Partie B
4.
Ton/ta correspondant/e français/e s'intéresse aux projets allemands actuels qui contribuent à résoudre des conflits à l'école.
Tu as trouvé l'article « Senioren als Streitschlichter auf dem Schulhof » et dans un e-mail tu lui fais part des informations et des réflexions les plus importantes sur ce projet.
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(médiation) (18 Punkte)
Senioren als Streitschlichter auf dem Schulhof
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Ein Container steht an der Seite des Schulhofs. Daran ein Zettel: "Ihr habt Euch gestritten
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und findet keinen Ausweg? Etwas bedrückt dich, und du hast keinen zum Reden? Dann komm
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zu uns."
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Uns – das sind in diesem Fall Ingrid Erlewein und Ernst Kucharczyk. Die beiden Senioren
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sind ehrenamtlich als Streitschlichter an der IGS-Gesamtschule in Frankfurt-Eschersheim im
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Einsatz. "Alles was die Schüler uns anvertrauen bleibt vertraulich", versichert Kucharczyk.
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Der 69-Jährige hat früher als Bereichsleiter in einer Bank gearbeitet. "Kurz vor der Rente habe
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ich mir gedacht: 'Wenn ich aufhöre, muss ich etwas Sinnvolles machen.'" Durch einen Zei-
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tungsartikel sei er dann auf das Projekt Seniorpartner in School (SiS) gestoßen. "Den meisten
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von uns geht es darum, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben", ergänzt Erlewein, die mal
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als Lehrerin tätig war. An der neuen Aufgabe habe sie gereizt, jetzt näher an die Schüler heran-
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zukommen.
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Aktiv an 200 Schulen
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Der Verein SiS wurde 2001 in Berlin gegründet und finanziert sich größtenteils durch För-
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dergelder. Erst kürzlich hat die Spendenbewegung "Deutschland rundet auf" 300 000 Euro
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zur Verfügung gestellt. Seit der Gründung wurden bundesweit etwa 1300 Mediatoren ausge-
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bildet. Die Ehrenamtlichen sind an rund 220 Schulen aktiv. Hessenweit sind aktuell um die
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80 Senioren im Einsatz, bislang im Raum Frankfurt, Gießen und Marburg. Interessierte seien
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sehr willkommen. "Momentan ist es schwierig, Leute zu rekrutieren", sagt Kucharczyk.
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Aber wie wird man Streitmediator? Die Rentner werden in einer 80 Stunden umfassenden
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Ausbildung auf ihre Tätigkeit vorbereitet. "Uns ist Beständigkeit wichtig", betont er. Wer
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die Ausbildung mache, solle mindestens zwei Schuljahre dabei bleiben. Später kämen Fort-
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bildungen hinzu. Eine Schulung beschäftige sich beispielsweise mit dem Phänomen Cyber-
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mobbing. Solche Attacken über das Netz seien schon grausam, auch weil man keinen räumli-
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chen Abstand bekomme, erklärt der 69-Jährige. "Wir hatten hier zum Glück noch keine Fälle".
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Erlewein und Kucharczyk kommen einmal in der Woche an die Frankfurter Gesamtschule.
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So auch an einem Vormittag im Februar. Pausenzeit, das Wetter ist eher ungemütlich, doch
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die Kinder und Jugendlichen tollen auf dem Schulhof. Bälle fliegen durch die Luft, es wird
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gelacht, getobt und geschrien. Mittendrin die beiden Senioren. Sie schlendern über den Hof.
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Mal werden sie dort direkt angesprochen, mal kommen die Schüler zu ihnen in den Container.
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Meist geht es um typische Konfliktfälle, wie die beiden berichten. Das seien Beziehungspro-
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bleme ("Der spielt nicht mehr mit mir, der lässt mich links liegen"). Aber auch üble Beleidi-
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gungen oder körperliche Angriffe. Für die Gespräche mit und zwischen den Kindern gibt es
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klare Regeln. Dazu gehört, sich ausreden zu lassen, einander zuzuhören und respektvoll im
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Umgang miteinander zu sein. "Optimalerweise vermitteln wir bei den Gesprächen und struk-
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turieren und die Schüler finden dann selbst eine Lösung", so Kucharczyk.
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Senioren bieten geschützten Raum
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"Wir sagen immer wieder: wir sind weder Richter noch Therapeuten", erklärt er. "Wir neh-
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men die Kinder, wie sie sind. Ohne zu werten". Mitunter könnten die Senioren aber auch an
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Grenzen stoßen. "Beispielsweise bei seelischem Leid. Da können wir nur dazu ermutigen,
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professionelle Hilfe zu suchen."
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Schulleiterin Irmi Long begrüßt die Arbeit der Mentoren. "Das ist ganz wichtig für die Kin-
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der", sagt sie. Die Senioren würden einen geschützten Raum anbieten, in dem sich die Kinder
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öffnen könnten. "Natürlich ersetzt das nicht die Schulaufsicht, aber das ist auch nicht die Auf-
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gabe."
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Neben Ingrid Erlewein und Ernst Kucharczyk von SiS seien an der Frankfurter Schule auch
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noch Ansprechpartner von der Jugendhilfe im Einsatz. "Je mehr Angebote es gibt, umso bes-
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ser", meint Long. Und sicher gebe es auch Kinder, die sich bei älteren Menschen besonders
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aufgehoben fühlten und da besser Vertrauen fassen könnten.
(579 mots)
Aus: dpa: Senioren als Streitschlichter auf dem Schulhof. Süddeutsche Zeitung, 20.02.2020
https://www.sueddeutsche.de/leben/familie-senioren-als-streitschlichter-auf-dem-schulhof-dpa.urn-newsml-
dpa-com-20090101-200218-99-960416 (Zugriff: 02.05.2020)
https://www.sueddeutsche.de/leben/familie-senioren-als-streitschlichter-auf-dem-schulhof-dpa.urn-newsml-
dpa-com-20090101-200218-99-960416 (Zugriff: 02.05.2020)
Note :
Nos solutions sont représentées en points clés. À l’examen, il faut écrire un texte continu correspondant au type de texte requis pour obtenir la totalité des points.
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4.
- dans l'article « Senioren als Streitschlichter auf dem Schulhof » il s'agit de seniors qui sont des médiateurs de conflits bénévoles
- ils sont utilisés dans la cour de l'école
- par exemple, Ingrid Erlewein et Ernst Kucharczyk à un collège de Francfort
L'article
- l'association s'appelle « Seniorpartner in School » (SiS)
- il a été fondé en 2001 à Berlin
- le financement est assuré par des subventions
- 1300 médiateurs ont été formés à ce jour dans toute l'Allemagne
- ils sont actifs dans environ 220 écoles
L'association
- les seniors suivent une formation de 80 heures
- ils ont exercé la fonction de médiateur pendant au moins deux ans
- pendant la formation, d'autres formations continues viennent s'ajouter, p. ex. sur le thème du cyberharcèlement
La formation
- ils sont à l'école une fois par semaine
- durant les pauses, ils sont disponibles pour que les élèves puissent s'adresser directement à eux en cas de problème
- dans un espace protégé, ils jouent le rôle de médiateurs et donnent aux élèves la chance de trouver eux-mêmes une solution
La méthode de travail
- des réactions positives
- les directeurs d'école et les enfants saluent le travail avec les seniors
- la confiance s'installe rapidement
Les réactions