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HT 2

Untersuchung eines grünen Laserpointers

Laserpointer werden häufig bei Präsentationen genutzt. Während qualitativ hochwertige Laserpointer in der Regel ungefährlich sind, gibt es leider auch minderwertige Laserpointer, von denen Gefahren ausgehen können.

1

Der Strahl eines Laserpointers wird senkrecht auf einen Doppelspalt gerichtet. Hinter dem Doppelspalt befindet sich ein Schirm.

a)

Beschreibe das Muster auf dem Schirm in Material 1 und erläutere die Entstehung des Musters mit einer geeigneten Modellvorstellung von Licht.

b)
  • Erläutere die Gleichung Formula: k \cdot \lambda=g \cdot \sin \left(\alpha_k\right)Formula: k \cdot \lambda=g \cdot \sin \left(\alpha_k\right) zur mathematischen Beschreibung des Maximums Formula: kFormula: k-ter Ordnung.

  • Ergänze dazu die Skizze in Material 2 und stelle die Zusammenhänge in einem Text dar.

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2

Auf dem Typenschild des Lasers ist die Wellenlänge Formula: \lambda = 532\;\text{nm}Formula: \lambda = 532\;\text{nm} angegeben. Es wird nun getestet, ob die Angabe der Wellenlänge auf dem Typenschild korrekt angegeben ist.

a)

Untersuche anhand von Material 1, ob der in dem Versuch verwendete Laser Licht der auf dem Typenschild angegebenen Wellenlänge emittiert.

b)

Begründe anhand von Material 3, dass eine präzisere Messung der Wellenlänge ermöglicht wird, wenn der Doppelspalt durch ein optisches Gitter ersetzt wird.

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3

Viele Laserpointer, die bei Präsentationen genutzt werden, emittieren grünes Licht.

a)

Erläutere anhand der Kurve für die Hellempfindlichkeit in Material 4 einen wesentlichen Vorteil eines grünen Laserpointers gegenüber einem roten Laserpointer.

b)

Hochwertige grüne Laserpointer emittieren nur grünes Licht der Wellenlänge Formula: \lambda_g= 532\;\text{nm}.Formula: \lambda_g= 532\;\text{nm}. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt davor, dass bei minderwertigen Laserpointern auch nicht sichtbare Infrarot-Laserstrahlung der Wellenlänge Formula: \lambda_\mathbb{R}= 1064\;\text{nm} = 2\cdot\lambda_gFormula: \lambda_\mathbb{R}= 1064\;\text{nm} = 2\cdot\lambda_g emittiert wird.

Interpretiere das Interferenzmuster in Material 5 im Hinblick auf die Qualität des Laserpointers.

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4

Ein Hersteller für Laserpointer wirbt mit folgender Aussage: „Der Laserpointer erzeugt einen gut sichtbaren grünen Laserpunkt. Durch die geringe Strahlungsleistung im sichtbaren Bereich besteht für Ihr Publikum keine Gefahr.“

Bewerte den Einsatz dieses Laserpointers bei einer Präsentation anhand der Informationen aus Material 6.

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Material 1: Interferenzmuster des grünen Laserpointers

Die folgende Abbildung zeigt das auf dem Schirm sichtbare Lichtmuster sowie einen Zentimetermaßstab. Der Abstand zwischen Doppelspalt und Schirm beträgt Formula: a = 7,5\;\text{m}.Formula: a = 7,5\;\text{m}. Der Abstand der Spaltmitten beträgt Formula: g = 0,40\;\text{mm}.Formula: g = 0,40\;\text{mm}.

Fünf unscharfe Kreise über einem Lineal mit Zentimeter-Markierungen von 10 bis 14.Fünf unscharfe Kreise über einem Lineal mit Zentimeter-Markierungen von 10 bis 14.

Abbildung 1: Interferenzmuster am Doppelspalt

Material 2: Beschreibung der konstruktiven Interferenz von Wellen

In der folgenden Skizze bezeichnen Formula: gFormula: g den Abstand der beiden Spaltmitten, Formula: aFormula: a den Abstand zwischen Doppelspalt und einer Projektionsfläche, Formula: d_kFormula: d_k den Abstand des Formula: kFormula: k-ten Maximums vom Maximum 0. Ordnung und Formula: \alpha_kFormula: \alpha_k den Winkel, unter dem das Maximum Formula: kFormula: k-ter Ordnung erscheint.

Schematische Darstellung des Doppelspalt-Experiments: Lichtstrahlen, Interferenzmaxima und vergrößerter Spalt-Ausschnitt.Schematische Darstellung des Doppelspalt-Experiments: Lichtstrahlen, Interferenzmaxima und vergrößerter Spalt-Ausschnitt.

Abbildung 2: Skizze des Doppelspaltversuchs

Der Abstand Formula: gFormula: g der beiden Spaltmitten ist bei einem Doppelspaltversuch mit sichtbarem Licht üblicherweise deutlich kleiner als der Abstand Formula: aFormula: a zwischen Doppelspalt und Schirm.

Material 3: Intensitätsverteilungen bei Mehrfachspalten

Bei einem Doppelspalt befinden sich zwei Spalte in einem bestimmten Abstand nebeneinander. Die folgende Abbildung zeigt die Intensitätsverteilungen für Mehrfachspalte mit unterschiedlich vielen Spalten, aber jeweils gleichen Spaltabständen Formula: gFormula: g auf dem Schirm.

Grafik: Intensitätsdiagramme für Doppelspalt, Dreifachspalt, Vierfachspalt und Fünffachspalt in Abhängigkeit vom Ort.Grafik: Intensitätsdiagramme für Doppelspalt, Dreifachspalt, Vierfachspalt und Fünffachspalt in Abhängigkeit vom Ort.

Abbildung 3: Intensitätsverteilungen bei Mehrfachspalten

Ein optisches Gitter ist eine Aneinanderreihung von einer sehr großen Anzahl an nebeneinanderliegenden Spalten.

Material 4: Hellempfindlichkeit

Die folgende Abbildung zeigt die vom menschlichen Auge empfundene Helligkeit (Hellempfindlichkeit) in Abhängigkeit von der Wellenlänge des Lichts bei konstanter Strahlungsleistung.

Diagramm: Hellempfindlichkeit gegen Wellenlänge (400–750 nm), glockenförmige Kurve mit Maximum bei ca. 555 nm.Diagramm: Hellempfindlichkeit gegen Wellenlänge (400–750 nm), glockenförmige Kurve mit Maximum bei ca. 555 nm.

Abbildung 4: Hellempfindlichkeit in Abhängigkeit von der Wellenlänge

Die Hellempfindlichkeit ist eine einheitenlose Größe, deren Wert zwischen Formula: 0Formula: 0 und Formula: 1Formula: 1 liegt.

Material 5: Aufnahme des Interferenzbildes mit einer Smartphone-Kamera

Die folgende Abbildung zeigt das mit einer Smartphone-Kamera aufgenommene Interferenzmuster bei Verwendung eines optischen Gitters. Die Smartphone-Kamera kann Licht mit einer Wellenlänge im Bereich Formula: 400\;\text{nm} \lt \lambda \lt 1200\;\text{nm}Formula: 400\;\text{nm} \lt \lambda \lt 1200\;\text{nm} erfassen.

Lineal (Zahlen 8–16) mit darüber angeordneten Lichtpunkten unterschiedlicher Helligkeit und Pfeilen mit BeschriftungLineal (Zahlen 8–16) mit darüber angeordneten Lichtpunkten unterschiedlicher Helligkeit und Pfeilen mit Beschriftung

Abbildung 5: Interferenzbild am Gitter

Das Maximum 0. Ordnung befindet sich auf dem Zentimetermaßstab bei Formula: 12\;\text{cm}.Formula: 12\;\text{cm}. Die benachbarten Maxima des grünen Lichts Formula: (\lambda_g= 532\;\text{nm})Formula: (\lambda_g= 532\;\text{nm}) haben hier jeweils etwa einen Abstand von Formula: 1\;\text{cm}.Formula: 1\;\text{cm}.

Material 6: Spektrum des verwendeten Laserpointers und Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz

Das folgende Diagramm zeigt das gemessene Spektrum des verwendeten Laserpointers im Wellenlängenbereich Formula: 400\;\text{nm} \lt \lambda \lt 1200\;\text{nm}.Formula: 400\;\text{nm} \lt \lambda \lt 1200\;\text{nm}.

Spektraldiagramm mit zwei schmalen Peaks bei ~550 nm und ~1050 nm; Wellenlänge 400–1200 nm, Strahlungsleistung in mW.Spektraldiagramm mit zwei schmalen Peaks bei ~550 nm und ~1050 nm; Wellenlänge 400–1200 nm, Strahlungsleistung in mW.

Abbildung 6: Spektrum des Laserpointers

Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz:

Der Grenzwert für die Strahlungsleistung eines frei verkäuflichen Laserpointers beträgt in Deutschland Formula: 1\;\text{mW}.Formula: 1\;\text{mW}.

Besondere Aufmerksamkeit beim Auge verdient der kurzwellige Infrarot-Anteil Formula: (780\;\text{nm}–1400\;\text{nm}).Formula: (780\;\text{nm}–1400\;\text{nm}). Für diesen Bereich ist der vordere Teil des Auges durchlässig, sodass die Netzhaut erreicht wird und Netzhautschädigungen möglich sind.

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