Aufgabe 1 – Reaktionen in wässrigen Lösungen
Wasser ist eine wichtige Lebensgrundlage, die auf der großen Vielfalt von Reaktionssystemen in wässriger Phase beruht, unabhängig davon, ob einfache oder hochkomplexe Verbindungen beteiligt sind.
Erläutere die Autoprotolyse des Wassers mit Hilfe von Reaktionsgleichungen.
Leite den KW- Wert her und berechne den pH-Wert von chemisch reinem Wasser bei Standardbedingungen.
Ein Stahlwasserkocher wurde mit Essigsäure von Kalksteinablagerungen (Calciumcarbonat) gereinigt.
Formuliere die Reaktionsgleichung für den Reinigungsprozess.
Bestimme die Reaktionsart und begründe.
Experiment
Es soll kontrolliert werden, ob nach der Reinigung des Stahlwasserkochers Eisen in Lösung gegangen ist.
Überprüfe die vorliegende Lösung auf Eisen(III)-Ionen.
Fordere die benötigten Geräte und Chemikalien an.
Werte dein Ergebnis unter Verwendung einer Reaktionsgleichung aus.
Eisen(III)-chlorid wird in Wasser gelöst, dabei entsteht eine saure Lösung.
Begründe die Bildung der sauren Lösung mit Hilfe von Reaktionsgleichungen.
Vergleiche die Protolyse und die Redoxreaktion unter vier Aspekten.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Erläutern der Autoprotolyse von Wasser
Bei der Autoprotolyse reagieren zwei Wassermoleküle miteinander in einer Protonenübertragungsreaktion, wobei ein Wassermolekül das andere protoniert. Bei dieser Gleichgewichtsreaktion entstehen ein Oxonium-Ion und ein Hydroxid-Ion.
Autoprotolyse von Wasser:
Herleiten des Ionenprodukts des Wassers
Für den pH-Wert gilt:
Für reines Wasser gilt unter Standardbedingungen somit
Formulieren der Reaktionsgleichung
Bestimmen und Begründen der Reaktionsart
Es handelt sich um eine Protolyse: Die Oxidationszahlen ändern sich nicht; es werden Protonen zwischen den reagierenden Teilchen ausgetauscht.
Es handelt sich um eine Protolyse: Die Oxidationszahlen ändern sich nicht; es werden Protonen zwischen den reagierenden Teilchen ausgetauscht.
Experiment:
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Anfordern: Kaliumthiocyanat, Tüpfelplatte oder Reagenzglas, Tropfpipette
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Durchführung
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Beobachtung: blutrote Färbung
Auswertung:
Kaliumthiocyanat bildet mit Eisen(III)-Ionen eine rote Komplexverbindung:
Reaktionsprodukt ist Eisenthiocyanat
Reaktionsgleichungen:
Mehrwertige Metallionen bilden mit Wassermolekülen Aquakomplexe. Aus den im Komplex gebundenen Wassermolekülen können Protonen abgegeben werden, wodurch mit weiteren Wassermolekülen Oxonium-Ionen entstehen, die zur Bildung einer sauren Lösung führen.
|
Kriterium |
Protolyse |
Redoxreaktion |
|---|---|---|
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Gemeinsamkeiten Austausch von Teilchen |
Teilchen werden zwischen den reagierenden Stoffen ausgetauscht. Es gibt einen Donator (Teilchenabgabe) und einen Akzeptor (Teilchenaufnahme). |
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Unterschiede ausgetauschte Teilchen |
Protonen |
Elektronen |
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Oxidationszahlen |
ändern sich nicht |
ändern sich |
Hinweis: Es können ebenso andere Kriterien zum Vergleich herangezogen werden, z. B.:
Protonenabgabe = Säurereaktion
Elektronenabgabe = Oxidation