Aufgabe 1 — Gravitation
Die erste Landung von Menschen auf dem Mond im Jahr 1969 war ein Höhepunkt des amerikanischen Mondprogramms, bei dem bemannte Raumschiffe den Anziehungsbereich der Erde verließen.

Abbildung 1: Apollo 11, Landefähre Eagle auf dem Mond
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Gravitationskonstante |
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Masse der Erde |
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mittlerer Radius der Erde |
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Masse des Mondes |
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mittlerer Radius des Mondes |
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Mittlere Entfernung Erde-Mond (Abstand der Mittelpunkte) |
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Tabelle 1: Astronomische Konstanten und Daten
Nach dem Start schwenkten die Apollo-Raumschiffe zunächst auf eine Kreisbahn um die Erde ein. Ein Flugkörper benötigt dafür die sogenannte erste kosmische Geschwindigkeit. Dies ist ein theoretischer Geschwindigkeitsbetrag, mit dem ein Raumschiff antriebslos die Erde auf einer Kreisbahn nahe der Erdoberfläche umrunden könnte, ohne auf die Erdoberfläche zurückzufallen.
Leite mit einem Kraftansatz die Gleichung
her und zeige, dass der Betrag dieser Geschwindigkeit etwa groß ist.
Nach der Landung auf dem Mond konnten die Astronauten beeindruckende Sprünge vollführen.
Berechne die Gravitationsfeldstärke (Fallbeschleunigung) auf der Oberfläche des Mondes.
Vergleiche den Wert aus Aufgabe 1.2.1 mit der Fallbeschleunigung auf der Erde und erläutere den Einfluss auf die Sprungbewegung.
Bei der Annäherung an den Mond wurde ein solches Apollo-Raumschiff in eine kreisförmige Umlaufbahn in Höhe über der Mondoberfläche gebracht. Von dort startete dann die
schwere Landefähre zur Landung auf dem Mond.
Zeige, dass der Betrag der Geschwindigkeit auf dieser Umlaufbahn etwa groß ist und ermittle die kinetische Energie der Landefähre auf dieser Kreisbahn.
Bestimme die Anzahl der Umläufe der in der Mondumlaufbahn verbliebenen Kommandozentrale des Apollo-Raumschiffes um den Mond während des etwa 22-stündigen Aufenthaltes der Landefähre auf dem Mond.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Für eine antriebslose Kreisbahn eines Flugkörpers nahe der Erdoberfläche muss die Gravitationskraft der Erde als Zentripetalkraft (Radialkraft) wirken, um das Raumschiff auf der Bahn zu halten ().
In diese Gleichung können die Formeln für die Gravitationskraft und die Zentripetalkraft eingesetzt werden:
Damit kann nun die erste kosmische Geschwindigkeit berechnet werden:
Die Gewichtskraft entspricht der Gravitationskraft:
Hier können nun die Werte eingesetzt werden:
Auf der Erdoberfläche beträgt die durchschnittliche Fallbeschleunigung Wird der in Aufgabe 1.2.1 berechnete Wert des Mondes mit dem Wert der Erde verglichen, so zeigt sich, dass die Fallbeschleunigung auf dem Mond lediglich etwa ein Sechstel des irdischen Wertes beträgt.
Da die Gewichtskraft () linear von der Fallbeschleunigung abhängt, verringert sich auch das Gewicht der Astronauten auf der Mondoberfläche auf etwa ein Sechstel im Vergleich zu auf der Erdoberfläche. Bei gleichem Krafteinsatz wie auf der Erde resultiert diese stark reduzierte Gewichtskraft in deutlich höheren Sprüngen.
Zunächst wird der Radius der Umlaufbahn bestimmt. Dieser setzt sich aus dem Radius des Mondes und der Flughöhe der Umlaufbahn zusammen:
Wie in Aufgabe 1.1 wirkt die Gravitationskraft wieder als Zentripetalkraft ().
In diese Gleichung können die Formeln für die Gravitationskraft und die Zentripetalkraft eingesetzt werden:
Damit kann nun die Geschwindigkeit berechnet werden:
Damit kann nun die kinetische Energie berechnet werden:
Es gilt der Zusammenhang außerdem sind aus Aufgabe 1.3.1 die Werte
und
bekannt. Durch Umstellen der Gleichung nach der Umlaufdauer
und Einsetzen der Werte ergibt sich:
Das entspricht ungefähr Umläufen.