A1 – Mechanik
Die Universität Bremen nutzt für Fallexperimente einen Turm mit einer luftleeren Röhre. In einem solchen Experiment wird die von einem aus der Ruhe fallenden Testkörper zurückgelegte Fallstrecke in Abhängigkeit von der Fallzeit
gemessen.
Es ergeben sich folgende Messwerte:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||||
|
|
|
|
|
|
|

Zeige mithilfe einer numerischen Auswertung der Tabelle aus 1.0, dass es sich bei der Bewegung des Testkörpers um einen freien Fall handelt.
Im Experiment aus 1.0 legt der Testkörper die maximale Fallstrecke von zurück.
Zeige durch Rechnung, dass in diesem Fall die Fallzeit beträgt.
Um einen fallenden Testkörper am Ende dieser Fallstrecke sicher abbremsen zu können, darf seine kinetische Energie höchstens betragen.
Berechne die größtmögliche Masse eines Testkörpers.
Ein Wissenschaftler behauptet, dass die Geschwindigkeit unmittelbar vor dem Aufprall unabhängig von der Masse des Testkörpers ist.
Nimm zu dieser Aussage begründet Stellung.
Im nebenstehenden stellt nur der Graph 1 den Betrag der Geschwindigkeit
eines weiteren Testkörpers in Abhängigkeit von der Zeit
korrekt dar.
Begründe, dass weder Graph 2 noch Graph 3 den freien Fall des Testkörpers darstellen.
Ermittle mithilfe des Graphen 1 den Impuls des Testkörpers () nach drei Sekunden.
Das Experiment wird außerhalb der luftleeren Röhre mit dem gleichen Testkörper wiederholt.
Begründe, dass die Geschwindigkeit des Testkörpers hierbei am Ende der Fallstrecke einen geringeren Betrag besitzt.

Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
-
Im Rahmen der Messunsicherheit ergeben sich konstante Quotientenwerte, womit gilt:
.
-
Es handelt sich bei der Bewegung des Körpers somit um eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung und folglich um einen freien Fall.
Die Aussage des Wissenschaftlers ist korrekt:
-
Sowohl die kinetische Energie (
) als auch die potenzielle Energie (
) des Testkörpers sind direkt proportional zur Masse
, weshalb sich diese nach dem Gleichsetzen (
) und Umformen beider Energieformen kürzen lässt.
-
Die Geschwindigkeit unmittelbar vor dem Aufprall hängt somit nicht von der Masse des Testkörpers ab (
).
-
Graph 2: Der Graph beginnt nicht im Ursprung, somit müsste der Testkörper hier bereits eine Anfangsgeschwindigkeit besitzen, was in diesem Experiment nicht der Fall ist.
-
Graph 3: Hier wäre die Beschleunigung nicht konstant, sondern würde im Laufe der Zeit zunehmen. Da es sich hier bei der Beschleunigung aber um den Ortsfaktor
auf der Erde handelt, hat diese einen konstanten Wert.
Im Rahmen der Ablesegenauigkeit ergibt sich:
-
Aufgrund der Luftreibung wirkt der Gewichtskraft eine Reibungskraft entgegen, weshalb die Beschleunigung außerhalb der luftleeren Röhre kleiner ist.
-
Dies bewirkt, dass auch die Geschwindigkeit am Ende der Fallstrecke kleiner ist.