Aufgabe 1 – Erörterung
Thema
Radio Bayern 1: Tiere im Zoo: Artenschutz oder Tierquälerei?
Aufgabenstellung
-
Ist es vertretbar, Tiere im Zoo zu halten?
Erörtere, was für und was gegen diese Position spricht. Nutze den Text und die Informationen aus dem A1-Teil (jeweils mindestens drei Argumente). Bezeichne bei Zitaten den Text aus dem A1-Teil als T1, den Text aus dem B-Teil als T2.
-
Nimm anschließend Stellung und begründe deine eigene Meinung.
-
Gliedere dabei deinen Text in die folgenden Abschnitte und berücksichtige besonders die genannten Aspekte:
→ Einleitung: Kurze einführende Darstellung und Nennung des Themas, Nennung von Textart, Titel, Quellenangabe und Erscheinungsdatum des
Ausgangstexts, Überleitung zum Hauptteil (Themenfrage)
→ Hauptteil: Strukturierung in Antithese (Contra) und These (Pro), steigernde Anordnung der Argumente (Behauptung, Begründung, Beispiel/Beleg), basierend auf den Texten und gegebenenfalls eigene Gedanken
→ Schluss: Zusammenführung der Argumente / Fazit, Stellungnahme / Ausblick / Appell
-
Formuliere einen zusammenhängenden, strukturierten Text. Achte dabei auf korrekte Sprache und Rechtschreibung, beides wird bewertet.
Material
Tiere im Zoo: Artenschutz oder Tierquälerei?
Radio Bayern 1
Aus: Bayern1 „Pro und Contra: Tiere im Zoo: Artenschutz oder Tierquälerei?“. Text zur Sendung „BAYERN1 am Morgen“, ausgestrahlt am 13.01.2020.
Online erschienen am: 16.01.2020. Zugriff am 08.08.2024 (zu Prüfungszwecken bearbeitet)
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Einleitung
-
Kurze einführende Darstellung, z. B. Zoos sind bei Jung und Alt beliebt, Kritiker sehen aber jede Form der Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft als Qual
-
Nennung des Themas:
z. B. Berechtigung von Zoos im 21. Jahrhundert / sinnvoller und tiergerechter Artenschutz
-
Nennung der Textsorte, des Titels, der Autorin/des Autors sowie der Quellenangabe und des Erscheinungsdatums des Ausgangstexts:
Sachtext/Radiobeitrag, Titel: Tiere im Zoo: Artenschutz oder Tierquälerei?, erschienen am 16.01.2020 auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks
-
Überleitung zum Hauptteil:
Themenfrage: z. B. Ist es vertretbar, Tiere in Zoos zu halten? / Darf man Tiere in Zoos halten?
Hauptteil
Pro – positive Aspekte / Leistungen von Zoos
Argumente bestehen aus Behauptung, Begründung und Beispiel/Beleg, basierend auf den Texten, z. B.
Beitrag zum Artenschutz
-
Naturschutzorganisationen haben v. a. ökologische Lebensräume mit hoher Artenvielfalt im Blick. (Z. 5–6)
-
Zoos dagegen kümmern sich auch um bedrohte Arten außerhalb dieser Lebensräume, z. B. kleine graue Papageienart. (Z. 6–8)
-
Viele Arten kann man heute nur noch vor dem Aussterben schützen, indem man sie in Gehegen hält. (Z. 9/10)
Tieren fehlt in der freien Natur oft die Überlebensbasis
-
auswildern / Leben in freier Wildbahn oft nicht möglich, weil das Überleben der Tiere in vielerlei Hinsicht bedroht ist (Jagd durch Menschen, fehlende Nahrungsbasis, ....) (Z. 11–13)
-
Auswilderung würde manche Tiere (wie z. B. den Eisbären) verhungern lassen (Z. 11/12)
Ideale Lebensbedingungen für Tiere schaffen als grundsätzlicher Auftrag von Zoos
-
Zoos haben den Auftrag / sind spezialisiert darauf, für das Wohlergehen der Tiere zu sorgen. (Z. 13/14)
-
Bei keiner anderen Form der Tierhaltung werden in jedes einzelne Tier so viele Gedanken und Geld investiert. (Z. 14/16)
-
EU-weite Auflagen verpflichten Zoos, die Tiere ihren biologischen Bedürfnissen entsprechend zu halten. (Z. 45–47)
Bildungsarbeit: Heranführung der Menschen an Umwelt- und Artenschutzthemen
-
Zoos als einzige Einrichtungen, die so viele Menschen gezielt an Umwelt- und Artenschutzthemen anführt (z. B. Tiergarten Nürnberg: 20 000 Menschen pro Jahr in Bildungsprogrammen, insgesamt 1 Millionen Besucher pro Jahr) (Z. 17–20)
-
Umweltbildung (das daraus resultierende Bewusstsein der Menschen) als wesentliche Voraussetzung dafür, dass überhaupt irgendwo auf der Welt Artenschutz- oder Umweltprojekte gelingen können (Z. 21/22)
Zoos als Orte der Erholung
-
Zoos bieten für Menschen jeden Alters die Möglichkeit, in einer faszinierenden Umgebung einen schönen Tag zu verbringen, sich zu erholen und Kraft zu tanken. (Z. 23/24)
-
Zoos als „Wohlfühlorte“ sind notwendige Voraussetzung, damit Menschen sich auf Umweltbildung überhaupt einlassen. (Z. 24–26)
Realistischer Eindruck/Erleben von Tieren
-
Verhalten von Tieren in Echtzeit erlebbar, viel realistischeres Bild als in Tierdokumentationen (Z. 26–28)
Contra – Kritik an der Haltung von Tieren in Zoos
Argumente bestehen aus Behauptung, Begründung und Beispiel/Beleg, basierend auf dem Text z. B.
Zoos sind „Gefängnisse“
-
der einzige Ort, „wo Lebewesen eingesperrt sind, ohne etwas verbrochen zu haben“ (Z. 30/31)
-
Zoohaltung von Tieren als grundlegendes ethisches Problem (Z. 47/48)
Tiere zeigen Verhaltensauffälligkeiten aufgrund des „Eingesperrtseins“
-
Tiere in Zoos zeigen Verhaltensauffälligkeiten: z. B. Menschenaffe (sitzt nur auf einem Fleck), Pelikan (kann nicht fliegen wegen gestutzten Flügeln), Eisbär (läuft immer im Kreis), Elefant (macht Wippbewegung mit dem Kopf) (Z. 31–36)
-
Kinder werden so durch Zoos eher abgeschreckt als sich für den Artenschutz zu begeistern, bekommen ein unrealistisches Bild der Verhaltensweisen von Tieren (Z. 35/36)
Wildtiere leiden unter verschiedenen Aspekten des „Eingesperrtseins“
-
zu kleine Gehege (Z. 37)
-
fehlende natürliche Reize (z. B. Beutetiere, die sie jagen könnten oder Landschaft, die sich verändert)(Z. 37–39)
In Zoos geht es um die Bedürfnisse der Besucher und nicht die der Tiere
-
Mehrzahl der Tiere dort ist nicht vom Aussterben bedroht (Z. 39)
-
es geht nicht um Artenschutz oder Naturbildung, sondern Tiere werden gezeigt, weil sie „charismatisch“/spektakulär sind und die Besucher unterhalten (Z. 40) / um die Sensationslust der Menschen
zu befriedigen (Z. 43/44)
Schluss
-
Zusammenführung der Argumente / Fazit
-
Stellungnahme / Ausblick / Appell
-
individuelle Lösungen