Aufgabe 1 — Fallbewegungen
Der Fallturm in Bremen wurde 1990 fertiggestellt und wird vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation der Universität Bremen betrieben. Er ist in Europa einzigartig und ermöglicht erdgebundene Experimente unter kurzzeitiger Schwerelosigkeit.
Der Fallturm hat eine hohe, evakuierte Fallröhre, in der eine Fallkapsel aus einer Höhe von
frei fällt. In der Fallkapsel herrscht während des Falls Schwerelosigkeit. Berechne die Fallzeit der Kapsel und ihre maximale Geschwindigkeit.
Der Abbremsvorgang findet entlang eines Weges von in einem Auffangbehälter statt, der mit Schaumstyroporkugeln gefüllt ist.
Berechne die durchschnittliche Bremsbeschleunigung, wenn die maximale Geschwindigkeit mit angenommen wird.

Abb. 1: Fallturm in Bremen
Außerhalb des Fallturms greifen an jedem Körper, der zur Erde fällt, zusätzlich Luftwiderstandskräfte an. Dabei nimmt die Luftwiderstandskraft mit zunehmender Geschwindigkeit des Körpers zu. Ein Fallschirmspringer (Gesamtmasse mit Ausrüstung ) führt vor dem Öffnen des Schirms eine ungleichmäßig beschleunigte Bewegung aus, bis die Luftwiderstandskraft und seine Gewichtskraft gleich groß sind.
Skizziere die auf den Fallschirmspringer wirkenden Kräfte vor Erreichen der Gleichgewichtssituation.
Die Beschleunigung wird unter diesen Bedingungen mit der folgenden Gleichung berechnet:
Luftwiderstandskraft,
Gewichtskraft,
Fallbeschleunigung
Gib die maximale und die minimale Beschleunigung an. Begründe kurz.
Die Beschleunigung beträgt zu einem bestimmten Zeitpunkt
Berechne für diesen Wert mit der in 1.2.2 angegebenen Formel die Luftwiderstandskraft.
Nenne zwei Faktoren, die die Luftwiderstandskraft eines Fallschirmspringers beeinflussen.
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Maximale Geschwindigkeit berechnen
Es gilt Am Ende des Abbremsvorgangs gilt
Damit ergibt sich für
Einsetzen in liefert für
Bezeichnen der Luftwiderstandskraft mit und der Gewichtskraft mit
liefert folgende Skizze:

Die maximale Beschleunigung wirkt zu Beginn. Da dann gilt, folgt
und mit Hilfe der Gleichung aus Aufgabe 1.2.1 somit
Die Luftwiderstandskraft nimmt mit zunehmender Geschwindigkeit des fallenden Körpers zu, bis Luftwiderstandskraft und Gewichtskraft vom Betrag her gleich groß sind. Das Minimum der Beschleunigung ergibt sich damit bei Mit der Gleichung aus Aufgabe 1.2.1 ergibt sich dann
Z. B. Oberflächenbeschaffenheit des Springanzuges, eingenommene Haltung beim Sprung oder Geschwindigkeit des Fallschirmspringers.