Aufgabe 4 — Erzeugung von Schwingungen in Lautsprechern
In Frequenzgeneratoren werden mit Hilfe eines Schwingkreises elektromagnetische Schwingungen erzeugt, die durch eine Lautsprechermembran in mechanische Schwingungen umgewandelt werden.
In einem Frequenzgenerator kann für den Betrieb eines Lautsprechers eine elektromagnetische Schwingung mit Hilfe eines elektromagnetischen Schwingkreises erzeugt werden.
Beschreibe die Vorgänge in einem solchen elektromagnetischen Schwingkreis für den Zeitraum einer halben Periode qualitativ. Gehe dabei von einem zunächst voll aufgeladenen Kondensator aus.
An den Frequenzgenerator wird ein Lautsprecher (siehe M 12) angeschlossen.
Die Schwingung einer Lautsprechermembran kann modellhaft in Analogie zu der eines Federpendels betrachtet werden (M 13).
Berechne hierzu zunächst die Schwingungsfrequenz der in M 14 beschriebenen Lautsprechermembran.
Bestimme den Bereich, in dem die Masse liegen darf, damit diese Lautsprechermembran den in M 14 genannten Anforderungen genügt.
Experiment
Die Theorie sagt, dass beim vertikalen Federpendel für die Abhängigkeit der Periodendauer von der Masse des schwingenden Körpers näherungsweise folgender Zusammenhang gilt: Überprüfe dies beispielhaft anhand von drei Messwerten (siehe M 15).
Dokumentiere dein Vorgehen.
Erläutere anhand von zwei Aspekten deine Vorgehensweise, um Messunsicherheiten in dem Experiment möglichst gering zu halten.
In einem Artikel der Zeitschrift Tools4Music (M 16) findet man eine Aussage über die Dimensionierung von Lautsprechern.
Begründe die fachliche Richtigkeit dieser Aussage.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 12 Vereinfachter Aufbau eines Lautsprechers
In Frequenzgeneratoren werden mit Hilfe eines Schwingkreises elektromagnetische Schwingungen erzeugt, die durch eine Lautsprechermembran in mechanische Schwingungen umgewandelt werden.

Abbildung 13: Vereinfachter Aufbau eines Lautsprechers
M 13 Modell für die Beschreibung der Schwingung einer Lautsprechermembran
Als Modell für die schwingende Lautsprechermembran wird im Folgenden vereinfacht ein Federpendel betrachtet.
Analog zur Federkonstanten D beim Federpendel existiert für das Modell einer Lautsprechermembran die Größe DSicke. Unter der Sicke versteht man hierbei die Aufhängung der Lautsprechermembran (siehe M 12). Die Masse des schwingenden Körpers bei einem Federpendel entspricht der Masse der schwingenden Membran.
Für die Berechnung der Frequenz f0 einer Lautsprechermembran mit der Masse m ergibt sich somit auf der Grundlage des Modells die folgende Gleichung:
M 14 Daten eines Lautsprechers
Für eine optimale Klangqualität soll die Frequenz der Membran etwas außerhalb des Frequenzbereiches des Schwingkreises liegen, um unerwünschte Störgeräusche durch eine zu stark schwingende Membran zu vermeiden.
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Frequenzbereich des Schwingkreises |
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Daten für die Lautsprechermembran |
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M 15 Hinweise zum fachpraktischen Teil
Geräte und Materialien
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Stativ
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Feder
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Drei Körper verschiedener Masse zum Aufbau eines vertikalen Federpendels
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Stoppuhr
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Befestigungsmaterial
Hinweise zur Durchführung
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Bestimmen Sie möglichst genau die Periodendauer eines vertikalen Federpendels.
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Bestimmen Sie nun für zwei weitere Massen die Periodendauern.
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Werten Sie die Messwerte auf geeignete Weise aus.
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Formulieren Sie Ihr Versuchsergebnis.
M 16 Dimensionierung von Lautsprechermembranen
Für die Wiedergabe tiefer Frequenzen werden große Membranen mit hoher Masse und tendenziell höherer Nachgiebigkeit der Aufhängung verwendet, während für die Mitteltonwiedergabe eher kleine Membranen aus möglichst leichtem Material mit steifen Sicken zu finden sind.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Beschreibung der Vorgänge
Zunächst () ist der Kondensator aufgeladen. Er entlädt sich, indem ein Strom durch die Spule zu fließen beginnt. In der Spule steigt die Stromstärke langsam an. Sie erreicht ihr Maximum, wenn der Kondensator vollständig entladen ist
Die Stromstärke nimmt nun ab. Das damit ebenfalls abnehmende Magnetfeld der Spule erzeugt eine Spannung. Dabei wird der Kondensator erneut, diesmal in umgekehrter Polung, aufgeladen. Nach einer halben Periodendauer ist der Kondensator vollständig aufgeladen und es fließt kein Strom.
Berechnung der Schwingungsfrequenz
Berechnung der Massen z. B. durch Umformung der Gleichung und Einsetzen der gegebenen Größen:
Bestimmung der Bedingungen, um den Anforderungen zu genügen:
Um den in M 14 genannten Anforderungen zu genügen, muss die Membran eine Masse besitzen, die entweder kleiner als oder größer als
ist.
Messung der Periodendauer des Federschwingers für drei Massen, z. B.:
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m in g |
T in s |
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50 |
0,438 |
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100 |
0,625 |
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200 |
0,862 |
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Aufbauen und Vorbereitung der Zeitmessung
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Messung mit Dokumentation
-
Planvolles Vorgehen: Erfüllt falls der Aufbau mit Vorbereitung oder die Messung selbst durchgeführt wurden.
Bestätigung von z. B. mittels Quotientenvergleich:
Formulierung eines Versuchsergebnisses:
Die Versuchsergebnisse legen den Schluss nahe, dass die angegebene Beziehung näherungsweise stimmen kann.
Erläuterung der Vorgehensweise
Zwei Aspekte zur Verringerung von Messunsicherheiten sind zu nennen und zu erläutern, z. B.:
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Bestimmung der mittleren Periodendauer aus einer größeren Anzahl von Schwingungen
-
Mehrfache Messung der Zeit, Mittelwertbildung
-
Einsatz von elektronischer Messwerterfassung
Bewertung der Aussage
Eine große Masse bewirkt eine längere Periodendauer. Gleiches gilt für eine nachgiebigere Sicke, die gleichbedeutend mit einem geringeren Wert von D ist. Eine längere Periodendauer führt zu einer geringeren Frequenz, also ist ein solcher Lautsprecher gut für tiefe Töne geeignet.
Umgekehrt argumentiert man mit einer geringeren Masse und höheren Federhärte (= härterer Sicke). Diese beiden Dinge führen zu geringeren Periodendauern und demensprechend höheren Frequenzen, was sie für hohe Töne besser geeignet macht.
Hieraus folgt, dass die in der Zeitschrift gemachte Aussage korrekt ist.