Aufgabe 4 – AdBlue®
Seit Einführung der Abgasnorm EURO 6 gelten strenge Grenzwerte für die Emission von Stickoxiden (). Zur Einhaltung dieser Grenzwerte findet in der Fahrzeugtechnik seit einigen Jahren ein Verfahren Anwendung, bei dem Stickoxide durch Ammoniak reduziert werden. Hierbei kommt eine wässrige Lösung von Harnstoff (
) zum Einsatz, die unter dem Markennamen AdBlue® im Handel ist.
In einem Liter Wasser kann bei Raumtemperatur über ein Kilogramm Harnstoff gelöst werden. In Benzin (vereinfacht Octan) hingegen ist Harnstoff nur wenig löslich.
Begründe die unterschiedliche Löslichkeit von Harnstoff in Wasser und Benzin unter Zuhilfenahme der Abbildung 3.

Abb. 3: Strukturformel Harnstoff
In einem Schulversuch wird zu AdBlue® das Enzym (Katalysator) Urease zugegeben, das die Hydrolyse des enthaltenen Harnstoffs bewirkt.
Dabei können folgende Beobachtungen gemacht werden:
-
a) Die elektrische Leitfähigkeit der wässrigen Lösung nimmt deutlich zu.
-
b) Es entsteht eine leicht alkalische Lösung.
Erläutere die Wirkungsweise und nenne drei Merkmale von Katalysatoren.
Erkläre die Beobachtungen des Experimentes auch mithilfe von Reaktionsgleichungen.
Das aus AdBlue® entstandene Ammoniak reagiert mit den im Abgas enthaltenen Stickoxiden u.a. nach der folgenden Reaktionsgleichung:
Begründe die Reaktionsart.
Berechne das Volumen der Stickstoffoxide, das durch die Reaktion von Harnstoff umgesetzt werden kann.
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Harnstoff polar gebaut, polare Atombindungen, Wasser als polares Lösungsmittel, Octan als unpolares Lösungsmittel, nur „Ähnliches löst sich in Ähnlichem“
Erläutern:
Reaktion Katalysator mit einem der Ausgangsstoffe (Edukte),
Bildung eines Übergangszustands/ Zwischenverbindung,
weniger Aktivierungsenergie benötigt,
Reaktion läuft schneller ab
Katalysatoren
-
liegen nach der Reaktion unverbraucht vor
-
verändern die Reaktionsgeschwindigkeit
-
wirken selektiv
-
beeinflussen nicht die Lage des chemischen Gleichgewichts
Auflösen von Ammoniak und Kohlenstoffdioxid in Wasser:
a) Zunahme der elektrischen Leitfähigkeit → Bildung von Ionen als frei bewegliche Ladungsträger
b) Bildung einer leicht alkalischen Lösung → Hydroxid-Ionen
Begründen:
Redoxreaktion:

Berechnen:
lt. Reaktionsgleichungen: