß Abbildung (a) für den Gangunterschied
der Wellen:
mit
Da das erste Maximum betrachtet wird, wird gesetzt:
Außerdem gilt für den Winkel gemäß Abbildung (b):
Da die Distanz sehr groß im Vergleich zum Abstand
ist, ist der Winkel
extrem klein. Für derartig kleine Winkel gilt die Kleinwinkelnäherung:
Durch Gleichsetzen der beiden Ausdrücke für den Winkel ergibt sich die gesuchte Gleichung:
Rechnerischer Nachweis der Wellenlänge
Folgende Werte sind gegeben:
-
Gitterkonstante:
-
Abstand zum Detektor:
-
Abstand des ersten Maximums:
Einsetzen in die hergeleitete Formel ergibt:
Damit ist rechnerisch nachgewiesen, dass die Wellenlänge der -Moleküle exakt
beträgt.
Ermittlung des mittleren Impulses
Der Impuls eines Teilchens ist über die de-Broglie-Beziehung direkt mit seiner Wellenlänge
verknüpft. Es gilt:
Unter Verwendung der nachgewiesenen Wellenlänge ergibt sich durch Einsetzen:
Der mittlere Impuls eines Moleküls vor dem Auftreffen auf das Gitter beträgt somit rund
Veränderung des Intensitätsmusters bei höherer Geschwindigkeit
Wenn die Geschwindigkeit der -Moleküle erhöht wird, verkleinert sich der Abstand benachbarter Intensitätsmaxima auf dem Detektorschirm.
Bei einer Erhöhung der Geschwindigkeit vergrößert sich zwangsläufig der Impuls
des Moleküls (da
). Aus der de-Broglie-Beziehung (
) lässt sich ableiten, dass ein größerer Impuls zu einer kleineren Wellenlänge
führt.
Wird die in Aufgabe 1 hergeleitete Gleichung nach dem Abstand umgestellt (
), dann wird die Proportionalität zwischen dem Abstand
und der Wellenlänge
deutlich. Eine durch die höhere Geschwindigkeit verringerte Wellenlänge führt somit unmittelbar zu einem kleineren Beugungswinkel und damit zu einem geringeren Abstand benachbarter Intensitätsmaxima.


