Teil C – Experimente
Hinweis: Von den nachfolgenden Wahlaufgaben C 1 und C 2 soll in der Prüfung nur eine bearbeitet werden.
Ein Experimentierwagen steht auf einer waagerechten Unterlage. Er ist zwischen zwei gleichen Federn eingespannt und ruht in der Gleichgewichtslage. Wird der Wagen ausgelenkt und freigegeben, so führt er eine harmonische Schwingung aus. Die Abbildung zeigt das Prinzip.
Plane das Experiment den folgenden Aufgabenstellungen gemäß.
Die vollständig aufgebaute Experimentieranordnung sowie alle erforderlichen Geräte und Hilfsmittel werden Ihnen übergeben. Das planvolle und systematische Experimentieren wird bewertet.
Wahlaufgabe C 1: Spule und Kondensator im Gleich- und Wechselstromkreis
Führe Untersuchungen an einer Spule und an einer Reihenschaltung aus Spule und Kondensator durch. Plane das Experiment den folgenden Aufgabenstellungen gemäß und fordere bei der Aufsicht führenden Fachlehrkraft die notwendigen Geräte und Hilfsmittel an. Das vollständige Anfordern aller notwendigen Geräte und Hilfsmittel sowie das planvolle und systematische Experimentieren werden bewertet.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
1
Ermittle für die vorgegebene Spule durch Strom- und Spannungsmessung den Ohm'schen Widerstand
Erfrage bei der Aufsicht führenden Fachlehrkraft, welche Gleichspannung nicht überschritten werden darf.
Erreichbare BE-Anzahl: 03
2
Baue eine Reihenschaltung aus einer Spule mit Eisenkern und einem Kondensator auf. Die Stromstärke und die über dem Kondensator abfallende Spannung sollen gemessen werden.
Erfrage bei der Aufsicht führenden Fachlehrkraft die Einstellung der Wechselspannungsquelle und die Frequenz der Wechselspannung.
Durch Verschieben des Eisenkerns wird die Induktivität der Spule verändert. Verschiebe den Eisenkern so, dass es zur Reihenresonanz kommt.
2.1
Messe für diesen Fall den Effektivwert der Stromstärke und den Effektivwert der über dem Kondensator abfallenden Spannung.
Erreichbare BE-Anzahl: 01
2.2
Berechne unter Nutzung der Messwerte aus Teilaufgabe 2.1 den kapazitiven Widerstand
des Kondensators.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
2.3
Der Wert des kapazitiven Widerstands ist fehlerbehaftet. Erfrage bei der Aufsicht führenden Fachlehrkraft die absoluten Messunsicherheiten für die Stromstärke und die Spannung.
Ermittle den absoluten und den relativen Fehler des kapazitiven Widerstands.
Erreichbare BE-Anzahl: 03
2.4
Gib den induktiven Widerstand
der Spule und den Gesamtwiderstand der Schaltung an.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
2.5
Zeichne ein zugehöriges Zeigerdiagramm ausschließlich für die Spule.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
Wahlaufgabe C 2: Mechanische Schwingungen
Führe Untersuchungen an einem schwingungsfähigen System durch.Ein Experimentierwagen steht auf einer waagerechten Unterlage. Er ist zwischen zwei gleichen Federn eingespannt und ruht in der Gleichgewichtslage. Wird der Wagen ausgelenkt und freigegeben, so führt er eine harmonische Schwingung aus. Die Abbildung zeigt das Prinzip.
Die vollständig aufgebaute Experimentieranordnung sowie alle erforderlichen Geräte und Hilfsmittel werden Ihnen übergeben. Das planvolle und systematische Experimentieren wird bewertet.
Erreichbare BE-Anzahl: 01
1
Löse eine der beiden Federn aus der Experimentieranordnung und ermittle experimentell deren Federkonstante
Erreichbare BE-Anzahl: 03
2
Stelle den ursprünglichen Zustand der Experimentieranordnung her. Lenke den Wagen aus der Gleichgewichtslage aus und gib ihn frei.
2.1
Messe die Periodendauer des schwingungsfähigen Systems.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
2.2
Erfrage die Masse des Wagens bei der Aufsicht führenden Fachlehrkraft. Berechne die Richtgröße
des schwingungsähigen Systems.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
3
Gib das Verhältnis
zu
an.
Erreichbare BE-Anzahl:01
4
Bei einem anderen schwingungsfähigen System gleicher Bauart beträgt die Richtgröße
. Der Wagen hat die Gesamtmasse
. Die Auslenkung
wird in Abhängigkeit von der Zeit
gemessen.
Die Abbildung zeigt das zugehörige
-Diagramm.
Die Spannenergie wird durch Reibungsarbeit vollständig entwertet. Die Reibungskraft ist konstant.
4.1
Gib die Periodendauer an.
Erreichbare BE-Anzahl: 01
4.2
Ermittle den insgesamt vom Wagen zurückgelegten Weg
.
Erreichbare BE-Anzahl: 02
4.3
Berechne die Reibungszahl
.
Erreichbare BE-Anzahl: 03
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C1
1.
2.1
2.2
Der kapazitive Widerstand
ist in Wechselstromschaltungen definiert als:
Einsetzen der gemessenen Werte liefert:
2.3
Beispielsweise
und
entsprechen jeweils der absoluten Messunsicherheit der Stromstärke und der Spannung.
Für den abosluten Fehler des kapazitiven Widerstandes
gilt:
Für den relativen Fehler des kapazitiven Widerstandes
gilt:
2.4
Induktiver Widerstand der Spule
enstpricht im Reihenresonanzfall dem kapazitiven Widerstand
Der Betrag ist gleich.
Für den Gesamtwiderstand im Reihenresonanzfall
gilt:
2.5
Zeigerdiagramm
C2
1.
Die Federkonstante
kann mit Hilfe folgender Formel berechnet werden:
Zur Bestimmung der Periodendauer
kann eine Masse
am unteren Ende der Feder befestigt und losgelassen werden, sodass sie zu schwingen beginnt. Mit Hilfe einer Stoppuhr wird die Zeit gemessen, die die Masse für eine vollständige Schwingung benötigt. Dabei wird die Zeit von dem Moment gemessen, wenn die Masse ihre maximale Auslenkung erreicht hat, bis zu dem Zeitpunkt, wenn sie wieder dieselbe maximale Auslenkung in der gleichen Richtung erreicht. Beispielsweise liefert eine gemessene Periodendauer von
für eine Masse
2.1
Mit Hilfe einer Stoppuhr wird die Zeit gemessen, die der Wagen für eine vollständige Schwingung benötigt, also von der maximalen Auslenkung zur maximalen Auslenkung in derselben Richtung.Mehrfache Wiederholungen und die Berechnung des Mittelwerts der gemessenen Periodendauern
liefern genauere Ergebnisse. Beispielsweise ergibt das Experiment:
Der Mittelwert der Periodendauern liefert:
| Messung | |
|---|---|
| 1 | 1,00 |
| 2 | 0,96 |
| 3 | 0,92 |
| 4 | 0,98 |
| 5 | 0,94 |
2.2
Die Masse des Wagens wiegt beispielsweise
Für die Priodendauer des Systems gilt:
Einsetzen der Werte liefert:
3.
4.1
Die Periodendauer entspricht einer vollständigen Schwingung des Wagens, also beispielsweise der Zeit zwischen zwei Hochpunkten des Graphen. Innerhalb von
hat der Wagen
Perioden zurückgelegt. Für die Periodendauer ergibt sich:
Alternativ lässt sich die Periodendauer mit den Angaben auch berechnen:
4.2
Aufaddieren der Beträge der Extrempunkte des Graphen liefert den insgesamt vom Wagen zurückgelegt Weg
4.3
Für die Reibungszahl
gilt:
lässt sich über die Bewegungsgleichung eines harmonischen gedämpften Oszillators berechnen. An einem Maximum gilt:
Einsetzen der Werte für das zweite Maximum liefert:
Einsetzen in die Gleichung liefert für die Reibungszahl