Block I
Geld und Kryptowährungen
Teil A
Das Thema Kryptowährungen und die damit verbundene Zukunft unseres Geldsystems sind regelmäßig in den Medien präsent.
Beschreibe die Kursentwicklung des Bitcoin mit Hilfe des Marktmodells (verbal und graphisch, Material M 1)!
Stelle die klassischen Geldfunktionen dar und vergleiche Kryptogeld mit Geld im herkömmlichen Sinne! Nutze hierzu die Materialien M 1, M 2 und M 3.
Beurteile die Tauglichkeit von Kryptowährungen als allgemeines Zahlungsmittel!
Folgten früher staatliche wirtschaftspolitische Maßnahmen klar umrissenen Konzeptionen, ist heute deren Realisierbarkeit erschwert.
Stelle die angebots- und nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik tabellarisch einander gegenüber!
Erläutere potenzielle Auswirkungen von Kryptowährungen auf wirtschaftspolitische Maßnahmen einer Regierung!
Teil B
Als Währungsmonopol bezeichnet man das ausschließliche Recht eine Währung herauszugeben. Dieses Monopol liegt in der Euro-Zone bei der Europäischen Zentralbank. Einige Regierungen haben Kryptowährungen verboten.
Beurteile die Erfolgsaussichten solcher nationalstaatlich ausgesprochener Verbote!
Material M 1: Wert Bitcoin gemessen in US-Dollar


Material M 2: Bitcoin-Währung - Das Geld der Zukunft?
Material M 3: Schwankungsbreite des Kursverhältnisses Bitcoin-Dollar (obere Kurve) im Vergleich zum Verhältnis Euro-Dollar (untere Kurve)


Teil A
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Der Kurs des Bitcoin ist zwischen 2013 und Mai 2017 insgesamt stark angestiegen, wobei erhebliche Kursschwankungen zu beobachten sind.
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Nach einem zunächst niedrigen Kurs kam es Ende 2013 zu einem starken Kursanstieg, auf den ein deutlicher Kurseinbruch folgte.
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Anschließend bewegte sich der Kurs über einen längeren Zeitraum auf niedrigerem Niveau, bevor er ab 2016 erneut deutlich anstieg.
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Im Mai 2017 erreichte der Bitcoin mit 2.159,56 US-Dollar einen neuen Höchststand.
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Mit dem Marktmodell lässt sich der Kursanstieg durch eine steigende Nachfrage nach Bitcoin erklären.
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Die zunehmende Nachfrage bei einem kurzfristig weitgehend unveränderten Angebot führt zu einem höheren Marktpreis.
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Ursachen für die steigende Nachfrage können beispielsweise steigende Bekanntheit, Gewinnerwartungen der Anleger oder die zunehmende Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel sein.
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Die starken Kursschwankungen deuten darauf hin, dass bereits kleinere Veränderungen der Nachfrage erhebliche Preisänderungen auslösen können.

Klassische Geldfunktionen
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Tauschmittelfunktion: Geld dient als allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel und erleichtert den Austausch von Waren und Dienstleistungen.
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Wertaufbewahrungsfunktion: Geld ermöglicht es, Kaufkraft über einen längeren Zeitraum zu speichern und später wieder einzusetzen.
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Recheneinheitsfunktion (Wertmaßstab): Geld dient als gemeinsame Rechengröße, mit der Preise angegeben und Werte verglichen werden können.
Vergleich von Kryptogeld (Bitcoin) und herkömmlichem Geld
Gemeinsamkeiten
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Sowohl Bitcoin als auch herkömmliches Geld können grundsätzlich als Zahlungsmittel genutzt werden (M2).
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Beide dienen als Wertaufbewahrungsmittel, da Vermögen in ihnen gespeichert werden kann (M2).
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Mit beiden können Preise angegeben und Werte verglichen werden, sodass sie grundsätzlich die Funktion einer Recheneinheit erfüllen.
Unterschiede
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Herkömmliches Geld wird von Zentralbanken bzw. Staaten ausgegeben und sein Wert wird durch das Vertrauen in diese Institutionen gestützt (M2).
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Bitcoin wird dezentral organisiert und nicht von einer Zentralbank kontrolliert; das Vertrauen beruht ausschließlich auf den Marktteilnehmern und der Blockchain-Technologie (M2).
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Die Geldmenge des Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt, während die Geldmenge herkömmlicher Währungen von Zentralbanken gesteuert werden kann (M2).
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Der Bitcoin-Kurs unterliegt sehr starken Wertschwankungen (M1, M3), während staatliche Währungen wie Euro oder US-Dollar deutlich stabiler sind (M3).
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Aufgrund der hohen Volatilität erfüllt Bitcoin die Wertaufbewahrungsfunktion nur eingeschränkt, da sich seine Kaufkraft innerhalb kurzer Zeit stark verändern kann (M1, M3).
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Auch die Recheneinheitsfunktion wird durch die starken Kursschwankungen beeinträchtigt, weil Preise in Bitcoin ständig angepasst werden müssten (M1, M3).
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Die Tauschmittelfunktion ist bei Bitcoin eingeschränkt, da die Akzeptanz als Zahlungsmittel deutlich geringer ist als bei staatlichen Währungen (M2).
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Bitcoin ermöglicht weitgehend anonyme Transaktionen und ist fälschungssicher durch die Blockchain-Technologie, während herkömmliche Geldsysteme auf Banken und staatlicher Kontrolle beruhen (M2).
Fazit
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Bitcoin erfüllt grundsätzlich die drei klassischen Geldfunktionen, jedoch nur eingeschränkt.
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Vor allem die hohe Volatilität (M1, M3) sowie die fehlende staatliche Absicherung und begrenzte Akzeptanz (M2) führen dazu, dass Bitcoin derzeit die Funktionen des Geldes weniger zuverlässig erfüllt als herkömmliche Währungen wie Euro oder US-Dollar.
Pro-Argumente
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Kryptowährungen ermöglichen direkte Zahlungen ohne Banken oder Zentralbanken, da Transaktionen dezentral über die Blockchain abgewickelt werden (M2).
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Die Blockchain-Technologie gilt als weitgehend fälschungssicher und erschwert Manipulationen (M2).
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Kryptowährungen können weltweit und grenzüberschreitend genutzt werden, ohne dass ein Währungsumtausch erforderlich ist (M2).
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Transaktionen bieten den Nutzern ein vergleichsweise hohes Maß an Anonymität (M2).
Contra-Argumente
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Die starken Kursschwankungen des Bitcoin (M1, M3) führen dazu, dass sein Wert innerhalb kurzer Zeit erheblich steigen oder fallen kann. Dadurch besteht sowohl für Käufer als auch für Verkäufer ein hohes Risiko.
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Aufgrund der hohen Volatilität eignet sich Bitcoin nur eingeschränkt als Wertaufbewahrungs- und Recheneinheit, da Preise ständig angepasst werden müssten (M1, M3).
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Die begrenzte Geldmenge von maximal 21 Millionen Bitcoins verhindert eine flexible Anpassung an wirtschaftliche Entwicklungen (M2).
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Laut dem im Material zitierten Ökonomen Tony Yates könnte ein starres Geldangebot bereits bei kleinen Nachfrageschwankungen zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen führen (M2).
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Kryptowährungen werden bislang nur von einem Teil der Unternehmen und Verbraucher akzeptiert, sodass sie ihre Funktion als allgemeines Zahlungsmittel nur eingeschränkt erfüllen (M2).
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Da keine Zentralbank eingreift, gibt es keine Möglichkeit, durch Geldpolitik auf Krisen oder Konjunkturschwankungen zu reagieren (M2).
Beurteilung
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Kryptowährungen besitzen zwar Eigenschaften, die sie grundsätzlich als Zahlungsmittel geeignet erscheinen lassen (Dezentralität, Sicherheit, weltweite Nutzung).
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Gegen ihre Eignung als allgemeines Zahlungsmittel sprechen jedoch vor allem die extremen Wertschwankungen, die begrenzte Akzeptanz sowie die fehlende Möglichkeit einer geldpolitischen Steuerung.
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Insgesamt sind Kryptowährungen derzeit nur eingeschränkt als allgemeines Zahlungsmittel geeignet. Sie können in bestimmten Bereichen oder als ergänzendes Zahlungsmittel eingesetzt werden, erfüllen die Anforderungen an ein allgemein anerkanntes und stabiles Zahlungsmittel jedoch bislang nicht in gleichem Maße wie staatliche Währungen.
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Kriterium |
Angebots-orientierte Wirtschafts-politik |
Nachfrage-orientierte Wirtschafts-politik |
|---|---|---|
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Grund-idee |
Ver-besserung der Produktions-bedingungen für Unter-nehmen |
Stärkung der gesamt-wirtschaft-lichen Nach-frage |
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Wirt-schafts-theo-retische Grund-lage |
Neoklassik |
Keyne-sianismus |
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Ziel |
Wirtschafts-wachstum, Investitionen und Be-schäftigung durch bessere Angebots-bedingungen |
Wirtschafts-wachstum und Be-schäftigung durch höhere Nachfrage |
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Rolle des Staates |
Möglichst geringe Eingriffe in den Markt |
Aktive Eingriffe zur Stabilisierung der Wirtschaft |
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Zentrale Maß-nahmen |
Steuer-senkungen für Unternehmen, Bürokratie-abbau, De-regulierung, Förderung von Investitionen und Innovationen |
Erhöhung der Staats-ausgaben, Steuer-senkungen für private Haushalte, öffentliche Investitionen, staatliche Konjunktur-programme |
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Wirkungs-weise |
Verbesserte Gewinn-chancen fördern Investitionen, Produktion und Be-schäftigung |
Höhere Nachfrage führt zu steigender Produktion, Investitionen und Be-schäftigung |
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Be-deutung der Geld-politik |
Preisniveau-stabilität und günstige Investitions-bedingungen |
Unter-stützung der Nach-frage durch niedrige Zinsen |
|
Kritik |
Wirkung tritt oft erst langfristig ein; soziale Ungleichheit kann zunehmen |
Gefahr steigender Staats-verschuldung und Inflation bei übermäßiger Nachfrage |
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Typische Vertreter |
Milton Friedman, Arthur Laffer |
John Maynard Keynes |
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Kriterium |
Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik |
Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik |
|---|---|---|
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Grundidee |
Verbesserung der Produktionsbedingungen für Unternehmen |
Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage |
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Wirtschaftstheoretische Grundlage |
Neoklassik |
Keynesianismus |
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Ziel |
Wirtschaftswachstum, Investitionen und Beschäftigung durch bessere Angebotsbedingungen |
Wirtschaftswachstum und Beschäftigung durch höhere Nachfrage |
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Rolle des Staates |
Möglichst geringe Eingriffe in den Markt |
Aktive Eingriffe zur Stabilisierung der Wirtschaft |
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Zentrale Maßnahmen |
Steuersenkungen für Unternehmen, Bürokratieabbau, Deregulierung, Förderung von Investitionen und Innovationen |
Erhöhung der Staatsausgaben, Steuersenkungen für private Haushalte, öffentliche Investitionen, staatliche Konjunkturprogramme |
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Wirkungsweise |
Verbesserte Gewinnchancen fördern Investitionen, Produktion und Beschäftigung |
Höhere Nachfrage führt zu steigender Produktion, Investitionen und Beschäftigung |
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Bedeutung der Geldpolitik |
Preisniveaustabilität und günstige Investitionsbedingungen |
Unterstützung der Nachfrage durch niedrige Zinsen |
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Kritik |
Wirkung tritt oft erst langfristig ein; soziale Ungleichheit kann zunehmen |
Gefahr steigender Staatsverschuldung und Inflation bei übermäßiger Nachfrage |
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Typische Vertreter |
Milton Friedman, Arthur Laffer |
John Maynard Keynes |
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Eine weit verbreitete Nutzung von Kryptowährungen könnte die Steuerung der Geldmenge durch die Zentralbank erschweren, da Kryptowährungen nicht von staatlichen Institutionen ausgegeben oder kontrolliert werden (M2).
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Die Wirksamkeit der Geldpolitik würde sinken, weil Maßnahmen wie Zinssenkungen oder Zinserhöhungen nur auf die staatliche Währung wirken, nicht jedoch auf Kryptowährungen.
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Da die Geldmenge des Bitcoin auf 21 Millionen Einheiten begrenzt ist, kann sie nicht an wirtschaftliche Entwicklungen angepasst werden (M2). Dadurch wären konjunkturpolitische Maßnahmen schwieriger umzusetzen.
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Eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik könnte an Wirkung verlieren, wenn Haushalte und Unternehmen ihre Transaktionen überwiegend mit Kryptowährungen abwickeln, da staatliche geldpolitische Impulse die Nachfrage nur noch eingeschränkt beeinflussen.
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Auch eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik könnte erschwert werden, wenn Investitionen und Finanzierungsentscheidungen zunehmend außerhalb des staatlich regulierten Finanzsystems erfolgen.
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Die starken Kursschwankungen von Kryptowährungen (M1, M3) können zu Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern führen. Dadurch könnten Investitionen und Konsum zurückgehen.
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Die weitgehende Anonymität von Kryptowährungen kann die Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder illegalen Finanzströmen erschweren und damit die staatlichen Einnahmen beeinträchtigen (M2).
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Gleichzeitig können Kryptowährungen den internationalen Zahlungsverkehr erleichtern und Transaktionskosten senken, was den grenzüberschreitenden Handel fördern kann.
→ Eine zunehmende Verbreitung von Kryptowährungen würde den Handlungsspielraum der Wirtschaftspolitik insgesamt einschränken. Vor allem die geldpolitische Steuerung sowie die Stabilisierung von Konjunktur und Preisen wären schwieriger umzusetzen, da staatliche Institutionen keinen direkten Einfluss auf Kryptowährungen besitzen. Gleichzeitig bieten Kryptowährungen Vorteile für den internationalen Zahlungsverkehr und technologische Innovationen.
Teil B
Argumente für die Erfolgsaussichten eines Verbots
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Ein Verbot kann den legalen Handel mit Kryptowährungen innerhalb eines Landes erheblich einschränken.
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Banken und andere Finanzdienstleister könnten daran gehindert werden, Dienstleistungen rund um Kryptowährungen anzubieten. Dadurch würde der Zugang für viele Bürger erschwert.
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Ein Verbot kann den Staat bei der Bekämpfung von Geldwäsche, Steuerhinterziehung und anderen illegalen Finanztransaktionen unterstützen.
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Das staatliche Währungsmonopol und die Wirksamkeit der Geldpolitik würden gestärkt, da der Einfluss alternativer Zahlungsmittel begrenzt wird.
Argumente gegen die Erfolgsaussichten eines Verbots
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Kryptowährungen basieren auf einer dezentralen Blockchain, die weltweit auf vielen Rechnern gespeichert wird (M2). Ein einzelner Staat kann dieses Netzwerk nicht abschalten.
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Nutzer können über ausländische Handelsplattformen oder technische Möglichkeiten wie VPN-Dienste weiterhin auf Kryptowährungen zugreifen.
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Da Kryptowährungen grenzüberschreitend funktionieren, können nationale Verbote leicht umgangen werden.
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Ein Verbot könnte Innovationen im Bereich der Blockchain-Technologie behindern und Unternehmen dazu veranlassen, in andere Länder abzuwandern.
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Internationale Zusammenarbeit wäre erforderlich, um Kryptowährungen wirksam einzuschränken. Einzelne Staaten können daher nur begrenzten Einfluss ausüben.
Beurteilung
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Nationale Verbote können die Nutzung von Kryptowährungen innerhalb eines Landes zwar erschweren und ihre Verbreitung verringern.
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Ein vollständiges Verbot dürfte jedoch nur begrenzte Erfolgsaussichten haben, da Kryptowährungen dezentral organisiert sind und weltweit gehandelt werden. Solange andere Staaten den Handel zulassen, bestehen Umgehungsmöglichkeiten.
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Insgesamt sind internationale Regulierungen voraussichtlich wirksamer als rein nationale Verbote, da sie den grenzüberschreitenden Charakter von Kryptowährungen berücksichtigen.