Partie B
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Ton correspondant Victor, élève de Terminale, s'est renseigné sur des fondations qui accordent des bourses d'études aux élèves
doués. Il s'intéresse également aux aides proposées aux personnes talentueuses en Allemagne. Tu as lu l'article « Früher Fliesenleger,
jetzt Elitestudent » et tu résumes les informations qui pourraient intéresser Victor dans un e-mail.
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(médiation) (18 Punkte)
Bernd Kramer Begabtenförderwerke. Früher Fliesenleger, jetzt Elitestudent
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Benjamin Braamt, Sonderschulempfehlung, Lehre als Fliesenleger, Abi an der Abendschule,
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erscheint es manchmal noch selbst wie ein Mysterium, dass er jetzt zum erlesenen Kreis der
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Elitestudenten gehört. Braamt, 33 Jahre, studiert seit Oktober in Bochum Mathematik und
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Sozialwissenschaften, er will Lehrer werden. Vor einigen Monaten war er beim Auswahl-
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seminar der Studienstiftung des deutschen Volkes [...].
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Nur ein Prozent der Studenten werden von einem der 13 Begabtenförderwerke unter-
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stützt. [...]
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Das eine Prozent der Geförderten unterscheidet sich deutlich von den übrigen 99 Prozent an
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Deutschlands Hochschulen. Zwei Drittel der Stipendiaten kommen aus Akademikerfamilien;
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unter allen Studierenden ist es dagegen nur die Hälfte. Die Studienstiftung, das größte För-
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derwerk, ist dabei besonders verschlossen: Die Kinder von Vorstandschefs und Professoren
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bleiben unter sich, nur 30 Prozent sind Erstakademiker.
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An uns liegt es nicht, heißt es bei der Studienstiftung. „Wir bemühen uns darum, dass das
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Auswahlverfahren nicht sozial selektiv ist“, sagt Auswahlleiter Roland Hain. Er verweist auf
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die Zahlen, wonach sich unter den Stipendiaten tatsächlich annähernd so viele Bildungsauf-
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steiger finden wie unter den Bewerbern. Die Ursache sieht Hain eher darin, wen Lehrer und
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Hochschulen für die Stiftung nominieren. Gymnasien mit bürgerlicher Klientel machen sei-
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nem Eindruck nach eher von ihrem Vorschlagsrecht Gebrauch als andere Schulen, die zum
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Abi führen. Uni-Professoren empfehlen ihre Studenten öfter als die Kollegen der Fachhoch-
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schulen, bei denen die Aufsteiger studieren. Seit gut zehn Jahren können Studenten sich be-
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werben, ohne vorgeschlagen worden zu sein. Auch das sollte die Stiftung gerechter machen.
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Geklappt hat es nicht. Der Anteil der Nicht-Akademiker-Kinder war unter den erfolgreichen
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Selbstbewerbern mit 20 Prozent zuletzt niedriger als der Gesamtschnitt.
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Die Studienstiftung will daher nun über Kooperationen an Kandidaten kommen, die bisher
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nicht zu ihr finden. Einer dieser Partner ist das Talentzentrum in Nordrhein-Westfalen, ein
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Modellprojekt, das gezielt Abiturienten an die Hochschulen locken will, deren Eltern nicht
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studiert haben. Mehr als 70 Scouts strömen dafür in die Berufskollegs, Gesamtschulen und
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Gymnasien. Seit 2018 dürfen die Talentscouts Vorschläge für die Stiftung machen.
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Julia Eberlein gehörte bis vor Kurzem zu diesen Beratern, einmal im Monat war sie zur
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Sprechstunde im Weiterbildungskolleg in Dortmund. Irgendwann saß Braamt bei ihr. „Für
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mich war es klar, dass ich Benjamin vorschlage“, sagt sie. Der habe sie erst einmal nur ver-
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dattert angesehen.
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Wohl auch, weil schon der Weg zur Uni für ihn so lang war. [...]
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Braamt lernte Fliesenleger, fand keine Stelle, ging vier Jahre zur Bundeswehr, anschließend
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in die Produktion bei einem Hersteller für Kupplungen, ein Arbeiterjob in Blaumann und
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Schichtdienst. An den Berufswunsch von früher dachte er gar nicht mehr – bis er beim Sport
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seine Freundin kennenlernte, eine Medizinstudentin.
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Studieren, das wollte ich ja auch mal, sagte Braamt.
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Warum machst du es nicht?
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Weil mir mein Leben lang gesagt wurde, dass ich es nicht kann.
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Er versuchte es mit dem Abitur an der Abendschule, freitags nach der Arbeit von 18 bis
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21 Uhr und samstags von acht bis 16 Uhr. „Meine Freunde waren eher zwiegespalten und im
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Betrieb musste ich auch dafür kämpfen, dass das mit dem Schichtdienst hinhaut.“ Trotzdem
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macht er das Abitur, mit 1,2. Hätte seine Mentorin Julia Eberlein vom Talentzentrum ihn nicht
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für die Studienstiftung empfohlen, sagt Braamt, wäre er nie auf die Idee gekommen, sich zu
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bewerben.
[...]
(525 mots)
Aus: Bernd Kramer: Begabtenförderwerke. Früher Fliesenleger, jetzt Elitestudent. Süddeutsche Zeitung, 11.07.2019,
https://www.sueddeutsche.de/bildung/studienstiftung-stipendium-bildungsaufsteiger-1.4512969 (Zugriff: 12.05.2021)
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4.
- l'article « Begabtenförderwerke. Früher Fliesenleger, jetzt Elitestudent » écrit par Bernd Kramer
- il s'agit des attributions des bourses d'études aux élèves et étudiants particulièrement doués
- l’article traite de la répartition des bourses
Introduction
- l'Allemagne possède de nombreux centres de développement des talents
- ceux-ci ne soutiennent qu’une faible part d’étudiants
- une partie disproportionnée des boursiers provient de familles universitaires, ce qui crée un déséquilibre dans la partie des personnes douées
les diplômés de premier cycle (les diplômés issus de familles non universitaires) sont moins souvent promus
- les lycées et les universités proposent plus de boursiers que les autres types d’établissements scolaires/universitaires
cela peut expliquer le déséquilibre
Les informations générales
- l’objectif est une répartition plus équitable des bourses
- ils sont réalisés par la fondation d’études du peuple allemand
- un séminaire de sélection
- la possibilité d'auto-candidature
- l'identification des candidats par le biais de collaborations
p. ex. avec le centre de talent en Rhénanie-du-Nord-Westphalie : les dénicheurs de talents recherchent spécifiquement et dans tous les types d'écoles des candidats appropriés dont les parents n'ont pas étudié et les proposent pour la fondation d'étude
- l’exemple de Braamt: on peut aussi obtenir de l’aide et étudier par des détours
Les mesures et possibilités d'encouragement
- Lehre – l'apprentissage : le fait d'apprendre un métier
- Abendschule : c'est un centre de formation où les personnes qui travaillent se perfectionnent en cours du soir.
- Fachhochschule : l'école supérieure spécialisée où on peut faire des études techniques ou artistiques
- Gesamtschule : les trois types d’écoles (la Hauptschule, la Realschule et le Gymnasium) sont combinés
- Bundeswehr : c'est l'armée allemande ; toutes les forces armées
Quelques explications