Teil A – Fragen zu allen Bereichen
1
Kinematik
Ein Pkw und ein Moped bewegen sich auf ein und derselben Straße in die gleiche Richtung. Zum Zeitpunkt
erreicht der Pkw das Ortsausgangsschild und beschleunigt
lang gleichmäßig. Das Moped bewegt sich gleichförmig mit der Geschwindigkeit
Zum Zeitpunkt
befindet es sich
vor dem Pkw. Die Abbildung zeigt das
-Diagramm für die Bewegung des Pkw.
1.1
Zeichne den Graphen
für die Bewegung des Mopeds in das Diagramm ein und kennzeichne den Zeitpunkt, zu dem der Pkw das Moped überholt.
Gib den Weg an, den das Moped während dieser Zeit zurückgelegt hat.
Erreichbare BE-Anzahl: 03
1.2
Ermittle graphisch unter Nutzung dieses Diagramms die jeweilige Geschwindigkeit des Pkw für den Zeitpunkt
und den Zeitpunkt
Gib die Beschleunigung des Pkw an.
Hinweise: Für die Momentangeschwindigkeit eines Körpers zum Zeitpunkt
gilt
Für die Beschleunigung gilt
Erreichbare BE-Anzahl: 04
2
Kondensatoren
Ein Kondensator, ein Ohm'sches Bauelement und ein Schalter bilden einen einfachen Stromkreis. Der Kondensator ist zum Zeitpunkt
geladen, der Schalter wird zu diesem Zeitpunkt geschlossen und die Spannung über dem Kondensator wird gemessen. Das Ohm'sche Bauelement wird durch eine Spule hoher Induktivität ersetzt und das Experiment wird wiederholt.
2.1
Ordne die
- Diagramme dem entsprechenden Experiment zu.
Begründe deine Entscheidung.
Diagramm 1
Diagramm 2
Erreichbare BE-Anzahl: 02
2.2
Vergleiche für beide Experimente die Energieumwandlungen.
Erreichbare BE-Anzahl: 04
3
Radioaktivität
Erläutere das physikalische Prinzip eines Nachweisgerätes für radioaktive Strahlung.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
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1.1
Graphen einzeichnen
Der Graph
welcher die Bewegung des Mopeds darstellt hat den
-Achsenabschnitt
und die Steigung
Somit folgt:
Zeitpunkt ablesen
Im Punkt
überholt der PKW das Moped, also nach
Wegstrecke berechnen
Ablesen der Differenz vom Startort zum Überholort an der Weg-Achse:
1.2
1. Schritt: Tangenten einzeichnen
Um die Momentangeschwindigkeit zu bestimmen, werden zu den Zeitpunkten
und
Tangenten an den Graphen gezeichnet.
2. Schritt: Anstiegsdreicke einzeichnen
Die Steigungen der Tangenten werden mittels Differenzenquotient bestimmt. Dazu werden die Werte im Diagramm abgelesen.
Hilfsskizze mit eingezeichneten Anstiegsdreiecken
2.1
Das Diagramm 2 gehört zum Experiment, in dem der Ohm'sche Widerstand verwendet wird.
Der Kondensator entlädt sich über den Widerstand. Da
ist, wird die Kondensatorspannung kleiner, je kleiner die Ladung
wird. Diagramm 2 stellt eine typische Entladekurve eines Kondensators dar.
Das Diagramm 1 gehört zum Experiment, in dem eine Spule hoher Induktivität verwendet wird.
Im Diagramm 1 ist die gedämpfte Schwingung eines Schwingkreises dargestellt.
Bei den lokalen Maxima und Minima der Spannungskurve ist der Kondensator jeweils maximal geladen.
Entspricht die Spannung Null, dann ist das Magnetfeld der Spule maximal.
Bei den lokalen Maxima und Minima der Spannungskurve ist der Kondensator jeweils maximal geladen.
Entspricht die Spannung Null, dann ist das Magnetfeld der Spule maximal.
2.2
Energieumwandlung Experiment 1:
Zunächst ist der Kondensator vollständig geladen. Dadurch entspricht die Energie der elektrischen Feldenergie des Kondensators
Beim Entladevorgang fließt Strom durch den Widerstand, wobei die elektrische Energie
in thermische Energie
umgewandelt wird. Wie am Verlauf der Spannung im Diagramm zu erkennen ist, nimmt die Spannung mit der Zeit ab, das heißt die Energie wird vollständig entwertet.
Energieumwandlungen Experiment 2:
Zunächst ist der Kondensator wieder vollständig geladen. Dadurch entspricht die Energie der elektrischen Feldenergie des Kondensators
Beim Entladevorgang wird ein Teil der Energie in magnetische Feldenergie der Spule
umgewandelt und dann wieder in elektrische Energie
Dieser Vorgang wiederholt sich periodisch.
Da die Spule ebenfalls einen ohmschen Widerstand besitzt, wird ein Teil der Energie in thermische Energie umgewandelt und wird somit entwertet.
Die Spannung der gedämpften Schwingung wird mit der Zeit immer kleiner und kommt schließlich zum Erliegen aufgrund der vollständigen thermischen Energieentwertung.
3
Die meisten Nachweisgeräte für radioaktive Strahlung funktionieren nach dem Prinzip Atome zu ionisieren. Dieser Vorgang wird mit dem jeweiligen Gerät sichtbar gemacht.
Ein Nachweisgerät für radioaktive Strahlung ist das Geiger-Müller-Zählrohr.
Aufbau:
Das Geiger-Müller-Zählrohr besteht aus einem Metallzylinder, in dem sich Füllgas und ein dünner Zähldraht befinden. Die Zählrohrwand ist mit dem Minuspol der Quelle, der Zähldraht über einen hohen Widerstand mit dem Pluspol verbunden.
Funktionsweise:
Radioaktive Strahlung tritt durch das Glimmfenster in den Metallzylinder ein und trifft auf Gasatome. Elektronen werden aus den Atomen herausgestoßen; das heißt die Edelgas-Atome werden ionisiert.
Diese Elektronen werden durch die anliegende Spannung zur Anode beschleunigt und ionisieren weitere Gasatome, es kommt zur Elektronenlawine bis alle Gasatome ionisiert sind (Stoßionisation).
Die Elektronen lagern sich am positiven Zählerdraht ab, wodurch ein Stromfluss entsteht.
Der fließende Strom verursacht am Widerstand
einen Spannungsimpuls, der vom Zähler registriert wird.