Block II
Der Wettbewerb als Grundlage der sozialen Marktwirtschaft
Teil A
Die Wettbewerbsordnung der Bundesrepublik Deutschland ist als Steuerungselement eine zentrale Säule für das Wirtschaftsgeschehen. Sie wird allerdings oft umgangen.
Beschreibe fünf Funktionen des Wettbewerbs mit Hilfe je eines selbstgewählten Beispiels!
Kontrastiere die Aussagen des Textes (Material M 1) mit deinen Ausführungen zu Aufgabe 1.1!
Verdeutliche die Auswirkungen von Kartellbildungen am Marktmodell!
Erläutere Möglichkeiten und Grenzen nationalstaatlicher Wettbewerbskontrolle! Beziehe hierbei Material M 2 mit ein!
Der Wettbewerb wird auch im internationalen Handel nicht vollständig verwirklicht.
Diskutiere die nachfolgende These!
„Protektionismus ist Wettbewerbsverzerrung auf internationalem Parkett.“
Teil B
Einzelne Wirtschaftsexperten fordern, dass in bestimmten wirtschaftlichen Aufgabenfeldern der Wettbewerb ausgesetzt sein soll.
Wähle ein derartiges Feld aus und erörtere an diesem die Forderung!
Material M 1
Warum Deutschland ein Paradies für Preisabsprachen ist
Erschienen: 28.03.2018, Manager Magazin
Material M 2


Teil A
1. Allokationsfunktion (Lenkungsfunktion)
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Wettbewerb sorgt dafür, dass Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, Boden) dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen stiften.
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Unternehmen produzieren vor allem die Güter, die von den Konsumenten nachgefragt werden.
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Produkte, die kaum nachgefragt werden, verschwinden langfristig vom Markt.
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Beispiel: Die steigende Nachfrage nach Elektroautos führt dazu, dass Automobilhersteller verstärkt in die Produktion von E-Autos investieren und weniger Verbrennungsmotoren herstellen.
2. Innovationsfunktion
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Wettbewerb zwingt Unternehmen dazu, neue Produkte, Verfahren oder Technologien zu entwickeln, um sich von Konkurrenten abzuheben.
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Unternehmen versuchen dadurch, Marktanteile zu gewinnen oder ihre Position zu sichern.
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Innovationen steigern langfristig den technischen Fortschritt und den Wohlstand.
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Beispiel: Smartphone-Hersteller entwickeln regelmäßig neue Kameratechnologien, leistungsfähigere Prozessoren oder KI-Funktionen, um Kunden zu gewinnen.
3. Anpassungsfunktion (Flexibilitätsfunktion)
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Wettbewerb sorgt dafür, dass Unternehmen auf veränderte Marktbedingungen reagieren müssen.
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Veränderungen bei Nachfrage, Rohstoffpreisen oder technischen Entwicklungen erzwingen Anpassungen.
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Dadurch bleibt die Wirtschaft flexibel und leistungsfähig.
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Beispiel: Während der Corona-Pandemie stellten einige Unternehmen ihre Produktion auf die Herstellung von Masken oder Desinfektionsmitteln um.
4. Kontrollfunktion (Machtbegrenzungsfunktion)
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Wettbewerb verhindert, dass einzelne Unternehmen dauerhaft zu viel Marktmacht erlangen.
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Konkurrenten kontrollieren sich gegenseitig durch Preis- und Qualitätsvergleiche.
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Verbraucher können zwischen verschiedenen Anbietern wählen.
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Beispiel: Supermarktketten wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka beobachten die Preise der Konkurrenz und können diese nicht beliebig erhöhen, ohne Kunden zu verlieren.
5. Verteilungsfunktion (Leistungsanreizfunktion)
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Wettbewerb belohnt Unternehmen, die effizient arbeiten und die Bedürfnisse der Kunden besonders gut erfüllen.
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Erfolgreiche Unternehmen erzielen höhere Gewinne und können wachsen.
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Weniger erfolgreiche Unternehmen verlieren Marktanteile oder scheiden aus dem Markt aus.
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Beispiel: Ein Onlinehändler mit schnellem Versand, gutem Service und günstigen Preisen gewinnt mehr Kunden und erzielt höhere Umsätze als weniger kundenorientierte Konkurrenten.
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In Aufgabe 1.1 wurde dargestellt, dass Wettbewerb in der Sozialen Marktwirtschaft wichtige Funktionen erfüllt, beispielsweise Innovationen fördert, Marktmacht begrenzt und zu fairen Preisen führt.
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Material M1 zeigt jedoch, dass Unternehmen versuchen, diese Wettbewerbsordnung durch Kartellabsprachen zu umgehen.
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Dadurch werden zentrale Funktionen des Wettbewerbs eingeschränkt oder sogar aufgehoben.
1. Kontrollfunktion des Wettbewerbs ↔ Kartellbildung
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Nach der Kontrollfunktion sollen sich Unternehmen gegenseitig kontrollieren und verhindern, dass einzelne Anbieter ihre Marktmacht missbrauchen.
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In M1 sprechen sich die Wursthersteller jedoch über Preise ab und beseitigen damit den Konkurrenzdruck.
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Die Unternehmen kontrollieren sich nicht mehr gegenseitig, sondern handeln gemeinsam zum eigenen Vorteil.
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Dadurch wird die Machtbegrenzungsfunktion des Wettbewerbs ausgehebelt.
2. Verteilungsfunktion (Leistungsanreiz) ↔ sichere Gewinne durch Absprachen
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Im Wettbewerb sollen besonders leistungsfähige Unternehmen durch höhere Gewinne belohnt werden.
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Kartelle ermöglichen dagegen auch weniger effizienten Unternehmen hohe und sichere Gewinne.
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M1 betont, dass Unternehmen durch abgestimmtes Handeln höhere und verlässlichere Gewinne erzielen können.
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Der wirtschaftliche Erfolg hängt somit nicht mehr allein von Leistung und Effizienz ab.
3. Allokationsfunktion ↔ künstlich erhöhte Preise
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Wettbewerb sorgt normalerweise dafür, dass Preise durch Angebot und Nachfrage entstehen.
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Durch Preisabsprachen werden die Preise künstlich erhöht.
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Verbraucher zahlen mehr als bei funktionierendem Wettbewerb.
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Ressourcen werden dadurch nicht mehr optimal verteilt.
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M1 beschreibt ausdrücklich, dass den Verbrauchern „zu viel Geld aus der Tasche gezogen“ wurde.
4. Innovationsfunktion ↔ geringerer Innovationsdruck
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Wettbewerb zwingt Unternehmen dazu, neue Produkte und Verfahren zu entwickeln.
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Wenn Unternehmen ihre Gewinne durch Kartelle absichern können, sinkt der Druck zur Innovation.
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Da Kunden aufgrund der Preisabsprachen kaum Ausweichmöglichkeiten haben, besteht weniger Anreiz, Produkte oder Produktionsverfahren zu verbessern.
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Kartelle können deshalb technischen Fortschritt und Innovationen bremsen.
5. Anpassungsfunktion ↔ Ausschaltung des Marktmechanismus
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Unternehmen sollen sich im Wettbewerb ständig an veränderte Marktbedingungen anpassen.
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Kartellabsprachen sollen gerade die Unsicherheit des Marktes beseitigen.
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M1 erklärt, dass Unternehmen den Markt als „unsichere Quelle der Verwertung“ abschaffen möchten.
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Durch abgestimmte Preise müssen Unternehmen weniger flexibel auf Konkurrenz oder Nachfrageschwankungen reagieren.
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Die Anpassungsfunktion des Wettbewerbs wird dadurch geschwächt.
Rolle des Staates
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Der Text zeigt gleichzeitig, warum staatliche Wettbewerbspolitik notwendig ist.
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Das Bundeskartellamt deckt Kartelle auf, verhängt Bußgelder und schützt den Wettbewerb.
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Ohne staatliche Kontrolle würden Unternehmen häufig versuchen, den Wettbewerb zu umgehen.
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Die Anti-Kartellgesetzgebung soll deshalb die Funktionsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft sichern.
Fazit
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Die in Aufgabe 1.1 beschriebenen Funktionen setzen funktionierenden Wettbewerb voraus.
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Material M1 zeigt jedoch, dass Unternehmen durch Kartellabsprachen versuchen, Wettbewerb auszuschalten.
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Dadurch werden die Kontroll-, Allokations-, Innovations-, Anpassungs- und Verteilungsfunktion des Wettbewerbs erheblich beeinträchtigt.
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Der Text verdeutlicht somit, dass Wettbewerb nicht von selbst entsteht, sondern durch staatliche Kartellaufsicht geschützt werden muss.


Ausgangssituation:
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Normales Marktmodell mit Angebotskurve und Nachfragekurve.
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Im Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage entsteht der Gleichgewichtspreis (P₁) und die Gleichgewichtsmenge (M₁).
Bei Kartellbildung:
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Mehrere Anbieter sprechen sich über Preise oder Produktionsmengen ab.
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Die Anbieter verringern bewusst das Angebot.
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Die Angebotskurve verschiebt sich nach links (Angebotsverknappung).
Folge:
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Neuer Gleichgewichtspunkt mit höherem Preis (P₂) und geringerer Menge (M₂).
Erläuterung
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In einem funktionierenden Wettbewerbsmarkt konkurrieren die Unternehmen miteinander.
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Angebot und Nachfrage bestimmen den Marktpreis.
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Bei einer Kartellbildung schließen sich mehrere Unternehmen zusammen und stimmen ihr Verhalten ab.
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Häufig vereinbaren sie gemeinsame Mindestpreise oder begrenzen ihre Produktionsmengen.
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Dadurch wird das Angebot auf dem Markt künstlich verknappt.
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Im Marktmodell führt ein geringeres Angebot bei gleichbleibender Nachfrage zu steigenden Preisen.
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Gleichzeitig sinkt die gehandelte Menge.
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Die Verbraucher müssen somit höhere Preise bezahlen und erhalten insgesamt weniger Güter.
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Die Konsumentenrente nimmt ab, da die Käufer einen größeren Teil ihres Einkommens für die betreffenden Produkte ausgeben müssen.
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Die Unternehmen erzielen dagegen höhere Gewinne, da sie ihre Produkte zu höheren Preisen verkaufen können.
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Kartelle führen somit zu einer Verzerrung des Marktmechanismus.
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Die Preisbildung erfolgt nicht mehr durch freien Wettbewerb, sondern durch Absprachen zwischen den Anbietern.
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Dadurch werden die Wohlfahrt und die Effizienz des Marktes beeinträchtigt.
→ Kartellbildung führt im Marktmodell zu einer Verknappung des Angebots.
→ Der Marktpreis steigt von P₁ auf P₂.
→ Die gehandelte Menge sinkt von M₁ auf M₂.
→ Verbraucher werden benachteiligt, während die Kartellmitglieder höhere Gewinne erzielen.
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Wettbewerb ist eine zentrale Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft.
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Damit Wettbewerb funktioniert, muss der Staat verhindern, dass Unternehmen ihre Marktmacht missbrauchen oder den Wettbewerb durch Kartelle und Monopole ausschalten.
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Die Wettbewerbskontrolle erfolgt in Deutschland vor allem durch das Bundeskartellamt.
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Material M2 verweist auf die starke Marktstellung von Google und verdeutlicht die Herausforderungen staatlicher Wettbewerbskontrolle im Zeitalter globaler Digitalkonzerne.
Möglichkeiten nationalstaatlicher Wettbewerbskontrolle
Verhinderung und Bestrafung von Kartellen
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Der Staat kann Preisabsprachen und andere Wettbewerbsverstöße verbieten.
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Das Bundeskartellamt darf Unternehmen kontrollieren, Ermittlungen durchführen und Bußgelder verhängen.
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Dadurch sollen Verbraucher vor überhöhten Preisen geschützt werden.
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Das Wurstkartell aus Material M1 zeigt, dass der Staat gegen Wettbewerbsverstöße vorgehen kann.
Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
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Der Staat kann Fusionen überprüfen und gegebenenfalls untersagen.
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Dadurch soll verhindert werden, dass einzelne Unternehmen eine zu große Marktmacht erlangen.
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Wettbewerb und Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher bleiben erhalten.
Missbrauchsaufsicht
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Unternehmen mit starker Marktstellung dürfen ihre Macht nicht ausnutzen.
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Der Staat kann beispielsweise gegen diskriminierende Preise oder die Behinderung von Konkurrenten vorgehen.
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Dadurch soll Chancengleichheit auf den Märkten gesichert werden.
Schutz der Verbraucher
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Wettbewerbskontrolle trägt dazu bei, faire Preise, Innovationen und eine größere Produktauswahl sicherzustellen.
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Verbraucher profitieren von funktionierendem Wettbewerb.
Grenzen nationalstaatlicher Wettbewerbskontrolle
Globale Unternehmen entziehen sich teilweise nationaler Kontrolle
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Viele große Unternehmen agieren weltweit und nicht nur innerhalb eines Staates.
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Nationale Behörden stoßen daher häufig an ihre Grenzen.
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Entscheidungen großer Konzerne wirken sich auf zahlreiche Länder gleichzeitig aus.
Beispiel Google (Material M2)
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Die Karikatur zeigt zwei Personen, die über die große Marktmacht von Google sprechen.
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Ironischerweise will eine der Personen die Antwort auf die Frage nach Alternativen zu Google selbst wieder bei Google suchen.
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Dies verdeutlicht die starke Marktstellung und die hohe Abhängigkeit vieler Nutzer von diesem Unternehmen.
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Obwohl theoretisch Alternativen existieren, greifen die meisten Nutzer weiterhin auf Google zurück.
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Netzwerkeffekte, Bekanntheit und technische Überlegenheit erschweren den Markteintritt neuer Konkurrenten.
Schwierige Durchsetzung gegenüber Digitalkonzernen
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Internationale Konzerne verfügen über enorme finanzielle Ressourcen.
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Bußgelder wirken oft weniger abschreckend als bei kleineren Unternehmen.
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Zudem können Unternehmen ihren Sitz oder Teile ihrer Geschäftstätigkeit ins Ausland verlagern.
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Nationale Behörden sind deshalb häufig auf internationale Zusammenarbeit angewiesen.
Schnelle technologische Entwicklungen
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Digitale Märkte verändern sich sehr schnell.
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Die Gesetzgebung und die Arbeit der Wettbewerbsbehörden können mit dieser Entwicklung oft nur verzögert Schritt halten.
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Neue Formen der Marktmacht entstehen schneller, als sie reguliert werden können.
Fazit
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Nationalstaatliche Wettbewerbskontrolle besitzt wichtige Möglichkeiten, Kartelle zu bekämpfen, Fusionen zu kontrollieren und Verbraucher zu schützen.
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Sie trägt wesentlich dazu bei, die Wettbewerbsordnung der Sozialen Marktwirtschaft aufrechtzuerhalten.
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Material M2 zeigt jedoch, dass globale Digitalkonzerne wie Google erhebliche Herausforderungen darstellen.
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Die starke Marktstellung solcher Unternehmen macht deutlich, dass nationale Wettbewerbskontrolle allein oft nicht ausreicht.
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Deshalb gewinnen internationale und insbesondere europäische Wettbewerbsbehörden zunehmend an Bedeutung.
Urteil: Nationale Wettbewerbskontrolle bleibt unverzichtbar, ihre Wirksamkeit ist bei global agierenden Konzernen jedoch begrenzt und muss durch internationale Zusammenarbeit ergänzt werden.
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Unter Protektionismus versteht man staatliche Maßnahmen zum Schutz der heimischen Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz.
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Dazu zählen beispielsweise Zölle, Importquoten oder Subventionen.
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Die These besagt, dass solche Maßnahmen den internationalen Wettbewerb verzerren.
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Dies lässt sich sowohl befürworten als auch kritisch betrachten.
Argumente für die These
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Protektionismus greift in den freien Wettbewerb ein.
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Heimische Unternehmen erhalten künstliche Vorteile gegenüber ausländischen Anbietern.
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Der Markterfolg hängt dadurch nicht mehr ausschließlich von Preis, Qualität oder Leistung ab.
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Verbraucher werden benachteiligt.
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Importierte Produkte verteuern sich durch Zölle.
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Die Auswahl sinkt und die Preise steigen häufig.
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Der Innovationsdruck nimmt ab.
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Geschützte Unternehmen stehen weniger unter Konkurrenzdruck.
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Dadurch können Innovationen und Produktverbesserungen langsamer erfolgen.
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Es können internationale Handelskonflikte entstehen.
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Andere Staaten reagieren oft mit Gegenmaßnahmen.
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Dadurch wird der Welthandel beeinträchtigt.
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Argumente gegen die These
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Protektionismus kann junge Industrien schützen.
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Neue Unternehmen benötigen häufig Zeit, um international konkurrenzfähig zu werden.
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Vorübergehende Schutzmaßnahmen können ihre Entwicklung fördern.
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Arbeitsplätze können gesichert werden.
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Heimische Unternehmen werden vor starker ausländischer Konkurrenz geschützt.
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Dadurch können Beschäftigungsverhältnisse erhalten bleiben.
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Strategisch wichtige Branchen können geschützt werden.
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Beispielsweise Energieversorgung oder Schlüsseltechnologien.
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Der Staat möchte Abhängigkeiten vom Ausland vermeiden.
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Protektionismus kann auf unfairen Wettbewerb reagieren.
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Manche Länder profitieren von niedrigeren Sozial- oder Umweltstandards.
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Schutzmaßnahmen können dazu beitragen, faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen.
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Urteil
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Grundsätzlich stellt Protektionismus eine Wettbewerbsverzerrung dar, weil der freie internationale Wettbewerb eingeschränkt wird.
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Dennoch kann er in bestimmten Situationen gerechtfertigt sein, beispielsweise zum Schutz junger Industrien oder zur Abwehr unfairer Wettbewerbsbedingungen.
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Insgesamt überwiegt die Einschätzung, dass Protektionismus den Wettbewerb verzerrt, auch wenn Ausnahmen sinnvoll sein können.
Teil B
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In der Sozialen Marktwirtschaft gilt Wettbewerb grundsätzlich als wichtiges Steuerungsinstrument.
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Dennoch gibt es Bereiche, in denen einige Wirtschaftsexperten eine Einschränkung oder Aussetzung des Wettbewerbs fordern.
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Ein häufig genanntes Beispiel ist das Gesundheitswesen.
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Hier stellt sich die Frage, ob Wettbewerb zu einer besseren Versorgung führt oder ob gesundheitliche Leistungen unabhängig von Marktmechanismen bereitgestellt werden sollten.
Argumente für die Aussetzung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen
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Gesundheit ist ein Grundbedürfnis und kein gewöhnliches Wirtschaftsgut.
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Jeder Mensch sollte unabhängig von seinem Einkommen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
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Eine rein wettbewerbliche Organisation könnte sozial schwächere Personen benachteiligen.
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Wettbewerb kann zu Kostendruck führen.
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Krankenhäuser könnten versuchen, Personal oder Leistungen einzusparen.
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Dies könnte die Qualität der medizinischen Versorgung beeinträchtigen.
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Patienten können Leistungen oft nicht wie normale Konsumenten beurteilen.
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Sie verfügen meist nicht über ausreichende Fachkenntnisse.
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Deshalb ist ein Preis- oder Qualitätsvergleich häufig schwierig.
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Eine flächendeckende Versorgung könnte gefährdet werden.
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Private Anbieter konzentrieren sich häufig auf wirtschaftlich attraktive Regionen.
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Ländliche Gebiete könnten unterversorgt werden.
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Das Gemeinwohl steht im Vordergrund.
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Ziel ist die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung und nicht die Gewinnmaximierung.
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Argumente gegen die Aussetzung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen
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Wettbewerb kann Effizienz fördern.
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Krankenhäuser und Krankenkassen werden angehalten, wirtschaftlich zu arbeiten.
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Verschwendung von Ressourcen kann reduziert werden.
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Wettbewerb kann Innovationen begünstigen.
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Anbieter entwickeln neue Behandlungsmethoden und moderne Technologien.
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Patienten profitieren von medizinischem Fortschritt.
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Wettbewerb kann die Qualität verbessern.
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Krankenhäuser bemühen sich um gute Leistungen und einen guten Ruf.
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Dadurch steigt häufig die Patientenorientierung.
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Wettbewerb kann Kosten senken.
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Anbieter versuchen, Leistungen möglichst effizient bereitzustellen.
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Dies kann die Belastung für Beitragszahler und Staat verringern.
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Urteil
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Im Gesundheitswesen sprechen viele Gründe dafür, den Wettbewerb nicht vollständig wirken zu lassen.
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Gesundheit unterscheidet sich von gewöhnlichen Konsumgütern, da die Versorgung aller Bürger sichergestellt werden muss.
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Gleichzeitig kann ein begrenzter Wettbewerb positive Effekte wie Effizienzsteigerungen und Innovationen hervorbringen.
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Daher erscheint eine Mischform sinnvoll: Der Staat setzt klare Regeln und garantiert die Grundversorgung, während Wettbewerb in bestimmten Bereichen zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung genutzt wird.
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Eine vollständige Aussetzung des Wettbewerbs ist deshalb nicht empfehlenswert, eine starke staatliche Regulierung jedoch notwendig.