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Aufgabe 3.2 – Licht

Thomas Young veröffentlichte 1804 im Journal „The philosophical transactions of the Royal Society of London“ ein Experiment, mit dem er die Wellennatur des Lichts zeigen wollte.

1

In Material 1 wird das von Thomas Young durchgeführte Experiment dargestellt. Erkläre die in Material 1 genannten Beobachtungen mithilfe eines Modells.

4 BE

2

Fachpraktischer Teil

Das Experiment von Thomas Young gilt als Vorläufer späterer Doppelspaltexperimente.

a

Erzeuge unter Verwendung von Material 2 ein Interferenzbild mit dem Doppelspalt auf dem Schirm.

Dokumentiere dein Vorgehen, indem du eine beschriftete Skizze des Versuchsaufbaus mit seinen genauen Maßen anfertigst.

6 BE

b

Tausche den Doppelspalt gegen das zur Verfügung gestellte Gitter aus, dessen prinzipieller Aufbau im Material 3 beschrieben ist.

Fertige eine Skizze des Interferenzbildes in geeignetem Maßstab an. Beschreibe die zu beobachtenden Unterschiede im Vergleich zum Doppelspalt.

6 BE

c

Bestimme mithilfe des Gitters die Wellenlänge des Lasers. Dokumentiere hierbei deine Vorgehensweise.

7 BE

Hinweise:

Sollte dir der Aufbau des Versuchs oder die Durchführung in 2c nicht gelingen, so kannst du bei der Aufsicht führendenden Fachlehrkraft Material anfordern. Den nicht erbrachten Leistungen entsprechend werden 5 Bewertungseinheiten nicht erteilt.

3

Beschreibe einen Unterschied zwischen dem Aufbau des Experimentes von Young und dem in Aufgabe 2 durchgeführten Interferenzexperiment am Doppelspalt und welche Auswirkung dieser Unterschied auf das jeweils zu beobachtende Interferenzbild hat.

3 BE

4

Erkläre die Bedeutung des Experimentes von Young für die physikalische Beschreibung von Licht, indem du auf die Grenzen des Lichtstrahlmodells eingehst.

4 BE

Material 1: Experiment von Young

Youngs Idee war ein Experiment, „das, wenn die Sonne scheint, mit Leichtigkeit und ohne jede Vorrichtung, die nicht jedermann zur Verfügung steht, wiederholt werden kann“. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln große wissenschaftliche Fortschritte erzielt werden können. Young schreibt: „Ich machte ein kleines Loch in einen Fensterladen und bedeckte es mit einem dicken Stück Papier, das ich mit einer feinen Nadel durchstach.“ Dann hielt er eine Spielkarte in den Sonnenstrahl und teilte so das Lichtbündel in zwei Teile. Auf der gegenüberliegenden Wand sah er Interferenzstreifen, die verschwanden, wenn er das Licht auf einer der beiden Seiten der Spielkarte verdeckte.

Schematische Darstellung: Rolle, Papier mit Loch, dünne Spielkarte und zwei Teilbündel mit PfeilenSchematische Darstellung: Rolle, Papier mit Loch, dünne Spielkarte und zwei Teilbündel mit Pfeilen

Abb. 1: Prinzip des Aufbaus von Young

Material 2: Hinweise zur Durchführung des Versuchs in Aufgabe 2

Geräte:

  • Laser (rot, Wellenlänge Formula: \lambdaFormula: \lambda unbekannt)

  • Doppelspalt

  • optisches Gitter

  • Schirm

  • Lineal / Maßstab

  • optische Bank

  • Halter, Befestigungsmaterial

Beachte die Sicherheitshinweise im Umgang mit Lasern.

Material 3: Optisches Gitter

Optische Bauteile, bei denen viele lichtdurchlässige und lichtundurchlässige Bereiche in Form von Strichen nebeneinander angeordnet sind, heißen optische Gitter. Vereinfacht gesagt sind es viele Doppelspalte nebeneinander.

Wenn ein Gitter 500 Striche (also 500 lichtdurchlässige Bereiche) pro Formula: \text{mm}Formula: \text{mm} besitzt, hat es einen Spaltmittenabstand (auch Gitterkonstante genannt) von

Formula: g = \dfrac{1}{500}\;\text{mm} = 2,00 · 10^{-6}\;\text{m}.Formula: g = \dfrac{1}{500}\;\text{mm} = 2,00 · 10^{-6}\;\text{m}.

Kleines "g" links, geschweifte Klammer in der Mitte, mehrere vertikale dunkle Rechtecke in einer Spalte rechtsKleines "g" links, geschweifte Klammer in der Mitte, mehrere vertikale dunkle Rechtecke in einer Spalte rechts

Abb. 2: Gitter

Formula: \tan \alpha_k=\dfrac{a_k}{\ell}Formula: \tan \alpha_k=\dfrac{a_k}{\ell}

Formula: \sin \alpha_k=\dfrac{k\cdot\lambda}{g}Formula: \sin \alpha_k=\dfrac{k\cdot\lambda}{g}

Formula: a_kFormula: a_k

Abstand zwischen dem Maximum nullter und dem Maximum Formula: kFormula: k-ter Ordnung auf dem Beobachtungsschirm

Formula: \ellFormula: \ell

Abstand Gitter – Schirm

Formula: kFormula: k

Ordnung

Formula: \lambdaFormula: \lambda

Wellenlänge

Formula: gFormula: g

Gitterkonstante (Spaltmittenabstand)

Formula: \alpha_kFormula: \alpha_k

Winkel, unter dem das Maximum Formula: kFormula: k-ter Ordnung erscheint

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