Partie B
4.
Ton correspondant Marcel t'interroge sur les traditions des amoureux en Allemagne.
Tu tombes sur l'article « Ein Maibaum für die Liebe ». Pour que Marcel puisse comprendre cette coutume régionale allemande,
tu lui donnes les informations les plus importantes de l'article dans un e-mail.
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(médiation) (18 Punkte)
Anja Schuchardt Ein Maibaum für die Liebe
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Während in Bayern die Dörfer um ihren Maibaum bangen, zieht man im Rheinland in der
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Mainacht los, um seiner Liebsten einen Baum zu stellen. Dabei gilt es, wichtige Dinge zu
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beachten – denn auf die Größe kommt es eben doch an. Und auch in der Region Köln ist der
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Baum nicht sicher vor Diebstahl. […]
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Wenn im Rheinland der April zu Ende geht, werden die Mädels unruhig. Dass junge Männer
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ihrer Angebeteten in der Nacht zum ersten Mai einen Baum in den Garten stellen, ist hier seit
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Jahrhunderten Tradition.
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30. April, 17 Uhr nachmittags auf einem Innenhof in Rauschendorf, nahe Bonn: Lars, Peter
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und acht weitere Jungs sind gerüstet. In der Einfahrt steht ein drei Meter langer Anhänger,
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darin Sägen, Äxte und fünf Kisten Bier. Gleich geht’s in den Wald zum Maibaumschlagen.
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Dort suchen sie sich die schönsten Maibäume für ihre Herzensdamen aus. Lars weiß, worauf
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es bei der Baumauswahl ankommt. "Ein perfekter Maibaum ist hoch gewachsen, hat einen
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relativ dünnen Stamm – damit man ihn noch aufstellen kann – und eine üppige Krone."
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Etwa eine Stunde dauern die Waldarbeiten im Auftrag der Liebe. Die meisten Bäume sind
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über zehn Meter lang. Zu hoch sollten sie nicht sein. Denn ist der Baum höher als der Haus-
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giebel, gilt das öffentliche Liebesgeständnis per Baum gleich als Hochzeitsantrag. Am Aus-
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gang des offiziellen Maibaumforstes zahlen Lars und seine Freunde für die Bäume: 15 Euro
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bekommt der Förster pro Birke.
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Ursprünglich war das Maibaumstellen Teil des so genannten "Mailehenbrauchs", einer Art
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dörflicher Partnervermittlung, die im 17. Jahrhundert entstand. Dabei wurden die unverhei-
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rateten jungen Frauen eines Dorfes den Junggesellen für eine bestimmte Zeit als Leihgabe,
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"Lehen", übergeben. Das geschah nach einem bestimmten Verfahren, sodass im Monat Mai
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in den Dörfern lauter Maipaare zueinander fanden. Die Maiversteigerungen sollten den dörf-
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lichen Heiratsmarkt regeln mit dem Ziel, Ehen innerhalb des Dorfes zu schließen. Wer das
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höchste Gebot für ein Mädchen abgab, war Maikönig und sie entsprechend Maikönigin. Dabei
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gehörte es zum festen Brauch, dass jeder Maibräutigam seiner Maibraut einen mit bunten
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Bändern geschmückten Baum aufstellte.
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Diese Tradition des "Maibaumstellens" hat sich in vielen rheinischen Dörfern in der Region
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Köln/Bonn bis heute gehalten. Ehen ergeben sich aus den Maifeiern eher seltener, als Single-
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Börsen sind sie aber immer noch beliebt. Und die Maibäume sind Indiz dafür, wie begehrt
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Mädels bei den Jungs sind. Schauen die Mädchen am Morgen vor ihr Fenster, stellt sich vielen
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noch die Frage: Wer hat ihn gebracht? Peinlich aber ist, wenn eine Tanne oder ein Kirsch-
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baum an der Wand lehnt. Diese sind keine Liebes-, sondern eine Schandmaie. Beweis dafür,
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dass sich das Mädchen bei jemandem unbeliebt gemacht hat.
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Lars ist froh, er hat seinen Liebesbaum mit Paketband und Schnüren an die Straßenlaterne
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gebunden.
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Peter hat ihn sogar im Vorgarten mit einer schweren Metallkette am Zaun festgemacht. Das
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hat nämlich der rheinische Maibaum mit seinem bayerischen Kollegen gemein: auch er ist in
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Gefahr, von männlichen Rivalen nachts geklaut zu werden. Und es kann auch schon einmal
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vorkommen, dass sich gleich zwei Verehrer vor dem gleichen Fenster der Angebeteten tref-
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[...]
fen.
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Warum ist als Maibaum eigentlich die Birke auserkoren worden? Sie gilt als Symbol des Früh-
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lings und der wiedererwachenden Natur. Und in diesem Jahr ziehen im Rheinland übrigens
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auch die Mädels in der Nacht los. Denn im Zuge der Gleichberechtigung hat sich beim Mai-
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baum-Brauch in den vergangenen Jahren ein zusätzlicher Trend entwickelt: In Schaltjahren
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setzen auch die Frauen ihrem Liebsten einen Baum. Schließlich gibt es am Ende des Monats
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traditionell eine Kiste Bier, wenn Verehrer oder Verehrerin den Baum wieder abholt.
(485 mots)
Aus: Anja Schuchardt: Ein Maibaum für die Liebe. Bayernkurier, 30.04.2016
https://www.bayernkurier.de/inland/13006-ein-maibaum-fuer-die-liebe/ (Zugriff: 13.03.2021)
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4.
- l'article « Ein Maubaum für die Liebe » écrit par la journaliste Anja Schuchhardt
- publié sur le site Bayernkurier le 30 avril 2016
- il s'agit d'une tradition allemande
- la tradition se réfère ici à la Rhénanie
L'article
- depuis des siècles, en Rhénanie, les jeunes hommes placent un arbre de mai devant la maison des femmes qu'ils aiment
- cela se passe dans la nuit du 1er mai
- c'est un signe d'amour pour la femme qui est convoitée
- l'arbre de mai est un indice de la popularité d'une jeune fille
La tradition
- il y a des forêts désignées
- les hommes choisissent un bouleau pour leur maîtresse et l'abattent eux-mêmes
- en échange, ils versent une somme d'argent
Création/Réalisation de l'arbre de mai
- une taille correspondante indique une demande en mariage
- un sapin ou un cerisier au lieu d'un bouleau, ce n'est pas une preuve d'amour, mais une insulte symbolique
Importance de la taille et du type d'arbre
- la tradition est née au 17
siècle dans le cadre de la recherche de partenaires dans les villages
- l'arbre de mai devait être compris comme le signe d'un commandement pour la bien-aimée/l'élue
- le bouleau a été choisi comme symbole, car il est le symbole du printemps et de la nature qui renaît
L'origine de la tradition
- Dans le cadre de l'égalité des droits, la tradition a évolué :
les années bissextiles, ce sont les filles qui fournissent les arbres
Développement