Teil A – Fragen zu allen Bereichen
1
Energieerhaltung
Eine Experimentieranordnung besteht aus einer vertikalen kreisförmigen Bahn und einem Wagen der Masse
der sich innerhalb dieser Bahn bewegen kann (Loopingbahn). Der Punkt
ist der höchste Punkt der Bahn, der Punkt
der tiefste. Im Punkt
ist die potentielle Energie null.
1.1
Der Wagen ruht am Ort
wird freigegeben und erreicht zum Zeitpunkt
den Ort
Die Abbildung zeigt das Prinzip.
Die Abbildung zeigt das
-Diagramm, welches den Graph
für den Wagen enthält. Trage den Graph
für den Wagen in das Diagramm ein.
(2 BE)
1.2
Dem Wagen wird im Punkt
eine Anfangsgeschwindigkeit so erteilt, dass er den Punkt
durchläuft.
1.2.1
Begründe, dass die kinetische Energie des Wagens im Punkt
größer sein muss als dessen potentielle Energie im Punkt
(2 BE)
1.2.2
Gib an, wie groß die Radialkraft mindestens sein muss.
(1 BE)
2
Grundlagen der Atomphysik
Atomarer Wasserstoff wird zum Leuchten angeregt. Dieses Gas sendet ein Linienspektrum aus.
2.1
Erkläre, dass nur Licht bestimmter Frequenzen ausgesendet wird. Nutze das Bohr'sche Atommodell.
(4 BE)
2.2
Wasserstoffatome befinden sich jeweils im Grundzustand
und gehen in den ersten angeregten Zustand
über. Von den folgenden Aussagen ist genau eine richtig. Kreuze diese an.
| Die Anregungen sind ausschließlich durch Wechselwirkungen mit Photonen möglich. | |
| Die Anregungen durch Stöße mit Elektronen erfolgen ausschließlich, wenn diese jeweils vor der Wechselwirkung die kinetische Energie |
|
| Die Anregungen durch Stöße mit Elektronen sind möglich, falls diese jeweils vor der Wechselwirkung eine kinetische Energie |
(1 BE)
3
Quantenobjekte
3.1
Beschreibe das Prinzip eines Experiments zum Nachweis von Welleneigenschaften der Elektronen.
(3 BE)
3.2
Erläutere, dass Photonen Teilcheneigenschaften zugeordnet werden können.
(2 BE)
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1
1.1
1.2
Im Punkt
beträgt die potentielle Energie des Wagens Null. Beim Durchlaufen des Loopings von Punkt
zu Punkt
wird die kinetische Energie in potentielle Energie umgewandelt. Damit der Wagen den Looping durchlaufen kann und im Punkt
nicht herunterfällt muss er dort mindestens eine Geschwindigkeit haben, die größer als Null ist. Da die kinetische Energie des Wagens im Punkt
damit nicht Null ist, folgt nach dem Energieerhaltungssatz, dass die kinetische Energie des Wagens im Punkt
größer sein muss als die potentielle Energie im Punkt
1.3
Damit der Wagen im Punkt
des Loopings nicht herunterfällt, muss die Radialkraft dort größer sein als die Gewichtskraft, d.h. es muss gelten
2
2.1
Nach dem Bohr'schen Atommodell können sich die Elektronen im Atom nur auf ganz bestimmten, diskreten Bahnen (Energieniveaus) aufhalten, ohne dabei Energie abzustrahlen. Jeder dieser Zustände entspricht einem bestimmten Energiewert
Ein Photon wird nur dann ausgesendet, wenn ein Elektron von einem energiereicheren Zustand
in einen energieärmeren Zustand
übergeht. Die Energie des ausgesendeten Photons entspricht dabei exakt der Energiedifferenz der beiden Niveaus.
Da die Energie
eines Photons direkt proportional zu seiner Frequenz
ist, gilt
Weil im Atom nur ganz bestimmte, diskrete Energieniveaus existieren, sind auch nur ganz bestimmte Energiedifferenzen
möglich. Folglich können beim Übergang von Elektronen auch nur Photonen mit ganz bestimmten Frequenzen
ausgesendet werden, was das Linienspektrum erklärt.
2.2
| Die Anregungen sind ausschließlich durch Wechselwirkungen mit Photonen möglich. | |
| Die Anregungen durch Stöße mit Elektronen erfolgen ausschließlich, wenn diese jeweils vor der Wechselwirkung die kinetische Energie |
|
| Die Anregungen durch Stöße mit Elektronen sind möglich, falls diese jeweils vor der Wechselwirkung eine kinetische Energie |
3
3.1
Ein Standardexperiment hierfür ist der Versuch mit der Elektronenbeugungsröhre:
In einer Vakuumröhre werden Elektronen aus einer Glühkathode freigesetzt und durch eine Hochspannung beschleunigt. Dieser Elektronenstrahl wird auf eine hauchdünne Graphitfolie gerichtet. Die regelmäßige Anordnung der Kohlenstoffatome wirkt für die Elektronen wie ein dreidimensionales optisches Beugungsgitter, da die Atomabstände in der Größenordnung der de-Broglie-Wellenlänge der Elektronen liegen.
Auf einem Leuchtschirm hinter der Graphitfolie wird dabei ein Interferenzmuster aus hellen, konzentrischen Ringen beoabachtet.
Ein solches Beugungs- und Interferenzmuster lässt sich nur mit dem Wellenmodell (Überlagerung von Wellen) erklären. Es belegt somit die Welleneigenschaft der Teilchen (Materiewellen).
3.2
Teilcheneigenschaften von Photonen lassen sich besonders gut mit dem Photoelektrischen Effekt erklären. Wird eine Metallplatte mit Licht bestrahlt, können Elektronen aus der Oberfläche herausgelöst werden. Die klassische Wellentheorie scheitert zum Beispiel daran, dass die Auslösung sofort geschieht und dass es eine materialspezifische Grenzfrequenz gibt, unterhalb derer keine Elektronen herausgelöst werden.
Das wird durch die Annahme erklärt, dass Licht aus einzelnen Energiequanten, den Photonen, besteht. Ein Photon verhält sich wie ein Teilchen, das in einem Einzelakt seine gesamte Energie an genau ein Elektron im Metall abgibt. Nur wenn dieses einzelne Photon genug Energie besitzt, um die Bindungsenergie des Elektrons zu überwinden, kann es dieses herauslösen. Diese stoßartige 1-zu-1-Wechselwirkung ist ein klares Indiz für den Teilchencharakter von Photonen.