Aufgabe 2 — Anwendung radioaktiver Nuklide
Radiopharmaka werden in der nuklearmedizinischen Therapie schon seit mehreren Jahrzehnten unter anderem verwendet, um krankes Gewebe im Körper zu zerstören. Dazu gehören zum Beispiel Medikamente, die radioaktive lod-Isotope beinhalten.
lod spielt im Stoffwechsel der Schilddrüse eine große Rolle. Da sich lod in der Schilddrüse anreichert, aus dem übrigen Körper jedoch rasch ausgeschieden wird, bleibt die Strahlung der radioaktiven lod-lsotope auf exakt den Ort beschränkt, an dem sie wirken soll. Das Isotop -
sendet
-Strahlung aus und hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen. Die Reichweite der Strahlung im Gewebe beträgt nur
Die ebenfalls auftretende
-Strahlung soll nicht betrachtet werden.
Stelle die Kernumwandlungsgleichung für den -Zerfall von
-
auf.
Nenne zwei mögliche biologische Wirkungen, die im bestrahlten Organismus auftreten können.
Begründe mit Hilfe einer Eigenschaft dieses Nuklids, warum gerade dieses gut geeignet ist, um im Körper Zellen zu zerstören.
Ein Medikament basierend auf -
besitzt eine Anfangsaktivität von
Stelle die Aktivität für die nächsten 40 Tage graphisch dar.
Ermittle, nach welcher Zeit die Aktivität auf der Anfangsaktivität abgefallen ist.
Berechne die Zerfallskonstante und ermittle die Anzahl der im Medikament am Anfang enthaltenen -
Kerne.
Für bildgebende Verfahren wird in der Medizin häufig das angeregte und metastabile Nuklid -
verwendet. (siehe Abbildung 3). Dieses sendet niedrigenergetische
-Strahlung aus und hat eine Halbwertszeit von ca. 6 Stunden.
Bewerte den Einsatz dieses Nuklids für bildgebende Verfahren in der Medizin.

Abb. 3: Radiologische Untersuchung der Schilddrüse (schematische Darstellung)
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Mögliche biologische Wirkungen
-
genetische Schäden, z. B. an der DNA in den Zellen
-
somatische Schäden, z. B. Organschäden
Eignung begründen
Betastrahlung bewirkt in der Umgebung der Schilddrüsenzellen Schäden in der DNA, die zum Zelltod führen. Die Reichweite der Strahlung ist sehr gering, deshalb bleibt die Wirkung auf einen sehr kleinen Bereich beschränkt und es wird hauptsächlich krankes Gewebe zerstört.

Aus dem Graphen kann abgelesen werden, dass die Aktivität von nach ca. 26 Tagen erreicht wird.
Es gilt Damit ergibt sich:
Damit ergibt sich:
-
Die Halbwertszeit ist vergleichsweise kurz. Also ist die Belastung für den Körper gering.
-
Die Strahlung ist niedrigenergetisch. Also ist die Belastung für den Körper gering.
-
Gammastrahlung wird durch den Körper kaum absorbiert. Also kann genügend Strahlung außerhalb des Körpers für die Bildgebung detektiert werden.
-
ist somit gut für bildgebende Verfahren in der Medizin geeignet.